Transparenz

Gründungskonto für GmbH und UG: der Weg zur Eintragung

Kein Gesetz schreibt der GmbH ein Geschäftskonto vor, die Anmeldung zum Handelsregister erzwingt es trotzdem: Die Einlagen müssen geleistet sein und der Geschäftsführung endgültig zur freien Verfügung stehen – bei der GmbH mindestens 12.500 Euro, bei der UG das volle Stammkapital. Das Konto läuft in dieser Zeit auf die Gesellschaft in Gründung. Die Seite zeigt den Ablauf in acht Schritten und welche Anbieter vor der Eintragung eröffnen.
Geschrieben von
Janine El-Saghir
Geprüft von
Erkan Boga
Bearbeitet von
Sabine Zimmermann
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Das Wichtigste in Kürze
  • Zwischen Notartermin und Eintragung besteht die Gesellschaft als Vor-GmbH. Das Konto läuft in dieser Zeit auf die „GmbH i. G.“ oder „UG i. G.“ – nicht auf eine Privatperson.
  • Kein Gesetz verlangt ein Geschäftskonto. Die Anmeldung zum Handelsregister verlangt aber, dass die Einlagen geleistet sind und der Geschäftsführung zur freien Verfügung stehen – und dafür braucht die Gesellschaft ein eigenes Konto.
  • Bei der GmbH müssen vor der Anmeldung mindestens ein Viertel jedes Geschäftsanteils und insgesamt 12.500 Euro eingezahlt sein, bei der UG das Stammkapital vollständig.
  • Qonto, Finom, Kontist, Holvi und FYRST nennen die Gesellschaft in Gründung ausdrücklich in ihren Rechtsformlisten; die Commerzbank wirbt mit Kontoeröffnung und Kapitaleinzahlung binnen 48 Stunden gegen digital übermittelte notarielle Unterlagen.
  • Einen Handelsregisterauszug gibt es in dieser Phase noch nicht. Die Bank arbeitet stattdessen mit der beurkundeten Gründungsurkunde, der Gesellschafterliste und den Ausweisen aller Geschäftsführer.

Das Gründungskonto ist der Punkt, an dem eine GmbH-Gründung entweder zügig läuft oder wochenlang steht. Es kommt früher als die meisten erwarten: Zwischen der Beurkundung beim Notar und dem Eintrag im Handelsregister liegt eine Phase, in der die Gesellschaft schon existiert, aber noch nicht als GmbH – und genau in dieser Phase muss das Stammkapital auf ein Konto, das auf die Gesellschaft lautet. Diese Seite ordnet das Konto in den Ablauf ein: wann es dran ist, wie viel wann eingezahlt sein muss, welche Anbieter vor der Eintragung eröffnen, was sie statt eines Registerauszugs sehen wollen und was nach der Eintragung noch zu tun ist (Stand: 16.09.2026).

Vor-GmbH: was zwischen Notar und Eintragung gilt

Mit der notariellen Beurkundung des Gesellschaftsvertrags entsteht die Vor-GmbH. Sie kann bereits Verträge schließen, Rechnungen stellen und ein Konto führen – nur die Haftungsbeschränkung, wegen der die Rechtsform meist gewählt wird, gilt noch nicht: „Vor der Eintragung in das Handelsregister des Sitzes der Gesellschaft besteht die Gesellschaft mit beschränkter Haftung als solche nicht“ (§ 11 Abs. 1 GmbHG). Im Rechtsverkehr trägt sie deshalb den Zusatz „i. G.“ für „in Gründung“.

Wer in dieser Zeit im Namen der Gesellschaft handelt, haftet persönlich und solidarisch (§ 11 Abs. 2 GmbHG). Das trifft nicht automatisch alle Gesellschafter, sondern die Handelnden – in der Praxis die Geschäftsführer, die Verträge unterschreiben oder Bestellungen auslösen. Mit der Eintragung geht diese Haftung unter, weil die eingetragene GmbH in die Verbindlichkeiten eintritt. Für die Gründungsphase folgt daraus eine einfache Regel: möglichst wenig im Namen der Gesellschaft verpflichten, bevor sie eingetragen ist – und alles, was doch sein muss, über das Gründungskonto laufen lassen, damit es nachvollziehbar der Gesellschaft zuzuordnen ist. Die rechtliche Seite der Vorgesellschaft beschreibt unsere Seite zur GmbH in Gründung.

