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Kontokorrentkredit: Der Dispo für Geschäftskonten
Diese Banken bieten ein Geschäftskonto mit Dispo an
Ein Kontokorrentkredit dient der Überbrückung von kurzfristigen Liquiditätsengpässen von Unternehmen, ähnlich wie ein Dispokredit (umgangssprachlich auch Dispo genannt) für private Girokonten. Allerdings ist auch der Kontokorrentkredit – genau wie ein Dispokredit – mit relativ hohen Zinsen verbunden und sollte deshalb nur vorübergehend genutzt und möglichst nicht in voller Höhe ausgereizt werden.
Ein Kontokorrentkredit kann beispielsweise für die Geschäftskonten der folgenden Banken und FinTechs eingerichtet werden:
0 € / Monat
Monatliche Abrechnung
0 € / MonatFlex-Tarif (monatlich kündbar):
15,90 € / Monat
Monatliche Abrechnung
0 € / MonatFlex-Tarif (monatlich kündbar):
12,90 € / Monat
Monatliche Abrechnung
0 € / Monat
Monatliche Abrechnung
- Der Dispo für ein Geschäftskonto wird als Kontokorrentkredit bezeichnet und dient der kurzfristigen Überbrückung von Liquiditätsengpässen.
- Kontokorrentkredite bieten finanzielle Flexibilität, gehören jedoch zu den teuersten Formen der Unternehmensfinanzierung.
- Ob und in welcher Höhe ein Kontokorrentkredit eingeräumt wird, hängt von der Bonität, den regelmäßigen Zahlungseingängen und den Vergaberichtlinien der Bank ab.
- Filialbanken bieten für die meisten Geschäftskonten grundsätzlich die Möglichkeit, einen Kontokorrentkredit einzurichten. Ob und in welcher Höhe ein Kreditrahmen eingeräumt wird, hängt von der Bonität des Unternehmens und den Kreditrichtlinien der Bank ab.
- Auch viele FinTechs und Neobanken bieten inzwischen Kontokorrentkredite oder vergleichbare Finanzierungslösungen an. Der konkrete Leistungsumfang unterscheidet sich jedoch je nach Anbieter.
Ein Kontokorrentkredit kann Unternehmen kurzfristig den nötigen finanziellen Spielraum verschaffen. Gleichzeitig gehört er zu den teuersten Formen der Unternehmensfinanzierung. Ich empfehle deshalb, nicht allein auf die Möglichkeit eines Dispos zu achten, sondern auch die Kreditkonditionen, die Bonitätsanforderungen und mögliche Alternativen in die Entscheidung für ein Geschäftskonto einzubeziehen.
Kontokorrentkredit: Der Dispo für Geschäftsleute
Ebenso wie Privatpersonen müssen auch Unternehmen kurzfristige Liquiditätsengpässe überbrücken. Dafür kann ein Geschäftskonto mit Dispo sinnvoll sein. Mit einem Kontokorrentkredit können Unternehmen ihr Geschäftskonto bis zu einem vereinbarten Kreditrahmen überziehen.
Bei Geschäftskonten wird ein Dispo als Kontokorrentkredit bezeichnet. Die Bank vereinbart dafür einen Kreditrahmen, bis zu dem das Konto überzogen werden kann. Unternehmen können diesen bei Bedarf jederzeit nutzen. Mit den nächsten Zahlungseingängen wird der in Anspruch genommene Kredit automatisch zurückgeführt.
Flexibilität bei der Kreditaufnahme führt zu hohen Kosten
Für die Dauer der Inanspruchnahme und für die jeweilige Höhe zahlen Sie einen Zins. Dieser Zins ist im Vergleich zu klassischen Ratenkrediten relativ hoch. Vor diesem Hintergrund sollten Sie Ihren Kontokorrentkredit niemals dauerhaft und auch möglichst nicht in der vollen Höhe nutzen, die mit der Bank vereinbart ist. Lediglich für kurze Zeiträume und für geringe Summen ist ein Kontokorrentkredit eine passende – wenn auch teure – Finanzierung.
