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Geschäftskonto für Startups: das Konto vor der Firma
0 € / MonatJahresabo (Vorauszahlung):
108 € / Jahr (128,52 € mit MwSt.)
Entspricht ca. 9 € / MonatFlex-Tarif (monatlich kündbar):
11 € / Monat (13,09 € mit MwSt.)
Monatliche Abrechnung
96 € / Jahr (114,24 € mit MwSt.)
Entspricht ca. 8 € / MonatFlex-Tarif (monatlich kündbar):
7 € / Monat (8,33 € mit MwSt.)
Monatliche Abrechnung
10 € / Monat
Laufzeit 12 MonateFlex-Tarif (monatlich kündbar):
10 € / Monat
Monatliche Abrechnung
35 € / Monat
Monatliche Abrechnung
0 € / Monat
Monatliche Abrechnung
8,90 € / MonatFlex-Tarif (monatlich kündbar):
34,90 € / Monat
Monatliche Abrechnung
0 € / MonatFlex-Tarif (monatlich kündbar):
16,90 € / Monat
Monatliche Abrechnung
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- Das Konto kommt vor der Firma: Eine GmbH oder UG darf erst zum Handelsregister angemeldet werden, wenn die Einlagen eingezahlt sind – die Gesellschaft in Gründung braucht dafür ein Konto, das sie schon vor der Eintragung annimmt.
- Qonto, Finom, Kontist, Holvi, Vivid und FYRST nehmen die GmbH oder UG in Gründung nach eigenen Angaben an; die Commerzbank wirbt mit Kontoeröffnung und Kapitaleinzahlung in 48 Stunden, die Postbank führt ein Gründerkonto für Gründungen, die höchstens 365 Tage zurückliegen.
- Jede Finanzierungsrunde ist eine Kapitalerhöhung nach §§ 55 bis 57 GmbHG: notarielle Übernahmeerklärung, Einzahlung vor der Anmeldung, Versicherung der Geschäftsführer. Das Konto muss den Eingang belegen können.
- Teamzugänge, Unterkonten und Buchhaltungsanbindung entscheiden ab dem ersten Mitarbeiter: Qonto berechnet 10 € je zusätzlichem Adminzugang, Finom öffnet ab Smart unbegrenzt viele Teammitglieder, Revolut und Vivid schon im Einstiegstarif.
- Bei Zahlungs- und E-Geld-Instituten liegt das Kapital nicht unter der gesetzlichen Einlagensicherung. Für eine Seed-Runde von mehreren hunderttausend Euro ist das Institut hinter der Marke eine Entscheidung, keine Fußnote.
Konto vor der Eintragung: warum die Reihenfolge feststeht
Für die GmbH schreibt § 7 Abs. 2 GmbHG vor: „Die Anmeldung darf erst erfolgen, wenn auf jeden Geschäftsanteil, soweit nicht Sacheinlagen vereinbart sind, ein Viertel des Nennbetrags eingezahlt ist“ – und insgesamt mindestens die Hälfte des Mindeststammkapitals, also 12.500 €. Bei der UG (haftungsbeschränkt) muss das Stammkapital nach § 5a Abs. 2 GmbHG in voller Höhe eingezahlt sein. Die Geschäftsführer versichern die Einzahlung gegenüber dem Registergericht; Belege darf das Gericht nach § 8 Abs. 2 Satz 2 nur bei erheblichen Zweifeln verlangen. Zwischen Notartermin und Eintragung besteht die Gesellschaft nach § 11 Abs. 1 GmbHG „als solche“ noch nicht – sie ist eine Vorgesellschaft, und genau für diese Vorgesellschaft muss das Konto eröffnet werden.
