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Der erste Firmenhandy-Vertrag: worauf Gründer achten
Business-Handyvertrag: Tarife im Vergleich
Der Vergleich zeigt Tariffamilien vom Business-Vertrag über Privattarife bis Prepaid; mit dem Schnellfilter „Business“ bleiben nur die Geschäftskundentarife stehen. Netz, Datenvolumen und Preis lassen sich über die weiteren Filter eingrenzen.
23,99 € in den ersten 24 Monaten, danach 29,99 €
31,99 € in den ersten 24 Monaten, danach 39,99 €
37,49 € in den ersten 24 Monaten, danach 49,99 €
44,99 € in den ersten 24 Monaten, danach 59,99 €
59,99 € in den ersten 24 Monaten, danach 79,99 €
0 € je 28 Tage
4,99 € je 28 Tage
9,99 € je 28 Tage
14,99 € je 28 Tage
19,99 € je 28 Tage
79,99 € je 28 Tage
4,95 € je 28 Tage
9,95 € je 28 Tage
14,95 € je 28 Tage
19,95 € je 28 Tage
99,95 € je 28 Tage
5 € je 28 Tage
7 € je 28 Tage
10 € je 28 Tage
12 € je 28 Tage
16 € je 28 Tage
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- Der Privatvertrag darf weiterlaufen. Ein Business-Vertrag lohnt sich, sobald eine zweite Rufnummer, Zusatzkarten für Geräte oder Mitarbeiter, Roaming in der Schweiz und Großbritannien oder ein fester Ansprechpartner gebraucht werden – und er setzt einen Nachweis wie Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug oder Umsatzsteuer-ID voraus.
- Geschäftskundenpreise sind Nettopreise. Kleinunternehmer ohne Vorsteuerabzug rechnen die Umsatzsteuer dazu.
- Gründer sind Kleinstunternehmen: Die 24-Monats-Grenze und die Störungsentschädigung des Telekommunikationsgesetzes gelten für sie, sofern der Vertrag keinen Verzicht enthält; die Monatsfrist nach der Verlängerung und die kostenlose Rufnummernmitnahme gelten für jedes Unternehmen.
- Geschäftlich und privat trennen geht ohne zweites Handy: zweite Rufnummer (1&1 kostenlos), Dual-SIM mit eSIM oder eine Mehrfach-SIM für Tablet und Uhr.
- Vertrag und Firmenhandy sind Betriebsausgaben; Geräte bis 800 Euro netto können sofort abgesetzt werden, teurere über fünf Jahre.
Für diesen Vergleich habe ich die Geschäftskundenseiten, Produktinformationsblätter und InfoDoks von Telekom, Vodafone, o2 und 1&1 gelesen (Stand: 04.10.2026) und das Telekommunikationsgesetz auf die Frage hin nachgeschlagen, welche Rechte ein Gründerbetrieb behält, wenn er vom Privat- in den Geschäftskundenvertrag wechselt. Die Tarife stehen im Vergleich oben; der Text nennt Regeln und Mechaniken, keine Monatspreise.
Privatvertrag behalten oder Business-Vertrag abschließen?
Die Grundleistung ist identisch: Allnet-Flat, SMS-Flat, Datenpaket oder unbegrenztes Volumen, 5G, EU-Roaming. Der Privatvertrag hat dabei Rechte, die der Geschäftskundenvertrag nicht hat: Verbraucher dürfen bei nachgewiesen zu geringer Geschwindigkeit mindern oder außerordentlich kündigen (§ 57 Absatz 4 TKG), sie bekommen einen Kündigungsbutton (§ 312k BGB), und für ihre Verträge gilt das Klauselverbot für Laufzeiten über zwei Jahre (§ 309 Nr. 9 BGB). Nichts davon hindert daran, den Privatvertrag betrieblich zu nutzen und den betrieblichen Anteil abzusetzen.
Der Geschäftskundenvertrag bringt dafür Leistungen mit, die es privat nicht gibt – und die sind bei den vier Netzbetreibern verschieden verteilt:
- Telekom Business Mobil: MultiSIM (dieselbe Nummer auf bis zu acht Geräten) je nach Stufe kostenfrei, Teamkarten mit Rabatt, Roaming in Schweiz und Großbritannien in allen Stufen, jede Stufe auch ohne Laufzeit buchbar.