Dass der Zinssatz für einen Kontokorrentkredit so hoch ist, liegt daran, dass die Banken den Kreditrahmen auf Abruf bereithalten. Da ein Kontokorrentkredit jederzeit bis zur vereinbarten Höhe des Kreditrahmens in Anspruch genommen werden kann, hat die Bank weniger Planbarkeit, als bei einem normalen Kredit, der in einer festen Höhe für eine bestimmte Laufzeit genommen wird.
Der Unterschied zwischen Kontokorrentkredit und Dispokredit
Der Kontokorrentkredit unterscheidet sich vom Dispokredit nicht nur durch die Art des Kontos, für das er eingerichtet wird. Der Dispositions- oder Dispokredit wird für private Girokonten eingeräumt und orientiert sich in der Regel an den regelmäßigen Geldeingängen sowie der Bonität des Kontoinhabers.
Ein Kontokorrentkredit wird dagegen ausschließlich für Geschäftskonten eingerichtet. Die Bank prüft dabei die wirtschaftliche Situation des Unternehmens anhand von Unterlagen wie Jahresabschlüssen, Bilanzen oder Einnahmenüberschussrechnungen. Je nach Bonität, Rechtsform und Höhe des Kreditrahmens können außerdem zusätzliche Sicherheiten oder persönliche Bürgschaften verlangt werden. Wer stattdessen ein Privatkonto geschäftlich nutzt, sollte prüfen, welche Einschränkungen damit verbunden sind.
Mehr finanzielle Flexibilität mit einem Überziehungsrahmen
Der Kontokorrentkredit ist ein vertraglich vereinbarter Überziehungsrahmen für Business-Konten. Die Höhe des Kreditrahmens wird individuell mit der Bank vereinbart. Für die Inanspruchnahme des Kontokorrentkredits fallen Sollzinsen an. Diese richten sich nach der Höhe des tatsächlich genutzten Kreditbetrags sowie nach der Dauer der Inanspruchnahme.
Der Sollzinssatz für einen Kontokorrentkredit wird als Jahreszins (p. a.) angegeben. Die Zinsberechnung erfolgt jedoch taggenau auf Grundlage des jeweils in Anspruch genommenen Kreditbetrags. Die Zinsbelastung wird je nach Bank in regelmäßigen Abständen, häufig quartalsweise, dem Geschäftskonto belastet. Die Zinsen für einen Dispo- oder Kontokorrentkredit gehören im Vergleich zu anderen Finanzierungsformen zu den höchsten Kreditkosten. Ihre Höhe richtet sich nach dem jeweiligen Kreditinstitut sowie dem allgemeinen Zinsniveau am Markt und kann sich im Laufe der Zeit ändern. Deshalb lohnt es sich, die Sollzinsen verschiedener Geschäftskonten vor der Kontoeröffnung zu vergleichen.
Nutzt ein Unternehmen einen Kontokorrentkredit über 10.000 € für 14 Tage bei einem Sollzinssatz von 12 % p. a., ergeben sich folgende Kosten:
10.000 € × 12 % × 14 / 360 = rund 46,67 € Sollzinsen
Geschäftsbanken wenden bei Kontokorrentkrediten fast ausnahmslos die Eurozinsmethode (act/360) an. Die tatsächlichen Kosten hängen vom vereinbarten Sollzinssatz und der Dauer der Inanspruchnahme ab. Da Kontokorrentkredite taggenau berechnet werden, sinken die Zinskosten entsprechend, wenn der Kredit früher zurückgezahlt wird.
