Transparenz

B2B Broker Accounts

Mit einem B2B Broker Account investieren Unternehmen ihre Rücklagen gezielt in Fonds, Aktien und andere Wertpapiere. Die Lösungen reichen von klassischen Firmendepots bis zu digitalen Multi-Asset-Plattformen. Hier erfahren Sie, bei welchen Anbietern Sie ein Unternehmensdepot eröffnen können und worauf Sie bei den Gebühren, der Regulierung und der Sicherheit achten müssen.
Geschrieben von
Janine El-Saghir
B2B Broker Accounts – Depotkonten für Firmen: Essentials
  • Spezifik: Depotlösungen für Unternehmen, um Wertpapiere professionell zu handeln und Unternehmensreserven anzulegen.
  • Abgrenzung zu privaten Depots: Rechtlich und organisatorisch an die Firma gebunden; Verfügungsrechte nur für eingetragene oder bevollmächtigte Personen.
  • FinTech vs. Broker: FinTechs integrieren Broker Accounts in die Geschäftskonto-App; Banken und spezialisierte Broker bieten breiten Marktzugang und Profi-Tools.
  • Unterstützte Rechtsformen: Meist GmbH/UG/AG; teilweise Personengesellschaften; Freiberufler/Einzelunternehmer primär über FinTech-Geschäftskonten mit Investmentzugang.
  • Sicherheit: Wertpapiere als Sondervermögen; für Barbestände bei Wertpapierfirmen gilt Anlegerentschädigung bis 20.000 €, gesetzliche Einlagensicherung (100.000 €) nur bei Banken; strikte Regulierung.
  • Eignung: Sinnvoll für Firmen mit planbarer Überschussliquidität und einem längerfristigen Anlagehorizont.
  • Risiko-Hinweis: Kursrisiken, Liquiditätsbindung, steuerliche Komplexität – Risikogrenzen und Reporting festlegen.

Notiz der Autorin

Mit über 15 Jahren Erfahrung in der Analyse von Finanzprodukten für Gründer und Unternehmen liegt mein fachlicher Schwerpunkt auf Banking-, Anlage- und Brokerlösungen. Durch Spezialisierung und persönliches Interesse an Kapitalmarktprodukten betrachte ich Depotkonten und Broker-Accounts als zentralen Bestandteil der modernen Unternehmensfinanzplanung. Dieser Leitfaden basiert auf Marktbeobachtung, Anbieterdokumentation und regulatorischen Primärquellen; er ersetzt keine individuelle Steuer- oder Rechtsberatung, sondern bietet eine fundierte Orientierung für die Praxis.

Was sind B2B-Broker-Accounts

B2B Broker Accounts sind Depotlösungen, über die Unternehmen Wertpapiere handeln und verwalten können. Sie dienen dazu, Kapitalreserven professionell anzulegen und Erträge gezielt für den Vermögensaufbau im Unternehmen zu nutzen.

Unterstützte Rechtsformen

Die meisten professionellen Broker akzeptieren Kapitalgesellschaften wie GmbH, UG oder AG sowie teilweise Personengesellschaften.

Freiberufler und Solo-Selbstständige gelten als natürliche Personen und können bei vielen Anbietern kein klassisches Firmendepot eröffnen, jedoch bei manchen FinTechs Geschäftskonten mit integriertem Investmentzugang nutzen. Ob eine bestimmte Rechtsform zugelassen ist, hängt von der internen Compliance des jeweiligen Anbieters ab.

Abgrenzung zu privaten Depots

Im Unterschied zu privaten Wertpapierdepots ist ein Unternehmensdepot rechtlich und organisatorisch an die Firma gebunden.

Verfügungsberechtigt sind nur die im Handelsregister eingetragenen Personen oder von ihnen Bevollmächtigte. Jede Änderung muss dokumentiert und regelmäßig überprüft werden – ein zentraler Grund, warum viele Broker Unternehmensdepots nur eingeschränkt anbieten.

Funktionen und Ziele

Ein B2B-Broker-Account ermöglicht es, überschüssige Liquidität ertragreich anzulegen und langfristig Betriebsvermögen aufzubauen. Im Vordergrund stehen Kapitalerhalt, Zugewinne durch Renditen und die Diversifikation des Anlagevermögens – nicht die kurzfristige Spekulation auf Kursveränderungen.

Je nach Anbieter können Unternehmen in Aktien, ETFs, Anleihen, Fonds, Derivate und andere Wertpapiere sowie zunehmend in Kryptowährungen und sogenannte tokenisierte Assets investieren.

Typische Anlageformen im Überblick
  • Aktien: Beteiligungen an börsennotierten Unternehmen, um Kursgewinne und Dividenden zu erzielen.
  • ETFs: Börsengehandelte Indexfonds, die die Entwicklung eines Aktienindex (z. B. DAX, MSCI World) passiv nachbilden.
  • Fonds: Aktiv gemanagte Investmentfonds, deren Aktien-Portfolio von einem Fondsmanagement gesteuert wird.
  • Anleihen: Laufzeitgebundene und meist festverzinsliche Wertpapiere von Staaten oder Unternehmen
  • Derivate: Finanzinstrumente, die auf den Kurs anderer Anlagen (z. B. Aktien, Indizes oder Rohstoffe) Bezug nehmen.
  • Zertifikate: Strukturierte Produkte, die den Wert eines Basiswerts abbilden und je nach Typ Chancen und Risiken verstärken können.
  • Forex: Handel mit Währungen am Devisenmarkt, häufig zur Diversifikation oder zur Absicherung von Wechselkursrisiken genutzt.
  • Tokenisierte Assets: Blockchainbasierte Abbildungen klassischer Vermögenswerte wie Aktien oder Immobilien.

Warum ein Broker Account für Unternehmen sinnvoll sein kann

Ein Unternehmensdepot ermöglicht, überschüssige Liquidität gezielt und ertragreich zu investieren. Statt Kapital unverzinst auf dem Geschäftskonto liegen zu lassen, kann es über ein Firmendepot in Wertpapiere fließen – mit dem Ziel, langfristig Betriebsvermögen aufzubauen und die Unternehmensfinanzen breiter aufzustellen.

