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Geschäftskonto mit Zinsen: Guthabenzinsen für Unternehmen
0 € / Monat
Monatliche Abrechnung
| Zinsstaffel | |
| 50.000 € – 5.000.000 € · 3 Monate |
2,15 % Neukunden |
| 50.000 € – 5.000.000 € · 6 Monate |
2,30 % Neukunden |
| 50.000 € – 5.000.000 € · 12 Monate |
2,19 % Neukunden |
| Konditionen | |
| Girokonto-Bindung | |
| Referenzkonto nötig | |
| Vorzeitige Kündigung | |
| Einlagensicherung & Aufsicht | |
| Sicherungsart | Gesetzliche Einlagensicherung |
| Höhe | 100.000 € |
| Sicherungsland | Deutschland |
| Länderrating (S&P) | AAA · Ausblick stabil S&P Global Ratings — Stand 2026-07 |
| Finanzaufsicht | BaFin |
- Geschäftskonten können sowohl Sollzinsen für Kredite als auch Guthabenzinsen auf freie Unternehmensliquidität bieten.
- Guthabenzinsen werden meist nicht direkt auf dem Geschäftskonto gezahlt, sondern über Business-Tagesgeld oder Firmenfestgeld.
- Business-Tagesgeld eignet sich für kurzfristig verfügbare Liquidität, Firmenfestgeld für planbare Rücklagen mit fester Laufzeit.
- Zu den Anbietern mit attraktiven Zinslösungen für Geschäftskunden gehören derzeit unter anderem Vivid Money und FYRST.
- Bei einem Geschäftskonto-Vergleich sollten Sie neben Kontoführungsgebühren und Funktionen auch die verfügbaren Zinsangebote berücksichtigen.
Guthabenzinsen sind ein sinnvoller Zusatznutzen, sollten bei der Kontoauswahl jedoch nicht im Mittelpunkt stehen. Meiner Erfahrung nach sind ein passendes Leistungsprofil, günstige Finanzierungskonditionen und eine zuverlässige Buchhaltungsintegration für Unternehmen langfristig wichtiger als kurzfristig besonders attraktive Zinsangebote.
Zinsarten bei einem Business-Konto
Bei einem Geschäftskonto fallen unterschiedliche Zinsen an. Prinzipiell ist zwischen Sollzinsen und Guthabenzinsen zu unterscheiden. In direktem Bezug zum Business-Konto stehen die Sollzinsen für einen Kontokorrentkredit. Für Unternehmer spielen außerdem Zinsen für Gründungs- und Wachstumsfinanzierungen eine Rolle.
Sollzinsen
Sollzinsen sind bei einem Business-Konto zusammen mit anderen Positionen ein relevanter Kostenfaktor, der bei einem Geschäftskonto-Vergleich unbedingt in Betracht gezogen werden muss.
Sollzinsen für einen Kontokorrentkredit
Sollzinsen erhebt die Bank als Gebühr, wenn der Kontoinhaber sein Konto überzieht. Ein von der Bank gewährter Überziehungsrahmen wird bei Privatkonten als Dispositionskredit bezeichnet, für ein Business-Konto wird dagegen ein Kontokorrentkredit eingerichtet. Wenn der private oder geschäftliche Dispo überzogen wird, handelt es sich um eine sogenannte geduldete Überziehung.
Generell gilt, dass ein Dispo oder Kontokorrentkredit aufgrund sehr hoher Sollzinsen die teuerste Art der Finanzierung ist. Für geduldete Überziehungen fallen noch höhere Zinsen an. Sie sollten den Kontokorrentkredit Ihres Geschäftskontos daher nie dauerhaft und möglichst auch nicht in voller Höhe nutzen. Die Sollzinsen dafür variieren zwischen den Anbietern von Business-Konten stellenweise erheblich. Wenn Sie für Ihr Geschäftskonto einen Kontokorrentkredit benötigen, sollten Sie daher auch die jeweiligen Zinssätze vergleichen.