- Vodafone Business Prime: OneNumber (Mehrfach-SIM, auch als eSIM), Datenvolumen bis zu 24 Monate ansparen (GigaDepot), Europa-Flat für Telefonie und SMS, fester telefonischer Ansprechpartner („Personal Agent“) für Selbstständige und kleine Firmen. Für Selbstständige, die selten ins Ausland telefonieren, führt Vodafone daneben die „Vodafone Mobil“-Tarife für Selbständige ohne diese Extras.
- o2 Business Mobile und Business Match: Multicard (bis zu fünf Geräte), Roaming in der „EU+ Zone“ mit Schweiz, Großbritannien, Norwegen, Island und Liechtenstein, Laufzeit wahlweise 12, 24 oder 36 Monate, Business Match mit Abrechnung nach tatsächlich verbrauchtem Datenband, Sofortwechsel-Option bei laufendem Altvertrag.
- 1&1 Business: kostenlose zweite Rufnummer auf derselben SIM, Nachbuchen von Datenvolumen ohne Aufpreis in den Tarifen mit „GB+“, Austauschservice mit neuem Gerät binnen 24 Stunden, 30 Tage Kündigungsrecht nach Abschluss.
Den Geschäftskundenvertrag bekommt, wer die Tätigkeit belegt. 1&1 nennt Gewerbeschein oder Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer – ein Dokument genügt; Freiberufler weisen sich in der Regel über die Steuernummer oder die Umsatzsteuer-ID aus. Eine Ausweisprüfung vor der Freischaltung schreibt das Gesetz nur für Prepaid-Karten vor (§ 172 Absatz 2 TKG). Läuft der Vertrag auf eine GmbH oder UG, ist der Handelsregisterauszug der vorgesehene Nachweis – wer vor der Eintragung bestellt, bestellt als Person und muss den Vertrag später übertragen lassen.
Geschäftskundenseiten zeigen Nettopreise, weil die Preisangabenverordnung den Bruttogesamtpreis nur bei Angeboten an Verbraucher verlangt. Wer zum Vorsteuerabzug berechtigt ist, zieht die Umsatzsteuer der Rechnung ab (§ 15 UStG); Kleinunternehmer rechnen sie dazu und vergleichen brutto mit dem Privattarif – Details auf der Seite zur Kleinunternehmerregelung.
Geschäftlich und privat trennen: zweite Rufnummer, Dual-SIM, Mehrfach-SIM
Die erste Entscheidung nach der Gründung ist selten der Tarif, sondern die Nummer: Soll die private Handynummer auf der Website, in der Signatur und beim Finanzamt stehen? Drei Wege vermeiden das ohne zweites Gerät.
- Zweite Rufnummer auf derselben SIM. 1&1 gibt Geschäftskunden eine zweite Rufnummer kostenlos dazu; Anrufe und SMS laufen getrennt, das Gerät bleibt eines. Vodafone bietet in den Business-Prime-Tarifen die Option „My Office Number“, mit der beim Anruf die Büronummer angezeigt wird.
- Dual-SIM mit eSIM. Ein eSIM-fähiges Smartphone speichert mehrere Profile und nutzt zwei gleichzeitig – der Privatvertrag bleibt auf der Plastikkarte, der Business-Vertrag kommt als eSIM dazu. Alle vier Netzbetreiber liefern ihre Tarife als eSIM; die Aktivierung läuft per QR-Code, Aktivierungscode oder direkt auf das Gerät.
- Mehrfach-SIM für Zweitgeräte. Dieselbe Nummer und dasselbe Volumen auf Tablet, Laptop oder Smartwatch: Telekom MultiSIM (bis zu sieben weitere Karten), Vodafone OneNumber (auch als eSIM), o2 Multicard (bis zu fünf Geräte). Je nach Tarifstufe sind bis zu drei dieser Karten enthalten, weitere kosten extra – bei Vodafone ab 3,95 Euro netto je SIM, bei o2 eine einmalige Anschlussgebühr je Karte.