Das ist die erste Hürde, an der sich Anbieter trennen. Wer die Gesellschaft in Gründung nicht annimmt, scheidet für ein Startup aus, egal wie gut der Tarif ist. Die Zusagen der Anbieter im Einzelnen: Qonto bewirbt ein Gründerkonto für „GmbH oder UG i.G.“ mit kostenloser Stammkapitaleinzahlung und einer „Einzahlungsbestätigung in 24 Std.“; Holvi eröffnet das Konto für die GmbH i. G. oder UG i. G. online und liefert den Kontoauszug „als Nachweis für den Handelsregistereintrag“; Kontist lässt das Konto „auch vor der Handelsregistereintragung“ eröffnen und gibt jeder vertretungsberechtigten Person einen eigenen Login; Finom nennt „GmbH i.G. und UG i.G.“ in seiner Rechtsformliste, Vivid ebenso, FYRST führt die „Gesellschaft in Gründung (i.G.)“ in seiner Liste. Die Commerzbank wirbt für Gründer mit „Kontoeröffnung und Kapitaleinzahlung in 48h“ gegen digital übermittelte notarielle Unterlagen. Die Postbank macht zur Gesellschaft in Gründung keine öffentliche Aussage; ihr Gründerkonto setzt voraus, dass die Gründung „nicht länger als 365 Tage zurück liegt“. Die ING nimmt nach eigener Angabe keine GmbH in Gründung an, N26 nur Freiberufler und Solo-Selbstständige.
Den Ablauf mit Notar, Musterprotokoll, Einzahlung und Registergericht beschreibt die Seite zur GmbH in Gründung; die Unterschiede zwischen GmbH und UG stehen daneben.
Stammkapital einzahlen: was die Bestätigung leisten muss
Der Notar meldet die Gesellschaft an, sobald die Geschäftsführer die Einzahlung versichern; die Bestätigung des Kontoanbieters ist der Beleg dafür. Bei den digitalen Anbietern ist sie ein Kontoauszug oder eine Bescheinigung aus dem Kundenkonto, bei den Filialbanken ein Dokument der Bank. Drei Dinge sind vor der Überweisung zu klären: Erstens muss die Einzahlung vom Gesellschafter kommen und als Einlage erkennbar sein – ein Verwendungszweck wie „Stammeinlage Gesellschafter Müller“ erspart Rückfragen. Zweitens muss der Betrag zur freien Verfügung der Geschäftsführer stehen; eine Bank darf ihn also nicht mit Gebühren belasten oder sperren, bevor die Versicherung abgegeben ist. Drittens sollte das Konto nach der Eintragung ohne neuen Antrag weiterlaufen: Holvi schaltet das Konto nach dem Hochladen des Handelsregisterauszugs frei, Qonto führt das Gründerkonto als reguläres Geschäftskonto weiter. Wer bei einer Filialbank gründet, fragt vorher, ob das Kapitaleinzahlungskonto und das spätere Geschäftskonto dieselbe IBAN haben – sonst stehen auf den ersten Rechnungen und im Impressum Bankdaten, die kurz darauf nicht mehr gelten.
Wer mit dem Musterprotokoll nach § 2 Abs. 1a GmbHG gründet, spart Notarkosten, bekommt aber eine Satzung ohne Regeln für Investoren: kein Vesting, keine Mitverkaufsrechte, keine Liquidationspräferenz. Die meisten Startups, die Kapital von außen planen, gründen deshalb mit einem eigenen Gesellschaftsvertrag und ergänzen ihn um eine Gesellschaftervereinbarung mit den Investoren. Für das Konto spielt das keine Rolle – für die Frage, wie schnell die erste Finanzierungsrunde eingetragen werden kann, schon.
Finanzierungsrunden: jede Runde ist eine Kapitalerhöhung
Investoren bekommen Anteile, und neue Anteile entstehen nur durch eine Kapitalerhöhung. § 55 Abs. 1 GmbHG verlangt für die Übernahme jedes neuen Geschäftsanteils „eine notariell aufgenommene oder beglaubigte Erklärung des Übernehmers“ – seit der Reform auch per Videokommunikation. Für die Einlagen auf das neue Kapital gilt nach § 56a dieselbe Regel wie bei der Gründung: mindestens ein Viertel je Anteil vor der Anmeldung. Und § 57 Abs. 2 verlangt in der Anmeldung die Versicherung, „daß die Einlagen auf das neue Stammkapital … bewirkt sind und daß der Gegenstand der Leistungen sich endgültig in der freien Verfügung der Geschäftsführer befindet“, dazu eine Liste der Übernehmer mit den Nennbeträgen.
