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Kartenzahlung: Gebühren je Anbieter, Karte und Tarif

Kartenzahlung kostet an bis zu drei Stellen: beim Gerät, über eine Grundgebühr oder Pauschale und bei jeder einzelnen Zahlung. Welcher Tarif am wenigsten kostet, entscheidet der eigene Betrieb – die Bonhöhe, der Monatsumsatz und wie oft Kunden mit Kredit-, Firmen- oder Auslandskarten zahlen. Dazu die aktuellen Sätze von SumUp, myPOS, Payone, Qonto, Vivid und PayPal POS, drei durchgerechnete Beispielbetriebe und was „ohne Gebühren“ heißt.
Geschrieben von
Janine El-Saghir
Geprüft von
Erkan Boga
Bearbeitet von
Sabine Zimmermann

Von 100 € Kartenumsatz behält der Zahlungsanbieter je nach Tarif und Karte zwischen 0,79 € und 2,69 € ein, manche Tarife verlangen zusätzlich eine Grundgebühr (Stand: 30.09.2026). Ob ein Betrieb am unteren oder am oberen Ende landet, entscheiden drei Größen, die jede Kasse kennt: der Kartenumsatz im Monat, die durchschnittliche Höhe eines Bons und die Art der Karten, mit denen die Kundschaft bezahlt.

Mit Ihren eigenen Zahlen rechnet unser Kartenterminal-Vergleich die Monatskosten für alle Anbieter aus.

Kartenzahlung Gebühren im Vergleich: sechs Anbieter, 14 Tarife

Die meisten Tarife unterscheiden nach Kartenart: Am günstigsten sind girocard und Debitkarten aus dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR), am teuersten Firmenkarten und Karten von außerhalb des EWR. SumUp im Standardtarif, Vivid und PayPal POS berechnen dagegen für jede Karte denselben Satz.

Kartenzahlung Gebühren je Anbieter, Tarif und Kartenart (Stand: 30.09.2026)
Anbieter und Tarif Grundgebühr im Monat girocard und Debitkarten aus dem EWR Kreditkarten von Verbrauchern aus dem EWR Firmenkarten und Karten von außerhalb des EWR
SumUp – Umsatzbasiertes Zahlen 0 € 1,39 % 1,39 % 1,39 %
SumUp – Zahlungen Plus 19 € (Jahresabo 199 €) 0,79 % 0,79 % 1,39 %
myPOS – One 0 € 1,29 % 1,29 % 2,69 %
myPOS – Plus 19 € 0,89 % 0,89 % 2,49 %
myPOS – Pro 39 € 0,79 % 0,79 % 2,49 %
Payone – All Time Flex 0 € (Gerätemiete einmalig ab 19 € für 24 Monate) 0,89 % 1,9 % keine Angabe
Payone – All Card Flat Pauschale ab 34,90 € je nach Umsatzstufe, Gerät inklusive bis zur gebuchten Umsatzstufe in der Pauschale enthalten
Payone – Tap on Mobile 0 € 0,89 % (ohne girocard), mindestens 0,15 € 1,90 %, mindestens 0,15 € keine Angabe
Qonto – Starter 0 € (Kontotarif) 1,2 % 1,2 % 2,6 %
Qonto – Basic 11 € (Kontotarif, jährlich 108 €) 0,8 % 0,8 % 2,6 %
Vivid – Free Start 0 € (Kontotarif) 1,29 % 1,29 % 1,29 %
Vivid – Basic 6,90 € (Kontotarif bei Jahreszahlung, sonst 8,90 €) 1,19 % 1,19 % 1,19 %
Vivid – Pro 18,90 € (Kontotarif bei Jahreszahlung, sonst 24,90 €) 0,99 % 0,99 % 0,99 %
PayPal POS 0 € 1,39 % (girocard nicht genannt) 1,39 % 1,39 %
Prozentsatz vom Betrag jeder Zahlung vor Ort. Bei Qonto und Vivid ist die Grundgebühr die Kontogebühr; Qontos Tarife gelten für Selbstständige und Kleinstunternehmen. SumUp zählt Premium-Karten und American Express zur teuersten Gruppe, myPOS ebenfalls American Express; Qonto grenzt nach EU statt EWR ab. Vivid berechnet am Terminal für jede Kartenart denselben Satz (die Produktseite nennt als Obergrenze „bis zu 1,49 %“); das Terminal ist für zwölf Monate gemietet, und in Monaten mit weniger als 10.000 € Kartenumsatz am Terminal berechnet Vivid 20 € Mindestumsatzgebühr – vor dem Abschluss bestätigen lassen. Payone All Card Flat bei 36 Monaten Laufzeit: 34,90 € bis 1.000 € Kartenumsatz, 44,90 € bis 3.000 €, 63,90 € bis 6.000 € (60 Monate: 29,90 €, 39,90 €, 57,90 €), darüber Folgedisagio. Qonto nennt 0,8 % in der Preisübersicht ab Basic, im Vertrag zur Zahlungsabwicklung (Fassung vom 23.09.2025) für Premium und Enterprise – beim Antrag bestätigen lassen. Quelle: Preis- und Tarifseiten der Anbieter, Qontos Preisverzeichnis sowie Vivids Bedingungen für die Zahlungsabwicklung (Fassung vom 13.03.2026) und für die Terminalmiete, abgerufen am 30.09.2026.

