Wie wir unser Geld verdienen
Die Leistungen von gruendung.de finanzieren wir durch Partnerprogramme mit Anbietern von Finanzprodukten und anderen unternehmensbezogenen Dienstleistungen.
Wenn Sie über gruendung.de z. B. ein Geschäftskonto eröffnen oder eine Kreditkarte beantragen, erhalten wir in einigen Fällen von den Anbietern eine Provision. Diese Vergütungen haben jedoch keinen Einfluss auf unsere Empfehlungen, Bewertungen und Platzierungen von Produkten.
In unserer redaktionellen Arbeit agieren wir nicht provisionsabhängig. Hiervon profitieren Sie als unsere Nutzer, jedoch auch die Anbieter von unternehmensbezogenen Leistungen – in jedem Fall erhalten Sie von uns als unabhängigem Bewertungsportal wichtige Hinweise auf die Qualität und Wettbewerbsfähigkeit von unternehmensrelevanten Angeboten.
DSL oder Kabel: der richtige Anschluss für Ihr Büro
Business-DSL und Kabel: Tarife im Vergleich
Der Vergleich zeigt Geschäftskundentarife für DSL und Kabel von Vodafone, 1&1 und der Telekom; der Filter „Verbindungsart“ trennt beide Techniken. Ob eine Leitung an Ihrer Firmenadresse anliegt, klärt die Verfügbarkeitsprüfung des Anbieters.
Werbehinweis: Anbieter-Links in dieser Übersicht sind Werbelinks (Affiliate-Links) — für Abschlüsse darüber erhalten wir eine Provision vom Anbieter.
- Kabel bringt den höheren Download, DSL die größere Reichweite: Kabelnetze schaffen bis 1.000 Mbit/s, DSL mit Vectoring bis 250 Mbit/s. Dafür liegt DSL fast überall an, Kabel vor allem in Städten und nur bei modernisiertem Hausnetz.
- Beim Upload liegen beide enger beieinander als in der Werbung: Vodafone sagt im Kabelnetz bis zu 75 Mbit/s und mindestens 20 zu, bei DSL 100 und 250 bis zu 40 und ebenfalls mindestens 20.
- Kabel ist meist in wenigen Tagen geschaltet, weil in der Regel kein Techniker kommen muss; für DSL nennt Vodafone drei bis sechs Wochen ab Auftrag.
- Die Zusagen unterscheiden sich stärker als die Leitungen: Entstörung binnen acht Stunden bei Telekom und 1&1, im Vodafone-Kabelnetz in der Regel acht Stunden innerhalb der Servicezeiten, in den o2-Einstiegstarifen 24 Stunden; zwei bis 120 Sprachkanäle je nach Tarif.
- Ende 2025 liefen 22,7 Millionen Anschlüsse über DSL und 8,5 Millionen über Kabel (Bundesnetzagentur). Die DSL-Zahl sank in den beiden letzten Jahren um jeweils rund 4 Prozent, ersetzt vor allem durch Glasfaser.
DSL und Kabel: zwei Leitungen, zwei Netze
DSL nutzt die Kupferader der Telefonleitung, und welche Geschwindigkeit im Büro ankommt, entscheidet die Strecke: Vodafone errechnet die erreichbare Geschwindigkeit in seiner Leistungsbeschreibung aus der Dämpfung der Leitung, also aus ihrer Länge bis zum nächsten Hauptverteiler und ihrem Durchmesser. Fast neun von zehn DSL-Anschlüssen sind heute VDSL, Ende 2025 rund 19,9 der 22,7 Millionen; die Vectoring-Technik dahinter erlaubt nach der Bundesnetzagentur höchstens 250 Mbit/s im Download. Wie DSL, Kabel und Glasfaser für eine Gründung insgesamt abzuwägen sind, ordnet der Business Internet Vergleich ein.
Kabel-Internet läuft über das Fernsehkabelnetz, nach Vodafones Beschreibung eine Kombination aus Koaxial- und Glasfaserleitungen. Die Bundesnetzagentur nennt diese hybriden Netze HFC und Angebote bis 1 Gbit/s; von den 8,5 Millionen Kabelanschlüssen Ende 2025 war gut ein Viertel mit 1 Gbit/s gebucht. Die Länge der Leitung spielt beim Kabel kaum eine Rolle. Dafür teilen sich mehrere Nutzer einen Strang, was laut Vodafone „in seltenen Fällen“ Geschwindigkeit kostet.