In welchen Fällen sich die Nutzung des geschäftlichen Dispos lohnt
Typische Vorgänge, für die der Kontokorrentkredit beansprucht wird, sind die Nutzung eines Skontos, das ein Lieferant einräumt, oder bei Selbstständigen der Einkauf von Waren, obwohl es noch ausstehende Zahlungen von Kunden gibt. Auch die Zahlung der Löhne und Gehälter an die Mitarbeiter kann dazu führen, dass das Konto überzogen werden muss, wenn die Umsätze auf sich warten lassen.
Vor- und Nachteile eines Kontokorrentkredits im Vergleich
Ein Geschäftskonto mit Dispo bzw. Kontokorrentkredit hat klare Vor- und Nachteile, die Sie als Firmengründer alle abwägen sollten. Auf den ersten Blick ist der Dispo dank der unkomplizierten Handhabung und schnellen Verfügbarkeit ein attraktives Angebot. Gleichzeitig darf aber nicht vergessen werden, dass die Kosten für seine Kreditnutzung (extrem) hoch sein können. Vor der Nutzung ist daher eine genaue Nutzen-Kosten-Abwägung angebracht.
- Unkomplizierte Handhabung
- Nutzung nach Bedarf
- Schnelle Wiederherstellung der Liquidität
- Keine Zweckbindung
- Absicherung der Zahlungsfähigkeit
- Zinsen nur auf den Kreditbetrag, den Sie tatsächlich in Anspruch genommen haben
- Keine zusätzlichen Bedingungen für die Nutzung
- Hohe Zinsen bei Nutzung
- Für Gründer nur schwer zu bekommen
- Voraussetzung einer hohen Bonität
- Mögliche Schuldenfalle
Gründer erhalten nur schwer einen Kontokorrentkredit
Gründer erhalten einen Kontokorrentkredit häufig erst nach einer gewissen Geschäftshistorie und regelmäßigen Zahlungseingängen. Der Grund liegt darin, dass die Banken bei ihnen zunächst nicht einschätzen können, wie sich Umsatz und Gewinn entwickeln und welches Ausfallrisiko mit dem Kredit verbunden ist.
Ein Kontokorrentkredit kann in der Gründungsphase zwar kurzfristig helfen, unvorhergesehene Liquiditätsengpässe zu überbrücken. Als Bestandteil der regulären Gründungsfinanzierung sollte er aufgrund der vergleichsweise hohen Zinsen jedoch nicht eingeplant werden. Wichtig ist deshalb – sowohl während der Gründungsphase als auch bei bereits etablierten Unternehmen –, den Kontokorrentkredit nur für einen vorübergehenden Liquiditätsbedarf zu nutzen. Bei längerfristigem Finanzierungsbedarf sind Förderdarlehen oder andere Unternehmenskredite in der Regel die günstigere Alternative.
Bedingungen für einen Kontokorrentkredit
Als Selbstständiger müssen Sie damit rechnen, dass Sie eine umfangreiche Kreditprüfung durchlaufen müssen, bevor Ihr Kreditgesuch von der Bank positiv beschieden wird. Im Vordergrund steht bei der Kreditprüfung die Analyse Ihrer Bonität. Die Bank wird Ihre Kreditwürdigkeit anhand der letzten Umsätze und des Gewinns prüfen. Als Nachweis dafür dienen etwa Ihre letzten Steuerbescheide, die Gewinn- und Verlustrechnungen (GuV) und die Bilanzen. Freiberufler, Solo-Selbstständige und Gesellschafter nicht bilanzpflichtiger Personengesellschaften reichen als Bonitätsnachweis ihre Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) ein.
Da Freiberufler, Einzelunternehmer sowie Gesellschafter einer Personengesellschaft als natürliche Personen gelten und für geschäftliche Verbindlichkeiten mit ihrem Privatvermögen haften, wird für diesen Personenkreis vor der Einrichtung eines Kontokorrentkredits in der Regel eine Schufa-Auskunft angefordert. Sie gibt Auskunft darüber, ob Sie Ihre Zahlungsverpflichtungen in der Vergangenheit vertragsgemäß erfüllt haben oder ob es hier zu Problemen gekommen ist.
