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Stundenlohnrechner

Monats- oder Jahresgehalt und vertragliche Wochenstunden eingeben – der Rechner zeigt den Brutto-Stundenlohn. Umgekehrt rechnet er einen Stundenlohn in das Monatsgehalt um, ermittelt die nötigen Arbeitsstunden für ein Zieleinkommen und den effektiven Stundenlohn, wenn Sie mehr arbeiten, als im Vertrag steht. Selbstständige kalkulieren damit ihren Stundensatz.
Geschrieben von
Charlotte Ruzanski
Bearbeitet von
Sabine Zimmermann

Stundenlohnrechner: Schritt für Schritt

Angestellte teilen ihr Bruttomonatsgehalt durch die Monatsstunden, also Wochenstunden × 4,35: Bei 3.000 € und 40 Wochenstunden (174 Monatsstunden) sind das 17,24 € je Stunde. Der Rechner übernimmt die Umrechnung in beide Richtungen; Selbstständige kalkulieren damit den Stundensatz, den sie Kunden nennen.

Unser Stundenlohnrechner bietet 4 verschiedene Wege, um den Stundenlohn zu berechnen:

  • Stundenlohn festlegen
  • Arbeitsstunden pro Woche oder Monat festlegen
  • Mischkalkulation aus Stundenlohn und Arbeitsstunden
  • Effektiven Stundenlohn ermitteln

Mindestens erforderliches monatliches Einkommen berechnen

Im ersten Schritt berechnen Sie das monatliche Einkommen, das Sie erzielen müssen, um wirtschaftlich zu arbeiten und Ihre Lebenshaltungskosten zu bestreiten.

Bei Geschäftsmodellen, die nur minimale Aufwendungen erfordern, nehmen Sie als Grundlage das Mindesteinkommen, das Sie monatlich benötigen.

Wenn Mieten gezahlt werden müssen, Equipment benötigt wird, ein hoher Stromverbrauch zu erwarten ist oder andere Kosten für das Geschäft anfallen, müssen Sie diese Ausgaben ebenfalls in den Stundenlohnrechner einkalkulieren.

Versicherungen, Rücklagen und ein Betrag für Sonderkosten sollten in beiden Varianten als ein Posten in Ihrem zu erzielenden Einkommen enthalten sein.

Anzahl der Arbeitsstunden festlegen

Stundenlohn Rechner
Mit dem Online-Rechner den Brutto-Stundenlohn berechnen.Foto: PIKSEL / iStock

Im zweiten Schritt legen Sie fest, wie viele Arbeitsstunden Sie im Durchschnitt pro Monat in Ihrer selbstständigen Tätigkeit leisten können. Es ist wenig sinnvoll, von einem Maximum von 60 Wochenarbeitsstunden auszugehen. Mittelfristig und auf regelmäßiger Basis sollte Ihre Arbeitszeit nicht mehr als 40 bis 50 Wochenstunden betragen, wenn Sie keinen schnellen Burn-out riskieren wollen.

Stundenlohn berechnen

Ihren Lohn pro Stunde berechnen Sie, indem Sie das erforderliche Gehalt durch die kalkulierten Arbeitsstunden pro Woche oder pro Monat teilen. Hierdurch erhalten Sie den Stundenlohn, den Sie Ihren Kunden angeben können.

Ihren effektiven Lohn pro Stunde berechnen Sie, indem Sie von diesem Wert die Steuern abziehen, die zu Beginn einer selbstständigen Tätigkeit jedoch noch relativ gering sind. Zusätzlich dazu folgen alle Betriebsausgaben, unbezahlte Admin-Zeiten, Ausfallrisiken sowie die vollen Beiträge zur Kranken- und Rentenversicherung, die gedeckt werden müssen.

Was ist der Stundenlohn und wann wird er ausgezahlt?

Der Stundenlohn gibt an, wie viel Sie pro geleisteter Arbeitsstunde verdienen, und bildet die Basis Ihres monatlichen Einkommens. Jeden Monat erhalten Sie Ihr Gehalt auf Basis der tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden. Die Höhe Ihres Stundenlohns richtet sich nach den im Arbeitsvertrag festgelegten Stunden sowie dem vereinbarten Monatsgehalt für Ihre Tätigkeit.

