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Firmenfestgeld: Zinsen, Anbieter und Bedingungen im Vergleich
Filter
| Zinsstaffel | |
| 50.000 € – 5.000.000 € · 3 Monate | 2,25 % |
| 50.000 € – 5.000.000 € · 6 Monate | 2,45 % |
| 50.000 € – 5.000.000 € · 12 Monate | 2,78 % |
| Konditionen | |
| Girokonto-Bindung | |
| Referenzkonto nötig | |
| Zinsauszahlung | Bei Fälligkeit |
| Vorzeitige Kündigung | |
| Einlagensicherung & Aufsicht | |
| Sicherungsart | Gesetzliche Einlagensicherung |
| Höhe | 100.000 € |
| Sicherungsland | Deutschland |
| Länderrating (S&P) | AAA · Ausblick stabil S&P Global Ratings — Stand 2026-07 |
| Finanzaufsicht | BaFin |
| Zinsstaffel | |
| 0 € – 1.000.000 € |
3,00 % − 0,40 % Gebühr = 2,60 % netto EZB-gekoppelt |
| 1.000.000 € – 3.000.000 € |
3,00 % − 0,30 % Gebühr = 2,70 % netto EZB-gekoppelt |
| 3.000.000 € – 7.000.000 € |
3,00 % − 0,25 % Gebühr = 2,75 % netto EZB-gekoppelt |
| 7.000.000 €+ |
3,00 % − 0,20 % Gebühr = 2,80 % netto EZB-gekoppelt |
| Konditionen | |
| Girokonto-Bindung | |
| Referenzkonto nötig | |
| Zinsgutschrift | Täglich |
| Vorzeitige Kündigung | |
| Einlagensicherung & Aufsicht | |
| Sicherungsart | Wertpapier-Sondervermögen (kein €100k-DGS) Laut Anbieter: Beträge sind in voller Höhe als Sondervermögen geschützt (kein €100k-Deckel); zusätzlich gesetzliche Einlagensicherung über die Partnerbank. |
| Zinsstaffel | |
| 5.000 € – 500.000 € · 3 Monate | 1,80 % |
| 5.000 € – 500.000 € · 6 Monate | 2,20 % |
| 5.000 € – 500.000 € · 12 Monate | 2,50 % |
| Konditionen | |
| Girokonto-Bindung | |
| Referenzkonto nötig | |
| Zinsauszahlung | Bei Fälligkeit |
| Vorzeitige Kündigung | |
| Einlagensicherung & Aufsicht | |
| Sicherungsart | Gesetzliche Einlagensicherung |
| Höhe | 100.000 € |
| Sicherungsland | Deutschland |
| Länderrating (S&P) | AAA · Ausblick stabil S&P Global Ratings — Stand 2026-07 |
| Finanzaufsicht | BaFin |
Angaben vor Steuern. Zinserträge unterliegen bei Kapitalgesellschaften der Körperschaftsteuer (15 % zzgl. Solidaritätszuschlag) sowie ggf. der Gewerbesteuer.
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- Bis zu 3,00 % p. a. für zwölf Monate zahlt die Volkswagen Bank, 2,78 % p. a. die Deutsche-Bank-Gruppe (FYRST, Deutsche Bank, Postbank) auf Neugeld ab 50.000 € – bei Laufzeiten ab zwei Jahren liegen Cronbank, DKB und Commerzbank mit 2,95 bis 3,20 % p. a. vorn (Stand: 17.09.2026).
- Die Mindestanlage entscheidet, wer überhaupt mitmachen kann: DKB ab 2.500 €, Volkswagen Bank, ING, Cronbank, Skatbank und ProCredit ab 5.000 €, GEFA ab 10.000 €, die Deutsche-Bank-Gruppe erst ab 50.000 €.
- Fast immer ist ein Konto bei derselben Bank Voraussetzung – ein Geschäftskonto, ein Tagesgeldkonto oder ein Verrechnungskonto. Nur wer diese Hürde einrechnet, vergleicht richtig.
- Freiberufler und Einzelunternehmer sind heute meist zugelassen (FYRST, Deutsche Bank, Postbank, Commerzbank, DKB, ING, Volkswagen Bank); die GEFA Bank nimmt nur Kapital- und Personenhandelsgesellschaften, die ING keine GbR.
- Sicherheit: 100.000 € je Unternehmen und Bank gesetzlich; der freiwillige Einlagensicherungsfonds der privaten Banken schützt Unternehmen bis 30 Mio. € – aber keine Termineinlagen mit mehr als zwölf Monaten Laufzeit.
Der höchste Zinssatz ist selten das beste Angebot. Wer für 2,78 % ein zusätzliches Geschäftskonto eröffnen, 50.000 € Neugeld nachweisen und die automatische Verlängerung im Kalender führen muss, fährt mit 2,50 % bei der Bank, bei der das Geld ohnehin liegt, oft besser. Rechnen Sie die Zinsdifferenz in Euro aus, bevor Sie wechseln – bei 50.000 € sind 0,28 Prozentpunkte 140 € im Jahr.
