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Firmendepot-Vergleich für GmbH, UG & GbR: Darauf kommt es an
| Handelsplatz: | Gettex |
|---|---|
| Orderpreis: | 10 € |
| bis 5.000 €: 10 € | |
| bis 5.000 €: 10 € | |
| von 5.000,01 € bis 20.000 €: 15 € | |
| von 5.000,01 € bis 20.000 €: 15 € | |
| ab 20.000,01 €: 30 € | |
| ab 20.000,01 €: 30 € | |
| Handelsplatz: | Frankfurt |
|---|---|
| Orderpreis: | 4,90 € + 0,25 % |
| Mindestpreis: | 9,90 € |
| Handelsplatz: | Xetra |
|---|---|
| Orderpreis: | 0,14 % |
| Mindestpreis: | 5,80 € |
| Höchstpreis: | 99 € |
| Hinweis: | |
| Zuzüglich Gebühren Dritter (Börsengebühr, Handelsgebühr, regulatorische Gebühr) | |
| Handelsplatz: | Xetra |
|---|---|
| Orderpreis: | 0,1 % |
| Mindestpreis: | 4 € |
| Höchstpreis: | 99 € |
| Hinweis: | |
| Zuzüglich Spezialistengebühren an FWB (Frankfurter Wertpapierbörse) FWB: 0,0504% des Transaktionsvolumens (2,52 € Minimum pro Order) | |
| Handelsplatz: | Xetra |
|---|---|
| Orderpreis: | 0,09 % |
| Mindestpreis: | 3,90 € |
| Höchstpreis: | 89 € |
| Hinweis: | |
| Zuzüglich Spezialistengebühren an FWB (Frankfurter Wertpapierbörse); FWB: 0,0504 % des Transaktionsvolumens (2,52 € Minimum pro Order) | |
- Nicht jeder Broker bietet Firmendepots für Unternehmen und alle Rechtsformen an.
- Vergleichen Sie neben den Kosten auch Handelsplätze, Funktionen und unterstützte Rechtsformen.
- Je nach Anlagestrategie können Depotgebühren oder Orderkosten den größeren Einfluss auf die Gesamtkosten haben.
- Prüfen Sie vor der Depoteröffnung, welche Unterlagen und Legitimationen der Broker für Unternehmen verlangt.
- Ein Firmendepot eignet sich für Unternehmen, die freie Liquidität langfristig in Wertpapiere investieren möchten.
- Empfehlenswerte Anbieter für Firmendepots sind unter anderem Commerzbank, LYNX, CapTrader, flatex, FXFlat, Interactive Brokers und Vivid Money.
Ich empfehle, die Kosten eines Firmendepots nicht isoliert zu betrachten. Entscheidend ist, ob der Broker zu Ihrem Unternehmen und Ihren Anlagezielen passt. Prüfen Sie deshalb nicht nur Depot- und Ordergebühren, sondern auch die unterstützten Rechtsformen, die verfügbaren Handelsplätze und den Funktionsumfang. Ein etwas teureres Depot kann langfristig die bessere Wahl sein, wenn es Ihre Anforderungen besser erfüllt.
Firmendepot – das müssen Sie berücksichtigen
Wenn Sie sich entscheiden, ein Firmendepot zu eröffnen, müssen Sie berücksichtigen, dass nicht alle Banken und Broker auch Depots für Unternehmen anbieten. Der Grund dafür ist der erhöhte Arbeitsaufwand. Denn anders als bei einem Wertpapierdepot für Privatpersonen ist die Eröffnung eines Firmendepots aufwendiger und erfordert eine jährliche Überprüfung der Bevollmächtigten des Unternehmens.
Aus den zahlreichen Depot-Angeboten das Beste finden
Das breite Angebot an Wertpapierdepots hat einerseits dazu geführt, dass die Konditionen in den vergangenen Jahren günstiger für Anleger und Depotinhaber geworden sind. Auf der anderen Seite ist das Angebot allerdings auch unübersichtlicher geworden, weil es mittlerweile deutlich über 100 Banken und Broker gibt, die Unternehmen Wertpapierdepots zur Verfügung stellen.