Der Ablauf: acht Schritte, und wo das Konto steht

Gründung einer GmbH oder UG: die Schritte in der Reihenfolge, in der sie anfallen, und die Rolle des Kontos (Stand: 16.09.2026)
Schritt Was passiert Das Konto
1. Gesellschaftsvertrag Vertrag oder Musterprotokoll wird notariell beurkundet; das Musterprotokoll steht bis zu drei Gesellschaftern und einem Geschäftsführer offen (§ 2 Abs. 1a GmbHG). Die Beurkundung ist auch per Videokommunikation möglich (§ 2 Abs. 3 GmbHG). noch nicht nötig
2. Vor-GmbH entsteht Ab der Beurkundung firmiert die Gesellschaft als „i. G.“ jetzt eröffnungsfähig
3. Kontoantrag Antrag im Namen der Gesellschaft in Gründung, Identifizierung aller Geschäftsführer und Angabe der wirtschaftlich Berechtigten Kernschritt
4. Einzahlung Gesellschafter überweisen ihre Einlagen mit eindeutigem Verwendungszweck auf das Gesellschaftskonto Kernschritt
5. Nachweis Der Anbieter stellt eine Einzahlungsbestätigung oder einen Kontoauszug aus Kernschritt
6. Anmeldung Die Geschäftsführer versichern gegenüber dem Registergericht, dass die Leistungen bewirkt sind und sich endgültig in ihrer freien Verfügung befinden (§ 8 Abs. 2 Satz 1 GmbHG); der Notar reicht die Anmeldung ein Beleg bereithalten
7. Eintragung Das Registergericht trägt die Gesellschaft ein; für die Ersteintragung einer GmbH oder UG ohne Sacheinlage fallen 225 Euro an, mit Sacheinlage 360 Euro (Gebührenverzeichnis zur Handelsregistergebührenverordnung, Nummern 2100 und 2101), dazu ein Drittel für die Bereitstellung zum Abruf –
8. Nachlauf Registerauszug an den Anbieter, Umschreibung des Kontos, Meldung an das Transparenzregister (§ 20 Abs. 1 GwG), Gewerbeanmeldung und Fragebogen zur steuerlichen Erfassung umschreiben lassen
Gesetzesstand GmbHG: Fassung vom 23.10.2024. Die Reihenfolge der Schritte 3 bis 5 hängt vom Anbieter ab: Manche geben das Konto erst nach Prüfung der Gründungsunterlagen vollständig frei.

Zwischen Schritt 3 und Schritt 6 liegt die Zeit, die eine Gründung wirklich kostet. Alles andere hat feste Termine: Der Notartermin steht, das Registergericht arbeitet die Anmeldung ab. Wie lange die Kontoeröffnung dauert, hängt dagegen daran, ob die Unterlagen beim ersten Anlauf vollständig sind und ob alle Geschäftsführer erreichbar sind. Wer den Antrag am Tag der Beurkundung stellt, verliert keine Woche.

Die Einzahlung: Betrag, Zeitpunkt, Verwendungszweck

Das Stammkapital der GmbH beträgt mindestens 25.000 Euro (§ 5 Abs. 1 GmbHG). Vor der Anmeldung muss davon nicht alles auf dem Konto sein: „Die Anmeldung darf erst erfolgen, wenn auf jeden Geschäftsanteil, soweit nicht Sacheinlagen vereinbart sind, ein Viertel des Nennbetrags eingezahlt ist“, und insgesamt muss die Hälfte des Mindeststammkapitals erreicht sein – also 12.500 Euro (§ 7 Abs. 2 GmbHG). Bei der UG gilt das nicht: Dort „darf die Anmeldung erst erfolgen, wenn das Stammkapital in voller Höhe eingezahlt ist“, und Sacheinlagen sind ausgeschlossen (§ 5a Abs. 2 GmbHG). Eine UG mit 1.000 Euro Stammkapital braucht also 1.000 Euro auf dem Konto, eine GmbH mit 25.000 Euro braucht 12.500.

Der Verwendungszweck entscheidet über den Nachweis. Jede Einzahlung sollte den Gesellschafter, den Geschäftsanteil und das Wort „Stammeinlage“ tragen – nur dann zeigt der Kontoauszug, wer was geleistet hat. Praktisch überweist jeder Gesellschafter seinen Anteil selbst; eine Sammelüberweisung von einem Konto lässt sich später schwer aufschlüsseln.

Sacheinlage statt Geld – und warum sie das Konto nicht ersetzt

Statt Geld können Gesellschafter auch Sachwerte einbringen: einen Firmenwagen, Maschinen, ein Warenlager, Software. Das geht aber nur, wenn der Gegenstand der Sacheinlage und der Geschäftsanteil, auf den sie sich bezieht, im Gesellschaftsvertrag festgesetzt sind (§ 5 Abs. 4 GmbHG), und die Sacheinlagen müssen vor der Anmeldung so bewirkt sein, dass sie endgültig zur freien Verfügung der Geschäftsführer stehen (§ 7 Abs. 3 GmbHG). Das Registergericht prüft den Wert; ein Sachgründungsbericht gehört zur Anmeldung, und die Ersteintragung kostet mit Sacheinlage 360 statt 225 Euro. Für die UG ist dieser Weg von vornherein versperrt: § 5a Abs. 2 GmbHG schließt Sacheinlagen aus, das Stammkapital muss in Geld und in voller Höhe eingezahlt werden.

Selbst bei einer reinen Sachgründung braucht die Gesellschaft ein Konto – nur nicht für den Nachweis, sondern für den Betrieb: Der Notar will seine Rechnung bezahlt bekommen, das Registergericht seine Gebühr, und der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung fragt nach einer Bankverbindung für Erstattungen und Lastschriften. Wie hoch das Stammkapital sein sollte und was die Wahl zwischen GmbH und UG daran ändert, steht auf unserer Seite zum Stammkapital der GmbH.