Ihr Stundenlohn wird entweder individuell mit dem Arbeitgeber vereinbart oder durch einen Tarifvertrag festgelegt. Bei der Berechnung des monatlichen Gehalts werden alle Stunden berücksichtigt, die Sie im jeweiligen Monat gearbeitet haben.

Abrechnung nach Stundenlohn – Vorteile & Nachteile

Mit der Festlegung eines Stundenlohns als Grundlage für die Angebots- und Rechnungsstellung sind neben verschiedenen Vorteilen auch einige Nachteile verbunden – was in der Praxis auch bedeutet, Entscheidungen darüber zu treffen, ob Sie Kundenprojekte auf Stundenbasis oder mit einem Pauschalpreis berechnen.

Vorteile
  • Gehalt gemäß einfachem Stundenlohnrechner
  • Geringer Zeitdruck, sofern keine Fristen formuliert sind
  • Freie Zeiteinteilung.

Nachteile
  • Gefahr der Verteuerung von Projekten
  • Absprung des Kunden
  • Rechtsstreitigkeiten über die geleisteten Arbeitsstunden
  • Effizienzverluste
  • Kumulative Auswirkungen von Fehlern beim Stundenlohnrechner

Mindeststundenlohn: Der Mindestlohn in Deutschland

Für Arbeitnehmer gilt in Deutschland seit 2015 ein gesetzlicher Mindestlohn. Seit dem 1. Januar 2026 liegt er bei 13,90 € pro Stunde.

Der Mindestlohn ist gesetzlich vorgeschrieben und darf nicht unterschritten werden. Der monatliche Mindestbruttolohn liegt derzeit (2026) bei einer 35-Stunden-Woche (rund 152 Stunden im Monat) bei 2.112,80 € und bei einer 40-Stunden-Woche (174 Stunden) bei 2.418,60 €. (Berechnungsgrundlage: 365 Tage im Jahr, geteilt durch 7 Tage und 12 Monate, ergibt 4,35 Wochen je Monat; die Monatsstunden sind auf volle Stunden gerundet.)

Zum 1. Januar 2027 wird der Mindestlohn auf 14,60 € brutto ansteigen.

Häufige Fragen

Um Ihren Lohn pro Stunde zu berechnen, teilen Sie Ihr monatliches Einkommen durch die geleisteten Arbeitsstunden.

Der Unterschied zwischen Lohn und Gehalt liegt hauptsächlich in der Art der Beschäftigung und der Abrechnung.

  • Lohn wird typischerweise stunden- oder tagesbasiert berechnet und ist bei handwerklichen oder gewerblichen Tätigkeiten üblich. Arbeiter erhalten also Lohn, der sich nach der Anzahl der gearbeiteten Stunden oder Tage richtet.‍
  • Gehalt hingegen ist ein festes monatliches Einkommen, das unabhängig von der genauen Anzahl der Arbeitsstunden gezahlt wird. Es ist typisch für Angestellte in Bürojobs oder anderen nicht-gewerblichen Berufen.

Mit unserem Stundenlohnrechner können Sie ganz einfach Ihren Stundenlohn berechnen.

Der Stundenlohnrechner multipliziert die Anzahl der Monatsstunden mit dem Stundenlohn. Auch auf der Basis Ihres Gehalts können Sie Ihren Stundenlohn ausrechnen. Hierfür teilen Sie Ihr Monatseinkommen durch Ihre monatlichen Arbeitsstunden.

Über die Autorin
Charlotte Ruzanski Charlotte Ruzanski ist die führende Expertin bei gruendung.de für alle finanziellen und strategischen Aspekte der Unternehmensgründung. Mit ihrem volkswirtschaftlichen Hintergrund analysiert sie komplexe wirtschaftliche Zusammenhänge...
Sabine Zimmermann Die Finanzen im Griff – von der Gründung bis zum Wachstum Sabine Zimmermann ist im Finanz-Ressort bei gruendung.de. Als Expertin für Firmenkunden-Banking und Unternehmensfinanzierung weiß... Mehr erfahren
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