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Geschäftskonto-Vergleich für Gründer: das Konto zum Start
0 € / Jahr
Entspricht ca. 0 € / MonatFlex-Tarif (monatlich kündbar):
0 € / Monat
Monatliche Abrechnung
96 € / Jahr (114,24 € mit MwSt.)
Entspricht ca. 8 € / MonatFlex-Tarif (monatlich kündbar):
7 € / Monat (8,33 € mit MwSt.)
Monatliche Abrechnung
0 € / MonatJahresabo (Vorauszahlung):
108 € / Jahr (128,52 € mit MwSt.)
Entspricht ca. 9 € / MonatFlex-Tarif (monatlich kündbar):
11 € / Monat (13,09 € mit MwSt.)
Monatliche Abrechnung
0 € / MonatJahresabo (Vorauszahlung):
1.308 € / Jahr (1.556,52 € mit MwSt.)
Entspricht ca. 109 € / MonatFlex-Tarif (monatlich kündbar):
119 € / Monat (141,61 € mit MwSt.)
Monatliche Abrechnung
0 € / MonatJahresabo (Vorauszahlung):
2.388 € / Jahr (2.841,72 € mit MwSt.)
Entspricht ca. 199 € / MonatFlex-Tarif (monatlich kündbar):
249 € / Monat (296,31 € mit MwSt.)
Monatliche Abrechnung
0 € / MonatJahresabo (Vorauszahlung):
588 € / Jahr (699,72 € mit MwSt.)
Entspricht ca. 49 € / MonatFlex-Tarif (monatlich kündbar):
59 € / Monat (70,21 € mit MwSt.)
Monatliche Abrechnung
0 € / Monat
Monatliche Abrechnung
0 € / Monat
Monatliche Abrechnung
0 € / MonatJahresabo (monatliche Zahlung):
6,90 € / Monat (8,21 € mit MwSt.)
Laufzeit 12 MonateFlex-Tarif (monatlich kündbar):
8,90 € / Monat (10,59 € mit MwSt.)
Monatliche Abrechnung
10 € / Monat
Laufzeit 12 MonateFlex-Tarif (monatlich kündbar):
10 € / Monat
Monatliche Abrechnung
9 € / Monat (10,71 € mit MwSt.)
Laufzeit 12 MonateFlex-Tarif (monatlich kündbar):
15 € / Monat (17,85 € mit MwSt.)
Monatliche Abrechnung
0 € / Monat
Monatliche Abrechnung
0 € / Monat
Monatliche Abrechnung
0 € / MonatFlex-Tarif (monatlich kündbar):
24,90 € / Monat
Monatliche Abrechnung
0 € / MonatFlex-Tarif (monatlich kündbar):
16,90 € / Monat
Monatliche Abrechnung
25 € / Monat (29,75 € mit MwSt.)
Monatliche Abrechnung
0 € / MonatFlex-Tarif (monatlich kündbar):
12,90 € / Monat
Monatliche Abrechnung
11 € / Monat (13,09 € mit MwSt.)
Monatliche Abrechnung
0 € / Monat
Monatliche Abrechnung
0 € / MonatFlex-Tarif (monatlich kündbar):
15,90 € / Monat
Monatliche Abrechnung
14,90 € / Monat
Monatliche Abrechnung
24,90 € / Monat
Monatliche Abrechnung
2.988 € / Jahr (3.555,72 € mit MwSt.)
Entspricht ca. 249 € / MonatFlex-Tarif (monatlich kündbar):
339 € / Monat (403,41 € mit MwSt.)
Monatliche Abrechnung
1.428 € / Jahr (1.699,32 € mit MwSt.)
Entspricht ca. 119 € / MonatFlex-Tarif (monatlich kündbar):
149 € / Monat (177,31 € mit MwSt.)
Monatliche Abrechnung
228 € / Jahr (271,32 € mit MwSt.)
Entspricht ca. 19 € / MonatFlex-Tarif (monatlich kündbar):
17 € / Monat (20,23 € mit MwSt.)
Monatliche Abrechnung
59 € / Monat (70,21 € mit MwSt.)
Laufzeit 12 MonateFlex-Tarif (monatlich kündbar):
69 € / Monat (82,11 € mit MwSt.)