„Endgültig zur freien Verfügung“ – was das Geld danach nicht tun darf

Die Geschäftsführer versichern in der Anmeldung, dass sich der Gegenstand der Leistungen „endgültig in der freien Verfügung der Geschäftsführer“ befindet (§ 8 Abs. 2 Satz 1 GmbHG). Wird das Geld gleich nach der Einzahlung an den Gesellschafter zurückgezahlt oder als Darlehen an ihn ausgereicht, ist die Einlage nach § 19 Abs. 5 GmbHG nur unter engen Voraussetzungen erfüllt – und die Einlageschuld lebt wieder auf. Von der Pflicht zur Einlage kann der Gesellschafter nicht befreit werden (§ 19 Abs. 2 GmbHG). Anschaffungen für die Gesellschaft sind dagegen unproblematisch: Das Kapital darf arbeiten, es darf nur nicht zurückfließen. Das Registergericht verlangt Einzahlungsbelege übrigens nur „bei erheblichen Zweifeln an der Richtigkeit der Versicherung“ (§ 8 Abs. 2 Satz 2 GmbHG) – der Beleg gehört trotzdem in die Gründungsakte.

Wer ein Konto vor der Eintragung eröffnet

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Kontokorrentkredit 10 %* 10 %* 10 %* 10 %* 10 %* 10 %* 10 %*
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Finanzaufsicht Holvi ist ein von der finnischen Finanzaufsichtsbehörde (FIN-FSA) zugelassenes Zahlungsinstitut.
Die Holvi-Niederlassung Deutschland wird von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) nach deutschem Recht beaufsichtigt.
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Sofortüberweisung 0,25 €* 0,25 €*
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Deutschland 2,50 % 2,50 % 2,00 % 2,00 %
Eurozone 2,50 % 2,50 % 2,00 % 2,00 %
Fremdwährung in EWR
2,50 % 2,50 % 2,00 % 2,00 %
Außerhalb EWR / Weltweit
2,50 % 2,50 % 2,00 % 2,00 %
Deutschland 0 € 0 € 0 € 0 €
Eurozone — — — —
Fremdwährung in EWR
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Außerhalb EWR / Weltweit
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Gebühr Bargeldeinzahlung
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Preis je Unterkonto k.A. 1 € 1 € 1 €
Maximal buchbare Unterkonten — 10 10 10
Unterkonten mit eigener IBAN NeinNein JaJa JaJa JaJa
Kontokorrentkredit — — — —
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Zinsen auf Guthaben 0 % 0 % 0 % 0 %
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Freiberufler JaJa JaJa JaJa NeinNein
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Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
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Eurozone
1,00 %
k.A. k.A.
1,00 %
Fremdwährung in EWR
1,50 %
k.A. k.A.
1,50 %
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1,50 %
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1,50 %
Deutschland 0 € — — 0 €
Eurozone — — — —
Fremdwährung in EWR
ab 2,35 % — — ab 2,35 %
Außerhalb EWR / Weltweit
ab 2,35 % — — ab 2,35 %
Hinweis zur Karteneinsatz: Bei Kartenzahlung in Fremdwährung:
1,85 %, zzgl. 0,5 % Fremdwährungsgebühr
— — Bei Kartenzahlung in Fremdwährung:
1,85 %, zzgl. 0,5 % Fremdwährungsgebühr
Ausgehende SWIFT Überweisung
0,08 %
0,8 %
1,2 %
0,8 %
Eingehende SWIFT Überweisung
0,5 %
0,5 %
1,2 %
0,5 %
Gebühr Bargeldeinzahlung
3 €
2,50 €
2,50 €
2,50 €
Anzahl inkludierter Unterkonten 0 1 — 1
Preis je Unterkonto 6 € 6 € k.A. 6 €
Unterkonten mit eigener IBAN JaJa JaJa NeinNein JaJa
Kontokorrentkredit 9,95 % 9,95 % k.A. 9,95 %
Geduldete Kontoüberziehung 14,95 % 14,95 % — 14,95 %
Zinsen auf Guthaben 0 % 0 % 0 % 0 %
Hinweis Je Unterkonto sind 50 beleglose Buchungsposten pro Monat inkludiert. Je Unterkonto sind 50 beleglose Buchungsposten pro Monat inkludiert. — Je Unterkonto sind 50 beleglose Buchungsposten pro Monat inkludiert.
Zum Anbieter Zum Anbieter Zum Anbieter Zum Anbieter
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DATEV Schnittstelle
5 €p.M.
5 €p.M.
5 €p.M.
5 €p.M.
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Freiberufler JaJa JaJa NeinNein JaJa
Gewerbetreibende JaJa JaJa NeinNein JaJa
Einzelunternehmer JaJa JaJa NeinNein JaJa
Eingetragenen Kaufleute (eK) JaJa JaJa NeinNein JaJa
GmbH JaJa NeinNein NeinNein JaJa
Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
Aktiengesellschaft (AG) NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
Unternehmergesellschaft (UG) JaJa NeinNein NeinNein JaJa
Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) JaJa NeinNein NeinNein JaJa
Offene Handelsgesellschaft (OHG) JaJa NeinNein NeinNein JaJa
Partnerschaftsgesellschaft (PartG) JaJa NeinNein NeinNein JaJa