Für das Konto folgt daraus: Der Eingang des Investorengeldes muss dem Kapitalerhöhungsbeschluss zuzuordnen sein, mit Datum, Absender und Betrag. Das leisten alle Konten im Vergleich; Unterschiede gibt es bei dem, was Startups darüber hinaus brauchen. Ein eigenes Unterkonto mit eigener IBAN für die Runde trennt das Kapital vom laufenden Geschäft und macht die Verwendung gegenüber Investoren nachvollziehbar: Qonto bietet in den Team-Tarifen 9, 29 oder bis zu 99 Unterkonten, Finom je nach Tarif zwei bis fünfzehn Wallets mit eigener IBAN, Vivid unbegrenzt viele deutsche IBANs schon im Tarif ohne Grundpreis. Bei den Filialbanken ist das Unterkonto ein zweites Konto: Die Commerzbank führt Unterkonten kostenfrei. Der zweite Punkt ist die Größe der Beträge, dazu der Abschnitt zum Guthabenschutz.
Ein Sonderfall ist das Wandeldarlehen, mit dem viele Startups die erste Runde überbrücken: Bis zur Wandlung ist es ein Darlehen, kein Kapital – es braucht keinen Notar und keine Einzahlungsbestätigung, wohl aber einen sauberen Kontoeingang mit Vertragsbezug, denn bei der späteren Wandlung prüft der Notar, was wann geflossen ist. Was ein Kontokorrentkredit in dieser Phase leisten kann, steht auf der Seite Kontokorrentkredit für das Geschäftskonto.
Teamzugänge, Karten, Freigaben
Ab dem ersten Mitarbeiter, der Software kauft oder reist, braucht das Konto mehr als einen Login. Die Modelle unterscheiden sich stärker als die Grundpreise: Qonto berechnet in den Solo-Tarifen 10 € im Monat je zusätzlichem Adminzugang, ein Buchhaltungszugriff mit Leserechten ist gesondert geregelt; Finom erlaubt im Basic-Tarif zwei Nutzer, ab Smart „unbegrenzte Anzahl von Teammitgliedern mit Rollenverwaltung“; Revolut Business Basic enthält unbegrenzte Teammitglieder, benutzerdefinierte Genehmigungen und Kontozugriffsrechte aber erst in höheren Tarifen; Vivid gibt Karten für Teammitglieder kostenlos aus und lässt Limits und Zugriffsrechte je Person setzen; Kontist gibt jeder vertretungsberechtigten Person einen eigenen Login. Bei FYRST, Commerzbank und Postbank laufen Zugänge über Kontovollmachten und Online-Banking-Berechtigungen der Bank.
Die Frage dahinter ist nicht die Zahl der Nutzer, sondern die Freigabe: Wer darf bis zu welchem Betrag allein zahlen, wer muss gegenzeichnen? Ein Startup mit zwei Geschäftsführern und einem Investor im Beirat regelt das im Gesellschaftsvertrag oder in der Geschäftsordnung – und braucht ein Konto, das diese Regel technisch abbildet, nicht nur eine Karte pro Person.
| Konto | Grundpreis je Monat | GmbH/UG in Gründung | Team und Unterkonten laut Anbieter | Institut, Guthabenschutz |
|---|---|---|---|---|
| Qonto Basic | 11 €* | ja – Gründerkonto, Einzahlungsbestätigung in 24 Stunden | zusätzlicher Adminzugang 10 € im Monat; Team-Tarife Essential, Business, Enterprise mit 9, 29 und bis zu 99 Unterkonten | Qonto SA, Zahlungsinstitut (ACPR); Kundengelder getrennt, keine Einlagensicherung |
| Finom Basic | 7 €* | ja – „GmbH i.G. und UG i.G.“ | Basic: zwei Wallets mit eigener IBAN, zwei Nutzer; Smart: unbegrenzte Teammitglieder, drei Wallets; Pro zehn, Grow fünfzehn Wallets | E-Geld-Institut nach eigener Angabe; zur Verwahrung der Kundengelder keine Aussage |
| FYRST Complete | 10 € | ja – „Gesellschaft in Gründung (i.G.)“ in der Rechtsformliste | 75 Freiposten im Monat, danach 0,08 €; Zugänge über Vollmachten; Bargeld über die Filialen der Deutschen Bank | Deutsche Bank AG: Einlagensicherung plus Einlagensicherungsfonds |