Wenn Sie überlegen, Wertpapiere zu kaufen, ist ein Depotvergleich sinnvoll. Wir möchten Sie mit unserem Wertpapierdepot-Vergleich darüber informieren, wie Sie ein günstiges Depot finden und worauf Sie bei einem Depotvergleich achten sollten.
Die wichtigsten Leistungen eines Wertpapierdepots
Bevor Sie Aktien, Fonds und Wertpapiere kaufen und verkaufen können, benötigen Sie ein passendes Depotkonto. Bei den Leistungen gibt es zwischen den Anbietern, die ein Wertpapierdepot zur Verfügung stellen, keine allzu großen Unterschiede. Dennoch lohnt es sich, in einem Depotvergleich die Leistungen von Online-Brokern und Banken zu vergleichen.
In jedem Aktiendepot können Sie Wertpapiere verwahren, und das Brokerdepot selbst dient als Grundlage für die Erteilung von Handelsaufträgen. Eng verbunden mit dem Wertpapierdepot ist die Handelsoberfläche, auf der die Online-Order bei einem Online-Broker, einer Direktbank oder einer Filialbank aufgegeben wird.
Die Hauptleistung eines Wertpapierdepots besteht darin, dass Sie darin Aktien verwahren lassen können. Alle anderen Leistungen sind im Prinzip Zusatzleistungen, die vorwiegend im Kontext der Handelsoberfläche stehen. Auf diese weiteren Leistungen und wichtige Faktoren für einen Aktiendepot-Vergleich gehen wir im Folgenden noch etwas näher ein.
Depot bei Online-Broker, Online-Bank oder Direktbanken
Das Angebot vieler Direktbanken umfasst neben Girokonten und Kreditkarten auch Geschäftskonten und Firmendepots. Besteht bereits eine Geschäftsverbindung, kann sich ein Depot häufig einfach in die bestehende Kontostruktur integrieren lassen. Es lohnt sich daher, zunächst die Konditionen der eigenen Bank mit denen spezialisierter Broker zu vergleichen.
Die Depoteröffnung für Unternehmen ist bei klassischen Banken in der Regel deutlich aufwendiger als bei einem Privatdepot. Je nach Rechtsform sind unter anderem Handelsregisterauszüge, Gesellschaftsverträge sowie Nachweise über die vertretungsberechtigten und wirtschaftlich berechtigten Personen erforderlich. Die Prüfung der Unterlagen kann mehrere Tage oder sogar Wochen in Anspruch nehmen. Dafür profitieren Unternehmen bei vielen Filialbanken von einer persönlichen Beratung und einem breiten Wertpapierangebot.
Banken lassen sich diesen Service jedoch meist bezahlen. Prüfen Sie deshalb vor der Depoteröffnung sowohl die Gebühren für die Depotführung als auch die Orderkosten. Gerade bei regelmäßigen Wertpapierkäufen können sich selbst kleine Preisunterschiede langfristig deutlich bemerkbar machen.
Alternativ bieten spezialisierte Online-Broker häufig günstigere Konditionen und moderne Handelsplattformen. Allerdings unterstützen nicht alle Broker Firmendepots oder sämtliche Rechtsformen. Beliebte Neobroker wie Trade Republic oder Scalable Capital bieten derzeit beispielsweise keine Firmendepots für Unternehmen an, da sich ihr Angebot ausschließlich an Privatkunden richtet. Vivid gehört dagegen zu den modernen Anbietern, die Firmendepots für verschiedene Unternehmensformen anbieten. Prüfen Sie dennoch vor der Auswahl, ob der gewünschte Anbieter Ihre Rechtsform unterstützt und die für Ihr Unternehmen benötigten Funktionen bereitstellt.
