Transparenz

myPOS und SumUp: welcher Tarif bei welchem Umsatz passt

myPOS und SumUp verkaufen ihre Kartenterminals ohne Mietvertrag, beide haben einen Tarif ohne Grundgebühr und machen auf Wunsch das Smartphone zum Terminal. Unterschiede zeigen sich beim Aufschlag für Firmen- und Auslandskarten, beim Weg des Geldes aufs Konto und bei der Frage, welches Gerät die girocard annimmt. Ab welchem Kartenumsatz sich die Abo-Tarife rechnen, hängt vom Kartenmix Ihrer Kundschaft ab.
Geschrieben von
Janine El-Saghir
Geprüft von
Erkan Boga
Bearbeitet von
Sabine Zimmermann

Was myPOS und SumUp bei Ihrem Umsatz kosten

Zwei Angaben reichen: Ihr Kartenumsatz im Monat und der ungefähre Anteil an Firmen-, Premium- und Auslandskarten. Die Übersicht rechnet für beide Anbieter mit dem jeweils passenden Tarif; der Gerätepreis steht getrennt, er fällt nur einmal an.

Für diese Karten verlangen viele Anbieter höhere Gebühren.

Bei 5.000 € Kartenumsatz zahlen Sie je nach Anbieter zwischen 61,50 € und 71,50 € pro Monat.

2 Anbieter · sortiert nach Kosten pro Monat

SumUp
Platz 1 bei Ihrem Umsatz
Kosten pro Monat bei 5.000 € Kartenumsatzgünstigster Tarif: Zahlungen Plus (19 € Grundgebühr) 61,50 €
34 €
Gerät ab · Solo Lite, einmalig
0,79 %
Transaktionsgebühr · Premium- und Auslandskarten 1,39 %
nächster Tag bis 7 Uhr
Auszahlung
Konto inklusiveTap to Pay ohne Gerät
Tarife
Standard keine Grundgebühr · Inlandskarten 1,39 % · keine Vertragsbindung
Zahlungen Plus 19 € pro Monat · Inlandskarten 0,79 % · Premium- und Auslandskarten 1,39 % · keine Vertragsbindung
Geräte (Preise netto, einmalig)
Solo Lite 34 € · benötigt ein Smartphone · Bluetooth
koppelt per Bluetooth mit dem Smartphone
Solo 79 € · WLAN + SIM
eigenständiges Gerät
Terminal 169 € · mit Drucker · WLAN + SIM
Auszahlung & Konto
Auszahlung aufs Anbieterkontonächster Tag bis 7 Uhr
Auszahlung auf ein Fremdkonto1–3 Werktage
KontoKonto inklusive, optional
myPOS
Platz 2 bei Ihrem Umsatz
Kosten pro Monat bei 5.000 € Kartenumsatzgünstigster Tarif: One 71,50 €
55 €69 €
Gerät ab · myPOS Flex, einmalig
1,29 %
Transaktionsgebühr · Premium- und Auslandskarten 2,69 %
sofort
Auszahlung
Konto erforderlichgirocard
Tarife
One keine Grundgebühr · Inlandskarten 1,29 % · Premium- und Auslandskarten 2,69 %
Plus 19 € pro Monat · Inlandskarten 0,89 % · Premium- und Auslandskarten 2,49 %
Pro 39 € pro Monat · Inlandskarten 0,79 % · Premium- und Auslandskarten 2,49 %
Geräte (Preise netto, einmalig)
myPOS Flex 55 €69 € · WLAN + SIM
Aktionspreis
myPOS Ultra GC 179 € · mit Drucker · Bluetooth + WLAN + SIM
Auszahlung & Konto
Auszahlung aufs Anbieterkontosofort
Auszahlung auf ein Fremdkontoper Überweisung
KontoKonto beim Anbieter erforderlich

Kosten pro Monat = Monatsgebühr des Tarifs + Kartenumsatz × Transaktionsgebühr; für Premium-, Firmen- und Auslandskarten gilt der höhere Satz des Anbieters. Je Anbieter zeigen wir den Tarif, der bei Ihrem Umsatz am günstigsten ist. Setzt ein Anbieter sein eigenes Geschäftskonto voraus, ist die Gebühr des günstigsten dafür nötigen Kontotarifs eingerechnet – abschaltbar, falls Sie das Konto schon haben. Verlangt ein Tarif einen Mindestumsatz, ist die Mindestumsatzgebühr eingerechnet, solange Ihr Umsatz darunter liegt. Der Gerätepreis fällt einmalig an und ist nicht eingerechnet. Alle Preise netto zzgl. MwSt.