Bei DSL betreibt oft die Telekom die Leitung, auch wenn ein anderer Anbieter den Vertrag hält: Die Wettbewerber vermarkteten Ende 2025 rund 9,5 Millionen DSL-Anschlüsse, nach der Bundesnetzagentur „zumeist auf Basis spezifischer Vorleistungsprodukte der Deutschen Telekom oder alternativer Carrier“. Vodafone schreibt in seiner DSL-Leistungsbeschreibung, Vorleistungen würden „teilweise durch einen Vorlieferanten bereitgestellt“. Im Kabelnetz verkauft Vodafone die Red-Business-Tarife in den eigenen Ausbaugebieten; auch o2 bietet Geschäftskunden Kabeltarife an. Bei DSL unterscheiden sich die Anbieter deshalb weniger in der Leitung als im Vertrag. Bei Kabel ist die erste Frage, ob das Gebäude im Kabelgebiet liegt.
| Tarif | Leitung und Stufen | Upload bis zu | Entstörfrist | Feste IP | Telefonie |
|---|---|---|---|---|---|
| Telekom Business DSL Start / Pro | DSL bis 250 Mbit/s | 40 Mbit/s | 8 Stunden („sichern wir Ihnen zu“) | Pro: enthalten; Start: nein | 2 Sprachkanäle, 3 Rufnummern |
| Vodafone Red Business Internet Cable | Kabel 150 bis 1.000 Mbit/s | 75 Mbit/s | in der Regel 8 Stunden, Mo–Fr 8–20 und Sa 8–16 Uhr | ab 600 Mbit/s enthalten, darunter Option | 4 Leitungen (150er-Stufe: 2), bis zu 10 Rufnummern |
| Vodafone Business-DSL | DSL 16 bis 250 Mbit/s | 40 Mbit/s | in der Regel 12 Stunden (Mo–Sa 6–20 Uhr), gegen Aufpreis 8 Stunden rund um die Uhr | Option, eine je Anschluss | Komfort-Anschluss Plus: 4 Sprachkanäle, bis zu 10 Rufnummern |
| o2 Business DSL F2 / F3 | DSL 50, 100, 250 Mbit/s | 40 Mbit/s (Basic 250) | F2: 8 Stunden; F3: 24 Stunden | F2: 8 statische IPv4-Adressen; F3: eine | F2: bis 120 Sprachkanäle; F3: bis 2 |
| o2 Business Cable F3 | Kabel 50 bis 1.000 Mbit/s | 50 Mbit/s (Basic Cable 1000) | 24 Stunden | öffentliche IPv4-Adressen als Leistung genannt | bis 2 Sprachkanäle |
| 1&1 DSL Business | DSL 50, 100, 250 Mbit/s | 20 bis 40 Mbit/s | „innerhalb von maximal 8 Stunden“ | über einen kostenlos freischaltbaren virtuellen Server | Festnetz-Flat; Option mit zehn Rufnummern |
| Quellen: Telekom Business-DSL-Tarifseite und Tarifvergleich; Vodafone Leistungsbeschreibung und Preisliste Red Business Internet & Phone Cable (gültig ab 27.08.2026), Leistungsbeschreibung Business Internet DSL (03/2025) und DSL-Tarifseite; o2 DSL- und Kabel-Tarifseiten und Produktinformationsblätter; 1&1 Geschäftskundenseite DSL – alle geprüft am 04.10.2026. | |||||
Was der Vertrag zusagt: Bandbreite bei DSL und Kabel
Die Zahl auf der Tarifseite ist ein Höchstwert. Worauf sich ein Unternehmen berufen kann, steht in der Leistungsbeschreibung oder im Produktinformationsblatt: neben dem Maximum der Wert, der normalerweise ankommt, und das Minimum. Bei DSL und Kabel liegen diese drei Werte weiter auseinander als bei Glasfaser.