Die Kosten als entscheidender Vergleichsfaktor für das Depot
Unser Depot-Vergleich für Online-Broker können Sie unkompliziert und schnell online durchführen. Sie sollten sich jedoch bereits Gedanken darüber machen, welche Wertpapierarten Sie handeln möchten und welche Faktoren Ihres Depotkontos für Sie wichtig sind. Der wohl entscheidende Faktor des Depots ist die Gebühren für die Depotführung, die beim jeweiligen Provider für ein Wertpapierdepot anfallen. Häufig wird jedoch auch eine kostenlose Depotführung angeboten. Auch wenn diese Kosten zunächst niedrig erscheinen mögen, häufen sich mit der Zeit diese wenigen Euro im Jahr zu einer größeren Summe an. Die Kosten, die durch die Führung eines Wertpapierdepots und den Handel mit Aktien zu beachten sind, bestehen insbesondere aus den folgenden Bestandteilen:
- Depotgebühr
- Positionsgebühr
- Ordergebühren (Transaktionskosten)
- Gebühren für zusätzliche Leistungen und Services
Depotgebühren als grundlegender Kostenfaktor
Kosten entstehen beispielsweise durch Depotgebühren, die bei vielen Direktbanken und Online-Brokern inzwischen ganz oder teilweise entfallen. Stattdessen finanzieren sich diese Anbieter häufig über Ordergebühren oder andere Transaktionskosten.
Bei Filialbanken sowie vielen Sparkassen und Volksbanken fallen für Firmendepots dagegen häufig höhere Depotgebühren an als für Privatkunden. Je nach Anbieter werden diese als prozentualer Anteil des Depotvolumens oder als pauschale Monats- oder Jahresgebühr berechnet. Monatliche Gebühren von 30 € bis über 50 € sind bei Geschäftskunden keine Seltenheit. Vor allem bei größeren Unternehmensdepots sollten Sie deshalb nicht nur die Orderkosten, sondern auch die laufenden Depotgebühren vergleichen.
Ordergebühren als zweiter wichtiger Kostenfaktor
Neben den Depotgebühren stellen die Ordergebühren, die pro Trade – also pro Kauf und Verkauf – anfallen, den zweiten wichtigen Vergleichsfaktor im Bereich der Kosten für Wertpapierdepots dar. Diese sollten Sie bei einem Depot-Vergleich unbedingt im Auge behalten.
Der Vollständigkeit halber möchten wir an dieser Stelle auch die Positionsgebühr nicht unerwähnt lassen. Es handelt sich dabei um eine nur noch selten veranschlagte Gebühr, bei der die Bank oder der Broker für jede Bestandsposition einen bestimmten Kostenbeitrag berechnet. Oftmals handelt es sich dann entweder um einen festen Euro-Betrag pro Position oder um eine prozentuale Gebühr. Allerdings können Sie die Positionsgebühr beim Depot Vergleich mittlerweile vernachlässigen, da sie nur noch von sehr wenigen Anbietern in Rechnung gestellt wird.
Orderkosten immer im Blick haben
Viel wichtiger ist es, dass Sie sich über die anfallenden Ordergebühren beim Online-Broker informieren, die unter Umständen von fünf bis 50 € pro Order reichen können. Dies gilt insbesondere unter der Voraussetzung, dass Sie beispielsweise nicht nur einmal Wertpapiere handeln und diese dann über Jahre im Depot halten möchten, sondern häufiger Wertpapiere kaufen und verkaufen wollen. Führen Sie mit Ihrem Depot mehr als eine Order pro Jahr durch, sind die Orderkosten sehr relevant für Sie, da sich die Euro pro Order schnell aufsummieren können.
Verschiedene Berechnungsmodelle für Orderkosten
Der Vergleich der Orderkosten ist nicht ganz einfach, was insbesondere darauf zurückzuführen ist, dass es verschiedene Gebührenmodelle am Markt gibt, sowohl für herkömmliche Depots als auch Online-Depots. Die Orderkosten können folgendermaßen berechnet werden:
- Fixgebühr je Order – für jede durchgeführte Order wird ein fixer Betrag berechnet
- prozentualer Ordergebühr – die Berechnung der Gebühr erfolgt auf Grundlage des gehandelten Gegenwertes
- Order-Pakete – eine bestimmte Anzahl an Orders ist für einen fixen Preis möglich, erfolgen mehr Orders, greift ein neuer Preis
- Order-Flatrate/Order-Flat – monatlich wird ein Fixpreis gezahlt, für diesen können beliebig viele Trades vorgenommen werden
Feste Gebühren unabhängig vom Ordervolumen: Fixgebühr und Order-Flatrate
Insbesondere Online-Broker und auch einige Direktbanken nutzen seit geraumer Zeit vermehrt die Order-Flatrate als Gebührenmodell für das Depot. Die wesentliche Eigenschaft der Orderflat besteht darin, dass die Ordergebühren unabhängig davon berechnet werden, welchen Gegenwert Sie traden.