GmbH & Co. KG JaJa NeinNein NeinNein JaJa
Verein JaJa NeinNein JaJa JaJa
Genossenschaften (eG) JaJa NeinNein NeinNein JaJa
Kommanditgesellschaft (KG) JaJa NeinNein NeinNein JaJa
GmbH in Gründung JaJa NeinNein NeinNein JaJa
UG in Gründung JaJa NeinNein NeinNein JaJa
Finom
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All-in-One: Banking, Rechnungsstellung, Buchhaltung
Kostenloses Kontomodell für Freiberufler
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Bank PNL Fintech B.V.
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Finanzaufsicht Zentralbank der Niederlande (DNB)
Einlagensicherung Kundengelder als E-Geld gesichert (keine gesetzliche Einlagensicherung). Niederländische Einlagesicherung
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Kostenlos bis 2.500 € Volumen 25.000 € Volumen 50.000 € Volumen 100.000 € Volumen —
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0,03 %
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0 €
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Deutschland
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Eurozone
1,00 %
0,00 €
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Fremdwährung in EWR
3,00 % 2,00 % 1,00 % 1,00 % 1,00 %
Außerhalb EWR / Weltweit
3,00 % 2,00 % 1,00 % 1,00 % 1,00 %
Deutschland 0 € 0 € 0 € 0 € —
Eurozone — — — — —
Fremdwährung in EWR
ab 3 %* ab 2 %* ab 1 %* ab 1 %* —
Außerhalb EWR / Weltweit
ab 3 %* ab 2 %* ab 1 %* ab 1 %* —
Hinweis zur Karteneinsatz: — — — — —
Ausgehende SWIFT Überweisung 5 € + 1 %* 5 € + 0,5 %* 5 € + 0,4 %*
5 € + 0,2 %
*
5 €
*
Eingehende SWIFT Überweisung 5 €* 5 €* 5 €* 5 €* 5 €*
Gebühr Bargeldeinzahlung
—
—
—
—
—
Anzahl inkludierter Unterkonten 1 2 3 10 15
Preis je Unterkonto k.A. k.A. 1 € 15 € 15 €
Unterkonten mit eigener IBAN JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa
Kontokorrentkredit — — — — —
Geduldete Kontoüberziehung — — — — —
Zinsen auf Guthaben 0 % 0 % 0 % 0 % 0 %
Hinweis * Die Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer * Die Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer * Die Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer * Die Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer * Die Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer
Zum Anbieter Zum Anbieter Zum Anbieter Zum Anbieter Zum Anbieter
Finom Solo
Finom Basic
Finom Smart
Finom Pro
Finom Grow
DATEV Schnittstelle JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa
Zugang für Buchhaltung JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa
Rechnungen erstellen JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa
SevDesk JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa
Easybill NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
Fastbill NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
LexOffice JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa
Stripe NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
Finom Solo
Finom Basic
Finom Smart
Finom Pro
Finom Grow
Freiberufler JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa
Gewerbetreibende JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa
Einzelunternehmer JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa
Eingetragenen Kaufleute (eK) NeinNein JaJa JaJa JaJa JaJa
GmbH NeinNein JaJa JaJa JaJa JaJa
Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) NeinNein JaJa JaJa JaJa JaJa
Aktiengesellschaft (AG) NeinNein JaJa JaJa JaJa JaJa
Unternehmergesellschaft (UG) NeinNein JaJa JaJa JaJa JaJa
Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) NeinNein JaJa JaJa JaJa JaJa
Offene Handelsgesellschaft (OHG) NeinNein JaJa JaJa JaJa JaJa
Partnerschaftsgesellschaft (PartG) NeinNein JaJa JaJa JaJa JaJa
GmbH & Co. KG NeinNein JaJa JaJa JaJa JaJa
Verein NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
Genossenschaften (eG) NeinNein JaJa JaJa JaJa JaJa
Kommanditgesellschaft (KG) NeinNein JaJa JaJa JaJa JaJa
GmbH in Gründung NeinNein JaJa JaJa JaJa NeinNein
UG in Gründung NeinNein JaJa JaJa JaJa NeinNein

Werbehinweis: Anbieter-Links in dieser Übersicht sind Werbelinks (Affiliate-Links) — für Abschlüsse darüber erhalten wir eine Provision vom Anbieter.

Nicht jeder Anbieter führt ein Konto für eine Gesellschaft, die es im Register noch nicht gibt. Die folgende Übersicht gibt wieder, was die Anbieter selbst dazu schreiben – und was sie dafür sehen wollen.