| Anschluss | Maximal | Normalerweise | Minimal |
|---|---|---|---|
| Vodafone Business Internet DSL 100 | 100 / 40 | 87 / 37 | 54 / 20 |
| Vodafone Business Internet DSL 250 | 250 / 40 | 210 / 37 | 175 / 20 |
| o2 Business All-IP Basic 250 (DSL) | 250 / 40 | 200 / 33,4 | 175 / 20 |
| Vodafone Red Business Cable 300 | 300 / 75 | 270 / 50 | 180 / 20 |
| Vodafone Red Business Cable 1000 | 1.000 / 75 | 850 / 50 | 600 / 20 |
| o2 Business All-IP Basic Cable 1000 | 1.000 / 50 | 800 / 35 | 400 / 15 |
| Quellen: Vodafone Leistungsbeschreibung Business Internet DSL (Stand 03/2025); Vodafone Leistungsbeschreibung und Preisliste Red Business Internet & Phone Cable (Stand August 2026, gültig ab 27.08.2026); o2 Produktinformationsblätter All-IP Basic 250 (Vermarktung seit 12.09.2023) und All-IP Basic Cable 1000 (seit 31.07.2024) – abgerufen am 04.10.2026. | |||
Beim Download liegt Kabel klar vorn: Schon das Minimum der 300er-Kabelstufe übertrifft, was DSL 100 normalerweise liefert. Beim Upload schrumpft der Abstand. Vodafone sagt in beiden Netzen mindestens 20 Mbit/s zu, normalerweise sind es im Kabel 50 und bei DSL 37. Wer vor allem Daten sendet, also Backups, Videodateien oder Telefonie über das Netz, gewinnt mit Kabel weniger, als das Werbepaar 75 gegen 40 verspricht. Für solche Betriebe lohnt der Blick auf Business-Glasfaser: Bei der 1000er-Stufe von Vodafone und o2 bleibt der Upload auch im Minimum bei 500 Mbit/s.
DSL hat eine Eigenheit, die im Vertrag steht: Lässt die Leitung die bestellte Stufe nicht zu, schaltet Vodafone eine Rückfall-Bandbreite, aus DSL 250 wird dann ein Anschluss mit höchstens 175 Mbit/s. In der Preisliste stehen beide unter demselben Monatspreis. Wer an einer Adresse mit langer Leitung bestellt, fragt deshalb vorher nach der Stufe, die tatsächlich geschaltet wird.
Wie nah die Praxis an die Zusagen kommt, misst die Bundesnetzagentur mit ihrer Breitbandmessung. Im Berichtsjahr 2024/2025 erreichten in Städten 62,7 Prozent der Nutzer mindestens 90 Prozent der vermarkteten Geschwindigkeit, in halbstädtischen Gebieten 60,8 und auf dem Land 59,4 Prozent. Ein Unternehmen kann daraus keine Minderung ableiten, denn § 57 Absatz 4 TKG gibt dieses Recht nur Verbrauchern. Für den Betrieb ist deshalb die Minimalspalte die eigentliche Zusage.
Welche Stufe ein kleiner Betrieb braucht
Die Anbieter geben selbst Anhaltspunkte. o2 schreibt zu seinen DSL-Tarifen, für grundlegende Büroanwendungen könne eine geringere Bandbreite reichen; nutzten mehrere Personen gleichzeitig Cloud-Dienste, führten Videokonferenzen oder übertrügen größere Dateien, sei ein Tarif mit 100 oder 250 Mbit/s sinnvoll. 1&1 nennt seine 50er-Stufe passend für Betriebe, die regelmäßig Dokumente in die Cloud laden, und die 250er-Stufe für Videokonferenzen in HD-Qualität.