Ein anderes, immer üblicheres Kostenmodell ist die Fixgebühr je Order. Hierbei spielt es keine Rolle, ob Sie beispielsweise für 2.000 oder für 20.000 € Aktien ins Depot einbuchen lassen. Es wird bei jeder Transaktion ein fester Satz Euro pro Order berechnet. Aus finanzieller Sicht vorteilhaft ist die Orderflat daher insbesondere für Kunden, die große Volumina handeln.
Prozentuale Gebühren und das Ordervolumen
Das Modell der prozentualen Ordergebühr ist ebenfalls noch häufig an der Tagesordnung. Bei diesem Kostenmodell veranschlagen Anbieter beispielsweise 0,6 % an Ordergebühren, wobei der Prozentsatz auf Basis des gehandelten Gegenwertes berechnet wird.
Falls Sie also beispielsweise 100 Aktien für 55 € je Aktie erwerben, beträgt der gehandelte Gegenwert 5.500 €. Berechnet man nun eine provisionsabhängige, prozentuale Gebühr in Höhe von 0,6 %, würden für diesen Kaufauftrag insgesamt 33 € anfallen. Dieses Gebührenmodell ist insbesondere finanziell attraktiv für solche Anleger, die eher kleinere oder mittlere Gegenwerte handeln.
Order-Pakete als Kostenmodell
Manche Online-Broker und Banken bieten als Gebührenmodell beim Handel mit Wertpapieren sogenannte Order-Pakete. Dieses Angebot beinhaltet dann etwa eine festgelegte Anzahl von 50 Orders, die zum ebenfalls festgelegten Gesamtpreis von zum Beispiel 250 € ausgeführt werden dürfen. Typisch für solche Paketpreise ist, dass diese im Vergleich zur Einzelgebühr je Order einen kleineren oder auch größeren Rabatt beinhalten.
Manche Depotanbieter staffeln die Order-Pakete sogar nach Menge und Rabatt, den Sie letztlich nutzen können. Besonders geeignet ist dieses Gebührenmodell natürlich für solche Kunden, die innerhalb eines kurzen Zeitraumes relativ viele Handelsaufträge erteilen.
Persönliches Trading-Verhalten entscheidet über das beste Modell
Welches Kostenmodell am besten geeignet ist, ist grundsätzlich abhängig vom eigenen Trading-Verhalten. Order-Flats rechnen sich vorwiegend für Trader, die viel und häufig Trades vornehmen. Wer im Wesentlichen nur wenige Orders vornimmt oder einen monatlichen Sparplan hat, benötigt keine Orderflat und fährt – je nach georderten Volumina – mit einem Fixpreis pro Order oder einer prozentualen Ordergebühr am günstigsten.
Vor der Wahl des Brokers: Börsen und Handelsplätze prüfen
Bei der Suche nach dem passenden Depotkonto sollten Sie berücksichtigen, auf welchen Handelsplätzen der gewählte Broker das Kaufen und Verkaufen ermöglicht. Damit hängen die Höhe des Börsenplatzentgeltes sowie die Handelszeiten zusammen. Nicht alle Depots bieten dem Kunden Zugriff auf alle gewünschten Wertpapiere und Handelsarten.