Sollzinsen für Gründungs- und Wachstumsfinanzierungen
In den Bereich der Sollzinsen fallen auch die Zinsen für Gründungs- und Wachstumsfinanzierungen. Meist ist die Bank, bei der Sie auch Ihr Geschäftskonto führen, Ihr erster Ansprechpartner für eine solche Finanzierung. Trotzdem sollten Sie vor dem Kreditantrag die Konditionen verschiedener Anbieter vergleichen, da sich auch die Konditionen für Unternehmensfinanzierungen beträchtlich unterscheiden – bei guter Bonität haben Sie oft auch bei anderen Banken gute Chancen, eine Unternehmensfinanzierung zu erhalten. Maßgeblich sind die Gesamtkosten für den Kredit – also nicht nur der Sollzins, sondern auch Verwaltungsgebühren und andere Zusatzkosten, die auf den Sollzins aufgeschlagen und durch den effektiven Jahreszins des Darlehens ausgewiesen werden.
Generell gilt, dass eine individuell vereinbarte Unternehmensfinanzierung fast immer günstiger ist als der Kontokorrentkredit eines Geschäftskontos. Sofern ein Anbieter entsprechende Finanzierungslösungen unterstützt, lassen sich Wachstumsfinanzierungen oder Kontokorrentkredite bei vielen Banken und FinTechs bequem online beantragen und verwalten. Auch Änderungen des Kreditrahmens sind – abhängig vom jeweiligen Anbieter – häufig direkt im Online-Banking möglich.
Sollzinsen: Auf diese Punkte müssen Sie achten
Die Sollzinsen der Banken sind grundsätzlich deutlich höher als die Zinsen, die für Guthaben berechnet werden. Beim Geschäftskonto fallen hier hauptsächlich die Zinsen für den Kontokorrentkredit ins Gewicht. In der Praxis fallen sie je nach Anbieter sehr unterschiedlich aus. Je nach Bank können sich die Zinsen dafür im einstelligen Bereich bewegen, aber auch 16 oder mehr Prozent der in Anspruch genommenen Kreditsumme betragen. Noch teurer wird es, wenn Sie den von der Bank gewährten Kreditrahmen überziehen.
Vor allem in der Gründungsphase, wenn viele Anschaffungen anstehen und Unternehmer immer wieder in Vorleistung gehen müssen, ist ein möglichst günstiger Zinssatz für den Kontokorrentkredit wichtig.
Sollzinsen steuerlich geltend machen
Nicht immer können Zinsen als Betriebsausgaben abgesetzt werden. Um Sollzinsen für das Business-Konto steuerlich geltend zu machen, ist es wichtig, dass der in Anspruch genommene Kredit ausschließlich für berufliche Investitionen genutzt wurde. Bei solchen Investitionen kann es sich beispielsweise um Arbeitsmittel oder die Büroeinrichtung handeln. Wichtig ist, dass Sie die Anschaffung durch Belege nachweisen können.
Wenn Einzelunternehmer und Freiberufler ohne Geschäftskonto-Pflicht ihr privates Giro auch für geschäftliche Transaktionen nutzen, müssen sie damit rechnen, dass das Finanzamt Sollzinsen und andere Kontokosten nicht oder nicht vollständig als steuermindernd akzeptiert. Bei einem separaten Business-Konto gibt es im Hinblick auf die steuerliche Anerkennung solcher Kosten dagegen kaum Probleme, als Belege gegenüber dem Finanzamt reichen oft bereits die Kontoauszüge aus. Generell gilt, dass Unternehmer alle Kosten für ihr Firmenkonto inklusive Kreditzinsen steuerlich geltend machen können.
Guthabenzinsen
Von den Sollzinsen sind Guthabenzinsen zu unterscheiden. Sie werden für Guthaben auf einem Geschäftskonto oder auf ergänzenden Anlagekonten wie Business-Tagesgeld oder Firmenfestgeld gezahlt. Nachdem die Zinsen bis Mitte 2025 zunächst gesunken waren und die Europäische Zentralbank (EZB) im Juni 2026 wieder eine leichte Zinserhöhung vorgenommen hat, gewinnen Guthabenzinsen für Unternehmen erneut an Bedeutung.