Strategische Kapitalanlage und Liquiditätsmanagement

Ein Depotkonto unterstützt Firmen dabei, längerfristig nicht benötigte Mittel strategisch einzusetzen, ohne dabei die operative Liquidität zu gefährden. Es kann als Teil eines übergeordneten Treasury- oder Cash-Management-Konzepts dienen, in dem Zins- und Kurschancen aktiv genutzt werden.

Nutzung von Marktchancen und Inflationsschutz

Wertpapierinvestitionen bieten langfristig höhere Renditechancen als klassische Tages- oder Festgeldkonten. In Zeiten steigender Inflation kann ein ausgewogenes Anlageportfolio dazu beitragen, den realen Kapitalwert zu erhalten.

Für Unternehmen spielt dabei nicht nur die Streuung innerhalb einzelner Anlageklassen eine Rolle, sondern auch die Diversifikation des für bestimmte Zeiträume nicht benötigten Betriebsvermögens über verschiedene Anlageformen – etwa zwischen Wertpapieren, Firmenfestgeld und kurzfristig verfügbaren Rücklagen auf einem Tagesgeldkonto.

Unternehmen haben unterschiedliche Interessen und Bedürfnisse. Anlageentscheidungen sollten stets zur Risikostruktur, zur Liquiditätsplanung und zum Zeithorizont des Unternehmens passen.

Steuerliche Aspekte

Für Kapitalgesellschaften gelten besondere steuerliche Regelungen. Nach § 8b KStG sind Gewinne aus Beteiligungen an anderen Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen zu 95 % von der Körperschaftsteuer befreit. Auch Veräußerungsgewinne aus Wertpapieren können – je nach Rechtsform und Haltedauer – steuerlich begünstigt sein. Eine Abstimmung mit dem Steuerberater ist hier ratsam, um Optimierungsspielräume korrekt zu nutzen.

Risiken von Wertpapieranlagen für Unternehmen – und wie Sie ihnen begegnen können
  • Langer Anlagehorizont. Wertpapiere sollten über mehrere Jahre gehalten werden, um Marktschwankungen auszugleichen.
  • Breite Streuung. Investitionen auf verschiedene Branchen, Regionen und Risikoklassen verteilen.
  • Klare Risikogrenzen. Nur Kapital investieren, das langfristig entbehrlich ist.
  • Vorsicht bei Hebelprodukten. Auf Derivate, CFDs und andere hochspekulative Produkte möglichst verzichten.
  • Regelmäßige Überprüfung. Portfolio und Risikoprofil mindestens einmal jährlich neu bewerten.

Marktüberblick: Welche B2B Broker Accounts gibt es?

Geschäftliche Broker-Accounts finden Sie heute in unterschiedlichen Marktsegmenten – von klassischen Bankdepots über FinTech-Konten mit integriertem Investmentzugang bis zu spezialisierten Online-Brokern. Globale Trader profitieren auch und gerade im Unternehmenskontext von innovativen Handelsplattformen, die Devisen- und Aktienmärkte weltweit auf einer einheitlichen strategischen Basis abbilden.

Entscheidend für die Suche nach dem passenden Anbieter sind Ihre Anlageziele, die Professionalität, mit der Sie Wertpapiere handeln möchten, sowie die Rechtsform Ihres Unternehmens.

Auch Ihre Erwartungen an die Arbeitsweise Ihres Brokers spielen dabei eine Rolle. Während Banken häufig auf persönliche Betreuung und umfassende Dienstleistungen setzen, ermöglichen FinTechs und Broker einen schnellen, vollständig digitalen Zugang zu Kapitalmärkten.

Banken mit Unternehmensdepots

Filialbanken wie die Deutsche Bank und die Commerzbank bieten Geschäftskunden Depotlösungen an. Ihren Broker Account können Sie oft unabhängig von einem bestehenden Geschäftskonto eröffnen. In der Praxis entscheiden sich die meisten Firmenkunden jedoch dafür, beides bei derselben Bank zu führen.

Die Depotkonten der überregionalen Geschäftsbanken eignen sich vorrangig für größere Kapitalgesellschaften, die persönliche Beratung, Kreditlinien oder Treasury-Dienstleistungen in Anspruch nehmen möchten. Bei Sparkassen und Volksbanken finden auch kleinere Unternehmen eine passende Investmentlösung.

Ein Broker Account bei einer Bank bietet Ihnen weitgehend uneingeschränkten Marktzugang – das Firmendepot dient als Handelsplattform für das Trading mit verschiedenen Arten von Wertpapieren. Die Accounts bieten in der Regel Zugang zu allen nationalen sowie zu mehreren europäischen und internationalen Börsen. Hinsichtlich der Auswahl handelbarer Werte und des Zugangs zu börslichen und außerbörslichen Handelsplätzen kann es je nach Anbieter zu Einschränkungen kommen.

Die Depotführung erfolgt mittels Online-Brokerage über das Webportal des Anbieters oder in mobilen Apps. Anlageentscheidungen werden oft gemeinsam mit einem Berater getroffen, um Trading-Fehler zu vermeiden. Gebühren fallen für Depotführung, Transaktionen und Verwahrung an. die Depotführung bleibt teilweise kostenlos.

Klassische Unternehmensdepots bei einer Bank bieten den Vorteil stabiler Strukturen und breiter Produktangebote, sind jedoch bei der Eröffnung und bei Transaktionen meist aufwendiger und teurer als digitale Alternativen.

Besonders geeignet für: Mittlere und größere Kapitalgesellschaften mit Beratungsbedarf und einer längerfristigen Anlagestrategie.

FinTech-Geschäftskonten mit integriertem Broker Account

FinTechs und Neobanken wie Vivid Money, Revolut und N26 vereinen Banking und Investment auf einer Plattform. Mit ihren Brokerage-Angeboten wenden sie sich an Freiberufler, Solo-Selbstständige und Unternehmen unterschiedlicher Rechtsformen, die unkompliziert und flexibel in Wertpapiere investieren möchten. Die Eröffnung eines Broker Accounts ist nur in Verbindung mit einem Geschäftskonto des jeweiligen Anbieters möglich.