| Revolut Business Grow | 35 € | keine Aussage auf der Tarifseite | unbegrenzte Teammitglieder schon in Basic; Genehmigungsregeln und Kontozugriffsrechte in höheren Tarifen; über 30 Währungen | Revolut Bank UAB, litauische Bank mit EZB-Lizenz |
| Vivid Business Free Start | 0 € | ja – GmbH i.G. und UG i.G. in der Rechtsformliste | unbegrenzt viele deutsche IBANs, Karten für Teammitglieder kostenlos, Limits und Zugriffsrechte je Person | Vivid Money S.A. unter Aufsicht der CSSF; Kundengelder getrennt, ein Teil bei einer Partnerbank mit französischer Einlagensicherung |
| Commerzbank Gründer | 34,90 € | „Kontoeröffnung und Kapitaleinzahlung in 48h“ gegen digital übermittelte notarielle Unterlagen | Unterkonten kostenfrei; Klassik 10, Premium 50 beleglose Buchungen frei; Aktion 0 € für 12 Monate (Klassik) | Commerzbank AG: Einlagensicherung plus Einlagensicherungsfonds |
| Postbank Gründerkonto | 16,90 € | keine Aussage; Gründung höchstens 365 Tage zurück | 0 € Grundpreis im ersten Jahr, DATEV-Schnittstelle im ersten Jahr 0 €, danach 10 € im Monat; 0,22 € je SEPA-Buchung | Deutsche Bank AG (Niederlassung): Einlagensicherung plus Einlagensicherungsfonds |
| Kontist (nicht im Vergleich oben) | 0 € | ja – Konto „vor der Handelsregistereintragung“, keine Schufa-Abfrage, kein Mindestkapital | eigener Login je vertretungsberechtigter Person; Buchhaltungsfunktionen teils nur für Einzelunternehmer | Solaris SE, deutsche Bank: Einlagensicherung 100.000 € |
| Holvi (nicht im Vergleich oben) | 0 € | ja – Gründerkonto, Kontoauszug als Nachweis für das Registergericht, Express-Gründung ab 99 € | Ausgabenmanagement für Teams laut Website; Zugänge je Tarif | Zahlungsinstitut (FIN-FSA): laut AGB keine Einlagensicherung, Kundengelder getrennt |
| Quelle: Preisverzeichnisse, Rechtsformlisten, Gründerkonto- und Tarifseiten, AGB und Impressen der Anbieter, gesichert am 06./07.09.2026 (Qonto, Finom, Kontist, FYRST, Commerzbank) und am 24.09.2026 (Holvi Gründerkonto, Postbank Gründerkonto, Revolut, Vivid), und unsere eigene Produktdatenbank, abgerufen am 24.09.2026. Ein Sternchen am Grundpreis heißt: Nettopreis, 19 Prozent Umsatzsteuer kommen hinzu. „Keine Aussage“ heißt: der Anbieter legt sich öffentlich nicht fest. | ||||
Die Deutsche Bank steht mit ihrem Gründerkonto im Vergleich am Seitenanfang; ihre Business-Kontomodelle kosten laut Produktseite 14,90, 24,90 und 39,90 € im Monat, zur Gesellschaft in Gründung nennt die Seite keine Bedingung und verweist Rechtsformen, die in der Antragsstrecke fehlen, an die Beratung.
Wo das Investorengeld liegt
Nach einer Seed-Runde liegen auf dem Konto eines Startups Beträge, die weit über dem Stammkapital liegen – und über der Einlagensicherung. Bei einem Kreditinstitut sind Guthaben nach § 8 EinSiG bis 100.000 € je Einleger und Institut entschädigungsfähig; Commerzbank, Deutsche Bank mit den Marken Postbank und FYRST und die Solaris SE hinter Kontist sind solche Institute, die privaten Banken sichern über den Einlagensicherungsfonds zusätzlich ab. Qonto und Holvi sind Zahlungsinstitute, Finom nach eigener Angabe ein E-Geld-Institut, Vivid Money S.A. steht unter Aufsicht der luxemburgischen CSSF: Diese Anbieter müssen Kundengelder getrennt vom eigenen Vermögen verwahren – Qonto legt sie nach seinem Rahmenvertrag auf Treuhandsammelkonten bei Kreditinstituten oder in garantierte Fondsanteile, Vivid hält einen Teil auf einem Kundengeldkonto bei einer französischen Partnerbank, Holvi schreibt in den AGB, ein Zahlungskonto sei „not similar to a bank account held with a credit institution“. Statt eines Entschädigungsanspruchs hat der Kunde einen Anspruch auf getrennt verwahrtes Geld.