Vom Solo-Vertrag zum Team: Zusatzkarten statt Rahmenvertrag
Sobald die erste Mitarbeiterin ein Firmenhandy braucht, stellt sich die Frage nach dem Rahmenvertrag. Eine Mindestkartenzahl dafür veröffentlicht keiner der vier Netzbetreiber; für kleine Teams ist der Standardweg die Teamkarte am eigenen Vertrag: eine eigene Rufnummer und ein eigenes Datenvolumen je Mitarbeiter, eine Rechnung.
| Anbieter | Eigene Nummer je Mitarbeiter | Rabatt | Größere Flotten |
|---|---|---|---|
| Telekom | bis zu 5 Teamkarten („Business Cards“) zur Hauptkarte, „exklusiv für kleine Unternehmen“ | 50 % auf die erste, 70 % ab der zweiten Teamkarte | Rahmenvertrag auf Anfrage |
| Vodafone | bis zu 10 Team Cards zum Business-Prime-Vertrag | Team Cards ab einem eigenen, niedrigeren Preis | Preisliste für Rahmenvertragskunden; Angebot auf Anfrage |
| o2 | Einzelverträge; Business Match verteilt das Volumen nach Verbrauch | Listenpreis „im Neukunden-Rahmenvertrag“ schon ab einer Karte | Rahmenvertrag, Rollout- und Wechselservices |
| 1&1 | Einzelverträge mit Service-Paket; Concierge-Service für Wechsel und Portierung der Mitarbeiter | – | – |
| Legende: – = auf den gesicherten Geschäftskundenseiten nicht ausgewiesen. Quellen: Telekom Business Cards und Business Mobil, Vodafone Business-Prime-Seiten und InfoDok 4235, o2 Produktinformationsblätter Business Mobile (Stand 09/2026), 1&1 All-Net-Flat Business – geprüft am 04.10.2026. | |||
Ab etwa sechs Karten beginnt das Angebot auf Anfrage, mit Konditionen, die der Anbieter nicht veröffentlicht. Wer so weit ist, hält die Verhandlungspunkte schriftlich fest: Laufzeit je Karte, Regeln für Hinzufügen und Abmelden, Kündigungsfrist nach der Mindestlaufzeit. Für Solo-Selbstständige, die nur ihren eigenen Vertrag brauchen, steht die Auswahl auf der Seite Handytarife für Selbstständige.
Laufzeit und Kündigung: Was ein Kleinstunternehmen behält
Das Telekommunikationsgesetz schützt Verbraucher, und es erstreckt einen Teil des Schutzes auf Kleinstunternehmen, kleine Unternehmen und Organisationen ohne Gewinnerzielungsabsicht – nach der EU-Definition Betriebe mit weniger als zehn beziehungsweise fünfzig Beschäftigten (§ 71 Absatz 3 TKG). Dazu gehören die anfängliche Laufzeit von höchstens 24 Monaten mit der Pflicht, auch zwölf Monate anzubieten (§ 56 Absatz 1), die Entschädigung bei Störungen (§ 58) und der Schutz vor Sperren wegen kleiner Rückstände (§ 61). Die Einschränkung steht im selben Satz: „es sei denn, diese haben ausdrücklich dem Verzicht der Anwendung dieser Bestimmungen zugestimmt“. Eine Verzichtsklausel in den Geschäftskundenbedingungen ist deshalb vor der Unterschrift zu suchen.
Für jedes Unternehmen gilt unabhängig davon: Hat sich der Vertrag stillschweigend verlängert, lässt er sich jederzeit mit einem Monat Frist kündigen – und der Anbieter muss rechtzeitig vor der Verlängerung darauf hinweisen (§ 56 Absatz 3). Ändert der Anbieter den Vertrag einseitig, darf der Kunde innerhalb von drei Monaten fristlos kündigen (§ 57 Absatz 1). Die Kündigungsfrist zum Ende der Mindestlaufzeit steht im Vertrag: o2 nennt in den Produktinformationsblättern einen Monat, Vodafone für die Business-Prime-Tarife ebenfalls, für Smart Business Digital und die Datentarife der Red-Business-Data-Reihe drei Monate.
Die Telekom bietet jede Stufe von Business Mobil auch ohne Laufzeit an, ohne Aktionsrabatt und ohne Smartphone. Vodafone hat monatlich kündbare Flex-Tarife. o2 bietet die Business-Mobile-Tarife auch mit zwölf Monaten Laufzeit an und erlässt mit der Sofortwechsel-Option die Grundgebühr bis zu zwölf Monate, wenn der Altvertrag beim anderen Anbieter noch höchstens zwölf Monate läuft. 1&1 erstattet bei Kündigung in den ersten 30 Tagen Bereitstellungspreis und Grundgebühr. Für ein Unternehmen, dessen Standort oder Team sich im ersten Jahr ändert, ist das die wichtigere Zahl als der Rabatt.