Die primäre Kompetenz dieser Anbieter liegt in der Entwicklung von Innovationen und neuen Technologien im Finanzbereich. Für ihre Investment-Angebote kooperieren sie mit einem externen Netzwerk, nach dem sich die Werte richten, die angeboten werden. Ihre Broker Accounts bieten einen unkomplizierten Einstieg in die Welt des Tradings, jedoch keinen direkten Zugang zu Handelsplätzen.

Das zentrale Tool für die Verwaltung aller Finanzprodukte – Geschäftskonto, Anlagekonten, Broker Accounts, gegebenenfalls auch Versicherungen – sind mobile Apps mit intuitiver Funktionalität. Auch der Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder Kryptowährungen erfolgen direkt in der App oder im Online-Banking.

Die 3 genannten FinTechs und Neobanken sind derzeit die wichtigsten Anbieter von Geschäftskonten mit integriertem Broker Account auf dem deutschen Markt.

Vivid Money

Vivid Money kombiniert Geschäftskonto, Zinskonto und Investmentzugang auf einer gemeinsamen digitalen Plattform. Unternehmen können Gelder zwischen Haupt- und Zinskonten flexibel verschieben und Kapital in verschiedene Anlageklassen investieren – darunter iBonds, Aktien, ETFs, Geldmarktfonds und Kryptowährungen.

Das integrierte Zinskonto ist eine attraktive Option für Firmen, die liquide Mittel sicher parken möchten, ohne in volatile Märkte zu investieren. Neukunden erhalten aktuell 4 % Zinsen für vier Monate, anschließend 2 % p. a. Alternativ können variable Zinsstrategien genutzt werden, die bis zu 5 % p. a. durch die Kombination aus Unternehmensanleihen und kurzfristigen Geldmarktanlagen erzielen.

Außerdem bietet Vivid Money zusammen mit seinem Geschäftskonto ein Crypto-Earn-Konto mit einer jährlichen Rendite von bis zu 8 % an. Anleger haben hier die Wahl zwischen verschiedenen führenden Kryptowährungen und, ebenso wie beim Zinskonto, jederzeit Zugriff auf die angelegten Vermögenswerte.

Besonders geeignet für: Freiberufler, Selbstständige und Unternehmen, die ihre Liquidität aktiv managen und mit moderatem Risiko anlegen möchten.

Was sind iBonds?

iBonds sind börsengehandelte Anleihen-ETFs mit fester Laufzeit. Sie bündeln verschiedene Anleihen und schütten am Laufzeitende Kapital und Zinsen aus. Anders als klassische ETFs sind sie auf ein konkretes Enddatum ausgelegt und eignen sich damit für planbare Unternehmensinvestitionen.

Revolut Business

Revolut bietet Business-Konten mit integriertem Zugang zu Investments in Geldmarkt-Fonds in Euro, USD und GBP sowie zu Termingeschäften zur Absicherung von Währungsrisiken. Beide Handelsmöglichkeiten sind nur in den kostenpflichtigen Kontomodellen verfügbar.

Der Handel mit Aktien und ETFs ist ebenfalls möglich, erfolgt jedoch über ein separates Investmentkonto ohne Anbindung an das Revolut Geschäftskonto und ist daher auch für Nutzer der kostenlosen Revolut Konto-Variante verfügbar.

Geeignet für: International tätige Firmen, Start-ups und Freiberufler mit Fremdwährungsumsätzen oder aktivem Liquiditätsmanagement.

N26 Business

Das N26 Business-Konto ermöglicht in der App den direkten Handel mit rund 4.000 Aktien und ETFs, die Einrichtung automatisierter Wertpapiersparpläne sowie den Kauf und Verkauf von 350 Kryptowährungen. Zusätzlich können sogenannte Sofortfonds genutzt werden – vorgefertigte, breit gestreute Aktienfonds, von denen pro Kunde bis zu 3 verfügbar sind.

Alle Transaktionen erfolgen gebührenfrei innerhalb der App. Damit ist N26 Business eine besonders einfache Lösung für Selbstständige, die Banking, Handel und Sparpläne zentral über das Smartphone steuern möchten.

Geeignet für: Freiberufler und Einzelunternehmer mit Fokus auf unkompliziertem Zugang und einfacher Verwaltung ihrer Investments.

Online-Broker für Geschäftskunden

Für professionelle oder investitionserfahrene Unternehmen sind spezialisierte Online-Broker die erste Wahl. Sie bieten direkten Zugang zu internationalen Märkten, niedrige Transaktionskosten und leistungsfähige digitale Handelsplattformen. Sie decken ein besonders breites Spektrum an Handelsplätzen und Wertpapieren ab.

Zu den wichtigsten Anbietern gehören Lynx, CapTrader, FXFlat, Interactive Brokers und Flatex.
Als Kunden akzeptieren sie in der Regel Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG), teils auch Personengesellschaften sowie Einzelunternehmer.

  • Lynx bietet globalen Marktzugang und eine breite Produktauswahl, erfordert jedoch eine Mindesteinlage.
  • CapTrader überzeugt durch günstige Orderkosten und Einlagensicherung über Interactive Brokers.
  • FXFlat richtet sich an Anleger mit Schwerpunkt auf Forex- und CFD-Handel, ermöglicht jedoch auch klassische Wertpapierinvestitionen.
  • Interactive Brokers ist international führend im Multi-Asset-Trading mit Zugang zu über 150 Märkten und flexiblen Gebührenmodellen.
  • Flatex kombiniert kostenlose Depotführung mit großer ETF- und Fondsauswahl – ideal für mittelständische Unternehmen mit regelmäßigem Handelsvolumen.

Online-Broker sind ideal für Firmen, die größere Anlagesummen professionell verwalten und global investieren möchten. Die Eröffnung ist jedoch aufgrund regulatorischer Anforderungen – etwa LEI-Code, MiFID-II-Compliance und Identitätsprüfung aller Verfügungsberechtigten – aufwendiger als bei FinTechs.