Die Liste ist nach Kosten sortiert. Bezahlte Platzierungen stehen ausschließlich im gekennzeichneten Anzeigen-Block und verändern die Reihenfolge nicht.

Werbehinweis: Anbieter-Links in dieser Übersicht sind Werbelinks (Affiliate-Links) — für Abschlüsse darüber erhalten wir eine Provision vom Anbieter.

Das Wichtigste in Kürze
  • Beide starten ohne Grundgebühr und ohne Mindestlaufzeit. myPOS One und der Standardtarif von SumUp kosten nichts im Monat, die Abo-Tarife lassen sich bei beiden jederzeit kündigen.
  • Der Kartenmix entscheidet über den Satz. myPOS verlangt für girocard und Verbraucherkarten aus dem EWR weniger als für Firmen-, Premium- und Auslandskarten. SumUp berechnet im Standardtarif für jede Karte denselben Satz.
  • myPOS schreibt jede Zahlung in Sekunden gut, rund um die Uhr, auf dem mitgelieferten Geschäftskonto mit eigener IBAN. SumUp zahlt bis 7 Uhr am nächsten Morgen auf das SumUp-Konto aus oder nach ein bis drei Werktagen auf Ihr Bankkonto.
  • Die girocard nimmt bei myPOS das Ultra GC an, bei SumUp unter anderem das Solo und das Terminal. Über Tap to Pay auf dem Smartphone nimmt sie derzeit keiner der beiden an.
  • Den Go 2 bietet myPOS auf seiner deutschen Website derzeit nicht an. Dort stehen Flex, Ultra GC und die Smartphone-Lösung Glass (Stand: 01.10.2026).

myPOS und SumUp im Vergleich: die Konditionen

Beide Anbieter verkaufen ihre Geräte zu festen Preisen im eigenen Onlineshop, beide verlangen keine Mindestlaufzeit, und beide sind E-Geld-Institute unter der Aufsicht der irischen Zentralbank. Die Unterschiede liegen in den Sätzen je Kartenart, im Weg des Geldes und in der Geräteauswahl.

myPOS und SumUp: Konditionen im Vergleich (Stand: 30.09.2026)
Merkmal myPOS SumUp
Grundgebühr im Monat 0 € (One), 19 € (Plus) oder 39 € (Pro) 0 € (Standard) oder 19 € (Zahlungen Plus, im Jahresabo 199 €)
Gebühr je Zahlung vor Ort One: 1,29 % für girocard und Verbraucherkarten aus dem EWR, 2,69 % für alle anderen Karten; in Plus und Pro ab 0,79 % Standard: 1,39 % für jede Karte, auch American Express; Zahlungen Plus: 0,79 % für Verbraucherkarten aus dem EWR, sonst 1,39 %
Geld verfügbar in Sekunden auf dem myPOS-Konto, rund um die Uhr bis 7 Uhr am Folgetag auf dem SumUp-Konto; auf ein anderes Bankkonto in ein bis drei Werktagen
Geräte, einmalig Tap to Pay (Glass) 0 €, Flex 69 €, Ultra GC 179 € Tap to Pay 0 €, Solo Lite 34 €, Solo 79 €, Terminal 169 €
Besonderheit Geschäftskonto mit IBAN und Mastercard-Debitkarte inklusive; Ultra GC per ZVT an Kassensysteme anschließbar ein Satz für alle Karten im Standardtarif; 0 % Gebühr, wenn Kunden mit einer persönlichen SumUp-Karte zahlen
Tarife One, Plus, Pro; Plus und Pro mit 25 bzw. 50 % Rabatt auf das erste Gerät Standard, Zahlungen Plus (7 Tage kostenlos testbar), individueller Tarif ab 10.000 € Umsatz im Monat
girocard am Ultra GC; für Flex und Glass angekündigt unter anderem an Solo und Terminal; nicht über Tap to Pay
Konto und Sicherung der Guthaben E-Geld-Konto inklusive und für die Zahlungsannahme nötig; Guthaben getrennt vom Firmenvermögen bei regulierten europäischen Banken E-Geld-Konto kostenlos und freiwillig; Guthaben getrennt vom Firmenvermögen verwahrt
Tap to Pay Glass auf dem iPhone (ab XS) und unter Android (ab Version 11), in allen Tarifen ohne Aufpreis auf iPhone und Android, gleiche Gebühr wie am Terminal, keine Obergrenze für den Betrag
Vertragsbindung keine Mindestlaufzeit, keine Kündigungsgebühr; Tarifwechsel in der App zum nächsten Abrechnungsdatum Standardtarif ohne Abo; Zahlungen Plus jederzeit kündbar, läuft bis zum Ende des bezahlten Zeitraums
Gerätepreise netto zzgl. 19 % MwSt., so von beiden Anbietern ausgewiesen; zu Grundgebühren und Gebühren je Zahlung machen beide keine Steuerangabe. Den Flex gibt es bei myPOS bis 16.10.2026 für neue Händler zum Aktionspreis von 55 €. Quelle: Preis-, Produkt- und Hilfeseiten von myPOS und SumUp, abgerufen am 30.09.2026.