Netz am Standort, Reisen ins Ausland
Ob das Netz am Betriebsstandort trägt, zeigt das Mobilfunk-Monitoring der Bundesnetzagentur im Gigabit-Grundbuch: je 100-Meter-Zelle die Versorgung jedes Netzbetreibers mit 2G, 4G, 5G und 5G Standalone, gemessen im Freien, nach Angaben der Betreiber und von der Behörde plausibilisiert. Das 1&1-Netz schaltet in Gebieten ohne eigenen Ausbau automatisch auf das Vodafone-Netz um (National Roaming). Weil das Minderungsrecht bei zu langsamem Netz nur Verbrauchern zusteht, testet ein Betrieb, für den der Empfang entscheidend ist, vor dem Abschluss mit einer Karte ohne Laufzeit.
Für Reisen gilt innerhalb der EU sowie in Island, Liechtenstein und Norwegen der Inlandstarif. Schweiz und Großbritannien sind bei der Telekom in allen Business-Mobil-Stufen, bei Vodafone in der Länderzone 1 („Tarifzone Europa“) und bei o2 in allen Business-Mobile-Tarifen und in Business Match („EU+ Zone“) enthalten; 1&1 nennt für seine Business-Tarife nur die EU. Außerhalb Europas enthalten die Tarife von Telekom und Vodafone monatliche Datenpakete (Telekom 1 GB, in der höchsten Stufe 5 GB und 60 Minuten; Vodafone 1 bis 5 GB für 48 Stunden). Die Bundesnetzagentur weist darauf hin, dass Geschäftskunden mit individuell vereinbarten Tarifen vom regulierten Roaming abweichende Regeln haben können – ein Punkt für den Rahmenvertrag.
Datenvolumen: Was nach dem Kontingent passiert
Wichtiger als die Zahl vor dem GB ist, was der Anbieter mit ungenutztem und aufgebrauchtem Volumen macht. Vodafone überträgt ungenutztes Volumen bis zu 24 Monate lang (GigaDepot Business, in den Stufen M und L inklusive). 1&1 lässt in den Tarifen mit „GB+“ jederzeit weitere Gigabyte kostenlos über die App nachbuchen. o2 Business Match rechnet monatlich das Datenband ab, in dem der Verbrauch lag, mit Deckel und mit festen Limits je Karte auf Wunsch – für ein Team mit sehr ungleichem Verbrauch die passende Mechanik. Bei den Paket-Tarifen von o2 sinkt die Geschwindigkeit nach dem Kontingent auf 32 kbit/s; die Telekom führt ab der Stufe L kein Kontingent mehr. „Unbegrenzt“ hat bei Vodafone Bedingungen: nur für Endkunden mit Geschäftssitz im Inland, im üblichen Umfang, ohne Weitergabe an Dritte; die Geschwindigkeit hängt laut Vodafone vom Standort und von der Zahl der Nutzer in der Funkzelle ab.
Firmenhandy und Vertrag absetzen
Die Grundgebühr, Bereitstellungsentgelte, Zusatzkarten und Optionen eines betrieblich genutzten Vertrags sind Betriebsausgaben; die Umsatzsteuer ist bei Vorsteuerabzugsberechtigung als Vorsteuer abziehbar (§ 15 UStG). Nutzt der Unternehmer den betrieblichen Vertrag auch privat, ist der private Anteil eine Entnahme (§ 4 Absatz 1 EStG); eine gesetzliche Pauschale dafür gibt es für Selbstständige nicht, der Anteil ist zu schätzen. Das Gerät: Ein Smartphone bis 800 Euro netto kann im Anschaffungsjahr voll abgesetzt werden (§ 6 Absatz 2 EStG), teurere Geräte werden abgeschrieben – die AfA-Tabelle des Bundesfinanzministeriums nennt für Mobilfunkendgeräte fünf Jahre. Überlässt der Betrieb einem Angestellten ein Firmenhandy auch zur privaten Nutzung, bleibt der Vorteil nach § 3 Nr. 45 EStG steuerfrei.