Besonders geeignet für: Professionelle Anleger, Finanzabteilungen und Kapitalgesellschaften mit aktivem Investmentfokus.

LYNX Firmendepot
Depotführung p.a.
180 €
Orderkosten
0,14 %
Guthabenzins
0 %
7,433 % auf Kredit
Akzeptierte Rechtsformen: GmbH, UG, AG
Viele Handelbare Produkte: Aktien, ETFs, Forex, Fonds, Anleihen, Optionen, Futures, CFDs, Kryptowährungen, etc
Zugang zu den meisten globalen Börsen
Mindesteinzahlung 20.000 €
Funktionen
Software & App
Apple App
Android App
CapTrader Firmendepot
Depotführung p.a.
0 €
Orderkosten
0,1 %
Guthabenzins
2,372 %
6,372 % auf Kredit
Akzeptierte Rechtsformen: GmbH, AG
Sehr günstige Orderkosten
Auf Anfrage: UG, GbR, KG, GmbH & Co. KG, Stiftungen, e. V.
Mindesteinzahlung 25.000 € (Depotübertrag wird akzeoptiert)
Funktionen
Software & App
Apple App
Android App
FXFlat Firmendepot
Depotführung p.a.
0 €
Orderkosten
0,09 %
Guthabenzins
0 %
3 % +EZB-Leitzinsauf Kredit
In Regel werden alle gängigen deutschen und europäischen Rechtsformen akzeptiert
FXFlat bietet wettbewerbsfähige, enge Spreads, besonders im Forex-Handel.
Zugang zu Handelsplattformen wie MetaTrader 4 und MetaTrader 5
FXFlat ist reguliert und bietet eine sichere Handelsumgebung
Funktionen
Software & App
Apple App
Android App
Grundgebühr p. M.
ab
0 €
*
Kosten / Buchung
0 €
Guthabenzins
4 %
2 Monate kostenlos testen
Leistungsstarkes digitales Geschäftskonto für alle Rechtsformen
Parallel private und geschäftliche Kontoführung möglich
Buchhaltungsintegration
Bank Vivid Money GmbH
Bankenart Neobank
Sicherheit
Finanzaufsicht Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
Einlagensicherung 100.000 €
Bank mit Filialen NeinNein
Verifizierung
PostIdent NeinNein
VideoIdent JaJa
eIdent NeinNein
Vivid Business Free Start
Vivid Business Basic
Vivid Business Pro
Grundgebühr p. M.
0 €
ab
6,90 €
*
ab
18,90 €
*
Kostenlos bis
SEPA-Gebühr
Sofortüberweisung
Deutschland 2 % * 1 % * 1 % *
Eurozone 2 % * 1 % * 1 % *
Fremdwährung in EWR
2 % * 1 % * 1 % *
Ausserhalb EWR / Weltweit
2 % * 1 % * 1 % *
Deutschland 0 € 0 € 0 €
Eurozone
Fremdwährung in EWR
ab 2,75 % * ab 2,75 % *
Ausserhalb EWR / Weltweit
ab 2,75 % * ab 2,75 % *
Hinweis zur Karteneinsatz:
Ausgehende SWIFT Überweisung 5 € *
5 €
*
5 €
*
Eingehende SWIFT Überweisung 0 € 0 € 0 €
Gebühr Bargeldeinzahlung
Einzahlungen per Kartenzahlung
2 %
*
1 %
*
1 %
*
Anzahl inkludierter Unterkonten 0 0 0
Unterkonten mit eigener IBAN JaJa JaJa JaJa
Kontokorrentkredit
Geduldete Kontoüberziehung
Zinsen auf Guthaben 4 % * 4 % p. a. Zinsen für die ersten 2 Monate, danach 3 % 4 % * 4 % p. a. Zinsen für die ersten 2 Monate, danach 3 % 4 % * 4 % p. a. Zinsen für die ersten 2 Monate, danach 3 %
Hinweis * Die Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer * Die Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer * Die Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer
Zum Anbieter Zum Anbieter Zum Anbieter
Vivid Business Free Start
Vivid Business Basic
Vivid Business Pro
DATEV Schnittstelle JaJa JaJa JaJa
Zugang für Buchhaltung JaJa JaJa JaJa
Rechnungen erstellen JaJa JaJa JaJa
SevDesk JaJa JaJa JaJa
Debitoor NeinNein NeinNein NeinNein
Easybill JaJa JaJa JaJa
Fastbill JaJa JaJa JaJa
LexOffice JaJa JaJa JaJa
Stripe NeinNein NeinNein NeinNein
Vivid Business Free Start
Vivid Business Basic
Vivid Business Pro
Freiberufler JaJa JaJa JaJa
Gewerbetreibende JaJa JaJa JaJa
Einzelunternehmer JaJa JaJa JaJa
Eingetragenen Kaufleute (eK) JaJa JaJa JaJa
GmbH JaJa JaJa JaJa
Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) JaJa JaJa JaJa
Aktiengesellschaft (AG) JaJa JaJa JaJa
Unternehmergesellschaft (UG) JaJa JaJa JaJa
Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) JaJa JaJa JaJa
Offene Handelsgesellschaft (OHG) JaJa JaJa JaJa
Partnerschaftsgesellschaft (PartG) JaJa JaJa JaJa
GmbH & Co. KG JaJa JaJa JaJa
Verein JaJa JaJa JaJa
Genossenschaften (eG) JaJa JaJa JaJa
Kommanditgesellschaft (KG) JaJa JaJa JaJa
GmbH in Gründung JaJa JaJa JaJa
UG in Gründung JaJa JaJa JaJa
Grundgebühr p. M.
ab
10 €
Kosten / Buchung
0 €
Guthabenzins
0 %
Geschäftskonten für Freiberufler, Selbstständige & Unternehmen
Kostenlose Unterkonten für 30 Währungen
Währungsumtausch zum Interbankenkurs
Freikontingente für SEPA & SWIFT-Überweisungen
Keine deutsche IBAN & vergleichsweise teuer
Bank Revolut Bank
Bankenart Neobank
Sicherheit
Finanzaufsicht Finanzaufsichtsbehörde der Republik Litauen.
Einlagensicherung 100.000 € Ihre Einlagen bei der Revolut Bank UAB sind über die litauische staatliche Einlagen- und Investitionsversicherung abgesichert.
Bank mit Filialen NeinNein
Verifizierung
PostIdent NeinNein
VideoIdent JaJa
eIdent NeinNein
Revolut Business Basic
Revolut Business Grow
Revolut Business Scale
Grundgebühr p. M.
10 €
30 €
90 €
Kostenlos bis
SEPA-Gebühr
Sofortüberweisung
Deutschland k.A. k.A. k.A.
Eurozone k.A. k.A. k.A.
Fremdwährung in EWR
k.A. k.A. k.A.
Ausserhalb EWR / Weltweit
k.A. k.A. k.A.
Ausgehende SWIFT Überweisung
Eingehende SWIFT Überweisung
Gebühr Bargeldeinzahlung