Schufa-freie Geschäftskonten, wie sie von einigen FinTechs angeboten werden, werden in der Regel auf Guthabenbasis geführt. Einige Anbieter arbeiten stattdessen mit alternativen Bonitätsprüfungsverfahren oder binden externe Finanzierungslösungen für kurzfristigen Liquiditätsbedarf ein.
Die wichtigsten Voraussetzungen für einen Kontokorrentkredit:
- Vorhandensein eines Geschäftskontos
- Ausreichende Bonität des Unternehmers
- Regelmäßige und ausreichende Zahlungseingänge auf dem Unternehmens-Konto
- Generelles Angebot eines Kontokorrentkredits bei der jeweiligen Bank
Kosten für einen Kontokorrentkredit
Für einen Kontokorrentkredit fallen wie für jeden anderen Kredit Zinsen an. Diese werden nach der Höhe des Betrags berechnet, für den Sie den Kreditrahmen in Anspruch nehmen. Außerdem spielt die Länge des Zeitraums eine Rolle, in dem Sie den Kredit nutzen. Die Zinsen für den Kontokorrentkredit unterscheiden sich zwischen den einzelnen Banken teilweise stark. Prinzipiell sind sie jedoch deutlich höher als die Kosten für einen Ratenkredit, der auch als Unternehmensfinanzierung vergeben werden kann. Daher sollten Sie die Zinsen verschiedener Geschäftskonten vergleichen und Ihr Business-Konto auch nach der Höhe der Zinsen für den Kontokorrentkredit auswählen. Da Kreditzinsen für betriebliche Finanzierungen grundsätzlich als Betriebsausgaben berücksichtigt werden können, lohnt sich außerdem ein Blick auf die steuerliche Behandlung eines Geschäftskontos.
Einige Banken erheben für einen Kontokorrentkredit zusätzlich eine Kredit- oder Bereitstellungsprovision. Diese beträgt je nach Anbieter häufig zwischen 1 % und 3 % p. a. und kann unabhängig von der tatsächlichen Nutzung des Kreditrahmens anfallen. Prüfen Sie daher vor der Kontoeröffnung nicht nur die Sollzinsen, sondern auch das Preis- und Leistungsverzeichnis des Anbieters.
Neben klassischen Kontokorrentkrediten bieten viele FinTechs inzwischen alternative Finanzierungslösungen an. Dazu gehören beispielsweise flexible Kreditlinien oder kurzfristige Betriebsmittelfinanzierungen, bei denen sich der Kreditrahmen an den Kontoumsätzen oder der Geschäftsentwicklung orientiert. Welche Finanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, hängt jedoch vom jeweiligen Anbieter und der Bonitätsprüfung ab.
Da ein Kontokorrentkredit regelmäßig von der Bank überprüft wird, kann der Kreditrahmen bei einer Verschlechterung der Bonität reduziert oder gekündigt werden. Unternehmen sollten ihn daher ausschließlich für kurzfristige Liquiditätsengpässe nutzen.
- Kontokorrentkredit: Geeignet für kurzfristigen Liquiditätsbedarf. Im Jahr 2026 liegen die Sollzinsen abhängig von Bank und Bonität häufig zwischen rund 8 % und 18 % p. a. Der Kreditrahmen ist jederzeit abrufbar, aber vergleichsweise teuer.
- Unternehmenskredit/Ratenkredit: Geeignet für planbare Investitionen oder längerfristigen Finanzierungsbedarf. Die Zinssätze sind meist niedriger als bei einem Kontokorrentkredit.
- Factoring: Sinnvoll, wenn offene Kundenforderungen schnell in Liquidität umgewandelt werden sollen. Statt eines Kredits werden Forderungen an einen Factoring-Anbieter verkauft.