Monatliche Abrechnung
0 € / Monat
Monatliche Abrechnung
4,50 € / Monat (5,35 € mit MwSt.)
Laufzeit 12 MonateFlex-Tarif (monatlich kündbar):
9 € / Monat (10,71 € mit MwSt.)
Monatliche Abrechnung
0 € / MonatFlex-Tarif (monatlich kündbar):
14,90 € / Monat
Monatliche Abrechnung
0 € / MonatFlex-Tarif (monatlich kündbar):
4,90 € / Monat
Monatliche Abrechnung
0 € / Monat
Monatliche Abrechnung
0 € / MonatJahresabo (Vorauszahlung):
228 € / Jahr (271,32 € mit MwSt.)
Entspricht ca. 19 € / MonatFlex-Tarif (monatlich kündbar):
23 € / Monat (27,37 € mit MwSt.)
Monatliche Abrechnung
10 € / Monat
Monatliche Abrechnung
30 € / Monat
Monatliche Abrechnung
90 € / Monat
Monatliche Abrechnung
0 € / MonatJahresabo (monatliche Zahlung):
6 € / Monat
Laufzeit 12 MonateFlex-Tarif (monatlich kündbar):
9,99 € / Monat
Monatliche AbrechnungHinweis:
0 € / MonatJahresabo (monatliche Zahlung):
18,90 € / Monat (22,49 € mit MwSt.)
Laufzeit 12 MonateFlex-Tarif (monatlich kündbar):
24,90 € / Monat (29,63 € mit MwSt.)
Monatliche Abrechnung
0 € / Monat
Monatliche Abrechnung
Werbehinweis: Anbieter-Links in dieser Übersicht sind Werbelinks (Affiliate-Links) — für Abschlüsse darüber erhalten wir eine Provision vom Anbieter.
- Kein Gesetz schreibt Gründern ein Geschäftskonto vor. Bei GmbH und UG führt trotzdem kein Weg daran vorbei: Ohne geleistete Einlage keine Anmeldung zum Handelsregister – und dafür braucht die Gesellschaft in Gründung ein Konto.
- Qonto, Finom, Kontist, Holvi, FYRST und Commerzbank nehmen eine GmbH oder UG in Gründung an; die ING nicht, N26 nur Freiberufler und Solo-Selbstständige.
- Sechs Konten im Vergleich kosten dauerhaft keinen Grundpreis; die Aktionen der Filialbanken (Commerzbank 0 Euro für zwölf Monate, Postbank 0 Euro bis 31.03.2027) laufen aus und haben Bedingungen.
- Bei Qonto, Finom und Holvi liegt das Guthaben bei einem Zahlungs- oder E-Geld-Institut: getrennt verwahrt, aber ohne gesetzliche Einlagensicherung. Kontist führt das Konto über die Solaris SE, FYRST und Postbank sind Marken der Deutsche Bank AG.
- Die Grundpreise der digitalen Anbieter sind Nettopreise; auf Kontoentgelte einer Bank fällt keine Umsatzsteuer an. Ein Sternchen im Vergleich heißt: plus 19 Prozent.
Wer gründet, vergleicht Geschäftskonten anders als ein laufender Betrieb. Die erste Frage ist nicht der Grundpreis, sondern: Nimmt der Anbieter meine Rechtsform überhaupt an – und die Gesellschaft schon, bevor sie im Handelsregister steht? Bei der GmbH und der UG hängt daran die Gründung selbst, denn die Anmeldung zum Register darf erst erfolgen, wenn die Einlagen geleistet sind. Danach zählen Fragen, die der Prospekt nicht beantwortet: Wie viele Buchungen sind im ersten Jahr frei, was verlangen die Gründer-Aktionen mit ihren Fristen, ob das Konto Bargeld annimmt, wie die Umsätze zur Steuerkanzlei kommen – und ob das Startkapital bei einer Bank liegt oder bei einem Zahlungsinstitut. Der Vergleich oben zeigt die Konditionen aus den Preisverzeichnissen der Anbieter und unserer eigenen Produktdatenbank; der Text darunter ordnet sie für den Start ein (Stand: 15.09.2026).