Bei den meisten Brokern erhalten Sie Zugang zu allen deutschen Börsen, wie der Börse Frankfurt, sowie zu den bedeutenden internationalen Börsen, wie der NYSE. Neben den Börsen gibt es jedoch noch außerbörsliche Handelsplätze, welche den Handel meist außerhalb der begrenzten börslichen Handelszeiten und teilweise zu geringeren Gebühren ermöglichen. So ermöglicht beispielsweise Lang & Schwarz mit dem LS Exchange den außerbörslichen Handel über die Hamburger Börse. Prüfen Sie also, zu welchen Börsen und Handelssystemen wie Lang & Schwarz der ausgewählte Broker Ihnen den Zugang ermöglicht.
Zusatzleistungen ebenfalls in den Depot-Vergleich einbeziehen
Der Vergleich der Kosten ist sicherlich ein zentrales Element, wenn Sie Wertpapierdepots gegenüberstellen und so das für Sie beste Depotkonto finden wollen. Die Gebühren pro Online-Order sind nicht der einzige Faktor bei der Auswahl des passenden Depotkontos. Besonders sollten Sie die Zusatzleistungen ebenfalls nicht außer Acht lassen, denn der erfolgreiche Handel mit Wertpapieren hängt auch davon ab, wie benutzerfreundlich die Handelsoberfläche ist und ob Sie sich leicht im System zurechtfinden. Zusatzfunktionen, wie die Anzeige von Realtime-Kursen oder die Veröffentlichung wichtiger Börsendaten, können ebenfalls zum Erfolg beitragen.
Folgende Punkte sollten bei der Suche nach einem passenden Wertpapier-Depot berücksichtigt werden:
- Handelsoberfläche (Benutzerfreundlichkeit)
- Funktionen der Trading-Plattform
- Kundenservice
- Demokonto
- Weiterbildungs- und Wissensbereich
- Informationen, insbesondere Realtime-Kurse und Börsennachrichten
Die Sicherheit des Depots und die Seriosität des Anbieters
Einen wichtigen Sicherheitsaspekt stellt die gesetzliche Einlagensicherung dar. Sie schützt Guthaben auf dem Verrechnungskonto eines Depots bis zu 100.000 € pro Kunde und Bank. Wertpapiere wie Aktien, ETFs oder Fonds werden dagegen als Sondervermögen verwahrt. Sie bleiben auch im Falle einer Insolvenz des Brokers Eigentum des Unternehmens und können grundsätzlich in unbegrenzter Höhe auf ein anderes Depot übertragen werden.
Kann ein Broker Wertpapiere oder andere Vermögenswerte entgegen seiner gesetzlichen Verpflichtung nicht herausgeben, greift unter bestimmten Voraussetzungen die gesetzliche Anlegerentschädigung. Diese ersetzt in Deutschland 90 % der Forderung, maximal jedoch 20.000 € pro Anleger. Sie kommt dann zum Tragen, wenn der betreffende Anspruch nicht bereits durch die gesetzliche Einlagensicherung abgedeckt ist. Das als Sondervermögen verwahrte Wertpapierdepot bleibt hiervon grundsätzlich unberührt.
Befindet sich der Geschäftssitz des Brokers nicht in Deutschland, sollten Sie zusätzlich prüfen, welche Einlagensicherung für das Verrechnungskonto gilt und welcher Aufsichtsbehörde der Anbieter unterliegt. Die Verwahrung der Wertpapiere als Sondervermögen bleibt hiervon grundsätzlich unberührt.
Aus den Fehlern anderer lernen
Diese jeweiligen Vergleichspunkte sind meistens in einem gewöhnlichen Depotvergleich, den Sie auf Webseiten im Internet durchführen können, nicht enthalten. Sinnvoll ist es daher, sich sogenannte Reviews (Erfahrungsberichte) zu einzelnen Anbietern zu betrachten. Dort werden die zuvor genannten Vergleichspunkte häufig angesprochen und es wird bewertet, wie sich das Angebot des Brokers in dieser Kategorie darstellt. Somit können die bisherigen Erfahrungen anderer ein hervorragendes Hilfsmittel darstellen, wenn Sie einen Depot-Vergleich durchführen möchten.
Erfahrungsberichte sind nicht nur für die Auswahl des Depots wichtig, sondern können Ihnen auch einen hilfreichen Einblick in Trading-Strategien liefern. Der Handel mit Wertpapieren kann anfangs einschüchternd wirken. Es gibt zahlreiche Ansätze, wie Sie Ihr Investment maximieren können.