Wer eine Finanzierungsrunde einwirbt, wird vom Investor nach dem Institut hinter dem Konto gefragt – und nach der Verteilung. Zwei Konten bei zwei Instituten, davon eines eine Bank mit Einlagensicherung und Sicherungsfonds, sind für ein Startup mit siebenstelligem Guthaben keine Übertreibung, sondern der Normalfall. Wer Rücklagen verzinsen will, findet die Konditionen auf den Seiten Firmentagesgeld und Firmenfestgeld.
Buchhaltung, Schnittstellen, Reporting
Ein Startup meldet monatlich an Investoren und quartalsweise an den Beirat; die Zahlen kommen aus der Buchhaltung, und die Buchhaltung kommt aus dem Konto. Was die Anbieter liefern: Qonto verbindet sich direkt mit DATEV über den Bankdatenservice, die erweiterte DATEV-Anbindung gibt es ab dem Tarif Smart, dazu eine API für eigene Anwendungen; Finom integriert Buchhaltungsprogramme; Vivid stellt DATEV-konforme Exporte und MT940-Dateien bereit und verbindet sich mit DATEV und lexoffice; Revolut nennt Integrationen für Buchhaltungssoftware und HR-Plattformen, die Business-API erst in höheren Tarifen; Kontist schätzt Steuern in Echtzeit, beschränkt mehrere Buchhaltungsfunktionen aber auf Einzelunternehmer; die Postbank bietet die DATEV-Schnittstelle im ersten Jahr des Gründerkontos kostenlos, danach für 10 € im Monat. Welches Konto sich mit welcher Software verbindet und was die Anbindung kostet, steht auf der Seite Geschäftskonto mit Buchhaltungsintegration; wie Unterkonten Steuerrücklagen und Fördermittel trennen, auf der Seite Geschäftskonto mit Unterkonten.
Internationale Teams und Kunden
Startups mit Kunden in den USA oder Entwicklern in Portugal zahlen und empfangen in Fremdwährungen. Revolut Business führt Multi-Währungskonten mit Kontodaten in über 30 Währungen und tauscht in Basic 1.000 € im Monat zum Interbankkurs, darüber mit 0,6 % Aufschlag; Vivid nimmt eingehende SWIFT-Zahlungen im Einstiegstarif ohne Gebühr an; Wise Business hält Guthaben in Fremdwährungen ohne Grundpreis, verlangt aber einmalig 55 € für die Bankverbindungen. Kontist nennt auf seiner Preisseite nur Kartenzahlungen und Abhebungen in Fremdwährung, keine SWIFT-Überweisungen – wer sie braucht, fragt vor dem Antrag nach. Wer Mitarbeiter im Ausland bezahlt, prüft außerdem, ob das Konto Sammelüberweisungen und Daueraufträge in Fremdwährung ausführt. Die Frage nach dem Konto für Gründer, die selbst aus dem Ausland kommen, beantwortet die Seite Geschäftskonto für Nicht-EU-Ausländer.