Unternehmen, die regelmäßig Liquiditätsreserven auf ihrem Geschäftskonto vorhalten, können diese je nach Anbieter auch verzinsen lassen. Einen Überblick über aktuelle Angebote finden Sie in unserem Ratgeber zu Geschäftskonten mit Tagesgeldzinsen.
Einen Kontokorrentkredit beantragen
Den Überziehungsrahmen für Ihr Konto beantragen Sie bei der Bank, bei der Sie Ihr Geschäftskonto führen. Bevor Sie den Kreditantrag stellen, sprechen Sie am besten mit Ihrem Berater und vereinbaren mit ihm, in welcher Höhe der Kredit sinnvoll eingerichtet wird. Er hilft Ihnen dabei, den Rahmen vernünftig zu bemessen, und berücksichtigt auch die weitere Entwicklung Ihres Geschäfts. So können Sie verhindern, dass Sie nach einiger Zeit einen weiteren Antrag auf Kreditgenehmigung stellen müssen.
Die Beantragung eines Kontokorrentkredits erfolgt heute bei den meisten Banken digital – je nach Anbieter über das Online-Banking oder die Banking-App. Bei höheren Kreditlinien kann zusätzlich ein persönliches Beratungsgespräch erforderlich sein.
Richtige Höhe des Kontokorrentkredits
Der Kreditrahmen für ein Geschäftskonto mit Dispo soll einerseits nicht zu hoch bemessen sein, damit Ihre Zinszahlungen überschaubar bleiben. Andererseits soll er so angelegt sein, dass Sie Ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen können. Am besten vereinbaren Sie den Kreditrahmen mit Ihrer Bank zu einem Zeitpunkt, zu dem er bisher nicht nötig ist. Dann wird Ihre Bonität besser bewertet und Sie haben keinen zeitlichen Druck, den Kreditrahmen sofort einrichten zu müssen. Das erleichtert Ihnen die Verhandlung mit der Bank. Ihr Bankberater wird Ihnen auch erklären, welche Unterlagen Sie für die Kreditgenehmigung benötigen.
Vor allem Direktbanken und FinTechs ermöglichen ihren Kunden zum Teil, die Höhe ihres Kontokorrentkredits in ihrem Online-Banking innerhalb eines fixen und vorab festgelegten Rahmens eigenständig zu verändern.
Mikrokredit und KfW-Förderkredit als Alternativen zum Kontokorrentkredit
Eine interessante Alternative zum Kontokorrentkredit ist ein Mikrokredit. Im Gegensatz zum Kontokorrentkredit handelt es sich dabei um einen Ratenkredit mit fester Laufzeit und regelmäßigen Tilgungsraten. Er eignet sich daher vor allem für die Gründungsfinanzierung oder einen planbaren mittelfristigen Finanzierungsbedarf, nicht jedoch für die flexible Überbrückung sehr kurzfristiger Liquiditätsengpässe.
Mikrokredite werden heute vor allem über regionale Förderbanken, Landesförderinstitute und weitere öffentliche Förderprogramme angeboten. Sie richten sich insbesondere an Gründer, Einzelunternehmer und kleine Unternehmen verschiedener Rechtsformen. Die Förderbedingungen, Darlehenshöhen und Laufzeiten unterscheiden sich je nach Programm und Bundesland.
Gerade für Gründer empfiehlt sich eine solide Finanzplanung. Reicht die eigene Liquidität nicht aus, können Mikrokredite oder Förderdarlehen der KfW eine deutlich günstigere Alternative zum Kontokorrentkredit sein. Mit dem ERP-Gründerkredit – StartGeld fördert die KfW seit Dezember 2025 Gründungsvorhaben mit bis zu 200.000 €. Davon können bis zu 80.000 € für Betriebsmittel verwendet werden.
KfW-Förderkredite werden nach dem Hausbankprinzip vergeben. Sie werden über teilnehmende Finanzierungspartner beantragt und ausgereicht. Dazu gehören unter anderem Filialbanken, Sparkassen und weitere Kreditinstitute. Regionale Mikrokreditprogramme werden dagegen von den jeweiligen Förderinstituten oder deren Kooperationspartnern vergeben.