Perfekt voraussagen lässt sich der Gewinn nie, deswegen ist ein gewisses Maß an Trial & Error unverzichtbar. Auch unterscheiden sich die Anlagestrategien, wenn sie regelmäßig kleinere Beträge wie 50 € oder 100 €, oder lieber 500 € oder 5.000 € auf einen Schlag anlegen wollen. Informieren Sie sich vor dem Handel, ob Sie z. B. ETFs, Sparpläne oder Einzelaktien bevorzugen, um das Risiko zu minimieren.
Wie die Eröffnung eines Depots abläuft
Nach dem Vergleich von Leistungen und Konditionen können Sie das Firmendepot eröffnen. Bei einer Direktbank oder einem Online-Broker beginnt der Antragsprozess zwar häufig digital. Im Gegensatz zu einem Privatdepot sind bei einem Firmendepot jedoch in der Regel zusätzliche Unterlagen und umfangreiche Legitimationsprüfungen erforderlich.
Je nach Rechtsform müssen unter anderem Handelsregisterauszüge, Gesellschaftsverträge sowie Nachweise über die vertretungsberechtigten und wirtschaftlich berechtigten Personen eingereicht werden. Häufig sind mehrere Formulare auszufüllen sowie alle Geschäftsführer und andere vertretungsberechtigte Personen einzeln per Postident- oder Videoident-Verfahren zu legitimieren. Dadurch nimmt die Depoteröffnung bei Geschäftskunden meist deutlich mehr Zeit in Anspruch als bei Privatkunden.
Welche Unterlagen im Einzelnen erforderlich sind, hängt vom jeweiligen Broker und der Rechtsform des Unternehmens ab. Informieren Sie sich deshalb bereits vor der Antragstellung über die Anforderungen des Anbieters, um Verzögerungen bei der Depoteröffnung zu vermeiden.
- Handelsregisterauszug, sofern für Ihre Rechtsform erforderlich
- Gesellschaftsvertrag oder Satzung
- Nachweise der vertretungsberechtigten Personen
- Gültige Ausweisdokumente aller vertretungsberechtigten Personen
- Je nach Broker weitere Nachweise, beispielsweise zu wirtschaftlich Berechtigten oder eine LEI-Nummer
So funktioniert ein unkomplizierter Wechsel des Firmendepots
Falls Sie schon ein bestehendes Firmendepot besitzen, jedoch den Anbieter wechseln möchten, ist dies in der Regel kein Problem. Broker bieten meist einen Service zur Depotübertragung an, wodurch ohne viel Aufwand die Positionen des alten Depots auf das neue Depotkonto gezogen werden können.
Vor einem Wechsel des Firmendepots müssen Sie jedoch berücksichtigen, dass offene Orders geschlossen und Wertpapier-Bruchstücke verkauft werden. Außerdem müssen Sie darauf achten, dass der neue Broker die alten Wertpapierarten ebenfalls handeln kann. Falls Sie sich nicht sicher sind, welche Wertpapiere übertragen werden können, hilft Ihnen der Kundenservice des entsprechenden Brokers weiter. Sobald alle übertragbaren Wertpapiere auf dem neuen Depot sind, kann das alte Depot geschlossen werden.
Steuerliche Besonderheiten und LEI-Pflicht bei Firmendepots
Bei einem Firmendepot spielen nicht nur Kosten und Handelsmöglichkeiten eine Rolle. Je nach Rechtsform gelten auch unterschiedliche steuerliche Regelungen und rechtliche Anforderungen. Dazu gehören insbesondere die Besteuerung von Kapitalerträgen sowie die LEI-Nummer, die für viele Unternehmen Voraussetzung für den Wertpapierhandel ist.
Steuerliche Besonderheiten
Unternehmen unterliegen bei Kapitalanlagen anderen steuerlichen Regelungen als Privatpersonen. Welche Steuern auf Dividenden, Zinsen oder Veräußerungsgewinne anfallen, hängt unter anderem von der Rechtsform des Unternehmens ab.