Beim Satz je Zahlung folgen die beiden zwei Modellen: myPOS staffelt nach Kartenart, SumUp nimmt im Standardtarif für jede Karte dasselbe und staffelt erst im Abo. Welches Modell für Sie weniger kostet, entscheidet der Kartenmix Ihrer Kundschaft.

Für wen passt was?

Ob myPOS oder SumUp weniger kostet, hängt an drei Größen: am Kartenumsatz, am Kartenmix und daran, wie schnell Sie das Geld brauchen. Weitere Anbieter mit denselben Reglern stehen im Kartenterminal-Vergleich.

Gelegentliche Kartenzahlung

Wer nur ab und zu eine Karte annimmt – beim Kundentermin, auf dem Wochenmarkt, in der Saison –, braucht einen Tarif ohne Grundgebühr und kein teures Gerät. Das bieten beide: myPOS One und SumUp Standard kosten nichts im Monat, und Tap to Pay auf dem eigenen Smartphone ist bei beiden ohne Gerätekauf nutzbar. Die Gebühren liegen bei kleinen Umsätzen nah beieinander: 500 € Kartenumsatz kosten bei SumUp 6,95 €, bei myPOS One 6,45 €, wenn nur mit girocard und privaten EWR-Karten gezahlt wird, und 7,15 € bei einem Zehntel Firmen- und Auslandskarten. Für Saisonbetriebe nennt die Preistabelle von myPOS eine Inaktivitätsgebühr von 20 €; sie wird fällig, wenn zehn Monate lang keine Zahlung läuft und auch in den zwei Monaten nach der Vorankündigung keine folgt.

Das Geld wird sofort gebraucht

Im Taxi, im Lieferdienst oder am Marktstand mit Bareinkauf beim Großhändler zählt, wann der Umsatz verfügbar ist. myPOS schreibt jede Kartenzahlung Sekunden später auf dem myPOS-Konto gut, auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen; mit der mitgelieferten Mastercard-Debitkarte lässt sich das Geld direkt ausgeben. Bei SumUp liegt der Umsatz des Vortags spätestens um 7 Uhr auf dem SumUp-Geschäftskonto, ebenfalls an jedem Tag der Woche, und auch dazu gibt es eine Mastercard.

Viele Kunden zahlen mit girocard

Hier entscheidet das Gerät, nicht der Tarif. Bei myPOS nimmt heute das Ultra GC die girocard an, bei SumUp unter anderem das Solo und das Terminal; Einzelheiten stehen im Abschnitt girocard. Beim Preis gehört die girocard bei beiden zur günstigen Seite: myPOS ordnet sie den inländischen und EWR-Verbraucherkarten zu, SumUp im Abo den inländischen EC- und Kreditkarten.

Hoher Anteil an Firmen- und Auslandskarten

Hotels, Ferienorte, Messestände und Betriebe mit Geschäftskundschaft sehen viele Firmenkreditkarten, Premium-Karten und Karten aus Ländern außerhalb des EWR. Für diese Karten verlangt myPOS im Tarif One 2,69 %, SumUp im Standardtarif 1,39 % wie für jede andere Karte. Rechnerisch treffen sich die beiden Durchschnittssätze bei einem Anteil von gut 7 % solcher Karten: Darunter kommt myPOS One günstiger weg, darüber SumUp Standard. Bei einem Fünftel Firmen- und Auslandskarten liegt myPOS One im Schnitt bei 1,57 %.