Guthabenzinsen sollten jedoch nicht das einzige oder wichtigste Kriterium bei der Kontoauswahl sein. Entscheidend sind vielmehr das Preis-Leistungs-Verhältnis des Geschäftskontos sowie ein Leistungsumfang, der zu den Anforderungen Ihres Unternehmens passt.
Guthabenzinsen werden nur selten direkt auf einem Geschäftsgirokonto gezahlt. Deutlich häufiger bieten Banken hierfür Business-Tagesgeld oder Firmenfestgeld als ergänzende Anlagekonten an.
Legt ein Unternehmen 50.000 € für 4 Monate zu 3,5 % p. a. an, ergibt sich vor Steuern ein Zinsertrag von rund 583 €.
Bei 100.000 € wären es rund 1.167 €. Nach Ablauf einer Aktionsphase gilt meist ein variabler Zinssatz.
Guthabenzinsen für Business-Tagesgeld
Ein Business-Tagesgeld-Konto dient ausschließlich als Anlagekonto. Ein Business-Tagesgeld-Konto können Sie als separates Konto bei der Bank, die auch Ihr Geschäftskonto führt, oder bei einer anderen Bank eröffnen. Die einzigen Transaktionen, die auf einem Business-Tagesgeld-Konto möglich sind, sind Ein- und Auszahlungen auf das Geschäfts-Girokonto, das Sie als Referenzkonto für Ihr Business-Tagesgeld angeboten haben. Ein Business-Tagesgeld-Konto können Sie bei allen dafür infrage kommenden Anbietern online eröffnen. Ein- und Auszahlungen erfolgen ebenfalls im Online-Banking.
Die Guthabenzinsen eines Business-Tagesgeld-Kontos werden regelmäßig an den Marktzins angepasst und tagesgenau auf dem Konto gutgeschrieben. Teilweise werden sie nach der Höhe des Guthabens gestaffelt. Üblich ist auch, für einen festgelegten Zeitraum nach der Kontoeröffnung einen höheren Zinssatz auf Business-Tagesgeld zu gewähren. Die Bank schreibt für ihr Business-Tagesgeld dann einen Basis-Zinssatz aus. Für 6 Monate oder einen anderen Einstiegszeitraum gilt dann ein höherer Sonder-Zinssatz, anschließend verzinst die Bank Ihr Business-Tagesgeld nach dem Basis-Zinssatz.
Wenn die Zinsgutschrift nicht auf das Geschäfts-Girokonto, sondern direkt auf Ihr Business-Tagesgeld-Konto fließt, profitieren Sie bei den Erträgen zusätzlich von einem Zinseszins-Effekt.
Das Guthaben eines Business-Tagesgeld-Kontos kann jederzeit wieder auf Ihr Business-Konto fließen, sodass es kurzfristig für geschäftliche Zwecke zur Verfügung steht. Mithilfe eines Business-Tagesgeld-Kontos können sich Unternehmen somit ihre volle finanzielle Flexibilität erhalten und gleichzeitig attraktive Guthaben für ihr Business-Tagesgeld in Anspruch nehmen.
In der Praxis spielt Business-Tagesgeld auf dem deutschen Markt derzeit nur eine sehr geringe Rolle. Allerdings gibt es hier gerade einige Veränderungen – beispielsweise bietet Vivid Money Firmenkunden inzwischen sein Modell eines Business-Tagesgeld-Kontos mit sehr attraktiven Zinsen an.
Einzelunternehmer und Freiberufler sowie die Gesellschafter von Personengesellschaften können alternativ ein privates Tagesgeldkonto für diese Form der Geldanlage nutzen. Dagegen sind Kapitalgesellschaften und alle anderen registerpflichtigen Unternehmen auf Business-Tagesgeld oder auch Festgeldanlagen für Firmenkunden angewiesen, da sie aus rechtlichen Gründen Angebote für Privatkunden nicht in Anspruch nehmen dürfen.