Sechs Fragen, die ein Gründer vor dem Vergleich klärt
1. Nimmt der Anbieter meine Rechtsform – auch in Gründung?
Die Rechtsformlisten der Anbieter sind kürzer, als die Werbung vermuten lässt. Der kostenlose Qonto-Starter-Tarif gilt laut Preisverzeichnis „nur für Eingetragene Kaufmänner (e.K./e.Kfm.), Einzelunternehmer und Freiberufler“; das N26-Geschäftskonto steht ausschließlich Freiberuflern und Solo-Selbstständigen offen; die ING nimmt GbR, GmbH & Co. KG, gGmbH, eingetragenen Verein und Genossenschaft nicht an – und keine GmbH in Gründung. Wer eine GbR gründet, prüft die Liste besonders genau: Qonto, Finom, Kontist, Holvi, FYRST und die Commerzbank führen sie, ING und N26 nicht.
2. Wie viele Buchungen brauche ich im ersten Jahr?
Die Grundpreise unterscheiden sich weniger als die Freikontingente. Qonto Starter enthält 5 SEPA-Buchungen im Monat, Basic 30, jede weitere kostet 0,20 Euro. Ein Gründer mit zehn Rechnungen und zehn Ausgaben im Monat sprengt den kostenlosen Tarif schon im ersten Quartal. Die eigenen Kontoauszüge der letzten Monate – auch vom Privatkonto – sind die beste Schätzung.
3. Kommt Bargeld ins Spiel?
Qonto „führt keine Filialen und nimmt kein Bargeld an“, Finom bietet „derzeit keine Möglichkeit, eine Bareinzahlung vorzunehmen“. Wer Marktstände, Gastronomie oder Handwerk gründet, braucht eine Bank mit Schalter oder Einzahlautomat: Die Commerzbank nimmt Bargeld am Automaten für 2,50 Euro und am Schalter für 5 Euro je Vorgang an, die Postbank am Schalter für 3 Euro je angefangene 5.000 Euro, FYRST über die Filialen der Deutschen Bank.
4. Wie kommen die Umsätze zur Steuerkanzlei?
Seit 2025 müssen Unternehmen E-Rechnungen empfangen können, und der Steuerberater will die Kontoumsätze nicht als PDF. Ob die DATEV-Anbindung im Grundtarif steckt oder Aufpreis kostet, entscheidet über die Kosten des ersten Jahres mehr als der Grundpreis: Bei Qonto gibt es die vollständige DATEV-Anbindung erst ab dem Tarif Smart. Was die einzelnen Konten liefern, steht auf der Seite Geschäftskonto mit Buchhaltungsintegration.
5. Wo liegt das Startkapital?
Bei einem Kreditinstitut ist das Guthaben nach § 8 EinSiG bis 100.000 Euro je Einleger und Institut geschützt. Zahlungs- und E-Geld-Institute fallen nicht darunter; sie müssen Kundengelder getrennt verwahren. Für eine GmbH mit 25.000 Euro Stammkapital ist das keine Nebensache – Abschnitt „Bank oder Zahlungsinstitut“ unten.
6. Was passiert bei schwacher Bonität?
Banken mit Kreditrahmen prüfen vor der Eröffnung die Bonität; Kontist wirbt damit, dass es zur Kontoeröffnung „keine SCHUFA-Prüfung“ gibt – nur die Kreditangebote setzen eine Schufa-Auskunft voraus. Was bei negativem Eintrag realistisch ist, steht auf der Seite Geschäftskonto ohne Schufa.
Die Konten für den Start im Vergleich
Die Tabelle stellt die Einstiegstarife der Anbieter aus unserem Vergleich an den Kriterien nebeneinander, die in der Gründungsphase zählen. Grundpreise kommen aus unserer eigenen Produktdatenbank (Sternchen = zuzüglich Umsatzsteuer), die übrigen Angaben aus den Preisverzeichnissen, Rechtstexten und Hilfeseiten der Anbieter.