Fazit: Der Kontokorrentkredit ist bequem, aber teuer
Ein Kontokorrentkredit für das Geschäftskonto ist prinzipiell gut geeignet, wenn Sie kurzfristig einen Liquiditätsengpass überbrücken müssen. Er wird analog zum Dispo bei einem privaten Konto als Überziehungsrahmen für Business-Konten gewährt und wird genutzt, wenn Sie eine Rechnung zahlen wollen und auf dem Konto kein Guthaben vorhanden ist. Mit dem nächsten Geldeingang wird das überzogene Konto wieder ausgeglichen. Damit erhöht der Kontokorrentkredit Ihren finanziellen Spielraum.
Allerdings handelt es sich dabei um einen kostspieligen Kredit. Deshalb sollten Sie ihn keinesfalls langfristig oder in voller Höhe in Anspruch nehmen – für diesen Zweck gibt es günstigere Kredite mit niedrigeren Zinsen. Für Gründer kommt der Kontokorrentkredit meist nicht infrage, weil viele Banken die Bonität sehr vorsichtig bewerten und deshalb keinen Überziehungsrahmen einrichten.
Viele Banken bieten für ihre Geschäftskonten die Möglichkeit, einen Kontokorrentkredit einzurichten. Dieser wird jedoch in der Regel erst nach einer Bonitätsprüfung individuell eingeräumt. Je nach Anbieter kann der Antrag online, über die Banking-App oder im Rahmen einer persönlichen Beratung gestellt werden.
Häufige Fragen zum Geschäftskonto mit Dispo
Einen Kontokorrentkredit beantragen Sie bei der Bank, bei der Sie Ihr Geschäftskonto führen. Voraussetzung ist eine Bonitätsprüfung, bei der unter anderem die wirtschaftliche Situation des Unternehmens, regelmäßige Zahlungseingänge und je nach Rechtsform auch die persönliche Bonität berücksichtigt werden. Die Beantragung erfolgt heute bei den meisten Banken digital über das Online-Banking oder die Banking-App; bei höheren Kreditlinien kann zusätzlich ein Beratungsgespräch erforderlich sein.
Ein Kontokorrentkredit setzt ein Geschäftskonto voraus und wird ausschließlich für Business-Konten eingerichtet. Ob und in welcher Höhe die Bank einen Kreditrahmen einräumt, hängt insbesondere von der Bonität des Unternehmens, regelmäßigen Zahlungseingängen und den internen Kreditrichtlinien des Anbieters ab.
Haben Sie ein Geschäftskonto mit Dispo, sollten Sie den Kontokorrentkredit vor allem für kurzfristige Zahlungsengpässe nutzen und Ihr Konto nicht um allzu hohe Summen überziehen. Grund dafür sind die hohen Kosten, mit denen ein Kontokorrentkredit einhergeht. Die Zinsen, die die Bank für die Nutzung dieses Kreditrahmens erhebt, sind deutlich höher als die Zinsen für einen normalen Ratenkredit.
Die Sollzinsen unterscheiden sich je nach Bank und hängen außerdem vom allgemeinen Zinsniveau ab. In jedem Fall sind sie deutlich höher als für einen herkömmlichen Ratenkredit.
Kosten entstehen bei einem Kontokorrentkredit nur, wenn Sie diesen auch in Anspruch nehmen. Alleine für die Bereitstellung des Kredits entstehen Ihnen noch keine Gebühren.
Ein Kontokorrentkredit kann schnell hohe Finanzierungskosten verursachen, wenn er über einen längeren Zeitraum genutzt wird. Unternehmen sollten den Kreditrahmen deshalb nur für kurzfristigen Liquiditätsbedarf einsetzen und das Konto möglichst zeitnah wieder ausgleichen.