Wachsender Umsatz

Mit dem Umsatz werden die Abo-Tarife interessant. Bei SumUp rechnet sich Zahlungen Plus ab rund 3.200 bis 3.500 € Kartenumsatz im Monat, bei myPOS der Tarif Plus ab 4.750 bis 5.000 € und Pro erst ab rund 20.000 €; die Herleitung steht im nächsten Abschnitt. Ab 10.000 € Umsatz im Monat bietet SumUp zusätzlich einen individuell verhandelten Tarif an. Beide Abos lassen sich jederzeit kündigen, die Kündigung wirkt zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums – beim Jahresabo von SumUp also nach dem bezahlten Jahr.

Tarife: ab welchem Umsatz sich die Grundgebühr rechnet

Ein Abo trägt sich, sobald die gesparten Prozente die Monatsgebühr wieder einspielen. Weil beide Anbieter für Firmen-, Premium- und Auslandskarten im Abo wenig oder gar nichts nachlassen, schiebt ein hoher Anteil dieser Karten die Schwelle nach oben.

Tarifstaffeln von myPOS und SumUp mit Umsatzschwelle (Stand: 30.09.2026)
Tarif Grundgebühr im Monat girocard und EWR-Verbraucherkarten Firmen-, Premium- und Auslandskarten günstiger als der Tarif darüber ab
myPOS One 0 € 1,29 % 2,69 % –
myPOS Plus 19 € 0,89 % 2,49 % 4.750 € / 5.000 €
myPOS Pro 39 € 0,79 % 2,49 % 20.000 € / 22.222 €
SumUp Standard 0 € 1,39 % 1,39 % –
SumUp Zahlungen Plus 19 € (oder 199 € im Jahr) 0,79 % 1,39 % 3.167 € / 3.519 €
Letzte Spalte: Kartenumsatz im Monat, ab dem der Tarif weniger kostet als der Tarif der Zeile darüber – erster Wert, wenn nur mit girocard und Verbraucherkarten aus dem EWR gezahlt wird, zweiter Wert bei 10 % Firmen-, Premium- und Auslandskarten; bei SumUp mit dem Monatsabo gerechnet. Eigene Rechnung aus den Sätzen der Anbieter, nur Zahlungen vor Ort. Quelle: Preis- und Tarifseite von myPOS, Preisseite und Seite „Zahlungen Plus“ von SumUp, abgerufen am 30.09.2026.

SumUp: Zahlungen Plus senkt den Satz für Verbraucherkarten aus dem EWR um 0,60 Prozentpunkte, alle anderen Karten bleiben bei 1,39 %. Zahlt die ganze Kundschaft mit solchen Karten, spielen 3.167 € Kartenumsatz die 19 € wieder ein (19 € ÷ 0,006). Bei 10 % Firmen-, Premium- und Auslandskarten wirkt die Ersparnis nur auf neun Zehntel des Umsatzes, die Schwelle steigt auf rund 3.500 € – den Wert, den SumUp selbst auf seiner Preisseite nennt. Die 3.900 €, die SumUp in den Fragen auf seinen Geräteseiten angibt, entsprechen einem Anteil von knapp 20 %. Mit dem Jahresabo für 199 €, umgerechnet 16,58 € im Monat, sinkt die Schwelle auf 2.764 € beziehungsweise 3.071 €.

myPOS: Plus senkt beide Sätze, um 0,40 Prozentpunkte für girocard und EWR-Verbraucherkarten und um 0,20 Prozentpunkte für alle anderen Karten. Ohne Firmen- und Auslandskarten sind die 19 € ab 4.750 € Umsatz verdient, bei 10 % Anteil ab 5.000 €. Pro kostet 20 € mehr als Plus und senkt nur den ersten Satz um weitere 0,10 Prozentpunkte; der Schritt von Plus zu Pro lohnt sich deshalb erst ab 20.000 € Kartenumsatz im Monat, bei 10 % Anteil ab 22.222 €. Einmalig kommt ein Vorteil hinzu: Mit Plus kostet das erste Gerät 25 % weniger, mit Pro die Hälfte – beim Ultra GC sind das 44,75 € beziehungsweise 89,50 € netto.

Wie Grundgebühr, Prozentsatz und Kartenmix bei allen Anbietern zusammenwirken, steht auf unserer Seite zu den Gebühren der Kartenzahlung.