Für Kapitalgesellschaften wie GmbHs, UGs oder AGs gelten bei Beteiligungen an anderen Kapitalgesellschaften die Regelungen des § 8b Körperschaftsteuergesetz (KStG). Einzelunternehmer und Personengesellschaften können diese Regelung dagegen nicht in Anspruch nehmen.
Veräußerungsgewinne aus Beteiligungen an Kapitalgesellschaften bleiben nach § 8b KStG grundsätzlich zu 95 % steuerfrei. Die verbleibenden 5 % gelten pauschal als nicht abzugsfähige Betriebsausgaben. Daraus ergibt sich häufig eine effektive Steuerbelastung von rund 1,5 % auf diese Veräußerungsgewinne.
Für Dividendenerträge gelten andere Regelungen. Dividenden aus Streubesitzbeteiligungen von weniger als 10 % unterliegen grundsätzlich der regulären Körperschaft- und Gewerbesteuer und werden damit regelmäßig mit rund 30 % besteuert. Die 95%ige Steuerfreistellung greift bei Dividenden nur, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen des § 8b KStG erfüllt sind.
Für Unternehmen können bei bestimmten Investmentfonds zudem die Teilfreistellungen nach dem Investmentsteuergesetz gelten. Ob und in welcher Höhe diese greifen, hängt unter anderem von der Art des Fonds und den steuerlichen Rahmenbedingungen des Unternehmens ab.
Bei einigen ausländischen Brokern erfolgt kein automatischer deutscher Steuerabzug auf Kapitalerträge. Dadurch kann sich im Vergleich zu deutschen Anbietern ein Liquiditätsvorteil ergeben, weil die steuerliche Belastung erst im Rahmen der Veranlagung berücksichtigt wird. Ob dieser Effekt eintritt, hängt jedoch von den jeweiligen Kapitalerträgen, dem Broker und den steuerlichen Verhältnissen des Unternehmens ab.
Da die steuerlichen Auswirkungen eines Firmendepots je nach Rechtsform, Art der Kapitalanlage und Beteiligungshöhe unterschiedlich ausfallen können, empfiehlt sich vor größeren Investitionen die Abstimmung mit einem Steuerberater.
LEI-Nummer
Für juristische Personen ist bei der Eröffnung eines Firmendepots in der Regel eine LEI-Nummer (Legal Entity Identifier) erforderlich. Dazu zählen insbesondere GmbHs, UGs, AGs, eingetragene Vereine und Stiftungen. Je nach Broker kann eine LEI auch für Personengesellschaften wie OHG oder KG erforderlich sein. Einzelunternehmer benötigen dagegen in der Regel keine LEI, da sie als natürliche Person handeln.
Die LEI ist eine weltweit eindeutige Kennnummer zur Identifizierung von Unternehmen bei Wertpapiergeschäften. Sie wird von autorisierten Registrierungsstellen vergeben und muss regelmäßig verlängert werden. Je nach Anbieter liegen die jährlichen Kosten meist zwischen etwa 50 € und 100 €. Informieren Sie sich deshalb bereits vor der Depoteröffnung, ob Ihr Broker für Ihre Rechtsform eine LEI verlangt und welche Unterlagen hierfür erforderlich sind.
Fazit
Ein neues Depot für Unternehmen zu eröffnen, ist nicht kompliziert, verlangt aber etwas vorherige Recherche, um das Wertpapierdepot zu finden, das den eigenen Ansprüchen und dem eigenen Anlageverhalten am besten entspricht. Einen Depot Vergleich können Sie heutzutage schnell und kostenlos durchführen und einen Überblick über die zahlreichen Online-Depots erhalten. Dies sollten Sie auf jeden Fall tun, bevor Sie das für Sie beste Depot eröffnen.