Vorteile und Nachteile eines Business-Handyvertrags für Gründer
- Zweite Rufnummer, Mehrfach-SIM und Teamkarten – geschäftlich und privat getrennt, ohne zweites Gerät
- Roaming in Schweiz und Großbritannien bei Telekom, Vodafone und o2 enthalten
- Fester Ansprechpartner (Vodafone), Austauschservice binnen 24 Stunden (1&1), Geschäftskunden-Hotlines
- Nettopreise und Vorsteuerabzug; Vertrag und Gerät sind Betriebsausgaben
- Kleinstunternehmen behalten die 24-Monats-Grenze und die Störungsentschädigung, wenn kein Verzicht vereinbart ist
- Rufnummernmitnahme jederzeit und kostenlos, Wechselregeln des TKG für jedes Unternehmen
- Kein Minderungsrecht bei zu langsamem Netz, kein Kündigungsbutton
- Verzichtsklauseln können die Kleinunternehmerrechte aushebeln
- Kündigungsfristen bis zu drei Monaten in einzelnen Vodafone-Reihen
- Nachweis der Tätigkeit nötig; vor der Eintragung läuft der Vertrag auf die Person
- Kleinunternehmer ohne Vorsteuerabzug zahlen netto plus Umsatzsteuer
- Rahmenvertragskonditionen sind nicht öffentlich und nicht vergleichbar
Welcher Vertrag zu welcher Gründung passt
| Situation | Worauf es ankommt | Wo es steht |
|---|---|---|
| Solo-Selbstständig, Privatvertrag läuft noch | zweite Nummer oder Dual-SIM; Business-Vertrag erst bei Bedarf | Zweite Nummer, Handytarife für Selbstständige |
| Freiberufler mit Tablet und Uhr | Zahl der kostenlosen Mehrfach-SIMs je Stufe | Mehrfach-SIM |
| Erste Mitarbeiter | Teamkarten mit Rabatt am eigenen Vertrag | Team |
| Kunden in der Schweiz, in Großbritannien, außerhalb Europas | Roaming-Zonen und Auslandspakete | Netz und Ausland |
| Standort und Team noch im Fluss | Laufzeit: Telekom ohne Laufzeit, Vodafone Flex, o2 zwölf Monate oder Sofortwechsel, 1&1 30 Tage | Laufzeit |
| Kleinunternehmer ohne Vorsteuerabzug | brutto vergleichen | Kleinunternehmerregelung |
| Firmenhandy kaufen oder im Vertrag finanzieren | 800-Euro-Grenze, Abschreibung, private Nutzung | Firmenhandy absetzen |
| Internet und Telefon am Standort | Business-Anschluss mit Entstörfrist und fester IP | Business Internet Vergleich |
| Die Zuordnung folgt den Anbieterdokumenten und dem Telekommunikationsgesetz; sie ersetzt nicht das Angebot des Anbieters im Einzelfall und keine Steuerberatung. | ||
Häufig gestellte Fragen – FAQ
Nein. Der Privatvertrag darf betrieblich genutzt werden; der betriebliche Anteil ist Betriebsausgabe, und der Vertrag behält die Verbraucherrechte – Minderung bei zu langsamem Netz, Kündigungsbutton, Klauselverbot für Laufzeiten über zwei Jahre. Der Geschäftskundenvertrag lohnt sich, sobald eine zweite Rufnummer, Zusatzkarten für Geräte oder Mitarbeiter, Roaming in der Schweiz und Großbritannien oder ein fester Ansprechpartner gebraucht werden. Er setzt einen Nachweis voraus; 1&1 nennt Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug oder Umsatzsteuer-ID (Stand: 04.10.2026).
Auf drei Wegen: 1&1 gibt Geschäftskunden eine kostenlose zweite Rufnummer auf derselben SIM; ein eSIM-fähiges Smartphone nutzt Privat- und Business-Vertrag parallel als Dual-SIM, wobei alle vier Netzbetreiber ihre Tarife als eSIM liefern; und Vodafone zeigt in den Business-Prime-Tarifen mit „My Office Number“ die Büronummer bei ausgehenden Anrufen an. Für Zweitgeräte wie Tablet oder Smartwatch gibt es die Mehrfach-SIM – Telekom MultiSIM, Vodafone OneNumber, o2 Multicard –, die dieselbe Nummer und dasselbe Volumen auf weitere Geräte bringt.
Für ein Kleinstunternehmen (weniger als zehn Beschäftigte) oder kleines Unternehmen (weniger als fünfzig) ja – § 71 Absatz 3 TKG erstreckt die Höchstlaufzeit von 24 Monaten, die Pflicht zum 12-Monats-Angebot und die Störungsentschädigung auf diese Betriebe, „es sei denn, diese haben ausdrücklich dem Verzicht der Anwendung dieser Bestimmungen zugestimmt“. Eine Verzichtsklausel in den Geschäftskundenbedingungen hebt den Schutz auf. Für jedes Unternehmen gilt: Hat sich der Vertrag stillschweigend verlängert, kann es ihn jederzeit mit einem Monat Frist kündigen (§ 56 Absatz 3 TKG).