Gesellschaft in Gründung: Angaben der Anbieter zur Eröffnung vor der Handelsregistereintragung, mit Einstiegstarif und Grundpreis aus unserer eigenen Produktdatenbank (Stand: 16.09.2026)
Anbieter Einstieg für die Gesellschaft Grundpreis je Monat Was der Anbieter zur Gründungsphase sagt
Qonto Basic 11 €* Gründerkonto für GmbH oder UG i. G.; Einzahlungsbestätigung für das Stammkapital nach Anbieterangabe binnen 24 Stunden, Gründungsunterlagen werden in der App hochgeladen
Finom Solo 0 € „Wir können auch ein Konto für Unternehmen eröffnen, die sich in Gründung befinden, wie z.B. GmbH i.G. und UG i.G.“
Kontist Free 0 € „Unternehmen in Gründung“ steht in der Liste der zugelassenen Formen; das Konto lässt sich vor der Handelsregistereintragung eröffnen
Holvi Flex 0 € Gründerkonto für GmbH und UG, bevor der Handelsregisterauszug vorliegt
FYRST Base 0 € „Gesellschaft in Gründung (i.G.)“ steht ausdrücklich in der Rechtsformliste; für eingetragene Gesellschaften ist der Grundpreis sechs Monate lang 0 Euro, danach 6 Euro
Commerzbank KlassikGeschäftskonto 15,90 € „Übermitteln Sie notarielle Unterlagen digital – Kontoeröffnung und Kapitaleinzahlung in 48h“; die Unterlagenliste derselben Seite nennt zugleich einen Handelsregisterauszug – beim Antrag nachfragen, welcher Weg für die i. G. gilt
ING – 0 € Die GmbH i. G. gehört zu den Rechtsformen, für die die ING kein Geschäftskonto anbietet
N26 – 0 € Die Business-Konten sind Selbstständigen und Freelancern unter eigenem Namen vorbehalten; ein Firmenkonto für UG und GmbH ist angekündigt, aber noch nicht gestartet
Postbank und Tide – – Zur Gesellschaft in Gründung gibt es keine öffentliche Aussage. Das heißt nicht „nein“, sondern: vor dem Antrag fragen
Rechtsformlisten, Hilfeseiten, Preisverzeichnisse und Produktseiten der Anbieter, gesichert am 06./07.09.2026; Grundpreise aus unserer eigenen Produktdatenbank, abgerufen am 16.09.2026. Ein Sternchen am Preis heißt: zuzüglich Umsatzsteuer.

Ein Kriterium kommt bei der Gründung dazu, das im laufenden Betrieb weniger wiegt: Wo liegt das Stammkapital? Bei FYRST steht die Deutsche Bank AG hinter dem Konto, bei der Commerzbank die Commerzbank AG, bei Kontist die Solaris SE – in allen drei Fällen gilt die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro je Einleger und Institut, bei den beiden Filialbanken zusätzlich der Einlagensicherungsfonds. Qonto ist ein in Frankreich zugelassenes Zahlungsinstitut, Finom nach eigener Angabe ein E-Geld-Institut, Holvi ein von der finnischen Aufsicht zugelassenes Zahlungsinstitut. Sie verwahren Kundengelder getrennt vom eigenen Vermögen, fallen aber nicht unter die gesetzliche Einlagensicherung. Für 25.000 Euro, die zwischen Einzahlung und Eintragung ohnehin nur wenige Wochen liegen, ist das eine andere Frage als für eine Rücklage, die Jahre stehen bleibt.