Guthabenzinsen für Firmenfestgeld
Einige Banken bieten ihren Business-Kunden die Möglichkeit einer Geldanlage in Firmenfestgeld an. Ebenso wie bei Festgeldanlagen für private Konsumenten handelt es sich dabei um eine Termineinlage. Die vertraglich vereinbarte Anlagesumme wird für einen bestimmten Zeitraum zu einem festen Zinssatz angelegt. Oft sehen die Banken dafür Mindestanlagesummen vor, die für Unternehmen meist höher sind als für private Festgeld-Kunden. Im Schnitt liegen sie zwischen 5.000 und 25.000 €, jedoch ist auch die Anlage deutlich größerer Beträge möglich.
Der Anlagezeitraum ist flexibel wählbar. Üblich sind für Firmenfestgeld kurz- und mittelfristige Geldanlagen mit Laufzeiten von wenigen Monaten bis zu einem Jahr. Ebenso werden Festgeldverträge mit mehrjährigen Laufzeiten angeboten. Ein Anlagehorizont von mehr als fünf Jahren lohnt sich für Unternehmen jedoch in der Regel nicht, da Wertpapieranlagen dann deutlich bessere Renditen liefern.
Der wichtigste Vorteil von Firmenfestgeld besteht in sicheren und planbaren Erträgen. Bei Wiederanlage der Zinsen auf dem Festgeldkonto ergibt sich insbesondere bei Verträgen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr ein relevanter Zinseszins-Effekt.
Meist keine vorzeitigen Entnahmen möglich
Nachteilig ist, dass das Firmenfestgeld während der Vertragslaufzeit nicht jederzeit verfügbar ist. Die meisten Anbieter akzeptieren keine vorzeitige Vertragsauflösung oder eine Entnahme von Teilbeträgen. Wenn Sie sich für Firmenfestgeld als geschäftliches Anlagemodell entscheiden, sollten Sie somit sicher sein, dass die Anlagesumme während der Laufzeit des Vertrages nicht benötigt wird.
Beschränkter Zugang zu Firmenfestgeld für Freiberufler und Einzelunternehmer
Die wenigen Banken, die diese Anlagemöglichkeit derzeit unterstützen, bieten ihr Firmenfestgeld vorwiegend Unternehmen an, die im Handelsregister eingetragen sind. Freiberufler, Einzelunternehmer, aber auch die Angehörigen der sogenannten freien Berufe – beispielsweise niedergelassene Ärzte, Anwälte oder Steuerberater – haben oft Schwierigkeiten, ein Angebot für Firmenfestgeld zu finden. Als Alternative können diese Unternehmer Festgeldangebote für private Kunden nutzen. Kapitalgesellschaften und anderen registerpflichtigen Unternehmen steht diese Möglichkeit ebenso wie Tagesgeldanlagen auf einem privaten Konto aus rechtlichen Gründen nicht zur Verfügung.
Zinsen für Guthaben auf Business-Kreditkarten
Eine weitere Variante der Guthabenverzinsung sind verzinste Guthaben auf Business-Kreditkarten. In der Vergangenheit gab es immer wieder Anbieter, die solche Karten herausgegeben haben. Derzeit sind Guthabenzinsen auf Kreditkarten jedoch fast bedeutungslos.
Guthabenzinsen in der Steuererklärung
Guthabenzinsen auf einem Geschäftskonto oder für geschäftliche Geldanlagen müssen grundsätzlich versteuert werden. Die steuerliche Behandlung richtet sich nach der Rechtsform des Unternehmens. Freiberufler, Einzelunternehmer sowie Gesellschafter von Personengesellschaften versteuern Zinserträge im Rahmen ihrer persönlichen Einkommensteuer. Bei Kapitalgesellschaften wie der GmbH oder UG gehören Guthabenzinsen zu den Betriebseinnahmen und unterliegen der Körperschaftsteuer. Gewerbesteuer kann zusätzlich anfallen, wenn das Unternehmen gewerblich tätig ist. Im Zweifel sollte die steuerliche Behandlung mit dem Steuerberater abgestimmt werden.
Banken mit Guthabenzinsen
Die Banken legen die Guthabenzinsen für ein Girokonto und für Anlagekonten für Tages- oder Festgeld in Abhängigkeit vom Leitzins der Europäischen Zentralbank fest. Bei steigenden Zinsen eröffnen sich dann vor allem für Business-Tagesgeld und Firmenfestgeld interessante Perspektiven.