Einzahlungen per Kartenzahlung
Unterkonten
Kontokorrentkredit
Geduldete Kontoüberziehung
Zinsen auf Guthaben 0 % 0 % 0 %
Hinweis
Zum Anbieter Zum Anbieter Zum Anbieter
Revolut Business Basic
Revolut Business Grow
Revolut Business Scale
DATEV Schnittstelle
Zugang für Buchhaltung NeinNein NeinNein NeinNein
Rechnungen erstellen NeinNein NeinNein NeinNein
SevDesk NeinNein NeinNein NeinNein
Debitoor NeinNein NeinNein NeinNein
Easybill NeinNein NeinNein NeinNein
Fastbill NeinNein NeinNein NeinNein
LexOffice NeinNein NeinNein NeinNein
Stripe NeinNein NeinNein NeinNein
Revolut Business Basic
Revolut Business Grow
Revolut Business Scale
Freiberufler JaJa JaJa JaJa
Gewerbetreibende JaJa JaJa JaJa
Einzelunternehmer JaJa JaJa JaJa
Eingetragenen Kaufleute (eK) JaJa JaJa JaJa
GmbH JaJa JaJa JaJa
Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) NeinNein NeinNein NeinNein
Aktiengesellschaft (AG) JaJa JaJa JaJa
Unternehmergesellschaft (UG) JaJa JaJa JaJa
Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) JaJa JaJa JaJa
Offene Handelsgesellschaft (OHG) JaJa JaJa JaJa
Partnerschaftsgesellschaft (PartG) JaJa JaJa JaJa
GmbH & Co. KG NeinNein NeinNein NeinNein
Verein NeinNein NeinNein NeinNein
Genossenschaften (eG) NeinNein NeinNein NeinNein
Kommanditgesellschaft (KG) JaJa JaJa JaJa
GmbH in Gründung NeinNein NeinNein NeinNein
UG in Gründung NeinNein NeinNein NeinNein
Grundgebühr p. M.
ab
0 €
Kosten / Buchung
0 €
Guthabenzins
0 %
13,4 % auf Dispo
bis zu 8 kostenlose Abhebungen im Monat
bis 0,5 % Cashback auf alle Einkäufe
bis 10 Unterkonten mit je eigener IBAN
Nur für Selbstständige & Freiberufler
Nicht nutzbar, wenn schon ein Privatkonto bei N26 besteht
Bank N26 Bank AG
Bankenart Neobank
Sicherheit
Finanzaufsicht Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
Einlagensicherung 100.000 €
Bank mit Filialen NeinNein
Verifizierung
PostIdent JaJa
VideoIdent JaJa
eIdent JaJa
N26 Business Standard
N26 Business Smart
N26 Business Go
N26 Business Metal
Grundgebühr p. M.
0 €
4,90 €
9,90 €
16,90 €
Kostenlos bis
SEPA-Gebühr
Sofortüberweisung
Deutschland
0 €
0 €
0 €
0 €
Eurozone 0 € 0 € 0 € 0 €
Fremdwährung in EWR
1,7 % 0 € 0 € 0 €
Ausserhalb EWR / Weltweit
1,7 % 0 € 0 € 0 €
Deutschland 0 € 0 € 0 € 0 €
Eurozone
Fremdwährung in EWR
Ausserhalb EWR / Weltweit
Hinweis zur Karteneinsatz:
Ausgehende SWIFT Überweisung
Eingehende SWIFT Überweisung
12,50 € + 0,1 %
12,50 € + 0,1 %
12,50 € + 0,1 %
0 €
Gebühr Bargeldeinzahlung
1,5 %
1,5 %
1,5 %
1,5 %
Einzahlungen per Kartenzahlung
3 %
3 %
3 %
3 %
Anzahl inkludierter Unterkonten 10 10 10
Unterkonten mit eigener IBAN NeinNein JaJa JaJa JaJa
Kontokorrentkredit 13,4 % 13,4 % 13,4 % 13,4 %
Geduldete Kontoüberziehung
Zinsen auf Guthaben 0 % 0 % 0 % 0 %
Hinweis
N26 Business Standard
N26 Business Smart
N26 Business Go
N26 Business Metal
DATEV Schnittstelle
Zugang für Buchhaltung NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
Rechnungen erstellen NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
SevDesk NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
Debitoor NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
Easybill NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
Fastbill NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
LexOffice NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
Stripe NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
N26 Business Standard
N26 Business Smart
N26 Business Go
N26 Business Metal
Freiberufler JaJa JaJa JaJa JaJa
Gewerbetreibende JaJa JaJa JaJa JaJa
Einzelunternehmer JaJa JaJa JaJa JaJa
Eingetragenen Kaufleute (eK) NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
GmbH NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
Aktiengesellschaft (AG) NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
Unternehmergesellschaft (UG) NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
Offene Handelsgesellschaft (OHG) NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
Partnerschaftsgesellschaft (PartG) NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
GmbH & Co. KG NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
Verein NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
Genossenschaften (eG) NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
Kommanditgesellschaft (KG) NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
GmbH in Gründung NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
UG in Gründung NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein

Vergleich der Firmendepots: Kosten, Leistungen und Rechtsform

Ein B2B Broker Account sollte nicht allein nach den Ordergebühren beurteilt werden. Entscheidend ist das Gesamtpaket aus Depotführung, Handelsmöglichkeiten, Sicherheitsniveau und administrativem Aufwand. Während klassische Banken mit persönlicher Betreuung und integriertem Finanzmanagement punkten, überzeugen FinTechs und Online-Broker durch niedrige Kosten und hohe Flexibilität. Ein umfassender Firmendepot Vergleich ist also essenziell.