Grundgebühr p. M.
ab
14,90 €
Kosten / Buchung
ab
0,10 €
Guthabenzins
0 %
9,95 % auf Dispo
Geschäftskonto für alle Rechtsformen
Kostenloser Bargeldbezug in Deutschland (Cash Group)
Umfassende Bankdienstleistungen, professionelle Beratung in der Filiale
Mastercard Debitkarte, Mastercard und American Express Kreditkarten
Bank Deutsche Bank AG
Bankenart Privatbank
Sicherheit
Finanzaufsicht Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
Einlagensicherung 100.000 €
Bank mit Filialen JaJa
Verifizierung
PostIdent JaJa
VideoIdent JaJa
eIdent JaJa
Deutsche Bank Business BasicKonto
Deutsche Bank Business ClassicKonto
Deutsche Bank Business PremiumKonto
Grundgebühr p. M.
14,90 €
24,90 €
39,90 €
Kostenlos bis — — —
SEPA-Gebühr 0,30 € 0,20 € 0,10 €
Sofortüberweisung 0,30 € 0,20 € 0,10 €
Deutschland k.A. k.A. k.A.
Eurozone k.A. k.A. k.A.
Fremdwährung in EWR
k.A. k.A. k.A.
Außerhalb EWR / Weltweit
k.A. k.A. k.A.
Ausgehende SWIFT Überweisung
0,15 %
0,15 %
0,15 %
Eingehende SWIFT Überweisung
—
—
—
Gebühr Bargeldeinzahlung 4 € 4 € 4 €
Kontokorrentkredit ab 9,95 % ab 9,95 % ab 9,95 %
Geduldete Kontoüberziehung — — —
Zinsen auf Guthaben 0 % 0 % 0 %
Hinweis — — —
Zum Anbieter Zum Anbieter Zum Anbieter
Deutsche Bank Business BasicKonto
Deutsche Bank Business ClassicKonto
Deutsche Bank Business PremiumKonto
DATEV Schnittstelle JaJa JaJa JaJa
Zugang für Buchhaltung JaJa JaJa JaJa
Rechnungen erstellen JaJa JaJa JaJa
SevDesk JaJa JaJa JaJa
Easybill JaJa JaJa JaJa
Fastbill NeinNein NeinNein NeinNein
LexOffice JaJa JaJa JaJa
Stripe NeinNein NeinNein NeinNein
Deutsche Bank Business BasicKonto
Deutsche Bank Business ClassicKonto
Deutsche Bank Business PremiumKonto
Freiberufler JaJa JaJa JaJa
Gewerbetreibende JaJa JaJa JaJa
Einzelunternehmer JaJa JaJa JaJa
Eingetragenen Kaufleute (eK) JaJa JaJa JaJa
GmbH JaJa NeinNein JaJa
Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) NeinNein NeinNein NeinNein
Aktiengesellschaft (AG) NeinNein NeinNein NeinNein
Unternehmergesellschaft (UG) JaJa JaJa JaJa
Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) JaJa JaJa JaJa
Offene Handelsgesellschaft (OHG) JaJa JaJa JaJa
Partnerschaftsgesellschaft (PartG) JaJa JaJa JaJa
GmbH & Co. KG JaJa NeinNein JaJa
Verein JaJa JaJa JaJa
Genossenschaften (eG) NeinNein NeinNein NeinNein
Kommanditgesellschaft (KG) JaJa JaJa JaJa
GmbH in Gründung JaJa JaJa JaJa
UG in Gründung JaJa JaJa JaJa
Grundgebühr p. M.
ab
15,90 €
Kosten / Buchung
ab
0,10 €
Guthabenzins
0 %
ab 10,2 % auf Dispo
Konto für alle Rechtsformen bei einer der führenden Banken
Kostenlos an Cash Group Automaten Geld abheben
Sehr professionelle Beratung in den Filialen
Zum Teil kaum kommunizierte und schlecht auffindbare Konditionen
Bank Commerzbank Aktiengesellschaft
Bankenart Privatbank
Sicherheit
Finanzaufsicht Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
Einlagensicherung 100.000 €
Bank mit Filialen JaJa
Verifizierung
PostIdent JaJa
VideoIdent JaJa
eIdent JaJa
Commerzbank Klassik
Commerzbank Gründer
Commerzbank Premium
Commerzbank Premium Plus
Grundgebühr p. M.
15,90 €
34,90 €
34,90 €
54,90 €
Kostenlos bis 10 Transaktionen 50 Transaktionen 50 Transaktionen 250 Transaktionen
SEPA-Gebühr 0,20 € 0,15 € 0,15 € 0,10 €
Sofortüberweisung 0,20 € 0,15 € 0,15 € 0,10 €
Deutschland
1,95 %
1,95 %
1,95 %
1,95 %
Eurozone
1,95 %
1,95 %
1,95 %
1,95 %
Fremdwährung in EWR
2,54 %
2,54 %
2,54 %
2,54 %
Außerhalb EWR / Weltweit
2,54 %
2,54 %
2,54 %
2,54 %
Deutschland 0 € 0 € 0 € 0 €
Eurozone 0 € 0 € 0 € 0 €
Fremdwährung in EWR
ab 2,09 % ab 2,09 % ab 2,09 % ab 2,09 %
Außerhalb EWR / Weltweit
ab 1,5 % ab 1,5 % ab 1,5 % ab 1,5 %
Hinweis zur Karteneinsatz: — — — —
Ausgehende SWIFT Überweisung
2,50 € + 1,5 %
2,50 € + 1,5 %
2,50 € + 1,5 %
2,50 € + 1,5 %
Eingehende SWIFT Überweisung
2,50 € + 1,5 %
2,50 € + 1,5 %
2,50 € + 1,5 %
2,50 € + 1,5 %
Gebühr Bargeldeinzahlung 2,50 € 2,50 € 2,50 € 2,50 €
Anzahl inkludierter Unterkonten 0 0 0 0
Unterkonten mit eigener IBAN JaJa JaJa JaJa JaJa
Kontokorrentkredit 12,2 % 10,2 % 10,2 % 10,2 %
Geduldete Kontoüberziehung 12,2 % 10,2 % 10,2 % 10,2 %
Zinsen auf Guthaben 0 % 0 % 0 % 0 %
Hinweis — — — —
Zum Anbieter Zum Anbieter Zum Anbieter Zum Anbieter
Commerzbank Klassik
Commerzbank Gründer
Commerzbank Premium
Commerzbank Premium Plus
DATEV Schnittstelle JaJa JaJa JaJa JaJa
Zugang für Buchhaltung JaJa JaJa JaJa JaJa
Rechnungen erstellen NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
SevDesk JaJa JaJa JaJa JaJa
Easybill JaJa JaJa JaJa JaJa
Fastbill JaJa JaJa JaJa JaJa
LexOffice JaJa JaJa JaJa JaJa
Stripe NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
Commerzbank Klassik
Commerzbank Gründer
Commerzbank Premium
Commerzbank Premium Plus
Freiberufler JaJa JaJa JaJa JaJa
Gewerbetreibende JaJa JaJa JaJa JaJa
Einzelunternehmer JaJa JaJa JaJa JaJa
Eingetragenen Kaufleute (eK) JaJa JaJa JaJa JaJa
GmbH JaJa JaJa JaJa JaJa
Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) JaJa JaJa JaJa JaJa
Aktiengesellschaft (AG) JaJa JaJa JaJa JaJa
Unternehmergesellschaft (UG) JaJa JaJa JaJa JaJa
Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) JaJa JaJa JaJa JaJa
Offene Handelsgesellschaft (OHG) JaJa JaJa JaJa JaJa
Partnerschaftsgesellschaft (PartG) JaJa JaJa JaJa JaJa
GmbH & Co. KG JaJa JaJa JaJa JaJa
Verein JaJa JaJa JaJa JaJa
Genossenschaften (eG) JaJa JaJa JaJa JaJa
Kommanditgesellschaft (KG) JaJa JaJa JaJa JaJa
GmbH in Gründung JaJa JaJa JaJa JaJa
UG in Gründung JaJa JaJa JaJa JaJa