Firmenfestgeld ist die einfachste Form, freie Unternehmensliquidität zu verzinsen: Ein fester Betrag liegt für eine feste Laufzeit zu einem festen Zinssatz bei einer Bank, ohne Kursrisiko und ohne Gebühren. Seit der Zinswende bieten wieder rund ein Dutzend Institute solche Konten für Geschäftskunden an, von der Deutsche-Bank-Gruppe über DKB, ING und Commerzbank bis zu Spezialisten wie GEFA, Cronbank und Volkswagen Bank. Die Konditionen unterscheiden sich deutlich – bei den Zinsen, vor allem aber bei Mindestanlage, Kontobindung, Neugeld-Regeln und zugelassenen Rechtsformen. Die Übersicht unten stellt die aktuellen Angebote nebeneinander; darunter steht, wie Firmenfestgeld funktioniert, wie sicher es ist, wie es besteuert wird und für welche Unternehmen es sich lohnt (Stand: 17.09.2026).
Firmenfestgeld-Zinsen im Vergleich
Die Tabelle zeigt die Zinssätze der Anbieter nach Laufzeit, dazu Mindestanlage und die wichtigste Bedingung. Alle Werte stammen von den Konditionenseiten der Banken und gelten für Geschäftskunden; die Deutsche-Bank-Marken zahlen die genannten Sätze nur auf Neugeld, das in den 30 Tagen zuvor nicht im Konzern lag.
| Anbieter | 3 Monate | 6 Monate | 12 Monate | 2 Jahre | 3 Jahre | 5 Jahre | Mindestanlage | Voraussetzung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Volkswagen Bank – Festgeld Business | 2,50 | 2,75 | 3,00 | 3,00 (bis 720 Tage) | – | – | 5.000 € | Plus Konto Business als Referenzkonto |
| FYRST – Festgeldkonto | 2,25 | 2,45 | 2,78 | – | – | – | 50.000 € | FYRST Geschäftskonto, Neugeld |
| Deutsche Bank – Business Festgeld | 2,25 | 2,45 | 2,78 | – | – | – | 50.000 € | Konto bei der Deutschen Bank, Neugeld |
| Postbank – Business Termingeld | 2,25 | 2,45 | 2,78 | – | – | – | 50.000 € | Postbank Business Girokonto, Neugeld |
| Commerzbank – Online-Termingeld | 1,25 | 2,05 | 2,75 | 2,95 | 2,95 | 3,00 | 1.000 € | Commerzbank-Konto in der Anlagewährung |
| DKB – Festgeld für Geschäftskunden | 1,70 | 2,60 | 2,80 | 2,80 | 2,80 | 2,90 | 2.500 € | Geschäftskunde der DKB |
| ING – Business Festgeld | 1,80 | 2,20 | 2,50 | – | – | – | 5.000 € (max. 500.000 € je Festgeld) | ING Geschäftskonto oder Business Extra-Konto |
| GEFA Bank – FestGeld Business | 2,00 | 2,10 | 2,40 | 2,50 | 2,60 | 2,90 | 10.000 € | nur GmbH, GmbH & Co. KG, KG, OHG, UG |
| Cronbank – Firmenfestgeld | – | – | 1,95 | 3,20 | 3,20 | 3,10 | 5.000 € (max. 1 Mio. €) | Laufzeiten nur in ganzen Jahren |
| Deutsche Skatbank – Firmenfestgeld | 1,69* | 1,80* | 1,95* | 2,00 | 2,05 | 2,10 | 5.000 € | Referenzkonto; *bis 12 Monate variabel (65 % des Euribor) |
| ProCredit Bank – Festgeld für Firmenkunden | 1,75 | 2,00 | 2,00 | 2,00 | 2,00 | 2,00 | 5.000 € | Tagesgeld- oder Firmenkonto bei der ProCredit Bank |
| Quelle: Konditionenseiten der Anbieter (FYRST, Deutsche Bank, Postbank: Stand 14./15.09.2026; Commerzbank: Konditionsblatt vom 14.09.2026; Volkswagen Bank: Stand 06.08.2026; Skatbank: Stand 01.09.2026; DKB, ING, GEFA, Cronbank, ProCredit: abgerufen am 17.09.2026) und unsere eigene Produktdatenbank. Zinssätze können sich täglich ändern; maßgeblich ist der bei Abschluss bestätigte Satz. | ||||||||
Drei Muster fallen auf. Erstens zahlt die Deutsche-Bank-Gruppe über alle drei Marken denselben Satz, verlangt aber 50.000 € und Neugeld – ein Angebot für Unternehmen, die größere Beträge von einer anderen Bank herüberholen. Zweitens ist die Zinskurve bei den meisten Anbietern flach oder invers: Die DKB zahlt für ein bis vier Jahre einheitlich 2,80 %, die Commerzbank für vier bis neun Jahre 3,00 %, die ProCredit Bank ab sechs Monaten überall 2,00 %. Lange Bindung wird also kaum belohnt. Drittens gibt es zwei Ausreißer nach oben mit Bedingungen: die Volkswagen Bank mit 3,00 % ab 360 Tagen, die aber ihr Plus Konto Business als Referenzkonto verlangt, und die Cronbank mit 3,20 % für zwei und drei Jahre – bei einer Obergrenze von 1 Mio. € und einem Zwölf-Monats-Satz von nur 1,95 %.
So funktioniert Firmenfestgeld
Technisch unterscheidet sich Firmenfestgeld nicht vom Festgeld für Privatkunden: Das Unternehmen überweist einmalig einen Betrag auf ein Festgeldkonto, die Bank garantiert dafür einen Zinssatz bis zum Laufzeitende, und danach fließen Anlagebetrag und Zinsen auf das Referenzkonto zurück – oder die Anlage verlängert sich automatisch. Nachzahlungen während der Laufzeit sind nirgends möglich; wer mehr anlegen will, eröffnet ein zweites Festgeld. Die ING erlaubt bis zu fünf Festgelder gleichzeitig, die Deutsche Bank rechnet die Mindestanlage von 50.000 € je Festgeld.