Zwei Grenzen stehen nicht in der Bandbreite, sondern im Kleingedruckten. Die erste ist die Zahl der Geräte: Vodafone sichert im Kabelnetz einen störungsfreien Zugang innerhalb der vereinbarten Verfügbarkeit nur für höchstens 20 gleichzeitig genutzte Endgeräte zu. Wer mehr Laptops, Telefone, Drucker und Kassen im Netz hat, klärt das vor dem Vertrag. Die zweite ist die Telefonie, denn wie viele Gespräche parallel laufen, legt der Tarif fest: Die Telekom nennt für Business DSL zwei Sprachkanäle, Vodafone im Kabel vier, o2 in den F2-Tarifen bis zu 120 und in F3 bis zu zwei. Für eine eigene Telefonanlage am DSL-Anschluss nennt Vodafone, wie viele Kanäle die Leitung mit Sprachpriorisierung trägt: 8 bei DSL 16, 30 bei DSL 50 und 40 ab DSL 100 (Codec G.711).
Unter allen Tarifen liegt ein gesetzlicher Boden. Gibt es an einem Geschäftsort keine ausreichende Versorgung und stellt kein Anbieter eine in Aussicht, kann sich ein Unternehmen an die Bundesnetzagentur wenden; die Mindestversorgung umfasst 15 Mbit/s im Download, 5 im Upload und höchstens 150 Millisekunden Latenz (§ 2 TK-Mindestversorgungsverordnung). Die Technik ist dabei offen, es kann auch Mobilfunk oder Satellit sein.
Verfügbarkeit, Schaltung und Router
Ob DSL, Kabel oder beides anliegt, zeigt die Adressprüfung jedes Anbieters getrennt; o2 meldet dabei neben DSL und Kabel auch Glasfaser, mobiles Festnetz und Richtfunk. Vodafone bezeichnet DSL auf seiner Technikseite als flächendeckend verfügbar, auch auf dem Land, Kabel als hoch verfügbar in Städten und Ballungszentren. Die DSL-Leistungsbeschreibung schränkt ein, dass ein Anschluss in Einzelfällen nicht geschaltet werden kann, etwa wenn der Weg zum nächsten Hauptverteiler zu lang ist. Beim Kabel kommt die Hausverteilung dazu: Die Red-Business-Tarife setzen ein modernisiertes Hausnetz voraus.
Für Mieter steckt in der DSL-Leistungsbeschreibung ein praktischer Punkt. Die Hausverkabelung vom Übergabepunkt bis zur Telefondose in den eigenen Räumen muss der Kunde stellen und funktionsfähig halten. Wer ein Büro anmietet, klärt also mit dem Vermieter, wo die Leitung ins Haus kommt und ob die Dose angeschlossen ist.
Beim Tempo liegt Kabel vorn. Vodafone schickt den Router, den der Kunde selbst anschließt; ein Techniker kommt normalerweise nicht, angeschlossen sei der Betrieb „in nur wenigen Tagen“. Einen DSL-Anschluss bereitet ein Technik-Team vor: Vodafone nennt etwa 15 Werktage Vorlauf und in der Leistungsbeschreibung drei bis sechs Wochen nach Auftrag, geschaltet wird werktags vormittags.
Den Router darf der Kunde frei wählen. Nach § 73 TKG endet das öffentliche Netz am passiven Netzabschlusspunkt; Anbieter dürfen ein eigenes Gerät nicht ablehnen und müssen die Zugangsdaten bei Vertragsschluss kostenfrei in Textform übergeben. Vodafone nennt zwei Bedingungen: Für DSL über 100 Mbit/s muss ein eigener Router Super-Vectoring beherrschen (VDSL-Standard 35b), und die zugesagten Bandbreiten gelten nur mit dem überlassenen Gerät. Im Kabeltarif gehört eine FRITZ!Box zum Vertrag, die 6690 Pro mit Telefonie und die 6670 ohne. Wer stattdessen die Vodafone Station wählt, telefoniert nur über zwei Leitungen gleichzeitig.
Laufzeit und Tarifwechsel
Die Kabeltarife von Vodafone laufen 24 Monate, danach verlängern sie sich auf unbestimmte Zeit und sind mit einem Monat Frist kündbar. Die Neukundenpreise gelten nur, wenn an der Lieferadresse in den drei Monaten davor kein Vodafone-Anschluss bestand, und jeder Tarifwechsel startet neue 24 Monate. Bei DSL ist das Aufstocken der Bandbreite bei Vodafone kostenlos und beginnt ebenfalls eine neue Mindestlaufzeit. Die Telekom bietet mit Business Vario DSL mit einem Monat Laufzeit an, o2 bindet im Festnetz wahlweise 24 bis 60 Monate, und 1&1 lässt Geschäftskunden den Anschluss 30 Tage testen. Welche Rechte ein Kleinstunternehmen nach dem Telekommunikationsgesetz bei Laufzeit und Umzug behält, steht im Abschnitt Mindestlaufzeit, Kündigung, Umzug.