Welches Konto zu welcher Startup-Phase passt
| Phase | Passt am ehesten | Vorher prüfen |
|---|---|---|
| Gründung der GmbH oder UG, Stammkapital einzahlen | Qonto (Gründerkonto), Holvi, Kontist, Finom, Vivid, FYRST; Commerzbank mit 48-Stunden-Zusage | Zusage für die Gesellschaft in Gründung; Form der Einzahlungsbestätigung; bleibt die IBAN nach der Eintragung? |
| Erste Mitarbeiter, Ausgaben im Team | Finom ab Smart, Vivid, Revolut Business; Qonto Team-Tarife | Preis je Nutzer; Freigaberegeln; Karten mit Limits je Person |
| Seed- oder Series-A-Runde | Konto bei einer Bank mit Einlagensicherung (Commerzbank, Deutsche Bank/FYRST/Postbank, Kontist über Solaris) neben dem digitalen Konto | Guthabenschutz; Unterkonto mit eigener IBAN für die Runde; Einzahlung nach § 56a GmbHG vor der Anmeldung |
| Kunden und Team im Ausland | Revolut Business, Vivid, Wise Business | Währungskonten, Interbankkurs-Limit, SWIFT-Gebühren, Sammelüberweisungen |
| Bareinnahmen (Gastronomie-, Handels-Startup) | Commerzbank, Postbank, FYRST | Gebühr je Bareinzahlung; Aktionsfrist und regulärer Preis danach |
| Die Zuordnung folgt den Rechtsformlisten, Tarifseiten und Rechtstexten der Anbieter; sie ist keine Rangfolge. Die Konditionen aller Konten liefert der Vergleich am Seitenanfang. | ||
So nutzen Sie den Vergleich
Der Vergleich am Seitenanfang zeigt Konten, die eine Gesellschaft in Gründung annehmen oder ein Gründerkonto führen, mit Grundpreis, Freiposten, Karten und Kontoeigenschaften aus unserer eigenen Produktdatenbank, die wir gegen die Preisverzeichnisse der Anbieter pflegen. Eine Rangfolge oder Bewertungspunkte gibt es nicht. Über den Knopf „Zum Anbieter“ gelangen Sie zum Antrag; kommt darüber ein Vertrag zustande, zahlt uns der Anbieter dafür eine Vergütung – auf die dargestellten Konditionen hat das keinen Einfluss.
Häufige Fragen zum Geschäftskonto für Startups
Es muss sogar: Die Anmeldung einer GmbH darf nach § 7 Abs. 2 GmbHG erst erfolgen, wenn auf jeden Geschäftsanteil ein Viertel eingezahlt ist, insgesamt mindestens 12.500 €; bei der UG muss das Stammkapital nach § 5a Abs. 2 GmbHG vollständig eingezahlt sein. Das Konto wird deshalb für die Gesellschaft in Gründung eröffnet. Qonto, Finom, Kontist, Holvi, Vivid und FYRST nehmen die GmbH oder UG in Gründung nach eigenen Angaben an, die Commerzbank wirbt mit Kontoeröffnung und Kapitaleinzahlung in 48 Stunden; die ING nimmt keine GmbH in Gründung an, N26 nur Freiberufler und Solo-Selbstständige (Stand: 24.09.2026).
Als Einlage auf eine Kapitalerhöhung. Für jeden neuen Geschäftsanteil braucht es nach § 55 Abs. 1 GmbHG eine notariell aufgenommene oder beglaubigte Übernahmeerklärung des Investors; die Einlagen sind nach § 56a GmbHG wie bei der Gründung vor der Anmeldung zu leisten, mindestens ein Viertel je Anteil. In der Anmeldung versichern die Geschäftsführer nach § 57 Abs. 2 GmbHG, dass die Einlagen bewirkt sind und zu ihrer freien Verfügung stehen. Der Kontoeingang muss dem Beschluss zuzuordnen sein – Datum, Absender, Betrag und Verwendungszweck. Ein Unterkonto mit eigener IBAN für die Runde trennt das Kapital vom laufenden Geschäft.
Die Modelle unterscheiden sich stark. Qonto berechnet in den Solo-Tarifen 10 € im Monat je zusätzlichem Adminzugang und führt für Unternehmen Team-Tarife mit Rollen und Freigaben; Finom erlaubt im Basic-Tarif zwei Nutzer und ab Smart eine unbegrenzte Anzahl von Teammitgliedern mit Rollenverwaltung; Revolut Business enthält unbegrenzte Teammitglieder schon in Basic, benutzerdefinierte Genehmigungen und Kontozugriffsrechte erst in höheren Tarifen; Vivid gibt Karten für Teammitglieder kostenlos aus, mit Limits je Person. Entscheidend ist nicht die Zahl der Nutzer, sondern ob das Konto die Freigaberegel abbildet, die im Gesellschaftsvertrag steht (Stand: 24.09.2026).