Laufzeiten und Mindestanlage
Das Gros der Angebote deckt drei bis zwölf Monate ab; FYRST, Deutsche Bank, Postbank und ING bieten ausschließlich diese drei Laufzeiten. Längere Bindungen bis zehn Jahre gibt es bei Commerzbank, DKB, Cronbank, Skatbank und ProCredit Bank, die Volkswagen Bank rechnet taggenau von 90 bis 720 Tagen, die GEFA Bank von 3 bis 60 Monaten. Bei den Mindestanlagen liegen Welten zwischen den Banken: 1.000 € bei der Commerzbank, 2.500 € bei der DKB, 5.000 € bei Volkswagen Bank, ING, Cronbank, Skatbank und ProCredit, 10.000 € bei der GEFA und 50.000 € bei den drei Deutsche-Bank-Marken. Nach oben begrenzen die meisten Banken auf 5 bis 10 Mio. €, die Cronbank auf 1 Mio. €, die Volkswagen Bank auf 250 Mio. €.
Konto bei derselben Bank als Voraussetzung
Kaum eine Bank verkauft Firmenfestgeld an Fremdkunden. FYRST verlangt ein FYRST Geschäftskonto, die Postbank ein Business Girokonto der Postbank, die ING ein Geschäftskonto oder ein Business Extra-Konto, die Commerzbank ein Konto in der Anlagewährung, die Volkswagen Bank ihr Plus Konto Business, die ProCredit Bank ein Tagesgeld- oder Firmenkonto. Diese Vorkonten sind in der Regel gebührenfrei – das Tagesgeldkonto der Volkswagen Bank etwa kostet nichts, nur das photoTAN-Gerät 25 € netto je Verfügungsberechtigtem –, sie bedeuten aber eine zusätzliche Kontoeröffnung mit Legitimation aller Vertretungsberechtigten. Für ein Unternehmen, das sein Geschäftskonto ohnehin bei einer dieser Banken führt, ist das Festgeld dort meist mit wenigen Klicks im Online-Banking eröffnet. Welche Bank für das Geschäftskonto selbst passt, ist eine eigene Frage.
Die Neugeld-Regel der Deutsche-Bank-Gruppe
FYRST, Deutsche Bank und Postbank zahlen 2,25 bis 2,78 % nur auf „Fresh Money“: Guthaben, das in den 30 Tagen vor der Einzahlung nicht auf Konten oder Depots der Deutsche Bank AG lag – dazu zählen ausdrücklich Postbank, FYRST, maxblue, norisbank, BHW und DWS. Umbuchungen innerhalb des Konzerns sind kein Neugeld. Wer sein Betriebsvermögen bereits bei einer dieser Marken hält, erhält den Aktionszins also nicht; FYRST weist zudem darauf hin, dass der Satz jederzeit geändert werden kann. Der Aktionszins gilt für maximal 5 Mio. € Neugeld.
Zinsgutschrift und automatische Verlängerung
Bei Laufzeiten bis zu einem Jahr schreiben die Banken die Zinsen am Laufzeitende gut. Bei längeren Laufzeiten gibt es drei Modelle: jährliche Gutschrift (Cronbank, Skatbank, ProCredit Bank auf das Tagesgeldkonto), vierteljährliche Ausschüttung oder Kapitalisierung nach Wahl (DKB) und die Wahl zum 31.12. zwischen Auszahlung auf das Tagesgeldkonto und Thesaurierung (GEFA Bank). Nur bei Kapitalisierung entsteht ein Zinseszinseffekt.
Fast alle Anbieter verlängern das Festgeld automatisch, wenn bis zum Laufzeitende keine Kündigung eingeht – FYRST und Deutsche Bank „jeweils für die gleiche Laufzeit zum dann gültigen Zinssatz“, die Volkswagen Bank ebenfalls zum Satz am Tag der Wiederanlage, die Skatbank nennt ihr Produkt bis zwölf Monate ausdrücklich „Termingeldkonto mit Prolongation“. Die Commerzbank ist die Ausnahme: Dort fließt das Guthaben bei Fälligkeit automatisch auf das Verrechnungskonto zurück. Wer die Frist verpasst, bindet sein Geld erneut – bei der Deutschen Bank endet die Kündigungsmöglichkeit zwei Valutatage vor Fälligkeit.
Kosten
Für Eröffnung und Führung eines Firmenfestgeldkontos verlangt keine der genannten Banken Gebühren; die Deutsche Bank und FYRST schreiben das ausdrücklich in ihre Bedingungen. Kosten entstehen allenfalls indirekt über das vorausgesetzte Konto oder – bei fondsbasierten Alternativen wie UnitPlus – über eine laufende Verwaltungsgebühr, die vom Bruttozins abgeht.
Wie sicher ist Firmenfestgeld?
Festgeld bei einer deutschen Bank ist eine Einlage im Sinne des § 8 Einlagensicherungsgesetz: Die gesetzliche Entschädigungseinrichtung schützt bis zu 100.000 € je Einleger und Institut – das gilt für die GmbH genauso wie für den Freiberufler, jeweils einmal pro Bank. Wer mehr anlegt, verteilt entweder auf mehrere Banken oder verlässt sich auf die freiwillige Zusatzsicherung.