Die Trennlinie zieht das EU-Recht: Die Verordnung (EU) 2015/751 begrenzt das Interbankenentgelt, das bei jeder Zahlung an die Bank des Karteninhabers geht, auf 0,2 % bei Debitkarten wie der girocard und auf 0,3 % bei Kreditkarten. Nicht erfasst sind Firmenkarten, Karten aus Drei-Parteien-Verfahren wie American Express und Karten von Banken außerhalb der EU (Rechtsstand: 30.09.2026). Payone trennt zusätzlich Debit- von Kreditkarten: Jede Kreditkarte kostet dort 1,9 %, auch die inländische Verbraucherkarte.

Das Wichtigste in Kürze
  • Ohne Grundgebühr kostet eine Zahlung mit girocard oder Debitkarte 0,89 bis 1,39 %, bei Vivid im kostenlosen Kontotarif 1,29 % für jede Kartenart.
  • Ein Tarif mit Grundgebühr rechnet sich erst ab einer Schwelle, im Beispiel eines Fahrradladens bei SumUp ab rund 3.520 €, bei myPOS ab 5.000 €, bei Payone ab rund 5.360 €, bei Qonto ab rund 3.060 € und bei Vivid ab 6.300 € Kartenumsatz im Monat.
  • Für Kredit-, Firmen- und Auslandskarten berechnen SumUp höchstens 1,39 % und Vivid je nach Kontotarif 0,99 bis 1,29 %, Payone für jede Kreditkarte 1,9 %, myPOS und Qonto für Firmen- und Nicht-EWR-Karten 2,49 bis 2,69 %.
  • Bei kleinen Bons zählt jeder feste Betrag: Eine Mindestgebühr von 15 Cent hebt den Satz bei einem Bon von 5 € von 0,89 auf 3 %.
  • Geräte kosten 0 bis 199 € einmalig; Kleinunternehmer tragen auf Nettopreise 19 % Umsatzsteuer zusätzlich.

Balkendiagramm: Was 100 € Kartenumsatz im Tarif ohne Grundgebühr kosten, nach Kartenart (girocard und Debitkarten, Kreditkarten von Verbrauchern, Firmen- und Nicht-EWR-Karten), Stand 30.09.2026: SumUp 1,39 € für alle Karten; myPOS One 1,29 €, 1,29 € und 2,69 €; Payone All Time Flex 0,89 €, 1,90 € und keine Angabe; Qonto Starter 1,20 €, 1,20 € und 2,60 €; Vivid Free Start 1,29 € für alle Karten; PayPal POS 1,39 € für alle Karten.
Gebühr je Zahlung vor Ort im Tarif ohne Grundgebühr, ohne Gerät (Stand: 30.09.2026). ¹ PayPal POS nennt die girocard nicht als Zahlungsart. ² Qonto Starter ist der Kontotarif für Selbstständige und Kleinstunternehmen; im Kontotarif Basic (11 € im Monat) sind es 0,80 € bzw. 2,60 €. ³ Vivid berechnet am Terminal laut Bedingungen für die Zahlungsabwicklung (Fassung vom 13.03.2026) im Kontotarif Free Start 1,29 % für jede Kartenart, bei weniger als 10.000 € Kartenumsatz im Monat zusätzlich 20 € Mindestumsatzgebühr; das Terminal gibt es nur mit einem Vivid-Business-Konto. Mit Abo sinken die Sätze: SumUp Zahlungen Plus (19 € im Monat) und myPOS Pro (39 € im Monat) berechnen 0,79 € für girocard und Verbraucherkarten. Payone nennt Firmen- und Nicht-EWR-Karten nicht gesondert. Quelle: Preis- und Tarifseiten der Anbieter, abgerufen am 30.09.2026.