| Konto | Grundpreis je Monat | GmbH/UG in Gründung | Rechtsformen laut Anbieter | Guthaben geschützt durch |
|---|---|---|---|---|
| Qonto Starter | 0 € | ja – Gründerkonto mit Einzahlungsbestätigung für das Stammkapital | Starter nur e.K., Einzelunternehmer, Freiberufler; ab Basic auch GbR, GmbH, UG, OHG, KG und die Gründungsstadien GmbH i. G. und UG i. G. | Zahlungsinstitut (ACPR): Kundengeldtrennung, keine Einlagensicherung |
| Finom Solo | 0 € | ja – „GmbH i.G. und UG i.G.“ | Freelancer, AG, e.K., eG, GmbH, GbR, KG, KGaA, OHG und weitere | E-Geld-Institut (eigene Angabe); zur Verwahrung der Kundengelder keine Aussage im Hilfezentrum |
| Kontist Free | 0 € | ja – Konto „vor der Handelsregistereintragung“ | Freiberufler, Kleinunternehmer, GmbH, UG, GbR, Unternehmen in Gründung | Solaris SE (deutsche Bank): Einlagensicherung 100.000 € |
| Holvi Flex | 0 € | ja – Gründerkonto vor Vorliegen des Handelsregisterauszugs | Freiberufler, Kleingewerbe, Einzelunternehmen, GbR, GmbH/UG, OHG, KG | Zahlungsinstitut (FIN-FSA): laut AGB keine Einlagensicherung |
| FYRST Base | 0 € | ja – „Gesellschaft in Gründung (i.G.)“ in der Rechtsformliste | Gewerbetreibende, Freiberufler, e.K., UG, GmbH, GbR, GmbH & Co. KG, OHG, KG | Deutsche Bank AG: Einlagensicherung plus Sicherungsfonds |
| N26 Business Standard | 0 € | nein – nur Freiberufler und Solo-Selbstständige; ein Firmenkonto für UG und GmbH mit alleinigem Geschäftsführer ist angekündigt, aber nicht gestartet | Freiberufler, Solo-Selbstständige | N26 Bank SE: Einlagensicherung 100.000 € |
| Commerzbank Klassik | 15,90 € | ja – „Kontoeröffnung und Kapitaleinzahlung in 48h“; die Unterlagenliste nennt zugleich einen Handelsregisterauszug | alle Rechtsformen einschließlich Kapitalgesellschaften | Commerzbank AG: Einlagensicherung plus Sicherungsfonds |
| Postbank Business Giro | 12,90 € | keine öffentliche Aussage; Gründerkonto für Unternehmen, deren Gründung höchstens 365 Tage zurückliegt | Rechtsform wird erst in der Antragsstrecke abgefragt | Deutsche Bank AG (Niederlassung): Einlagensicherung plus Sicherungsfonds |
| Tide Business | 0 € | keine Aussage zur Gesellschaft in Gründung | Selbstständige, Freiberufler, Einzelunternehmer, KMU, UG, GmbH | Adyen N.V. (niederländische Bank): niederländische Einlagensicherung bis 100.000 € |
| Quelle: Preisverzeichnisse, Rechtstexte, Impressen, Hilfeseiten und AGB der Anbieter, gesichert am 06./07.09.2026 (Qonto Preisverzeichnis 03.08.2026, Finom-Hilfezentrum, Kontist AGB und Preisseite, Holvi AGB und Preisseite, FYRST Rechtsformliste und Impressum, N26 Einlegerinformation, Commerzbank Geschäftskonten-Seite, Postbank Gründerkonto, Tide Preisseite und AGB vom 16.07.2026) und unsere eigene Produktdatenbank, abgerufen am 15.09.2026. „Keine Aussage“ heißt nicht Ablehnung, sondern dass der Anbieter sich öffentlich nicht festlegt. | ||||
Nicht in der Tabelle, aber im Vergleich: die ING (Business S ohne Grundpreis, aber ohne Gesellschaft in Gründung und ohne GbR), die Deutsche Bank (dieselbe Lizenz wie Postbank und FYRST – die 100.000 Euro Einlagensicherung gelten für alle drei zusammen, nicht dreimal), Revolut Business, Vivid und Wise. Was hinter jedem Anbieter steht, führt die Übersicht der Geschäftskonto-Anbieter aus.