Die privaten Banken (Deutsche Bank, FYRST, Postbank, Commerzbank, ING, DKB, GEFA, Cronbank, Volkswagen Bank, ProCredit Bank) gehören dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken an. Der Fonds wurde 2023 reformiert und schützt Unternehmen nach Angaben des Bankenverbandes seit dem 1. Januar 2025 bis maximal 30 Mio. € je Einleger, höchstens jedoch 8,75 % der Eigenmittel der jeweiligen Bank; ab 2030 sinkt die Grenze auf 10 Mio. €. Für Unternehmen gibt es eine wichtige Ausnahme, die in den Einlagensicherungs-Hinweisen der Banken steht: Einlagen mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten sind seit 2023 nicht mehr über den Fonds geschützt. Ein Firmenfestgeld über zwei Jahre genießt also nur die gesetzlichen 100.000 €. Die tagesaktuelle Sicherungsgrenze jeder Bank lässt sich unter einlagensicherungsfonds.de abfragen; FYRST nennt für sich 438.000 € je Einleger (Stand: 14.09.2026).
Zwei Angebote, die in Vergleichen häufig neben Firmenfestgeld stehen, sind keine Bankeinlagen: Das Zinskonto von Vivid Business wird von einem niederländischen Wertpapierunternehmen geführt, die Gelder liegen getrennt vom Firmenvermögen und sind über das niederländische Anlegerentschädigungssystem bis 20.000 € geschützt; Vivid selbst schreibt, dass der Zinssatz nicht garantiert ist. UnitPlus legt Firmengelder in Geldmarkt- und Anleihefonds an, die als Sondervermögen in voller Höhe insolvenzgeschützt sind, aber Kursschwankungen unterliegen. Beide können für Unternehmen sinnvoll sein – sie gehören nur in eine andere Risikoklasse als das Festgeld einer Bank.
Welche Rechtsformen Firmenfestgeld eröffnen können
Das frühere Bild – Festgeld nur für Kapitalgesellschaften mit Handelsregistereintrag – stimmt nicht mehr. FYRST nennt als zugelassene Rechtsformen Freiberufler, eingetragene Kaufleute, UG, GmbH, GbR, GmbH & Co. KG, UG & Co. KG, OHG, KG und eingetragene Vereine; die Deutsche Bank und die Postbank richten ihr Angebot an Geschäftskunden aller Art, die Commerzbank an Unternehmerkunden, die DKB und die Volkswagen Bank an Geschäftskunden ohne Einschränkung auf der Produktseite. Die ING lässt Freiberufler, eingetragene und nicht eingetragene Kaufleute sowie GmbH, UG, KG und OHG zu, schließt aber GbR, GmbH & Co. KG, GmbH in Gründung, gGmbH, e. V. und Genossenschaft aus. Am engsten ist die GEFA Bank: Ihr Einlagengeschäft gilt nur für GmbH, GmbH & Co. KG, KG, OHG und UG. Die ProCredit Bank nennt ausdrücklich auch Vereine, Stiftungen, NGOs, Kommunen und Verbände.
Freiberufler und Einzelunternehmer
Wer sein Geschäft als natürliche Person führt, hat zwei Wege. Er kann ein Firmenfestgeld bei einer der oben genannten Banken eröffnen und hält damit Betriebs- und Privatvermögen sauber getrennt. Oder er nutzt das breitere und oft besser verzinste Festgeldangebot für Privatkunden – rechtlich möglich, weil natürliche Personen keiner Geschäftskontopflicht unterliegen. Steuerlich bleibt es in beiden Fällen bei Betriebseinnahmen, wenn das Geld aus dem Betrieb stammt; ein getrenntes Konto erleichtert nur den Nachweis. Für die Buchhaltung ist die erste Variante die sauberere.
Vereine und Stiftungen
Gemeinnützige Vereine müssen ihre Mittel nach § 55 Abs. 1 Nr. 5 AO zeitnah verwenden, das heißt spätestens in den zwei auf den Zufluss folgenden Kalender- oder Wirtschaftsjahren; Vereine mit Einnahmen bis 100.000 € im Jahr sind von dieser Pflicht ausgenommen. Länger binden dürfen sie nur Rücklagen nach § 62 AO, etwa die freie Rücklage von höchstens einem Drittel des Überschusses aus der Vermögensverwaltung. Ein Zwei-Jahres-Festgeld passt in diesen Rahmen, ein Fünf-Jahres-Festgeld nur aus Rücklagen. Stiftungen legen ihr Grundstockvermögen dagegen dauerhaft an und dürfen Festgeld mit langen Laufzeiten nutzen, sofern die Satzung nichts anderes vorgibt. Angebote mit Vereinen und Stiftungen als ausdrücklicher Zielgruppe haben FYRST (e. V.), die ProCredit Bank und die Deutsche Skatbank.
Steuern auf Firmenfestgeld
Die Bank behält auf die Zinsen auch bei Unternehmen Kapitalertragsteuer von 25 % plus Solidaritätszuschlag ein (§ 43 EStG). Anders als bei Privatanlegern hat dieser Abzug keine abgeltende Wirkung und es gibt keinen Sparer-Pauschbetrag: Die Zinsen sind Betriebseinnahmen, der Steuerabzug eine Vorauszahlung, die auf die Steuerschuld angerechnet wird. Wie hoch die Steuer am Ende ausfällt, hängt von der Rechtsform ab.
- Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG): Körperschaftsteuer von 15 % (§ 23 KStG) plus Solidaritätszuschlag, dazu Gewerbesteuer mit der Messzahl von 3,5 % (§ 11 GewStG) multipliziert mit dem Hebesatz der Gemeinde. Bei einem Hebesatz von 400 % ergibt das rund 30 % Gesamtbelastung auf den Zinsertrag.
- Personengesellschaften und Einzelunternehmer: Die Zinsen erhöhen den Gewinn und werden mit dem persönlichen Einkommensteuersatz der Gesellschafter besteuert; Gewerbetreibende zahlen zusätzlich Gewerbesteuer, die teilweise auf die Einkommensteuer angerechnet wird. Freiberufler zahlen keine Gewerbesteuer.
- Gemeinnützige Vereine und Stiftungen: Zinsen aus der Vermögensverwaltung sind steuerfrei; mit einer NV-Bescheinigung oder einem Freistellungsauftrag unterbleibt der Kapitalertragsteuerabzug.
Bilanzierende Unternehmen weisen Festgeld je nach Restlaufzeit unter den Guthaben bei Kreditinstituten oder den sonstigen Vermögensgegenständen aus und grenzen aufgelaufene Zinsen zum Stichtag ab. Die Deutsche Bank verweist für Details auf die HGB-Bilanzierung; im Zweifel klärt das der Steuerberater.
Vorteile und Nachteile von Firmenfestgeld
- Garantierter Zinssatz über die gesamte Laufzeit, kein Kursrisiko
- Keine Gebühren für Eröffnung und Kontoführung
- Gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 €, bei privaten Banken bis zwölf Monate Laufzeit zusätzlich der Einlagensicherungsfonds
- Laufzeiten von drei Monaten bis zehn Jahren, Anlagebeträge bis in den zweistelligen Millionenbereich
- Bei den meisten Banken in wenigen Minuten im Online-Banking eröffnet
- Kapital ist bis zum Laufzeitende gebunden, vorzeitige Kündigung ausgeschlossen
- Meist ein Konto bei derselben Bank als Voraussetzung, bei der Deutsche-Bank-Gruppe zusätzlich 50.000 € Neugeld
- Automatische Verlängerung, wenn die Kündigung vergessen wird
- Flache oder inverse Zinskurve: lange Laufzeiten bringen kaum mehr
- Zinsen über zwölf Monate Laufzeit ohne Schutz des Einlagensicherungsfonds
Die Anbieter im Detail
FYRST
| Zinsstaffel | |
| 50.000 € – 5.000.000 € · 3 Monate | 2,25 % |
| 50.000 € – 5.000.000 € · 6 Monate | 2,45 % |
| 50.000 € – 5.000.000 € · 12 Monate | 2,78 % |
| Konditionen | |
| Girokonto-Bindung | |
| Referenzkonto nötig | |
| Zinsauszahlung | Bei Fälligkeit |
| Vorzeitige Kündigung | |
| Einlagensicherung & Aufsicht | |
| Sicherungsart | Gesetzliche Einlagensicherung |
| Höhe | 100.000 € |
| Sicherungsland | Deutschland |
| Länderrating (S&P) | AAA · Ausblick stabil S&P Global Ratings — Stand 2026-07 |
| Finanzaufsicht | BaFin |
Werbehinweis: Anbieter-Links in dieser Übersicht sind Werbelinks (Affiliate-Links) — für Abschlüsse darüber erhalten wir eine Provision vom Anbieter.
FYRST ist die digitale Geschäftskundenmarke der Deutschen Bank und kombiniert ein Geschäftskonto ab 0 € mit Tagesgeld und Festgeld unter einem Login. Das Festgeldkonto gibt es nur für FYRST-Kontoinhaber: Neukunden wählen im Kontoantrag das Wunschprodukt Festgeld und werden dann kontaktiert, Bestandskunden legen es direkt im Online-Banking an. Der Anlagebetrag wird vom Geschäftskonto abgebucht und nach der Kündigung dorthin zurückgebucht.
Zinsen: 2,25 % p. a. für 3 Monate, 2,45 % für 6 Monate, 2,78 % für 12 Monate – als Fresh-Money-Aktion für Neugeld ab 50.000 € (Stand: 14.09.2026)
Anlagebetrag: 50.000 bis 5.000.000 €
Laufzeiten: 3, 6 oder 12 Monate
Rechtsformen: Freiberufler, e. K., UG, GmbH, GbR, GmbH & Co. KG, UG & Co. KG, OHG, KG, e. V.
Zinsgutschrift: am Laufzeitende; ohne Kündigung automatische Verlängerung zum dann gültigen Satz
Einlagensicherung: 100.000 € gesetzlich, Einlagensicherungsfonds bis 438.000 € je Einleger (Anbieterangabe, Stand: 14.09.2026)
- Höchster Zwölf-Monats-Satz der Deutsche-Bank-Gruppe, identisch mit Deutsche Bank und Postbank
- Breite Rechtsformliste inklusive GbR und eingetragener Verein
- Geschäftskonto, Tagesgeld und Festgeld in einer App
- Mindestanlage 50.000 €, nur Neugeld von außerhalb des Konzerns
- FYRST Geschäftskonto zwingend
- Für Neukunden läuft die Eröffnung über eine Beratungsanfrage, nicht direkt online
Deutsche Bank und Postbank
Die Mutter und die zweite Marke zahlen dieselben Sätze wie FYRST: 2,25 / 2,45 / 2,78 % p. a. für 3, 6 und 12 Monate, ab 50.000 € Neugeld bis 5 Mio. € (Stand: 15.09.2026). Die Deutsche Bank nennt das Produkt Business Festgeld, die Postbank Business Termingeld und verlangt ein Postbank Business Girokonto als Referenzkonto. Neukunden stellen bei beiden eine Anfrage und eröffnen zuerst das Konto; Bestandskunden legen das Festgeld im Online-Banking an. Ohne Kündigung bis spätestens zwei Valutatage vor Fälligkeit verlängert die Deutsche Bank für dieselbe Laufzeit zum dann aktuellen Zinssatz. Gebühren fallen nicht an.