Hier stellen wir die Angebote von Vivid Money, FYRST und der ING vor.
Vivid Money Zinskonto für Firmentagesgeld
0 € / Monat
Monatliche Abrechnung
Vivid Money ist ein Berliner FinTech-Anbieter, der Kontomodelle für Selbstständige und Unternehmen anbietet. Das Vivid Money Geschäftskonto ist in unterschiedlichen Tariflinien mit jeweils mehreren Kontomodellen erhältlich. Ergänzend können Geschäftskunden das Vivid Money Zinskonto für die Verzinsung freier Liquidität nutzen.
Für das Vivid Money Zinskonto gilt in den ersten 4 Monaten ein Aktionszins von 4 %. Anschließend orientieren sich die Guthabenzinsen am aktuellen Marktzins und hängen vom gewählten Kontomodell ab.
Die Höhe der verzinsten Guthaben und die Zinssätze hängen vom gewählten Kontomodell ab. Auch größere Einlagen sind grundsätzlich möglich.
Das Vivid Money Zinskonto verwalten Sie vollständig online. Ein- und Auszahlungen sind jederzeit möglich. Das reguläre Vivid-Geschäftskonto wird über die E-Geld-Lizenz von Vivid Money S.A. geführt. Das Vivid-Zinskonto wird dagegen über ein insolvenzsicheres Treuhandmodell (Safeguarding) angeboten. Die Kundengelder werden dabei getrennt vom Vermögen des Anbieters verwahrt und sind dadurch auch im Insolvenzfall vor dem Zugriff von Gläubigern geschützt. Da das Zinskonto als Wertpapierdienstleistung ausgestaltet ist, greift hier keine klassische Einlagensicherung. Stattdessen gilt die niederländische Anlegerentschädigung bis zu 20.000 €.
Hinweis: Anders als ein klassisches Business-Tagesgeldkonto basiert das Vivid Money Zinskonto auf einem geldmarktnahen Anlagekonzept. Dadurch unterscheidet sich die rechtliche Ausgestaltung von klassischen Tagesgeldkonten, obwohl beide Produkte der Verzinsung freier Unternehmensliquidität dienen.
FYRST Firmentagesgeld und Firmenfestgeld
| Zinsstaffel | |
| 50.000 € – 5.000.000 € · 3 Monate |
2,15 % Neukunden |
| 50.000 € – 5.000.000 € · 6 Monate |
2,30 % Neukunden |
| 50.000 € – 5.000.000 € · 12 Monate |
2,19 % Neukunden |
| Konditionen | |
| Girokonto-Bindung | |
| Referenzkonto nötig | |
| Vorzeitige Kündigung | |
| Einlagensicherung & Aufsicht | |
| Sicherungsart | Gesetzliche Einlagensicherung |
| Höhe | 100.000 € |
| Sicherungsland | Deutschland |
| Länderrating (S&P) | AAA · Ausblick stabil S&P Global Ratings — Stand 2026-07 |
| Finanzaufsicht | BaFin |
Der Finanzdienstleister FYRST bietet Geschäftskunden sowohl Business-Tagesgeld als auch Firmenfestgeld an. Voraussetzung für beide Anlageformen ist ein FYRST Geschäftskonto, das sich vollständig online eröffnen und verwalten lässt.
FYRST Business-Tagesgeld
Das FYRST Business-Tagesgeld eignet sich für Unternehmen, die freie Liquidität flexibel anlegen möchten. Das Guthaben bleibt täglich verfügbar und wird während der Aktionsphase attraktiv verzinst.
- 3,25 % Zinsen p. a. für 4 Monate auf Neugeld
- Einlagen von 2.500 € bis 250.000 €
- Anschließend 0,5 % variable Zinsen p. a.
- Guthaben jederzeit verfügbar
Für Neukunden bietet FYRST darüber hinaus zeitweise ein Kombi-Angebot aus Geschäftskonto und Business-Tagesgeld mit bis zu 3,5 % Zinsen p. a. für 3 Monate an. Maßgeblich sind die jeweils aktuellen Aktionsbedingungen.