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Was die Bank sehen will, wenn es noch keinen Registerauszug gibt

Vor jeder Kontoeröffnung steht die Identifizierung nach dem Geldwäschegesetz: Sie muss erfolgen, bevor die Geschäftsbeziehung begründet wird (§ 11 Abs. 1 GwG), und sie betrifft bei einer Gesellschaft zwei Ebenen. Erstens die Gesellschaft selbst samt ihrer „Eigentums- und Kontrollstruktur“ (§ 10 Abs. 1 Nr. 2 GwG); zweitens die wirtschaftlich Berechtigten, also die natürlichen Personen mit mehr als 25 Prozent der Anteile oder Stimmrechte (§ 3 Abs. 2 GwG). Gibt es niemanden über dieser Schwelle, gelten die gesetzlichen Vertreter als wirtschaftlich Berechtigte.

Für die Gesellschaft in Gründung heißt das konkret: An die Stelle des Handelsregisterauszugs tritt die beurkundete Gründungsurkunde – Gesellschaftsvertrag oder Musterprotokoll – zusammen mit der Gesellschafterliste. Beim Musterprotokoll übernimmt dieses zugleich die Funktion der Gesellschafterliste (§ 2 Abs. 1a GmbHG). Dazu kommen die Ausweisdokumente jeder vertretungsberechtigten Person: Hat die Gesellschaft zwei Geschäftsführer, müssen sich beide identifizieren, und zwar jeder selbst. Das ist der häufigste Grund, warum ein Antrag liegen bleibt.

Video-Ident identifiziert Menschen, keine Gesellschaften

Das Video-Ident-Verfahren ist nach dem BaFin-Rundschreiben 3/2017 auf natürliche Personen zugeschnitten. Eine GmbH lässt sich damit nicht identifizieren – geprüft wird über die Urkunden, die Gesellschafterliste und später den Registerauszug. Video- oder eID-Verfahren betreffen also die Geschäftsführer, nicht die Gesellschaft. Welche Wege es dafür gibt und wie lange sie dauern, steht auf der Seite Geschäftskonto eröffnen.

Nach der Eintragung: aus „i. G.“ wird die GmbH

Mit der Eintragung ist die Gründung abgeschlossen – die Kontoseite ist es noch nicht. Drei Dinge stehen an. Erstens: Der Handelsregisterauszug geht an den Anbieter, der das Konto auf die eingetragene Gesellschaft umschreibt; der Zusatz „i. G.“ verschwindet aus Kontoinhaber, Rechnungen und Briefbögen. Zweitens: Die Meldung an das Transparenzregister ist Pflicht der Gesellschaft und passiert nicht automatisch mit der Eintragung (§ 20 Abs. 1 GwG). Drittens: Einige Anbieter geben erst nach Vorlage des Auszugs alle Funktionen frei – Karten, höhere Limits, Unterkonten. Wer die Gründung mit einem günstigen Einstiegstarif begonnen hat, prüft spätestens jetzt, ob er noch passt. Bei der UG kommt eine Dauerpflicht dazu: Ein Viertel des Jahresüberschusses wandert in eine gesetzliche Rücklage, bis das Stammkapital 25.000 Euro erreicht (§ 5a Abs. 3 GmbHG). Was danach im laufenden Betrieb zählt, steht auf der Seite zum Geschäftskonto für GmbH und UG.

Vier Gründe, an denen ein Gründungskonto hängen bleibt

Unvollständige Identifizierung. Ein Geschäftsführer im Ausland, ein abgelaufener Ausweis, ein Gesellschafter, der auf die Rückfrage nicht antwortet: Solange nicht alle Beteiligten erfasst sind, geht der Antrag nicht weiter. Termine vor dem Notartermin abstimmen spart hier die meiste Zeit.

Rechtsform nicht in der Liste. Die Rechtsformlisten der Anbieter sind kürzer, als die Werbung vermuten lässt. Wer eine Sonderform gründet – gGmbH, UG & Co. KG, Gesellschaft mit ausländischem Gesellschafter –, lässt sich die Zulassung vor dem Antrag bestätigen.