Volkswagen Bank
Die Autobank aus Braunschweig hat mit 3,00 % p. a. ab 360 Tagen Laufzeit den höchsten Zwölf-Monats-Satz im Vergleich, davor 2,50 % (90 bis 179 Tage), 2,75 % (180 bis 269 Tage) und 2,80 % (270 bis 359 Tage); die Laufzeit wird taggenau von 90 bis 720 Tagen gewählt (Stand: 06.08.2026). Die Mindestanlage liegt bei 5.000 €, die Einlagengrenze bei 250 Mio. €. Voraussetzung ist das Plus Konto Business, das gebührenfreie Tagesgeldkonto der Bank, das als Referenzkonto mit ausreichender Deckung dient; es wird online mit Video-Ident, PostIdent oder eID eröffnet. Bei Fälligkeit verlängert die Bank zum am Tag der Wiederanlage gültigen Satz, sofern nicht gekündigt wird.
Commerzbank
Das Online-Termingeld der Commerzbank ist mit 1.000 € Mindestanlage das niedrigschwelligste Angebot und deckt Laufzeiten von 3 Monaten bis 10 Jahren ab. Die kurzen Laufzeiten von 3 bis 5 Monaten sind Unternehmerkunden vorbehalten und mit 1,25 bis 1,45 % p. a. mager; ab 6 Monaten (2,05 %) steigt die Kurve über 2,75 % (1 Jahr) und 2,95 % (2 und 3 Jahre) auf 3,00 % für 4 bis 9 Jahre und 3,10 % für 10 Jahre (Konditionsblatt vom 14.09.2026). Anlagen sind auch in US-Dollar und britischen Pfund möglich, jeweils mit einem Konto in dieser Währung. Anders als bei den meisten Wettbewerbern gibt es keine automatische Verlängerung: Bei Fälligkeit bucht die Bank Guthaben und Zinsen auf das Verrechnungskonto zurück.
DKB
Die DKB bietet Geschäftskunden Festgeld ab 2.500 € für 3, 6 und 9 Monate sowie 1 bis 10 Jahre: 1,70 % p. a. für 3 Monate, 2,60 % für 6 Monate, 2,70 % für 9 Monate, 2,80 % für 1 bis 4 Jahre und bis 3,20 % für 10 Jahre; die Zinsen werden vierteljährlich ausgeschüttet oder kapitalisiert (abgerufen am 17.09.2026). Daneben steht das Flexgeld ab 20.000 € mit 2 bis 10 Jahren Laufzeit, gestaffeltem Festzins ab 2,80 % und einer ersten Kündigungsmöglichkeit zum Ende des zwölften Monats mit sechs Wochen Frist – ein Mittelweg zwischen Fest- und Tagesgeld, den sonst kein Anbieter im Vergleich hat.
ING
Das 2026 eingeführte Business Festgeld der ING gibt es für Kunden mit ING Geschäftskonto oder Business Extra-Konto: 1,8 % p. a. für 3 Monate, 2,2 % für 6 Monate und 2,5 % für 12 Monate, je Festgeld 5.000 bis 500.000 €, bis zu fünf Festgelder parallel (abgerufen am 17.09.2026). Eröffnet wird im Business Banking Home unter „Produkte“, freigegeben in der App; nach Laufzeitende überweist die Bank Betrag und Zinsen auf das Referenzkonto. Eine vorzeitige Kündigung ist nur in Ausnahmefällen möglich. Zugelassen sind Freiberufler, Kaufleute, GmbH, UG, KG und OHG, nicht aber GbR, GmbH & Co. KG und Vereine.
GEFA Bank
Die Wuppertaler GEFA Bank, Teil der französischen Groupe BPCE, finanziert den Mittelstand und refinanziert sich unter anderem über Firmeneinlagen. Ihr FestGeld Business läuft 3 bis 60 Monate mit 2,00 % p. a. (3 Monate) bis 2,90 % (60 Monate), Anlagebeträge 10.000 bis 10.000.000 €, Zinszahlung zum 31.12. wahlweise auf das GEFA TagesGeld Business oder thesaurierend (abgerufen am 17.09.2026). Das Einlagengeschäft gilt ausschließlich für GmbH, GmbH & Co. KG, KG, OHG und UG, nicht für institutionelle Anleger.