FYRST Firmenfestgeld
Für Unternehmen mit planbaren Liquiditätsreserven bietet FYRST zusätzlich Firmenfestgeld mit festen Laufzeiten und garantierten Zinssätzen an.
- Bis zu 2,30 % Zinsen p. a.
- Laufzeiten zwischen 1 und 12 Monaten
- Anlagebeträge zwischen 50.000 € und 5.000.000 €
Kundengelder sind über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € geschützt. Zusätzlich besteht über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken eine freiwillige Absicherung, die über die gesetzliche Einlagensicherung hinausgeht.
ING Firmentagesgeld und Firmenfestgeld
Die ING bietet Geschäftskunden sowohl Firmentagesgeld als auch Firmenfestgeld an. Beide Produkte eignen sich für Unternehmen, die freie Liquidität sicher verzinsen möchten – entweder mit täglicher Verfügbarkeit oder einer festen Laufzeit.
ING Business Extra-Konto (Firmentagesgeld)
Das ING Business Extra-Konto eignet sich für Unternehmen, die freie Liquidität flexibel anlegen möchten. Das Guthaben bleibt jederzeit verfügbar und wird während der Aktionsphase besonders attraktiv verzinst.
- 3,5 % Zinsen p. a. für 4 Monate
- Bis zu 1.000.000 € Aktionsguthaben
- Danach derzeit 1,0 % variable Zinsen p. a.
- Guthaben jederzeit verfügbar
- Monatliche Zinsgutschrift
ING Business-Festgeld
Seit Juli 2026 bietet die ING Geschäftskunden zusätzlich digitales Firmenfestgeld für planbare Liquiditätsreserven an.
- Bis zu 2,20 % Zinsen p. a.
- Laufzeiten von 3, 6 oder 12 Monaten
- Mindestanlage 5.000 €
Einlagen auf dem ING Business Extra-Konto sowie dem ING Business-Festgeld sind über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € je Kunde geschützt.
Guthabenzinsen – nicht ausschlaggebend für die Kontoentscheidung
Wie bereits zu Anfang erwähnt, sollten Guthabenzinsen sowie die Verfügbarkeit von Business-Tagesgeld oder Firmenfestgeld bei Ihrer Entscheidung für ein bestimmtes Business-Konto nicht die ausschlaggebende Rolle spielen. Zinsentwicklungen sind volatil, dessen sollten Sie sich stets bewusst sein. Wichtiger ist daher das Leistungsprofil Ihres Firmenkontos.
Bei einem Geschäftskonto-Vergleich sind insbesondere die folgenden Kriterien von Bedeutung:
- Kontoführungsgebühr pro Monat und pro Jahr
- Leistungsstarkes Online-Banking und Mobile Banking
- Freikontingente für beleglose Buchungen (SEPA-Überweisungen) entsprechend Ihrem realen Transaktionsaufkommen, Kosten für zusätzliche Buchungen
- Kosten für Bargeldtransaktionen (Geld abheben, Bargeldeinzahlungen)
- Gebühren für Geldkarten (EC-Karte, Debitkarten, Kreditkarten) und für den Karteneinsatz
- Konditionen für weitere Bankdienstleistungen (beleghafte Buchungen, Lastschriften, Fremdwährungstransaktionen)
- Verfügbarkeit und Konditionen für Zusatzleistungen – unter anderem Integration von Buchhaltungssoftware
- Sollzinsen für einen Kontokorrentkredit und Unternehmensfinanzierungen
Beleglose Buchungen sind Buchungen ohne physische Belege. Sie können ausnahmslos im Online-Banking vorgenommen werden. Bei beleghaften Buchungen wird bei der Bank ein Überweisungsträger oder Scheck eingereicht. Für die Banken sind beleghafte Buchungen mit Mehraufwand verbunden, sodass sie immer kostenpflichtig sind.
