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Briefe ins Ausland adressieren nach DIN 5008

Wer Briefe ins Ausland schicken will, muss besonders auf die richtige Adressierung achten. Hilfe liefert hier DIN 5008. Es handelt sich dabei um einen Standard, der in Deutschland für die Gestaltung von Texten und Dokumenten, einschließlich Briefanschriften, verwendet wird.
Struktur einer Auslandsanschrift gemäß DIN 5008
Gemäß der DIN 5008-Norm sollte eine Auslandsanschrift in der folgenden Reihenfolge und Struktur formatiert werden:
- Name des Empfängers
- Straße und Hausnummer
- Postleitzahl und Ort (diesen in Großbuchstaben)
- Land in Großbuchstaben
Beachten Sie: Die DIN 5008 besagt ausdrücklich, dass sich die Adresszeilen unterhalb des Empfängernamens nach den Regeln des jeweiligen Ziellandes richten müssen. So steht in den USA oder UK die Postleitzahl etwa hinter oder unter dem Ort (in den USA zwingend in derselben Zeile hinter dem zweistelligen Bundesstaaten-Kürzel, im Vereinigten Königreich immer als eigene Zeile unter dem Ortsnamen).
Zusätzlich zur Großschreibung von Ort und Land sollten alle Elemente der Anschrift linksbündig geschrieben werden. Ebenso sind keine trennenden Satzzeichen zwischen PLZ und Ort (z. B. kein Komma bei „75002 PARIS“) und auch keine Satzzeichen am Zeilenende zu verwenden. Das dient der besseren Maschinenlesbarkeit.
Außerdem wichtig: Laut aktueller DIN 5008-Empfehlung dürfen vor dem Bestimmungsland keine Leerzeilen mehr im Anschriftenblock verwendet werden.
Doch wie steht es mit Abkürzungen?
DIN 5008 besagt hier ausdrücklich, dass die Adresszeilen unterhalb des Empfängernamens den Regeln des Ziellandes folgen müssen. Im englischsprachigen Raum beispielsweise sind Abkürzungen wie „St.“ (Street), „Rd.“ (Road), „Apt.“ (Apartment) oder „Ltd.“ (Limited) absolut üblich, teilweise sogar für die automatisierte Sortierung der dortigen Postdienstleister vorgeschrieben.
Beispiele
Um dies zu veranschaulichen, betrachten wir zwei Beispiele, die die Anwendung der DIN 5008 Norm für Auslandsanschriften zeigen:
Beispiel 1 – Brief nach England:
John Smith
123 Baker Street
LONDON
W1U 6WG
GROSSBRITANNIEN
Beispiel 2 – Brief nach Frankreich:
Marie Dupont
12 Rue de la Paix
75002 PARIS
FRANKREICH
Beispiel 3 – Brief in die USA:
John Doe
123 Fifth Avenue
NEW YORK NY 10001
USA
In allen drei Beispielen wird der vollständige Name des Empfängers verwendet und die Straße und Hausnummer sind in einer Zeile notiert. Ort und PLZ stehen je nach Zielland auf einer gemeinsamen Zeile oder in getrennten Zeilen. Land sowie Ort werden in Großbuchstaben geschrieben. Beachten Sie, dass keine Länderkürzel verwendet werden.
Schreiben Sie, wenn möglich, den Namen der Stadt in der Sprache des Ziellandes, da dies die Sortierung des Briefes dort beschleunigt. Das Zielland sollte wiederum in deutscher Schreibweise angegeben werden, da die Sortierung hier erfolgt (Englisch und Französisch sind aber auch international akzeptiert).
Soll der Brief in ein Land mit anderem Alphabet (China, Japan, etc.) versendet werden, muss der Name des Ortes trotzdem in lateinischen Buchstaben geschrieben werden. Hier empfiehlt sich dann aber die internationale Schreibweise, also Beijing statt Peking und Tokyo statt Tokio. Die Deutsche Post empfiehlt jedoch ausdrücklich, bei Ländern mit anderen Alphabeten die Adresse zusätzlich in den landesüblichen Schriftzeichen aufzubringen.
Fazit
Die DIN 5008 Norm für Auslandsanschriften stellt sicher, dass die Anschrift klar und leicht verständlich ist, was insbesondere bei internationalen Sendungen von entscheidender Bedeutung ist. Durch das Einhalten dieser Norm kann die korrekte Zustellung der Post gewährleistet werden.
Es ist wichtig zu beachten, dass trotz der allgemeinen Anwendung der DIN 5008 Norm, länderspezifische Besonderheiten bezüglich der Formatierung von Anschriften existieren können. Diese sollten bei der Adressierung internationaler Post berücksichtigt werden.