Das hängt vom Institut hinter der Marke ab. Bei einem Kreditinstitut sind Guthaben nach § 8 EinSiG bis 100.000 € je Einleger und Institut entschädigungsfähig; Commerzbank, Deutsche Bank mit Postbank und FYRST und die Solaris SE hinter Kontist sind solche Institute, die privaten Banken sichern über den Einlagensicherungsfonds zusätzlich ab. Qonto und Holvi sind Zahlungsinstitute, Finom nach eigener Angabe ein E-Geld-Institut, Vivid Money S.A. steht unter Aufsicht der luxemburgischen CSSF: Sie müssen Kundengelder getrennt vom eigenen Vermögen verwahren, eine gesetzliche Einlagensicherung gibt es dort nicht. Nach einer Finanzierungsrunde verteilen viele Startups das Guthaben deshalb auf zwei Institute.
Nur, wenn Kunden oder Mitarbeiter außerhalb des Euroraums sitzen. Revolut Business führt Multi-Währungskonten, sendet und empfängt in über 30 Währungen und tauscht im Basic-Tarif 1.000 € im Monat zum Interbankkurs, darüber mit 0,6 % Aufschlag; Vivid nimmt eingehende SWIFT-Zahlungen im Einstiegstarif ohne Gebühr an; Wise Business hält Guthaben in Fremdwährungen ohne Grundpreis und verlangt einmalig 55 € für die Bankverbindungen. Wer nur in Euro arbeitet, zahlt für diese Funktionen mit, ohne sie zu nutzen (Stand: 24.09.2026).
Bei Qonto ist die direkte Verbindung mit DATEV über den Bankdatenservice enthalten, die erweiterte Anbindung gibt es ab dem Tarif Smart; Vivid stellt DATEV-konforme Exporte und MT940-Dateien bereit und verbindet sich mit DATEV und lexoffice; die Postbank bietet die DATEV-Schnittstelle im ersten Jahr des Gründerkontos für 0 €, danach für 10 € im Monat. Kontist beschränkt mehrere Buchhaltungsfunktionen auf Einzelunternehmer, Revolut nennt Integrationen für Buchhaltungssoftware, die Business-API aber erst in höheren Tarifen. Welche Anbindung im Grundtarif steckt, entscheidet über die Kosten des ersten Jahres oft mehr als der Grundpreis (Stand: 24.09.2026).
Quellen und Rechtsgrundlagen (Stand: 24.09.2026)
Gesetze (gesetze-im-internet.de, abgerufen am 24.09.2026): § 7 GmbHG (Anmeldung, Einzahlung vor der Anmeldung) · § 5a GmbHG (Unternehmergesellschaft) · § 8 GmbHG (Inhalt der Anmeldung, Versicherung) · § 11 GmbHG (Vorgesellschaft) · § 2 Abs. 1a GmbHG (Musterprotokoll) · § 55 GmbHG (Erhöhung des Stammkapitals) · § 56a GmbHG (Leistungen auf das neue Stammkapital) · § 57 GmbHG (Anmeldung der Erhöhung) · § 8 EinSiG (Einlagensicherung 100.000 €).
Anbieter (eigene Seiten, Preisverzeichnisse, Hilfezentren, AGB; Abrufdaten in Klammern): Qonto – Gründerkonto-Seite, Preisseite und Preisverzeichnis vom 03.08.2026 (06.09.2026) · Finom-Hilfezentrum – Rechtsformen, Tarife (06.09.2026) · Kontist – Konto für Unternehmen in Gründung, Preisseite (06./07.09.2026) · Holvi – Geschäftskonto für GmbH oder UG in Gründung (24.09.2026), Holvi Terms of Service Version 3.9 (06.09.2026) · FYRST – FAQ mit Rechtsformliste, Preis- und Leistungsverzeichnis vom 04.05.2026 (06.09.2026) · Commerzbank – Geschäftskonten für Gründer (06./07.09.2026) · Postbank – Gründerkonto (24.09.2026) · Deutsche Bank – Geschäfts- und Firmenkonto (24.09.2026) · Revolut Business – Tarife (24.09.2026) · Vivid Business mit Rechtsformliste und Sicherheitsangaben (24.09.2026) · Wise Business – Gebühren (24.09.2026) · ING – Rechtsformliste (06.09.2026) · N26 – Geschäftskonto-Seiten (06.09.2026).
Grundpreise und Kontoeigenschaften im Vergleich: unsere eigene Produktdatenbank, abgerufen am 24.09.2026, gepflegt gegen die Preisverzeichnisse der Anbieter.