Geschäftsmodell ausgeschlossen. Neben der Rechtsform prüfen die Anbieter die Tätigkeit; jeder führt eine Liste ausgeschlossener Geschäftstätigkeiten. Für Branchen mit Erlaubnispflicht – Finanzdienstleistungen, Glücksspiel, Kryptohandel – lohnt die Frage vorab.

Konto auf die falsche Person. Ein Privatkonto des Geschäftsführers erfüllt die Versicherung nach § 8 Abs. 2 GmbHG nicht, weil das Geld dann nicht der Gesellschaft zusteht. § 154 Abs. 1 AO verbietet außerdem, ein Konto auf einen falschen oder erdachten Namen zu führen. Das Konto muss auf die Gesellschaft in Gründung lauten – das ist der Grund, warum die Reihenfolge Notar, Konto, Einzahlung nicht verhandelbar ist.

Häufige Fragen zum Gründungskonto für GmbH und UG

Nach dem Notartermin und vor der Anmeldung zum Handelsregister. Mit der Beurkundung des Gesellschaftsvertrags entsteht die Vor-GmbH, ab da ist ein Konto auf die „GmbH i. G.“ möglich. Es muss stehen, bevor die Gesellschafter ihre Einlagen leisten, denn die Geschäftsführer versichern mit der Anmeldung, dass die Leistungen bewirkt sind (§ 8 Abs. 2 Satz 1 GmbHG). Wer den Antrag am Tag der Beurkundung stellt, verliert dadurch keine Zeit.

Nein. Die Versicherung gegenüber dem Registergericht setzt voraus, dass sich die Einlagen endgültig in der freien Verfügung der Geschäftsführung befinden – auf einem privaten Konto des Geschäftsführers ist das Geld dem Geschäftsführer zugeordnet, nicht der Gesellschaft. Hinzu kommt § 154 Abs. 1 AO: Ein Konto darf nicht auf einen falschen oder erdachten Namen geführt werden. Das Konto muss deshalb auf die Gesellschaft in Gründung lauten.

Bei der GmbH ein Viertel jedes Geschäftsanteils, insgesamt aber mindestens die Hälfte des Mindeststammkapitals, also 12.500 Euro (§ 7 Abs. 2 GmbHG). Bei der UG gilt diese Erleichterung nicht: Dort muss das Stammkapital in voller Höhe eingezahlt sein, und Sacheinlagen sind ausgeschlossen (§ 5a Abs. 2 GmbHG). Eine UG mit 500 Euro Stammkapital braucht also 500 Euro auf dem Konto, eine GmbH mit 25.000 Euro braucht 12.500.

An die Stelle des Handelsregisterauszugs tritt die beurkundete Gründungsurkunde – Gesellschaftsvertrag oder Musterprotokoll – zusammen mit der Gesellschafterliste; beim Musterprotokoll übernimmt dieses zugleich die Funktion der Liste (§ 2 Abs. 1a GmbHG). Dazu kommen die Ausweisdokumente jeder vertretungsberechtigten Person und die Angaben zu den wirtschaftlich Berechtigten, also den natürlichen Personen mit mehr als 25 Prozent der Anteile oder Stimmrechte (§ 3 Abs. 2 GwG).

Für die Gesellschaft ja, an die Gesellschafter zurück nein. Das Kapital darf arbeiten: Notarrechnung, Registergebühr, Miete, Waren, Maschinen. Fließt es dagegen kurz nach der Einzahlung an den Gesellschafter zurück – als Rückzahlung oder als Darlehen –, gilt die Einlage nur unter engen Voraussetzungen als erfüllt (§ 19 Abs. 5 GmbHG), und die Einlageschuld lebt wieder auf. Von der Einlagepflicht kann ein Gesellschafter nicht befreit werden (§ 19 Abs. 2 GmbHG).

Drei Dinge: den Handelsregisterauszug an den Anbieter schicken, damit das Konto auf die eingetragene Gesellschaft umgeschrieben wird und der Zusatz „i. G.“ aus Kontoinhaber und Briefbogen verschwindet; die wirtschaftlich Berechtigten an das Transparenzregister melden, was nicht automatisch mit der Eintragung passiert (§ 20 Abs. 1 GwG); und prüfen, ob der Einstiegstarif noch passt, denn manche Anbieter geben Karten, Limits und Unterkonten erst nach Vorlage des Auszugs frei.

Über die Autoren
Janine El-Saghir Janine El Saghir ist bei gruendung.de die Spezialistin für die konkreten, praktischen Schritte auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Sie hat das besondere Talent, trockene...
Erkan Boga Als Gründer der qmedia GmbH und Initiator von gruendung.de ist Erkan Boga die treibende Kraft hinter dem Portal. gruendung.de entstand aus seiner eigenen unternehmerischen Erfahrung... Mehr erfahren
Sabine Zimmermann Die Finanzen im Griff – von der Gründung bis zum Wachstum Sabine Zimmermann ist im Finanz-Ressort bei gruendung.de. Als Expertin für Firmenkunden-Banking und Unternehmensfinanzierung weiß... Mehr erfahren