Bei der Telekom in allen Business-Mobil-Stufen, bei Vodafone in der Länderzone 1 („Tarifzone Europa“) des Global Standard, bei o2 in allen Business-Mobile-Tarifen und in Business Match (die „EU+ Zone“ umfasst ausdrücklich Schweiz, Großbritannien, Norwegen, Island und Liechtenstein). 1&1 nennt für seine Business-Tarife nur die EU. Die EU-Roaming-Verordnung gilt für die EU sowie Island, Liechtenstein und Norwegen; die Bundesnetzagentur weist darauf hin, dass Geschäftskunden mit individuell vereinbarten Tarifen abweichende Regeln haben können (Stand: 04.10.2026).
Eine Mindestkartenzahl veröffentlicht keiner der vier Netzbetreiber. Bis etwa fünf oder sechs Karten sind Zusatzkarten der Standardweg: Telekom-Teamkarten mit 50 Prozent Rabatt auf die erste und 70 Prozent ab der zweiten Karte, bis zu zehn Vodafone Team Cards je Vertrag; o2 weist in den Produktinformationsblättern einen Listenpreis im Neukunden-Rahmenvertrag schon ab einer Karte aus. Darüber beginnt das Angebot auf Anfrage mit nicht veröffentlichten Konditionen – dann gehören Laufzeit und Kündigungsfrist je Karte sowie die Regeln für Hinzufügen und Abmelden schriftlich in den Vertrag.
Ja. Grundgebühr, Bereitstellung, Zusatzkarten und Optionen eines betrieblich genutzten Vertrags sind Betriebsausgaben, die Umsatzsteuer ist bei Vorsteuerabzugsberechtigung als Vorsteuer abziehbar (§ 15 UStG). Ein Smartphone bis 800 Euro netto kann im Anschaffungsjahr voll abgesetzt werden (§ 6 Absatz 2 EStG), teurere Geräte werden nach der AfA-Tabelle des Bundesfinanzministeriums über fünf Jahre abgeschrieben. Der private Anteil der Nutzung durch den Unternehmer ist eine Entnahme (§ 4 Absatz 1 EStG); die private Nutzung eines Firmenhandys durch Angestellte bleibt nach § 3 Nr. 45 EStG steuerfrei.
Quellen und Rechtsgrundlagen (Stand: 04.10.2026)
Gesetze (gesetze-im-internet.de, abgerufen am 24.09.2026): § 56 TKG (Vertragslaufzeit, Kündigung nach Verlängerung) · § 57 TKG (Vertragsänderung, Minderung) · § 58 TKG (Entstörung) · § 59 TKG (Anbieterwechsel, Rufnummernmitnahme) · § 61 TKG (Sperre) · § 71 TKG (Geltung für Kleinst- und kleine Unternehmen) · § 172 TKG (Datenerhebung, Ausweisprüfung) · § 309 BGB und § 310 BGB (Klauselverbote) · § 312k BGB (Kündigungsbutton) · § 1 PAngV · § 3 Nr. 45 EStG (private Nutzung betrieblicher Telekommunikationsgeräte) · § 4 EStG (Entnahmen) · § 6 EStG (geringwertige Wirtschaftsgüter) · § 15 UStG (Vorsteuerabzug) · AfA-Tabelle für allgemein verwendbare Anlagegüter (Bundesfinanzministerium). EU-Definition der Kleinst- und kleinen Unternehmen: Europäische Kommission.
Bundesnetzagentur: Anbieterwechsel und Rufnummernmitnahme · Roaming · Mobilfunkversorgung und Mobilfunk-Monitoring.
Anbieterdokumente (abgerufen am 24.09.2026): Telekom Business Mobil, Business Cards, MultiSIM, Basic Roaming · Vodafone Business Prime, OneNumber, Handytarife für Selbständige (04.10.2026), InfoDok 4615 Vodafone Global Standard (PDF), InfoDok 4235 Red Business Prime (PDF) · o2 Business Mobile (04.10.2026), Business Match (04.10.2026), Multicard, Produktinformationsblätter (04.10.2026; Business Mobile und Match, Stand 09/2026) · 1&1 All-Net-Flat Business, Unlimited Business – sowie unsere eigene Produktdatenbank.