Geräte: was myPOS und SumUp in Deutschland anbieten

Bei beiden Anbietern wird auf Wunsch das eigene Smartphone zum Terminal, und bei beiden gibt es ein Gerät mit Belegdrucker. Den Einstieg mit eigenem Gerät lösen sie verschieden: Das Solo Lite von SumUp arbeitet mit einem gekoppelten Smartphone zusammen, der Flex von myPOS kommt mit eigener 4G- und WLAN-Verbindung ohne Handy aus.

Geräte von myPOS und SumUp (Stand: 30.09.2026)
Gerät Bauart Preis netto Preis brutto Hinweis
myPOS Glass Tap to Pay als App auf iPhone oder Android 0 € 0 € ohne Zusatzgerät
myPOS Flex eigenständiges Terminal mit 4G und WLAN, ohne Drucker 69 €, bis 16.10.2026 für neue Händler 55 € 82,11 € bzw. 65,45 € über 550 Zahlungen je Akkuladung
myPOS Ultra GC eigenständiges Terminal mit 4G, WLAN und Thermodrucker 179 € 213,01 € Anbindung an Kassensysteme über ZVT
SumUp Tap to Pay App auf iPhone oder Android 0 € 0 € ohne Zusatzgerät
SumUp Solo Lite Kartenleser, der mit dem Smartphone gekoppelt wird 34 € 40,46 € 1.000 Zahlungen je Akkuladung
SumUp Solo eigenständiges Terminal mit Touchscreen, 4G-SIM und WLAN 79 € 94,01 € mit Tresen- oder Mobildrucker 109 € netto
SumUp Terminal eigenständiges Terminal mit Touchscreen, Belegdrucker, WLAN und SIM 169 € 201,11 € Kassenfunktionen, Cloud-TSE ohne Aufpreis
Bruttopreise bei SumUp laut Produktseite, bei myPOS mit 19 % MwSt. auf den ausgewiesenen Nettopreis gerechnet. Zahlungen je Akkuladung nach Herstellerangabe. Quelle: Geräte- und Produktseiten von myPOS und SumUp, abgerufen am 30.09.2026.

Wer die Kleinunternehmerregelung nutzt, bekommt die Umsatzsteuer nicht zurück; für ihn gilt die Spalte mit den Bruttopreisen. SumUp gibt auf seine Geräte 30 Tage Geld-zurück-Garantie und ein Jahr Gewährleistung, myPOS liefert den Flex nach eigener Angabe meist innerhalb von drei Werktagen. Wie Tap to Pay auf iPhone und Android eingerichtet wird, zeigt unsere Seite Tap to Pay.

Und der myPOS Go 2?

Auf der deutschen Website bietet myPOS den Go 2 derzeit nicht an: Die deutsche Produktadresse leitet auf die Geräteübersicht weiter, und dort stehen Flex, Ultra GC und Glass (Stand: 01.10.2026). In Österreich, Frankreich und Großbritannien führt myPOS den Go 2 weiter, in Österreich und Frankreich für 39 € netto; deshalb taucht er in Vergleichen auf. Die girocard nennt myPOS für den Go 2 nicht: Sein Datenblatt führt Zertifizierungen für Visa, Mastercard, American Express, JCB und Discover, für die girocard keine. Das kleinste Gerät ohne Smartphone, das myPOS hierzulande anbietet, ist der Flex. Ähnlich bei SumUp: Ein Lesegerät namens Air, das manche Vergleiche nennen, fehlt in der aktuellen deutschen Geräteübersicht, die Auswahl beginnt dort beim Solo Lite.

girocard: welches Gerät sie annimmt

Bei myPOS nimmt heute das Ultra GC die girocard an; die Produktseite nennt sie ausdrücklich, auch für die Sofortgutschrift. Für den Flex und für Tap to Pay mit Glass schreibt myPOS „folgt bald“, ein Datum steht nicht dabei. Wer die girocard vom ersten Tag an braucht, greift bei myPOS deshalb zum Ultra GC, dem größten Gerät im Sortiment und dem einzigen mit Belegdrucker.

Bei SumUp führen unter anderem die Produktseiten von Solo und Terminal die girocard unter den Zahlungsarten. Tap to Pay auf dem Smartphone nimmt sie nicht an: Die Listen für iPhone und Android nennen Visa, Mastercard, Maestro, American Express und Discover sowie Wallets wie Apple Pay und Google Pay, die girocard nicht. Wer mit dem Smartphone startet und viel girocard-Kundschaft hat, braucht also bei beiden Anbietern zusätzlich ein Terminal.