Konto vor der Eintragung: was GmbH und UG brauchen
Für GmbH und UG schreibt kein Gesetz ein Geschäftskonto vor – die Einzahlung des Stammkapitals aber schon. § 7 Abs. 2 GmbHG: „Die Anmeldung darf erst erfolgen, wenn auf jeden Geschäftsanteil, soweit nicht Sacheinlagen vereinbart sind, ein Viertel des Nennbetrags eingezahlt ist“, insgesamt mindestens die Hälfte des Mindeststammkapitals, also 12.500 Euro. Bei der UG „darf die Anmeldung erst erfolgen, wenn das Stammkapital in voller Höhe eingezahlt ist“ (§ 5a Abs. 2). Die Geschäftsführer versichern die Einzahlung gegenüber dem Registergericht; Einzahlungsbelege darf das Gericht nach § 8 Abs. 2 Satz 2 nur „bei erheblichen Zweifeln an der Richtigkeit der Versicherung“ verlangen. Praktisch heißt das: Das Konto steht zwischen Notartermin und Eintragung, und der Anbieter muss eine Gesellschaft annehmen, die nach § 11 Abs. 1 GmbHG „als solche“ noch nicht besteht.
Genau daran trennen sich die Anbieter. Qonto bewirbt ein Gründerkonto für „GmbH oder UG i.G.“ und stellt die Einzahlungsbestätigung für das Stammkapital innerhalb von 24 Stunden aus; Finom, Holvi, Kontist und FYRST nehmen die Gesellschaft in Gründung nach eigenen Angaben an; die Commerzbank wirbt mit „Kontoeröffnung und Kapitaleinzahlung in 48h“ gegen digital übermittelte notarielle Unterlagen, verlangt in der Unterlagenliste derselben Seite aber einen Handelsregisterauszug – vor dem Antrag nachfragen. Die ING sagt ausdrücklich, dass „GmbH i.G.“ kein Konto eröffnen kann. Den ganzen Ablauf mit Notar, Musterprotokoll und Registergericht beschreibt die Seite zur GmbH in Gründung; die Unterschiede zwischen GmbH und UG stehen daneben.
Freiberufler, Einzelunternehmer und GbR-Gesellschafter brauchen weder Notar noch Einzahlung; sie haften ohnehin persönlich. Für sie gibt es keinen gesetzlichen Grund für ein Geschäftskonto – aber einen vertraglichen: Die Bedingungen vieler Girokonten beschränken das Privatkonto auf private Zwecke. Was die Bank tun darf, wenn sie gewerbliche Umsätze auf dem Privatkonto entdeckt, steht auf der Seite Privatkonto als Geschäftskonto nutzen.
Gründer-Aktionen: was die Freimonate verlangen
Die Filialbanken werben um Gründer mit Preisaktionen, die alle eine Frist und eine Bedingung haben. Die Commerzbank bietet das KlassikGeschäftskonto „0€ für 12 Monate statt 15,90€ pro Monat“ und das PremiumGeschäftskonto „8,90€ für 24 Monate statt 34,90€ pro Monat“; beim Online-Abschluss erstattet sie „nach Erfüllung“ den Grundpreis von zwölf Monaten Klassik in Höhe von 190,80 Euro auf das Konto – die Erfüllungsbedingungen stehen im Antrag. Die Postbank führt das Business Giro bis zum 31.03.2027 ohne Grundpreis, danach kostet es 12,90 Euro im Monat; ihr Gründerkonto mit 0 Euro Grundpreis im ersten Jahr setzt voraus, dass die Gründung höchstens 365 Tage zurückliegt. FYRST nennt sechs Freimonate für Gesellschaften nur auf der Website, nicht im Preisverzeichnis; bei Qonto nennt die Preisseite für Tarife „für Unternehmen in Gründung“ die erste Zahlung bei der Registrierung, die Gründerkonto-Seite 30 Tage kostenlos – beim Antrag nachfragen.
Die Rechnung für den Start lautet deshalb: Aktionspreis für die Frist, danach der reguläre Preis – und der ist bei einer Filialbank dauerhaft höher als bei den digitalen Anbietern, deren Einstiegstarife ohne Grundpreis bleiben. Wer die Bank wegen Bargeld, Kredit oder Filiale braucht, nimmt die Aktion mit; wer sie nur wegen der Aktion nimmt, wechselt nach zwölf Monaten, und das kostet beim Geschäftskonto mehr Zeit als beim Privatkonto: Die gesetzliche Kontenwechselhilfe nach § 20 ZKG gilt nur für Verbraucher.