Wichtig ist bei Ihrem Depotvergleich allerdings auch, dass Sie nicht nur die Kosten pro Quartal oder pro Jahr im Blick haben, also vorwiegend Depotgebühren und Ordergebühren, sondern ebenfalls die Leistungen des Depots gegenüberstellen, um deutlich günstiger mit Wertpapieren handeln zu können. Damit sind insbesondere Services und Zusatzangebote des jeweiligen Anbieters gemeint. Dazu zählen etwa die Handelsoberfläche, ein gut funktionierender Kundenservice sowie kostenlose Zusatzinformationen, etwa Realtime-Kurse.
Bevor Sie also einen Depot-Vergleich starten, sollten Sie sich überlegen, welche Anforderungen Sie an ein neues Depot stellen. Auf diese Weise finden Sie schneller und besser das passende Depot.
Häufig gestellte Fragen – FAQ
Ein Firmendepot ist ein Wertpapierdepot für Unternehmen. Es ermöglicht den Kauf, Verkauf und die Verwahrung von Aktien, ETFs, Fonds, Anleihen und weiteren Wertpapieren. Im Gegensatz zu einem Privatdepot richtet es sich an Unternehmen und andere juristische Personen, die freie Liquidität langfristig am Kapitalmarkt investieren möchten. Nicht jeder Broker bietet Firmendepots oder unterstützt alle Rechtsformen.
Die Kosten hängen vom jeweiligen Anbieter und Ihrem Anlageverhalten ab. Neben möglichen Depotführungsgebühren fallen insbesondere Orderkosten für den Kauf und Verkauf von Wertpapieren an. Je nach Broker können diese als Festpreis, prozentuale Gebühr oder im Rahmen von Order-Flatrates berechnet werden. So berechnet flatex für Firmenkunden beispielsweise eine einmalige Einrichtungsgebühr von 250 €, die als Orderguthaben gutgeschrieben wird. Zusätzlich fällt eine Depotgebühr von 50 € pro Quartal an, wenn weniger als 5 kostenpflichtige Orders pro Quartal ausgeführt werden. Einige Broker setzen darüber hinaus eine Mindesteinlage voraus. So verlangt CapTrader eine Mindesteinlage von 25.000 €. Ein Vergleich der Gesamtkosten und Zugangsvoraussetzungen lohnt sich daher vor der Depoteröffnung.
Zu den bekannten Anbietern von Firmendepots zählen unter anderem die Commerzbank, LYNX, CapTrader, flatex, FXFlat, Interactive Brokers und Vivid Money. Welche Rechtsformen unterstützt werden und welche Leistungen angeboten werden, unterscheidet sich jedoch je nach Broker. So werden beispielsweise UGs oder GbRs bei einigen Anbietern, etwa CapTrader, nur auf Anfrage oder nach einer Einzelfallprüfung akzeptiert. Ein Vergleich hilft dabei, das passende Firmendepot für das eigene Unternehmen zu finden.
Die Verwaltung eines Firmendepots erfolgt heute überwiegend online oder per App. Je nach Anbieter stehen zusätzlich Handelsplattformen mit erweiterten Analyse- und Orderfunktionen zur Verfügung. Einige Banken bieten darüber hinaus eine persönliche Beratung oder telefonische Unterstützung an.
Die Eröffnung eines Firmendepots ist aufwendiger als bei einem Privatdepot. Je nach Rechtsform müssen unter anderem Handelsregisterauszüge, Gesellschaftsverträge sowie Nachweise über die vertretungsberechtigten und wirtschaftlich berechtigten Personen eingereicht werden. Außerdem sind häufig Legitimationsverfahren für alle vertretungsberechtigten Personen erforderlich. Nicht jeder Broker bietet Firmendepots oder unterstützt sämtliche Rechtsformen. Prüfen Sie deshalb bereits vor der Antragstellung, ob der gewünschte Anbieter für Ihr Unternehmen geeignet ist.
Welches Firmendepot am besten geeignet ist, hängt unter anderem von Ihrer Rechtsform, der geplanten Anlagestrategie und dem Handelsvolumen ab. Vergleichen Sie neben Depot- und Ordergebühren auch die unterstützten Rechtsformen, das Wertpapierangebot, die Handelsplätze sowie die angebotenen Funktionen. So finden Sie ein Firmendepot, das zu den Anforderungen Ihres Unternehmens passt.