Wichtige Vergleichskriterien

Bei der Auswahl eines Unternehmensdepots spielen mehrere Faktoren eine zentrale Rolle:

  • Depotführungsgebühren: Einige Anbieter erheben pauschale Jahresgebühren, andere verzichten vollständig darauf oder koppeln die Kosten an ein Mindesthandelsvolumen.
  • Orderkosten: Sie können als Fixbetrag, prozentual vom Ordervolumen oder als Flatrate berechnet werden. Für Unternehmen mit hohem Handelsvolumen lohnt sich ein Blick auf Staffel- oder Paketmodelle.
  • Verfügbare Anlageklassen: Neben Aktien und ETFs sind oft auch Anleihen, Fonds, Forex-Produkte sowie Derivate handelbar. Die vollständige Bandbreite an handelbaren Wertpapieren finden Sie primär bei spezialisierten Online-Brokern. Bei Geschäftskonten mit Investmentzugang wird das Portfolio an Investmentprodukten vom Anbieter vorgegeben.
  • Handelsplätze: Relevante Unterschiede bestehen beim Zugang zu nationalen und internationalen Börsen sowie zu außerbörslichen Handelsplätzen. Globale Broker bieten meist die größte Marktabdeckung und die breiteste Produktauswahl. Bei den FinTech-Anbietern mit Geschäftskonten ist kein Zugang zu Handelsplätzen vorgesehen.
  • Rechtsformen: Nicht alle Anbieter akzeptieren alle Unternehmensformen. Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG) werden fast immer für die Brokerage zugelassen, Personengesellschaften und Freiberufler dagegen oft nur bei FinTechs.
  • Zusatzleistungen: Dazu zählen Zinskonten, Sparpläne, Steuerberichte, API-Integrationen, Buchhaltungsanbindungen oder Research-Tools. In diesem Bereich ist Vivid Money besonders stark.

Banken vs. FinTechs vs. Broker – strukturelle Unterschiede

Banken sind stabil, beratungsstark und oft in das bestehende Firmenkundengeschäft eingebunden. Dafür fallen höhere Gebühren und längere Bearbeitungszeiten an.

FinTechs punkten dagegen mit Tempo und niedrigen Einstiegshürden. Sie eignen sich besonders für Selbstständige und kleinere Betriebe, die Liquidität einfach verwalten oder über Fonds und ETFs investieren möchten.

Online-Broker bieten die größte Marktabdeckung und die niedrigsten Handelskosten, verlangen jedoch höhere Eigeninitiative, technisches Verständnis und ein klar definiertes Risikomanagement.

Orientierung für die Praxis

Unternehmen sollten sich vor der Depoteröffnung klar darüber werden, welche Prioritäten gelten:

  • Kosteneffizienz bei häufigem Handel (z. B. FXFlat, CapTrader, Flatex)
  • Einfachheit und Integration bei FinTech-Konten (z. B. Vivid Money, Revolut, N26)
  • Beratung und Struktur bei klassischen Banken (z. B. Deutsche Bank, Commerzbank)

Ein direkter Preisvergleich ist nur bedingt möglich, da Modelle und Zielgruppen stark variieren. In der Regel gilt: Je höher das Handelsvolumen und je stärker die internationale Ausrichtung, desto eher lohnt sich ein professioneller Online-Broker.

Broker Accounts für Freiberufler und Einzelunternehmer

Freiberufler und Solo-Selbstständige können unter anderem bei den folgenden Anbietern ein Firmendepotkonto eröffnen:

  • Filialbanken: Commerzbank
  • Geschäftskonto-Anbieter: Vivid Money, Revolut, N26
  • Digitale Handelsplattformen: FXFlat, Interactive Brokers, Flatex (auf Anfrage)
Unsere redaktionelle Expertise: Praxiswissen für Selbstständige

Freiberufler und Einzelunternehmer dürfen grundsätzlich auch Broker Accounts nutzen, die Banken und Handelsplattformen Privatanlegern zur Verfügung stellen. Rechtlich ist das möglich, da sie als natürliche Personen handeln und keine Trennung zwischen Privat- und Betriebsvermögen besteht.
In der Praxis sollte das Depot jedoch klar dem Betriebsvermögen zugeordnet und von privaten Anlagen getrennt geführt werden, um steuerliche und buchhalterische Konflikte zu vermeiden. Wir empfehlen daher die Einrichtung eines zweiten, ausschließlich betrieblich genutzten Depots auf den eigenen Namen.

Regulatorische Anforderungen und Sicherheit

Bei der Anlage von Unternehmensgeldern gelten zusätzliche rechtliche Vorgaben. Banken, FinTechs und Broker müssen sicherstellen, dass Firmenkunden eindeutig identifiziert sind, Kapitalströme nachvollziehbar bleiben und Kundengelder getrennt vom Betriebsvermögen verwahrt werden.

LEI-Code und jährliche Identitätsprüfung

Unternehmen, die Wertpapiere handeln, benötigen einen Legal Entity Identifier (LEI) – eine internationale Kennnummer, die sie eindeutig identifiziert. Der LEI ist Voraussetzung für jede Wertpapiertransaktion und muss jährlich erneuert werden.

Zusätzlich führen regulierte Broker und Banken regelmäßige Identitäts- und Compliance-Prüfungen gemäß dem Geldwäschegesetz (GwG) durch. Geprüft werden Eigentümerstrukturen, wirtschaftlich Berechtigte sowie – bei juristischen Personen – aktuelle Handelsregisterdaten.