Vorteile und Nachteile von DSL und Kabel im Geschäftskundentarif
- Kabel: bis 1.000 Mbit/s im Download, meist in wenigen Tagen geschaltet
- Kabel bei Vodafone: feste IP-Adresse ab 600 Mbit/s und vier Telefonleitungen im Tarif
- DSL: fast überall verfügbar, auch auf dem Land, über die vorhandene Telefonleitung
- DSL: große Anbieterauswahl, Entstörfrist von acht Stunden bei Telekom, 1&1 und o2 F2
- Router frei wählbar, Zugangsdaten nach § 73 TKG kostenfrei
- Telekom Business Vario: DSL mit einem Monat Laufzeit für die Startphase
- Upload je nach Stufe höchstens 20 bis 75 Mbit/s; im Minimum sagen Vodafone und o2 15 bis 20 zu
- DSL: Geschwindigkeit hängt an der Leitungslänge, Rückfall-Bandbreite möglich
- Kabel: nur im Kabelgebiet und mit modernisiertem Hausnetz; der Strang wird geteilt
- DSL-Schaltung dauert Wochen, bei Mietflächen hängt sie auch an der Hausverkabelung
- Entstörfristen nur „in der Regel“; o2-Einstiegstarife und o2 Cable mit 24 Stunden
- Kein Minderungsrecht für Unternehmen bei zu langsamer Leitung
DSL oder Kabel: was zu welchem Betrieb passt
| Situation | Worauf es ankommt | Wo es steht |
|---|---|---|
| Büro in der Stadt, Kabel im Haus, viele Downloads | Kabelstufe nach Bedarf; feste IP ab der 600er-Stufe inklusive | Vodafone Business Internet |
| Ländlicher Standort, nur DSL | höchste schaltbare Stufe erfragen; bei schwacher Leitung DSL mit 5G bündeln (Telekom Hybrid) | Verfügbarkeit |
| Telefonanlage mit mehreren Gesprächen | Sprachkanäle im Tarif, nicht die Bandbreite | Bedarf |
| Backups, Videoproduktion, viel Upload | Minimalwert im Upload; Glasfaser prüfen | Business-Glasfaser |
| Eröffnung in zwei Wochen | Kabel, wenn vorhanden; sonst Mobilfunk-Router überbrückend | Schaltung |
| Server, VPN oder Kasse mit Fernzugriff | feste IP: Telekom Pro, Vodafone Kabel ab 600, o2 F2/F3; 1&1 über virtuellen Server | Anbieter |
| Solo im Homeoffice, nur Cloud und E-Mail | prüfen, ob der Privatanschluss reicht | Homeoffice oder Büro |
| Die Zuordnung folgt den Leistungsbeschreibungen, Preislisten und Tarifseiten der Anbieter und dem Telekommunikationsgesetz; sie ersetzt nicht die Verfügbarkeitsprüfung an der Adresse. | ||
Häufig gestellte Fragen – FAQ
Business-DSL ist ein DSL-Anschluss über die Telefonleitung, abgeschlossen als Geschäftskundenvertrag; technisch läuft er oft über das Netz der Telekom, auch bei anderen Anbietern. Was ihn vom Privatanschluss unterscheidet, steht im Vertrag: eine zugesagte Entstörfrist – acht Stunden bei Telekom, 1&1 und in den o2-Tarifen F2, zwölf im Standard von Vodafone –, je nach Tarif eine feste IP-Adresse und mehrere Sprachkanäle für gleichzeitige Gespräche. Die Preise stehen netto. Dafür fehlen Verbraucherrechte wie die Minderung bei zu langsamer Leitung nach § 57 Absatz 4 TKG. Was die vier Anbieter im Einzelnen zusagen, zeigt der Abschnitt Was Business-Tarife zusagen im Business Internet Vergleich.