Weitere Leistungen, die ein Geschäftskonto bieten sollte, sind günstige Konditionen für das Geldabheben, API-Schnittstellen für die Anbindung externer Software, eine DATEV-Schnittstelle für die direkte Datenübertragung an den Steuerberater sowie Geldkarten für bargeldlose Zahlungen. Eine EC-Karte/Girocard gehört nicht bei allen Geschäftskonten zum Leistungsumfang. In der Regel sind die Konten mit Debitkarten (VISA oder Mastercard) ausgestattet, die das Geldabheben und Kartenzahlungen im In- und Ausland unterstützen. Je nach Anbieter sind optional auch echte Kreditkarten mit Überziehungsrahmen verfügbar.
Anbieter von Business-Konten
Leistungsstarke Geschäftskonten für Freiberufler, Solo-Selbstständige und Unternehmen verschiedener Rechtsformen bieten unter anderem die Postbank, die Deutsche Bank, die Commerzbank sowie die regionalen Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken an. Einige dieser Banken ergänzen ihr Geschäftskonto inzwischen außerdem um Business-Tagesgeld oder weitere Zinsangebote für Unternehmen.
Auch FinTechs und Neobanken haben sich in den vergangenen Jahren zu einem eigenständigen Marktsegment entwickelt. Diese Konten können Sie vollständig online eröffnen und verwalten. Interessante Angebote finden Unternehmen unter anderem bei Finom, FYRST, Qonto, Holvi oder Kontist. Die N26 Bank bietet ihre Geschäftskonten dagegen ausschließlich Freiberuflern und Einzelunternehmern an.
Viele dieser Anbieter ergänzen ihre Geschäftskonten inzwischen um Business-Tagesgeld, Firmenfestgeld oder spezielle Zinskonten für freie Unternehmensliquidität. Welche Lösung am besten geeignet ist, hängt von der Rechtsform, dem Liquiditätsbedarf und den Anforderungen an das Geschäftskonto ab.
Fazit
Guthabenzinsen gewinnen für Unternehmen wieder an Bedeutung. Neben klassischen Geschäftskonten bieten inzwischen verschiedene Banken und FinTechs attraktive Lösungen für Business-Tagesgeld oder Firmenfestgeld an, um freie Unternehmensliquidität zu verzinsen.
Bei der Auswahl eines Geschäftskontos sollten Guthabenzinsen jedoch nicht das wichtigste Entscheidungskriterium sein. Meiner Erfahrung nach sind ein passendes Leistungsprofil, günstige Finanzierungskonditionen und Funktionen wie eine Buchhaltungsintegration für Unternehmen langfristig wichtiger als kurzfristig besonders attraktive Zinsangebote.
Häufig gestellte Fragen – FAQ
Bei den Zinsen eines Geschäftskontos muss zwischen Sollzinsen und Guthabenzinsen unterschieden werden. Während Guthabenzinsen von der Bank für Guthaben gezahlt werden, fallen Sollzinsen für Kredite an, beispielsweise für einen Kontokorrentkredit oder Unternehmensfinanzierungen. Sollzinsen sind eine wichtige Position bei der Beurteilung der Kontokosten.
Guthabenzinsen gewinnen für Unternehmen wieder an Bedeutung. Geschäftskonten mit einer direkten Guthabenverzinsung auf dem Girokonto werden bisher nur vereinzelt angeboten. Deutlich häufiger finden sich Business-Tagesgeld oder Firmenfestgeld als ergänzende Zinslösungen. Bei der Auswahl eines Geschäftskontos sollten Sie diese Angebote daher ebenfalls berücksichtigen.
Eine direkte Guthabenverzinsung auf dem Geschäftsgirokonto ist weiterhin eher die Ausnahme. Deutlich häufiger bieten Banken Business-Tagesgeld oder Firmenfestgeld mit attraktiven Zinskonditionen an.
Zu den Anbietern solcher Zinslösungen gehören unter anderem Vivid Money, ING und FYRST. Während Vivid Money ein flexibles Zinskonto anbietet, können Geschäftskunden bei der ING Business-Tagesgeld nutzen. FYRST bietet sowohl Business-Tagesgeld als auch Firmenfestgeld an.