Einlagensicherung und Trennung von Kundengeldern

Online-Broker sind in der Regel keine Banken, sondern Wertpapierfirmen nach MiFID II. Sie dürfen keine klassischen Einlagen annehmen; Kundengelder werden daher getrennt vom Betriebsvermögen auf Treuhandkonten bei Partnerbanken verwahrt.

Im Insolvenzfall greift nicht die gesetzliche Einlagensicherung, sondern die Anlegerentschädigung nach EU-Richtlinie 97/9/EG. Diese schützt 90 % der ausstehenden Forderungen bis maximal 20.000 € (ausschließlich nicht investierte Barguthaben auf dem Verrechnungskonto). Die im Depot gehaltenen Wertpapiere bleiben davon unberührt, da sie als Sondervermögen gelten und rechtlich im Eigentum des investierenden Unternehmens bleiben.

Vivid Money verfügt über eine europaweite Lizenz als E-Geld-Institut. Die Verwahrung von Kundengeldern erfolgt über regulierte Partnerinstitute in Luxemburg und den Niederlanden. Auch hier gilt die Anlegerentschädigung von bis zu 20.000 €.

Die gesetzliche Einlagensicherung in Höhe von 100.000 € greift nur, wenn der Anbieter über eine Banklizenz verfügt oder mit einer lizenzierten Bank kooperiert. Revolut und N26 sind als Vollbanken lizenziert und unterliegen daher ebenso wie Filialbanken der gesetzlichen Garantie.

Große Geschäftsbanken wie die Commerzbank oder die Deutsche Bank sind zudem oft freiwillige Mitglieder im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V., der im Insolvenzfall deutlich höhere Entschädigungen gewährt. Sparkassen und Volksbanken verfügen über eigene Sicherungssysteme.

MiFID II – Pflichten und Transparenz

Alle europäischen Broker unterliegen der EU-Finanzmarktrichtlinie MiFID II, die Anlegerschutz, Transparenz und Berichtspflichten regelt. MiFID II verpflichtet Broker, Kundendaten vertraulich zu behandeln und Interessenkonflikte offenzulegen – ein zentraler Bestandteil sicherer Abwicklung und professioneller Zusammenarbeit.

Für Geschäftskunden bedeutet das bei Wertpapiertransaktionen insbesondere:

  • Offenlegung der Kosten- und Gebührenstruktur pro Transaktion
  • Einstufung des Kunden als professioneller oder nicht professioneller Anleger
  • Informationspflichten über Risiken, Ausführungsplätze und Interessenkonflikte

Diese Standards gewährleisten, dass auch bei digitalen B2B-Broker-Lösungen die Umsetzung der rechtlichen und sicherheitstechnischen Anforderungen sowie der Transparenzvorgaben auf dem Niveau klassischer Banken liegt.

Firmendepot eröffnen und übertragen

Die Eröffnung eines Firmendepots hängt stark von der Art des Anbieters ab. Während die Anbieter von kombinierten Geschäftskonto- und Investmentlösungen vollständig digitale Prozesse bieten, fordern klassische Banken und Online-Broker dafür häufig zusätzliche Unterlagen und Abstimmungsprozesse.

Der Eröffnungsprozess in unterschiedlichen Anbietersegmenten

Bei FinTechs und Neobanken (etwa Vivid Money, Revolut oder N26) erfolgt die Depoteröffnung in der Regel in der App. Die Basis ist das bestehende Geschäftskonto; alle erforderlichen Dokumente werden dort hochgeladen und verifiziert. Die Verifizierung des Kontoinhabers wurde bereits bei der Kontoeröffnung vorgenommen. Möglicherweise werden zusätzliche oder aktuelle Dokumente (z. B. ein neuer Handelsregisterauszug) angefordert und auf digitalem Wege hochgeladen.

Bei klassischen Banken ist der Ablauf komplexer. Eine vollständig digitale Depoteröffnung ist meist nur für Privatkunden möglich. Für Firmenkunden erfolgt der Prozess nach einer individuellen Anfrage über das Firmenkundenportal oder den Kundenservice. Anschließend werden die erforderlichen Daten und Formulare übermittelt, die Identifizierung erfolgt per PostIdent- oder VideoIdent-Verfahren. So verläuft der Eröffnungsprozess beispielsweise bei der Commerzbank, die Unternehmensdepots getrennt von ihren Geschäftskonten einrichtet und dafür einen vorherigen Kontakt über ihre Website verlangt.

Spezialisierte Broker ermöglichen teilweise eine vollständig digitale Depoteröffnung, jedoch ist diese längst nicht bei allen Anbietern Standard. Beispielsweise verlangt Flatex für sein Firmendepot die Einreichung von Formularen, unternehmensbezogenen Dokumenten sowie Nachweisen wie Vertretungsberechtigungen, Unterschriftenproben und steuerliche Erklärungen in Papierform und damit eine postalische Zusendung. Zudem ist eine vorherige Kontaktaufnahme erforderlich, um die Antragsformulare anzufordern. Informationen zu den Eröffnungsformalitäten für ein Firmendepot finden Sie auf den Anbieterseiten.

Typische Unterlagen nach Rechtsform

Die benötigten Dokumente richten sich nach der Unternehmensform:

  • Einzelunternehmer und Freiberufler: Personalausweis, Steuernummer, ggf. Nachweis der Tätigkeit (z. B. Kammerzugehörigkeit oder Gewerbeanmeldung).
  • Personengesellschaften (GbR, OHG): Gesellschaftsvertrag, Identitätsnachweise aller Gesellschafter, Steuernummer und Vollmachten.
  • Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG): Handelsregisterauszug, notariell beglaubigte Satzung, Gesellschafterliste, Identifikationsnachweise der Geschäftsführer sowie gegebenenfalls Vollmachten und Selbsterklärungen über wirtschaftlich Berechtigte gemäß Geldwäschegesetz (GwG).

Bei allen Anbietern gilt: Die Bearbeitungszeit hängt von der Vollständigkeit der Unterlagen und der internen Compliance-Prüfung ab. Ein schneller Ablauf erfordert korrekte Daten und eine reibungslose Zusammenarbeit mit dem Service-Team des Brokers.