Was das Konto im ersten Jahr kostet: netto, Freiposten, Zusatzkarten
Die Grundpreise sind nicht ohne Weiteres vergleichbar. Auf das Kontoführungsentgelt einer Bank fällt nach § 4 Nr. 8 Buchst. d UStG keine Umsatzsteuer an; die Fintechs nennen Nettopreise, zu denen 19 Prozent hinzukommen – Kontist schreibt es ausdrücklich: „Unsere Preise und Gebühren verstehen sich netto, zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer“. Für Kleinunternehmer nach § 19 UStG, die keine Vorsteuer ziehen, ist das ein echter Aufschlag; für alle anderen ein durchlaufender Posten. Die zweite Stellschraube sind die Freiposten: Bei Qonto kostet jede Buchung über das Kontingent hinaus 0,20 Euro in den unteren Tarifen. Dazu kommen Karten und Nutzer: Bei Qonto kostet jeder weitere Adminzugang 10 Euro im Monat, eine Karte je nach Modell 5, 8 oder 20 Euro; die Commerzbank führt Unterkonten kostenfrei und ein Fremdwährungskonto für 9,90 Euro im Monat. Welche Konten dauerhaft ohne Grundpreis bleiben und was dort trotzdem kostet, steht auf der Seite Kostenloses Geschäftskonto.
Bank oder Zahlungsinstitut: wo das Startkapital liegt
Alle Anbieter liefern IBAN, Karte und App. Was dahintersteht, ist verschieden – und beim Stammkapital einer GmbH ist das keine Formsache. Commerzbank, Deutsche Bank (mit den Marken Postbank und FYRST), ING, N26 und – über die Solaris SE – Kontist sind Kreditinstitute: Guthaben bis 100.000 Euro je Einleger und Institut sind nach § 8 EinSiG entschädigungsfähig, die privaten Banken sichern über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken zusätzlich ab. Qonto ist ein von der französischen ACPR unter der Nummer 16958 zugelassenes Zahlungsinstitut mit Berliner Zweigniederlassung unter ergänzender BaFin-Aufsicht, Holvi ein Zahlungsinstitut unter Aufsicht der finnischen FIN-FSA, Finom nach eigener Angabe ein lizenziertes E-Geld-Institut. Diese drei dürfen Kundengelder nicht verleihen und müssen sie getrennt vom eigenen Vermögen verwahren; Qonto legt sie laut Rahmenvertrag täglich auf Treuhandsammelkonten bei Kreditinstituten oder in garantierte Fondsanteile, Holvi schreibt in den AGB, ein Zahlungskonto sei „not similar to a bank account held with a credit institution“ und Guthaben seien möglicherweise von keinem Einlagensicherungssystem gedeckt. Statt eines gesetzlichen Entschädigungsanspruchs hat der Kunde einen Anspruch auf getrennt verwahrtes Geld – im Insolvenzfall ein anderer Weg mit anderer Dauer.
Für Gründer folgt daraus eine einfache Regel: Wer das Stammkapital längere Zeit auf dem Konto lässt oder Rücklagen für Steuern ansammelt, vergleicht zuerst das Institut hinter der Marke und erst dann den Preis. Wer das Konto vor allem für den Zahlungsverkehr braucht und Rücklagen anderswo hält, kann die Frage niedriger gewichten.