Auszahlung und Konto: wann das Geld da ist

Im Alltag unterscheiden sich die beiden vor allem beim Weg des Geldes. myPOS führt jede Zahlung über das eigene Geschäftskonto, SumUp lässt Ihnen die Wahl zwischen seinem Konto und Ihrer Hausbank.

Auszahlung bei myPOS und SumUp (Stand: 30.09.2026)
Punkt myPOS SumUp
Konto beim Anbieter inklusive, mit eigener IBAN und Mastercard-Debitkarte; alle Kartenzahlungen gehen dorthin kostenlos und freiwillig, mit Mastercard
Gutschrift auf dem Anbieterkonto in Sekunden, rund um die Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen bis 7 Uhr am Folgetag, auch an Wochenenden und Feiertagen
Weg auf das eigene Bankkonto SEPA-Überweisung vom myPOS-Konto: im Tarif One 1 € je Überweisung, in Plus 15 und in Pro 50 Überweisungen im Monat frei direkte Auszahlung in ein bis drei Werktagen, wahlweise täglich, wöchentlich (dienstags) oder monatlich (dritter Werktag des Folgemonats)
Quelle: Geschäftskonto-, Preis- und Produktseiten von myPOS, Geschäftskonto-, Produkt- und Hilfeseiten von SumUp, abgerufen am 30.09.2026.

Beide Konten sind E-Geld-Konten, keine Bankkonten. Nach der europäischen E-Geld-Richtlinie gelten Gelder, die ein E-Geld-Institut entgegennimmt, nicht als Einlagen; geschützt sind sie durch die getrennte Verwahrung, nicht durch die gesetzliche Einlagensicherung der Banken. Welche Geschäftskonten gleich ein Kartenterminal mitbringen, zeigt der Vergleich Geschäftskonto mit Kartenlesegerät; wie Kartenzahlung im Betrieb Schritt für Schritt eingeführt wird, der Ratgeber Kartenzahlung anbieten.

Häufig gestellte Fragen – FAQ

Beide verkaufen Kartenterminals ohne Mietvertrag, beide haben einen Tarif ohne Grundgebühr und bieten Tap to Pay auf dem Smartphone. myPOS koppelt die Zahlungsannahme an ein eigenes Geschäftskonto mit IBAN und schreibt jede Zahlung in Sekunden gut; die Gebühr hängt dort von der Kartenart ab. SumUp berechnet im Standardtarif für jede Karte denselben Satz und zahlt bis 7 Uhr am Folgetag auf das SumUp-Konto oder nach ein bis drei Werktagen auf das eigene Bankkonto aus. Welcher Anbieter bei Ihrem Umsatz weniger kostet, hängt vor allem vom Anteil der Firmen-, Premium- und Auslandskarten ab (Stand: 30.09.2026).

Auf der deutschen Website von myPOS derzeit nicht. Die deutsche Produktadresse des Go 2 leitet auf die Geräteübersicht weiter, und dort stehen der Flex, das Ultra GC und die Smartphone-Lösung Glass (Stand: 01.10.2026). In Österreich, Frankreich und Großbritannien verkauft myPOS den Go 2 weiter, in Österreich und Frankreich für 39 € netto; deshalb erscheint er in Vergleichen. Die girocard nennt myPOS für den Go 2 nicht, sein Datenblatt führt keine girocard-Zertifizierung. Das kleinste Gerät ohne Smartphone, das myPOS in Deutschland anbietet, ist der Flex.

Bei myPOS das Ultra GC; für den Flex und für Tap to Pay mit Glass kündigt myPOS die girocard an, ohne Datum. Bei SumUp führen unter anderem die Produktseiten von Solo und Terminal die girocard unter den Zahlungsarten, über Tap to Pay auf dem Smartphone nimmt SumUp sie nicht an. Wer vor allem girocard-Kundschaft hat, braucht also bei beiden ein Terminal statt nur des Smartphones (Stand: 30.09.2026).

Bei myPOS in Sekunden auf dem myPOS-Geschäftskonto, rund um die Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen; auf die Hausbank kommt das Geld dann per Überweisung, die im Tarif One je Vorgang eine Gebühr kostet. Bei SumUp liegt der Umsatz bis 7 Uhr am nächsten Morgen auf dem SumUp-Geschäftskonto, ebenfalls an jedem Tag der Woche. Wer sich direkt auf ein anderes Bankkonto auszahlen lässt, wartet bei SumUp ein bis drei Werktage und kann täglich, wöchentlich oder monatlich auszahlen lassen (Stand: 30.09.2026).