Depotübertragung bei Anbieterwechsel und Schließung des Depots

Ein Wechsel des Firmendepots zu einem neuen Anbieter ist grundsätzlich möglich, kann aber je nach Plattform unterschiedlich ablaufen.

Bei klassischen Banken und spezialisierten Brokern erfolgt der Depotübertrag über ein standardisiertes Formular, das beim neuen Anbieter eingereicht wird. Dieser koordiniert anschließend die Übertragung direkt mit dem bisherigen Depotführer. Viele Broker stellen digitale Tools für den Depotübertrag bereit oder bieten gezielte Unterstützung per E-Mail und telefonischem Kundensupport an, falls es während der Abwicklung Rückfragen gibt. Bei Banken wenden Sie sich bei Unklarheiten an den Kundenservice.

Praxiswissen für Selbstständige und Unternehmen: Korrekte Depotzuordnung

Unternehmen sollten vor dem Wechsel prüfen, ob sämtliche Bestände korrekt zugeordnet sind und wie sie steuerlich erfasst werden. Eine saubere Trennung betrieblicher und privater Wertpapiere ist insbesondere bei Einzelunternehmern wichtig, um spätere Buchungsfehler zu vermeiden.

Bei FinTechs wie Vivid Money, Revolut oder N26 ist ein klassischer Depotübertrag hingegen nicht möglich. Ihre Investmentfunktionen realisieren sie durch die Zusammenarbeit mit externen Partnern, bei denen die Wertpapiere im Sammelbestand gehalten werden. Ein Anbieterwechsel erfordert den Verkauf der Positionen.

Chancen und Risiken von B2B-Investments

Chancen
  • Möglichkeit, überschüssige Liquidität renditestark anzulegen
  • Diversifikation des Betriebsvermögens durch verschiedene Anlageklassen
  • Hohes Potenzial für Kursgewinne bei langfristiger Strategie
  • Nutzung professioneller Handelsplattformen und digitaler Tools
  • Stärkung der finanziellen Unabhängigkeit des Unternehmens

Risiken
  • Mögliche Kursverluste und Wertschwankungen der Anlagen
  • Eingeschränkte Liquidität bei langfristiger Bindung des Kapitals
  • Steuerliche Komplexität bei Erträgen und Veräußerungsgewinnen
  • Erhöhter organisatorischer Aufwand für Dokumentation und Risikomanagement

Fazit: Wann sich ein B2B Broker Account lohnt

Ein geschäftlicher Broker Account kann für Unternehmen ein wertvolles Instrument sein, um Liquidität aktiv zu steuern und Ertragschancen zu nutzen – vorausgesetzt, die Risiken werden verstanden und organisatorisch beherrscht.

Freiberufler, Einzelunternehmer und kleinere Kapitalgesellschaften profitieren besonders von der Kombination aus Geschäftskonto, gegebenenfalls Zinskonto und integriertem Investmentzugang. Sie ermöglicht ein effizientes Cash-Management und den gezielten Aufbau von Unternehmensreserven, ohne Kapital langfristig zu binden.

Für größere Firmen lohnt sich der Blick auf Bankangebote und spezialisierte Brokerlösungen, die professionelles Reporting, Teamzugänge und erweiterte Handelsfunktionen bieten. Entscheidend und für Kapitalgesellschaften ohnehin gesetzlich vorgeschrieben ist die klare Trennung zwischen operativem Geschäft und Anlagevermögen – sowohl aus buchhalterischen als auch aus steuerlichen Gründen.

Nach über einem Jahrzehnt Erfahrung in der Analyse von Geschäftskonten, Brokern und FinTechs betrachte ich B2B Broker Accounts als nächsten logischen Schritt in der Entwicklung des Unternehmensbankings. Sie verbinden Liquiditätssteuerung, Investmentstrategie und moderne Tools auf einer Plattform – ein Vorteil, der künftig zum Standard werden dürfte. Für Unternehmen, die heute bereits digital und strategisch denken, kann sich der Einstieg daher frühzeitig lohnen.

Häufig gestellte Fragen – FAQ

Der Kundenservice variiert je nach Anbieter: Banken bieten meist persönliche Ansprechpartner, während FinTechs Chat-, In-App- oder E-Mail-Support nutzen. Einige spezialisierte Broker stellen zudem telefonische Hotlines oder dedizierte Firmenkunden-Teams bereit.

Payment for Order Flow bezeichnet die Vergütung, die Broker von Handelspartnern für die Weiterleitung von Kundenorders erhalten. Dieses Modell steht aufgrund möglicher Interessenkonflikte in der Kritik und soll in der EU ab Mitte 2026 verboten werden.

Bei Banken und spezialisierten Brokern ist ein Depotübertrag meist per Formular möglich. FinTechs mit Partnerstrukturen unterstützen dagegen keinen klassischen Übertrag; hier müssen Anlagen verkauft und beim neuen Anbieter erneut investiert werden.

Broker Accounts unterliegen der europäischen Regulierung gemäß MiFID II sowie den nationalen Aufsichtsregeln. Wertpapiere gelten als Sondervermögen, Barbestände sind über Anlegerentschädigung oder Einlagensicherung geschützt. Bei Banken und FinTechs mit Bankenkooperation gilt mindestens die gesetzliche Einlagensicherung von 100.000 € pro Depotkonto. Online-Broker als Wertpapierfirmen sowie E-Geld-Institute wie Vivid Money bieten eine Anlegerentschädigung von bis zu 20.000 €. Die Verwahrung von Kundengeldern erfolgt auf Treuhandkonten. Daten- und Transaktionssicherheit werden durch moderne Sicherheitsverfahren wie 2-Faktor-Authentifizierung, verschlüsselte Datenübertragung sowie die Datenspeicherung auf sicheren Servern gewährleistet.

Über die Autorin
Janine El-Saghir Janine El Saghir ist bei gruendung.de die Spezialistin für die konkreten, praktischen Schritte auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Sie hat das besondere Talent, trockene...