Cronbank, Deutsche Skatbank und ProCredit Bank
Drei kleinere Institute runden das Feld ab. Die Cronbank aus Dreieich zahlt für zwei und drei Jahre 3,20 % p. a., den höchsten Satz im Vergleich, für ein Jahr aber nur 1,95 % und ab vier Jahren 3,10 %; Laufzeiten gibt es nur in ganzen Jahren von 1 bis 10, Anlagen von 5.000 bis 1.000.000 € (abgerufen am 17.09.2026). Die Deutsche Skatbank koppelt ihr Termingeld bis zwölf Monate an den Euribor – der Zins beträgt 65 % des Referenzsatzes und wird monatlich angepasst, aktuell 1,69 bis 1,95 % –, das Festgeld ab zwei Jahren ist mit 2,00 bis 2,25 % fest (Stand: 01.09.2026). Die ProCredit Bank in Frankfurt bietet 1,75 % für 3 Monate und einheitlich 2,00 % für 6 Monate bis 10 Jahre, ab 5.000 €, und nimmt ausdrücklich auch Vereine, Stiftungen, NGOs und Kommunen an; Voraussetzung ist ein Tagesgeld- oder Firmenkonto der Bank (abgerufen am 17.09.2026).
Firmentagesgeld oder Firmenfestgeld?
Die beiden Produkte ergänzen sich eher, als dass sie konkurrieren. Tagesgeld ist täglich verfügbar und variabel verzinst, Festgeld gebunden und fest verzinst. Die meisten Anbieter im Vergleich führen beides und verlangen das Tagesgeldkonto ohnehin als Vorkonto.
| Merkmal | Firmentagesgeld | Firmenfestgeld |
|---|---|---|
| Verfügbarkeit | täglich, ohne Kündigungsfrist | erst am Laufzeitende |
| Zinssatz | variabel, oft mit befristetem Aktionszins für Neukunden | fest für die gesamte Laufzeit |
| Typische Basiszinsen | 0,5 bis 2,0 % p. a. | 1,7 bis 3,2 % p. a. je nach Laufzeit |
| Mindestanlage | meist keine | 1.000 bis 50.000 € |
| Einlagensicherungsfonds | ja | nur bis 12 Monate Laufzeit |
| Geeignet für | Steuerrücklagen, Liquiditätspuffer, unregelmäßige Ausgaben | Überschüsse mit bekanntem Verwendungszeitpunkt |
| Quelle: Konditionenseiten der im Vergleich genannten Banken, abgerufen am 17.09.2026; Einlagensicherungsfonds: Bankenverband, Reform zum 01.01.2025. | ||
Eine bewährte Aufteilung: drei bis sechs Monatsausgaben auf dem Tagesgeld, der Rest gestaffelt im Festgeld – etwa je ein Drittel auf 6, 12 und 24 Monate. So wird regelmäßig eine Tranche fällig, und bei jeder Fälligkeit lässt sich zum dann aktuellen Zins neu entscheiden. Welche Banken Guthaben direkt auf dem Geschäftskonto verzinsen und was Business-Tagesgeld aktuell bringt, steht auf der Seite zum Geschäftskonto mit Zinsen.
Kontoeröffnung Schritt für Schritt
- Rechtsform und Vorkonto prüfen. Steht die eigene Rechtsform auf der Liste der Bank, und existiert dort schon ein Geschäfts- oder Tagesgeldkonto? Falls nicht, beginnt die Eröffnung mit diesem Konto.
- Unterlagen bereitlegen. Handelsregisterauszug oder Gewerbeanmeldung, Gesellschaftsvertrag bei Gesellschaften, Ausweise aller vertretungsberechtigten Personen und wirtschaftlich Berechtigten, bei Vereinen Satzung und Vorstandsprotokoll.
- Legitimation. Video-Ident, PostIdent oder eID; Bestandskunden entfällt dieser Schritt.
- Betrag, Laufzeit und Zinsverwendung wählen. Bei Laufzeiten über einem Jahr: Ausschüttung oder Kapitalisierung.
- Referenzkonto und Fälligkeit notieren. Ob die Anlage bei Fälligkeit zurückfließt oder sich verlängert, steht in den Bedingungen; die Kündigungsfrist gehört in den Kalender.
Referenzkonto und Verrechnungskonto
Ein- und Auszahlungen laufen ausschließlich über das hinterlegte Referenzkonto, das auf das Unternehmen lauten muss. Bei FYRST, Postbank, Commerzbank, ING und Volkswagen Bank ist das ein Konto derselben Bank; die ProCredit Bank akzeptiert nach eigenen Angaben auch ein Girokonto bei einer anderen Bank als Referenzkonto für das vorgeschaltete Tagesgeld. Gebühren für das Verrechnungskonto verlangt keiner der Anbieter.
Zinsausschüttung
Bei Laufzeiten bis zwölf Monate zahlen alle Banken die Zinsen am Ende zusammen mit dem Anlagebetrag aus. Bei längeren Laufzeiten schreibt die DKB vierteljährlich gut, Cronbank, Skatbank und ProCredit Bank jährlich, die GEFA Bank zum 31.12. – jeweils wahlweise auf das Verrechnungs- oder Tagesgeldkonto oder als Kapitalisierung auf dem Festgeldkonto. Nur die Kapitalisierung erzeugt Zinseszins; bei einer Ausschüttung auf ein 0,5 %-Tagesgeld verpufft ein Teil des Ertrags.
Kündigung und vorzeitige Verfügung
Während der Laufzeit ist das Geld gebunden: „Eine vorzeitige Kündigung ist ausgeschlossen“, schreiben Cronbank und Skatbank, „nur in Ausnahmefällen möglich“ die ING, „auch nicht über einen Teilbetrag“ die Commerzbank. Ausnahmen entscheiden die Banken einzeln, etwa bei Insolvenz oder Tod des Kontoinhabers. Deshalb gehört auf ein Firmenfestgeld nur Geld, das im Anlagezeitraum sicher nicht gebraucht wird; wer Zweifel hat, wählt die kürzere Laufzeit oder das Flexgeld der DKB mit Kündigungsrecht ab dem zwölften Monat.