Sollzinsen können steuerlich geltend gemacht werden, wenn der in Anspruch genommene Kredit ausschließlich für geschäftliche Zwecke genutzt wird. Die geschäftliche Nutzung muss durch geeignete Belege nachgewiesen werden. Bei einem Kontokorrentkredit auf dem Geschäftskonto geht das Finanzamt automatisch von einer rein geschäftlichen Nutzung aus.
Guthabenzinsen – beispielsweise für Business-Tagesgeld und Business-Festgeld – gelten als Einkommensbestandteil oder Betriebseinnahmen. Sie müssen in der Steuererklärung entsprechend angegeben und gegebenenfalls versteuert werden.
Die Einrichtung eines Kontokorrentkredits für das Business-Konto setzt ausreichende Bonität voraus. Bei Freiberuflern, Selbstständigen und den Gesellschaftern einer Personengesellschaft holen die meisten Banken vorab eine Schufa-Auskunft ein. Unternehmen weisen ihre Bonität beispielsweise durch Steuerbescheide, Businesspläne oder betriebswirtschaftliche Auswertungen nach.
Einige FinTechs und Neobanken ermöglichen die Eröffnung eines Geschäftskontos auch ohne klassische Bonitätsprüfung. Solche Konten werden zunächst auf Guthabenbasis geführt. Sofern der Anbieter entsprechende Leistungen vorsieht, können später ein Kontokorrentkredit oder weitere Finanzierungslösungen hinzukommen.
Einzelunternehmer und Freiberufler sowie die Gesellschafter von Personengesellschaften können für geschäftliche Transaktionen auch ihr privates Girokonto nutzen. Sie unterliegen keiner gesetzlichen Geschäftskonto-Pflicht. Wenn diese Unternehmer an einem Business-Tagesgeld-Konto oder einer Festgeldanlage interessiert sind, können sie dafür auch die Angebote der Banken für private Konsumenten nutzen. Allerdings sind in der alltäglichen Unternehmensführung und in Steuerangelegenheiten mit einem separaten Geschäftskonto auch für diese Unternehmer zahlreiche Vorteile verbunden, die sie nicht verschenken sollten.
Für Kapitalgesellschaften sowie viele registerpflichtige Unternehmen ist ein separates Geschäftskonto in der Praxis unverzichtbar. Zwar besteht nicht in jedem Fall eine ausdrückliche gesetzliche Kontopflicht, die Trennung von privaten und geschäftlichen Zahlungsströmen ist jedoch für Buchhaltung, Bilanzierung und steuerliche Dokumentation regelmäßig erforderlich.
Ein Geschäftskonto eröffnen Sie je nach Ihrem Anforderungsprofil bei Filialbanken, Direktbanken, Neobanken oder FinTechs. Einige Anbieter ergänzen ihr Geschäftskonto inzwischen außerdem um Business-Tagesgeld oder Firmenfestgeld und ermöglichen damit die Verzinsung freier Unternehmensliquidität.
Zu den Stärken klassischer Filialbanken gehören persönliche Beratung, differenzierte Finanzierungslösungen sowie ein breites Leistungsangebot. Für die Kontoführung stehen neben dem Filialservice auch Online-Banking und Mobile-Banking zur Verfügung. Viele Filialbanken sichern Kundengelder zusätzlich zur gesetzlichen Einlagensicherung über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. ab.
FinTechs und Neobanken bieten leistungsfähige digitale Geschäftskonten, die sich insbesondere an Freiberufler, Selbstständige und KMUs richten. Häufig gehören digitale Buchhaltungsfunktionen, Rechnungsmanagement oder Integrationen mit Buchhaltungssoftware zum Leistungsumfang. Die Kontoeröffnung erfolgt vollständig online und ist bei vielen Anbietern innerhalb weniger Minuten abgeschlossen.
Vor der Entscheidung für ein FinTech oder eine Neobank sollten Sie jedoch auch mögliche Einschränkungen berücksichtigen. Bargeldeinzahlungen und beleghafte Buchungen werden häufig nicht oder nur eingeschränkt angeboten. Auch Bargeldabhebungen sind je nach Tarif oft nur begrenzt kostenlos.
Durch unseren Geschäftskonto-Vergleich finden Sie das für Ihr Unternehmen passende Firmenkonto.