Der Preis setzt sich aus mehreren Teilen zusammen. Monatlich fällt ein Grundpreis an, der mit der Bandbreite steigt: Telekom und Vodafone werben für die ersten Monate mit einem Aktionspreis, danach gilt der reguläre Monatspreis; 1&1 nennt einen dauerhaften Preis, o2 einen Listenpreis, der ab 36 Monaten Laufzeit niedriger ist als bei 24. Einmalig kommt meist ein Bereitstellungs- oder Einrichtungspreis hinzu, bei Vodafone auch der Versand der Hardware. Feste IP-Adresse, schnellere Entstörung, Ausfallschutz über Mobilfunk oder ein stärkerer Router kosten je nach Anbieter extra. Alle Geschäftskundenpreise stehen netto – wer als Kleinunternehmer keine Vorsteuer abzieht, rechnet 19 Prozent Umsatzsteuer dazu. Die aktuellen Monatspreise zeigt der Vergleich oben (Stand: 04.10.2026).
Beim Download in der Regel ja: Im Kabelnetz sind bis zu 1.000 Mbit/s buchbar, über VDSL mit Vectoring höchstens 250, und die 300er-Kabelstufe von Vodafone sagt im Minimum 180 Mbit/s zu – mehr als der Normalwert von DSL 100. Im Upload ist der Abstand kleiner: Vodafone nennt für Kabel mindestens 20 Mbit/s und für DSL 100 und 250 ebenfalls 20 (Leistungsbeschreibungen, Stand 03/2025 und August 2026). Kabel ist meist schneller geschaltet, DSL dafür an fast jeder Adresse verfügbar. Welche Leitung anliegt, zeigt die Verfügbarkeitsprüfung – sie entscheidet vor jedem Tarifvergleich.
Verbindlich ist das Minimum aus Leistungsbeschreibung oder Produktinformationsblatt, nicht die Werbezahl. Vodafone nennt für Red Business Cable 75 Mbit/s maximal, 50 normalerweise und 20 minimal, für Business Internet DSL 100 und 250 jeweils 40, 37 und 20 Mbit/s. o2 sagt beim Kabelanschluss Basic Cable 1000 mindestens 15 und beim DSL-Anschluss Basic 250 mindestens 20 Mbit/s zu (Stand der Dokumente: Vodafone 03/2025 und August 2026, o2 12.09.2023 und 31.07.2024). Wer viel hochlädt, prüft Glasfaser: Für Glasfaser 1000 sagen Vodafone und o2 auch als Minimum 500 Mbit/s im Upload zu.
Ja. Das Telekommunikationsgesetz lässt das öffentliche Netz nach § 73 an einem passiven Abschlusspunkt enden; ein geeignetes eigenes Gerät darf der Anbieter nicht ablehnen, und die Zugangsdaten muss er bei Vertragsschluss unaufgefordert und kostenfrei in Textform mitteilen. Vodafone knüpft zwei Bedingungen daran: Bei DSL über 100 Mbit/s muss der Router Super-Vectoring (VDSL-Standard 35b) beherrschen, und die Bandbreitenwerte der Leistungsbeschreibung beziehen sich nur auf Vodafones eigenes Gerät. Feste IP und Telefonie richtet man am eigenen Router selbst ein; Mobile Backup im Vodafone-Kabelnetz läuft nur über die FRITZ!Box 6690 Pro oder 6670.
Die Kupferleitung setzt die Grenze: Vodafone errechnet die erreichbare Geschwindigkeit aus der Dämpfung, also aus Länge und Durchmesser der Leitung bis zum nächsten Hauptverteiler. Reicht sie für die bestellte Stufe nicht, wird eine Rückfall-Bandbreite geschaltet, bei DSL 250 höchstens 175 Mbit/s – in der Preisliste unter demselben Monatspreis. Für den laufenden Betrieb nennt die Leistungsbeschreibung (Stand 03/2025) bei DSL 250 normalerweise 210 und mindestens 175 Mbit/s. Ein Minderungsrecht nach § 57 Absatz 4 TKG haben nur Verbraucher; ein Unternehmen beruft sich auf die Vertragswerte und hält Abweichungen fest, etwa mit der Breitbandmessung der Bundesnetzagentur.