Bei myPOS gehört das Konto dazu: Alle Kartenzahlungen gehen auf das myPOS-Geschäftskonto mit eigener IBAN, von dort überweisen Sie auf Ihr Hausbankkonto. Bei SumUp ist das Geschäftskonto kostenlos und freiwillig, die Umsätze lassen sich auch direkt auf ein bestehendes Bankkonto auszahlen. Beide Konten sind E-Geld-Konten: Die Guthaben liegen getrennt vom Vermögen des Anbieters, gelten rechtlich aber nicht als Bankeinlagen.

Sobald die gesparten Prozentpunkte die Monatsgebühr einspielen. Weil SumUp im Abo den Satz für private Karten aus dem EWR stärker senkt als myPOS im Tarif Plus, liegt die Schwelle bei üblichem Kartenmix bei SumUp niedriger; der Tarif Pro von myPOS lohnt sich gegenüber Plus erst bei sehr hohen Kartenumsätzen. Firmen-, Premium- und Auslandskarten schieben die Schwelle bei beiden nach oben, weil das Abo für sie wenig oder nichts ändert. Die Rechnung mit den aktuellen Sätzen steht im Abschnitt zu den Tarifen, und der Rechner oben wählt den passenden Tarif selbst.

Ja, beide verlangen keine Mindestlaufzeit. Den Standardtarif von SumUp gibt es ohne Abo; Zahlungen Plus lässt sich jederzeit kündigen und läuft bis zum Ende des bezahlten Zeitraums weiter, beim Jahresabo also bis zum Ende des Jahres. Bei myPOS wechseln oder kündigen Sie den Tarif in der App, die Änderung gilt ab dem nächsten Abrechnungsdatum; danach läuft das Konto im Tarif One ohne Grundgebühr weiter. Die Geräte kaufen Sie bei beiden einmalig.

Quellen und Rechtsgrundlagen (Stand: 01.10.2026)

myPOS (abgerufen am 30.09.2026): Preise und Tarife mit Gebührentabelle · Übersicht der Kartenlesegeräte · myPOS Flex · myPOS Ultra GC · myPOS Glass (Tap to Pay) · Geschäftskonto; Angaben zur Zulassung als E-Geld-Institut (Central Bank of Ireland, Lizenznummer C475122) im Seitenfuß.

myPOS Go 2 (abgerufen am 01.10.2026): Produktseiten in Österreich, Frankreich und Großbritannien · Technische Spezifikationen des myPOS Go 2 (Zertifizierungen); die deutsche Übersicht der Kartenlesegeräte und die Preisseite am selben Tag erneut abgerufen.

SumUp (abgerufen am 30.09.2026): Preise; außerdem die Produktseiten zu Solo Lite, Solo, Terminal und Tap to Pay, die Seiten „Zahlungen Plus“ und „Geschäftskonto“ (E-Geld-Institut, Central Bank of Ireland, Referenznummer C195030) sowie die Hilfeartikel „Was sind Auszahlungen und wie funktionieren sie?“ und „Auszahlungseinstellungen“.

Recht (abgerufen am 30.09.2026): Richtlinie 2009/110/EG über E-Geld-Institute, Art. 6 Abs. 3 (Gelder der E-Geld-Inhaber gelten nicht als Einlagen) und Art. 7 (Sicherung dieser Gelder).

Umsatzschwellen, Durchschnittssätze und die Bruttopreise von myPOS sind eigene Rechnungen aus den Sätzen und Preisen der Anbieter.

Über die Autoren
Janine El-Saghir Janine El Saghir ist bei gruendung.de die Spezialistin für die konkreten, praktischen Schritte auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Sie hat das besondere Talent, trockene...
Erkan Boga Als Gründer der qmedia GmbH und Initiator von gruendung.de ist Erkan Boga die treibende Kraft hinter dem Portal. gruendung.de entstand aus seiner eigenen unternehmerischen Erfahrung... Mehr erfahren
Sabine Zimmermann Die Finanzen im Griff – von der Gründung bis zum Wachstum Sabine Zimmermann ist im Finanz-Ressort bei gruendung.de. Als Expertin für Firmenkunden-Banking und Unternehmensfinanzierung weiß... Mehr erfahren