Die ordentliche Kündigung zum Laufzeitende muss bei den meisten Anbietern aktiv erfolgen, sonst verlängert sich die Anlage. Die Fristen stehen in den Bedingungen – bei der Deutschen Bank spätestens zwei Valutatage vor Fälligkeit. Nach der Kündigung fließt das Guthaben auf das Referenzkonto; bei FYRST auf das Geschäftskonto, bei der GEFA auf das Tagesgeldkonto.
Fazit
Für zwölf Monate zahlt die Volkswagen Bank aktuell am meisten, gefolgt von FYRST, Deutscher Bank und Postbank – letztere aber nur für 50.000 € Neugeld und mit eigenem Konto. Wer kleinere Beträge oder mehrere Jahre anlegen will, findet bei DKB, Commerzbank und Cronbank die besseren Bedingungen; wer eine Personengesellschaft ohne Handelsregister führt, sollte die Rechtsformliste vor dem Antrag lesen, weil ING und GEFA dort Grenzen ziehen. Über zwölf Monate hinaus greift bei privaten Banken nur noch die gesetzliche Einlagensicherung von 100.000 € – bei größeren Beträgen also auf mehrere Banken verteilen oder kürzer anlegen. Und weil Zinsen, Neugeld-Aktionen und Bedingungen sich monatlich ändern, lohnt sich vor jeder Fälligkeit ein neuer Blick auf die Tabelle oben.
Häufig gestellte Fragen – FAQ
Für zwölf Monate die Volkswagen Bank mit 3,00 % p. a. (ab 5.000 €, Plus Konto Business als Referenzkonto), danach FYRST, Deutsche Bank und Postbank mit 2,78 % p. a. – dort aber nur auf Neugeld ab 50.000 €. Für zwei und drei Jahre liegt die Cronbank mit 3,20 % p. a. vorn, für vier bis neun Jahre die Commerzbank mit 3,00 % p. a. (Stand: 17.09.2026). Die Sätze ändern sich laufend; maßgeblich ist der bei Abschluss bestätigte Zinssatz.
Ja, bei den meisten Anbietern. FYRST nennt Freiberufler und eingetragene Kaufleute ausdrücklich, die ING lässt Freiberufler sowie eingetragene und nicht eingetragene Kaufleute zu, Deutsche Bank, Postbank, Commerzbank, DKB und Volkswagen Bank richten sich an Geschäftskunden ohne Einschränkung auf der Produktseite. Nur die GEFA Bank beschränkt ihr Einlagengeschäft auf GmbH, GmbH & Co. KG, KG, OHG und UG. Alternativ dürfen natürliche Personen auch Festgeld für Privatkunden nutzen – die Zinsen bleiben Betriebseinnahmen, wenn das Geld aus dem Betrieb stammt.
Bis 100.000 € je Unternehmen und Bank greift die gesetzliche Einlagensicherung nach § 8 EinSiG. Private Banken sichern über den Einlagensicherungsfonds des Bankenverbandes zusätzlich bis 30 Mio. € je Unternehmen, höchstens 8,75 % der Eigenmittel der Bank – allerdings nur für Einlagen mit einer Laufzeit bis zwölf Monate; ab 2030 sinkt die Grenze auf 10 Mio. €. Angebote von Wertpapierunternehmen und fondsbasierte Anlagen wie das Vivid Zinskonto oder UnitPlus sind keine Bankeinlagen und fallen nicht unter diese Sicherung.
Fast immer. FYRST verlangt ein FYRST Geschäftskonto, die Postbank ein Postbank Business Girokonto, die ING ein Geschäftskonto oder Business Extra-Konto, die Commerzbank ein Konto in der Anlagewährung, die Volkswagen Bank ihr Plus Konto Business, die ProCredit Bank ein Tagesgeld- oder Firmenkonto. Diese Vorkonten sind meist gebührenfrei, bedeuten aber eine zusätzliche Kontoeröffnung mit Legitimation. Am einfachsten ist Festgeld deshalb bei der Bank, bei der das Geschäftskonto ohnehin läuft.
Die Bank behält 25 % Kapitalertragsteuer plus Solidaritätszuschlag ein, ohne abgeltende Wirkung. Die Zinsen sind Betriebseinnahmen: Kapitalgesellschaften zahlen darauf 15 % Körperschaftsteuer plus Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer, Personengesellschaften und Einzelunternehmer den persönlichen Einkommensteuersatz, Gewerbetreibende zusätzlich Gewerbesteuer. Der einbehaltene Steuerabzug wird angerechnet. Einen Sparer-Pauschbetrag gibt es für Betriebsvermögen nicht; gemeinnützige Vereine und Stiftungen sind mit Zinsen aus der Vermögensverwaltung steuerfrei.
Bei den meisten Banken verlängert sich das Festgeld automatisch um dieselbe Laufzeit zum dann gültigen Zinssatz, wenn keine Kündigung eingeht – bei der Deutschen Bank spätestens zwei Valutatage vor Fälligkeit. Die Commerzbank bucht Guthaben und Zinsen dagegen ohne Kündigung auf das Verrechnungskonto zurück. Eine vorzeitige Kündigung während der Laufzeit ist ausgeschlossen oder nur in Ausnahmefällen möglich; wer Flexibilität braucht, wählt kurze Laufzeiten oder das DKB Flexgeld mit Kündigungsrecht ab dem zwölften Monat.