So viele, wie der Tarif Sprachkanäle hat – die Bandbreite allein entscheidet das nicht. Business DSL der Telekom bringt zwei Sprachkanäle und drei Rufnummern mit, der Vodafone-Kabeltarif mit Telefonie vier Leitungen und bis zu zehn Rufnummern (in der 150er-Stufe und mit der Vodafone Station zwei Leitungen), die F2-Tarife von o2 kommen auf bis zu 120 Kanäle, die F3-Tarife auf zwei (Stand: 04.10.2026). Für eine eigene Telefonanlage am Vodafone-DSL-Anschluss mit Sprachpriorisierung gibt die Leistungsbeschreibung die Obergrenze je Bandbreite an: 8 Gespräche bei 16 Mbit/s, 30 bei 50 und 40 ab 100 Mbit/s (Codec G.711).
Es gibt drei Auswege. Die Telekom bündelt mit Business Hybrid eine DSL-Leitung bis 100 Mbit/s mit 5G bis 300 Mbit/s im Download, gedacht für ländliche Standorte. o2 macht Mobilfunk mit dem Mobilen Festnetz zum Hauptanschluss, bis 300 Mbit/s im Download und mit festen IP-Adressen; Vodafone bietet mit dem GigaCube Business einen Mobilfunk-Router an. Ist an der Adresse gar nichts Brauchbares zu bekommen, greift das Recht auf Mindestversorgung, das auch für den Geschäftsort gilt: Meldet sich kein Anbieter, kann die Bundesnetzagentur Unternehmen verpflichten, mindestens 15 Mbit/s herunter, 5 Mbit/s hoch und eine Latenz bis 150 Millisekunden bereitzustellen – per Leitung, Funk oder Satellit.
Quellen und Rechtsgrundlagen (Stand: 04.10.2026)
Gesetze (gesetze-im-internet.de, abgerufen am 24.09.2026): § 57 TKG (Minderung nur für Verbraucher) · § 73 TKG (Netzabschlusspunkt, Routerfreiheit) · § 2 TK-Mindestversorgungsverordnung (Mindestversorgung).
Bundesnetzagentur (abgerufen am 24.09.2026): Jahresbericht Telekommunikation 2025 (PDF, Stichtag 31.12.2025; DSL-, VDSL- und Kabelanschlüsse, Vorleistungen) · Breitbandmessung Jahresbericht 2024/2025 (PDF) · Mindestversorgung (Anspruch auch für den Geschäftsort).
Vodafone (abgerufen am 04.10.2026): Preisliste und Leistungsbeschreibung Red Business Internet & Phone Cable (Stand August 2026, gültig ab 27.08.2026) · Leistungsbeschreibung Business Internet DSL (Stand 03/2025) · Preisliste Business Internet DSL (Stand 06/2025; Nettopreise, Einrichtungspreis, Router, Zusatzoptionen) · Kabel-Tarife · DSL-Tarife (Aktionspreis der ersten Monate, Einrichtungspreis) · Technikvergleich · GigaCube Business.
o2 (abgerufen am 04.10.2026): DSL-Tarife für Geschäftskunden · Kabel-Tarife für Geschäftskunden · Produktinformationsblätter All-IP Basic 250 (Vermarktung seit 12.09.2023; Listenpreis nach Laufzeit) und All-IP Basic Cable 1000 (seit 31.07.2024) · Mobiles Festnetz · All-IP-Preise (abgerufen am 24.09.2026; Preise zuzüglich Umsatzsteuer).
Telekom und 1&1 (abgerufen am 24.09.2026, am 04.10.2026 unverändert): Telekom Business DSL (Aktionspreis der ersten Monate, netto) · Business Vario (einmalige Bereitstellung) · Business Hybrid · Tarifvergleich · 1&1 DSL Business (dauerhafter Monatspreis zuzüglich Umsatzsteuer, Bereitstellungspreis) – sowie unsere eigene Produktdatenbank.