Welches Konto zu welcher Gründung passt
| Ihre Gründung | Passt am ehesten | Vorher prüfen |
|---|---|---|
| Freiberufler oder Einzelunternehmer, wenige Buchungen, kein Bargeld | Qonto Starter, Kontist Free, Finom Solo, N26 Business Standard | Freiposten je Monat; Institut hinter der Marke; Nettopreise bei Zusatzleistungen |
| Kleingewerbe mit Bareinnahmen | Commerzbank Klassik (Aktion), Postbank Business Giro, FYRST Base | Aktionsfrist und regulärer Preis danach; Kosten je Bareinzahlung |
| GbR mit zwei oder mehr Gesellschaftern | Qonto, Finom, Kontist, Holvi, FYRST | GbR in der Rechtsformliste; Zugänge für alle Gesellschafter |
| GmbH oder UG in Gründung | Qonto ab Basic, Finom, Holvi, Kontist, FYRST, Commerzbank | Einzahlungsbestätigung für das Registergericht; ING scheidet aus |
| Startup mit Team und Investoren | Qonto ab Smart, Commerzbank Premium | Nutzerrollen, Unterkonten, DATEV; Guthabenschutz bei größeren Beträgen |
| Negativer Schufa-Eintrag | Kontist Free, Guthabenkonten ohne Kreditrahmen | Seite Geschäftskonto ohne Schufa |
| Die Zuordnung folgt den Rechtsformlisten und Preisverzeichnissen der Anbieter; sie ist keine Rangfolge. Die Konditionen aller Konten liefert der Vergleich am Seitenanfang. | ||
So nutzen Sie den Vergleich
Der Vergleich am Seitenanfang lässt sich nach Rechtsform, Unternehmensgröße, freien SEPA-Buchungen, Kosten je Buchung, Karten und Preis filtern; Kontoeigenschaften wie kostenlose Kontoführung, Filialbank, Teamzugänge, Buchhaltungsanbindung oder Eröffnung ohne Schufa-Prüfung lassen sich zusätzlich setzen. Die Konditionen kommen aus unserer eigenen Produktdatenbank, die wir gegen die Preisverzeichnisse der Anbieter pflegen. Der Vergleich zeigt keine Rangfolge und keine Bewertungspunkte – die Reihenfolge ergibt sich aus den gesetzten Filtern. Der Knopf zum Anbieter führt zum Antrag; für Verträge, die darüber zustande kommen, erhalten wir eine Vergütung. Die dargestellten Konditionen hängen davon nicht ab.
Häufige Fragen zum Geschäftskonto-Vergleich für Gründer
Gesetzlich nicht. Bei GmbH und UG führt trotzdem kein Weg daran vorbei: Die Anmeldung zum Handelsregister setzt voraus, dass die Einlagen geleistet sind, und dafür braucht die Gesellschaft in Gründung ein Konto auf ihren Namen. Freiberufler und Einzelunternehmer dürfen theoretisch das Privatkonto nutzen; die Bedingungen der meisten Girokonten beschränken es aber auf private Zwecke.
Nach eigenen Angaben Qonto (ab Basic), Finom, Kontist, Holvi und FYRST; die Commerzbank wirbt mit Kontoeröffnung und Kapitaleinzahlung in 48 Stunden, nennt in der Unterlagenliste aber zugleich einen Handelsregisterauszug. Die ING schließt die GmbH in Gründung aus, N26 nimmt nur Freiberufler und Solo-Selbstständige.
Der Grundpreis ist es; die Kosten entstehen bei den Freiposten und Zusatzleistungen. Qonto Starter enthält fünf SEPA-Buchungen im Monat, jede weitere kostet 0,20 Euro netto; Karten und weitere Nutzer kosten extra. Für den Start mit wenigen Buchungen reicht das, für zwanzig Rechnungen im Monat nicht.
Auf das Kontoführungsentgelt einer Bank fällt nach § 4 Nr. 8 UStG keine Umsatzsteuer an; die Fintechs nennen ihre Grundpreise netto, dazu kommen 19 Prozent. Wer Vorsteuer zieht, bekommt sie zurück; für Kleinunternehmer nach § 19 UStG ist es ein echter Aufschlag.
Bei einem Kreditinstitut sind Guthaben bis 100.000 Euro je Einleger gesetzlich geschützt. Zahlungs- und E-Geld-Institute wie Qonto, Holvi und Finom fallen nicht darunter; sie müssen Kundengelder getrennt vom eigenen Vermögen verwahren. Wer Stammkapital oder Rücklagen länger auf dem Konto lässt, gewichtet den Unterschied höher.
Wenn die Bank ohnehin gebraucht wird – für Bargeld, Kredit oder Filiale – ja. Die Commerzbank führt das Klassik-Konto zwölf Monate ohne Grundpreis, danach kostet es 15,90 Euro im Monat; die Postbank verlangt bis 31.03.2027 keinen Grundpreis, danach 12,90 Euro. Wer die Bank nur wegen der Aktion nimmt, wechselt später – und die gesetzliche Kontenwechselhilfe gilt nur für Verbraucher.