Was kostet ein Kartenlesegerät? Gerätepreise im Überblick

SumUp, myPOS und PayPal POS verkaufen ihre Geräte. Vivid vermietet das Terminal zum Geschäftskonto für 0 €, Qonto überlässt es gegen eine Aktivierungsgebühr, Payone vermietet es ebenfalls.

Kartenlesegeräte: Preise je Anbieter (Stand: 30.09.2026)
Anbieter Gerät Preis brutto (19 % USt.) Hinweis
SumUp, myPOS, Payone, Qonto, PayPal POS Tap to Pay auf dem eigenen Smartphone 0 € 0 € nur die App; PayPal POS laut Preisseite unter Android
SumUp Solo Lite, gekoppelt mit dem Smartphone 34 € netto 40,46 € –
SumUp Solo, eigenständig mit SIM-Karte 79 € netto 94,01 € –
SumUp Terminal mit Belegdrucker 169 € netto 201,11 € –
myPOS Flex 69 € netto 82,11 € girocard angekündigt
myPOS Ultra GC mit 4G und WLAN 179 € netto 213,01 € nimmt die girocard an
Payone Terminal mit Bondrucker (All Time Flex) ab 19 € einmalig ohne Steuerangabe Miete für 24 Monate, generalüberholte Geräte
Payone Terminal mit Bondrucker (All Card Flat) in der Pauschale ohne Steuerangabe tragbar 3 € im Monat mehr, SIM-Karte 5 €
Qonto Pocket 99 € netto 117,81 € Aktivierungsgebühr, Gerät bleibt Eigentum von Qonto
Qonto Pro mit Belegdrucker 199 € netto 236,81 € wie Pocket
Vivid Kartenlesegerät mit SIM-Karte und Belegdruck 0 € 0 € Miete für zwölf Monate, nur mit Vivid-Business-Konto
PayPal POS Reader, gekoppelt mit dem Smartphone 29 € netto 34,51 € erstes Gerät für Neukunden, jedes weitere 79 €; zuzüglich Versand
PayPal POS Terminal mit WLAN und 4G 199 € netto 236,81 € zuzüglich Versand
Bruttopreise bei SumUp laut Anbieter, sonst mit 19 % berechnet. Ohne befristete Aktionspreise. Quelle: Geräte- und Tarifseiten der Anbieter, Qontos Vertrag zur Zahlungsabwicklung und Vivids Bedingungen für die Terminalmiete, abgerufen am 30.09.2026.

Ein Gerät für 0 € heißt nicht, dass Kartenzahlung nichts kostet. Bei Vivid und Qonto fällt entweder eine Kontogebühr an – bei Vivid Pro 18,90 € im Monat, also 226,80 € im Jahr – oder der kostenlose Kontotarif rechnet je Zahlung mit höheren Sätzen. Wer das Konto ohnehin nutzt, ordnet diese Gebühr nicht der Kartenzahlung zu; wer nur ein Terminal sucht, stellt sie einem Kaufgerät für einmalig 29 bis 199 € netto gegenüber. Welche Konten ein Terminal mitbringen, zeigt der Vergleich Geschäftskonto mit Kartenlesegerät.

Qontos einmalige Zahlung ist nach den Vertragsbedingungen eine Aktivierungsgebühr für Versand, Einrichtung und Nutzung während der Vertragsdauer; danach geht das Gerät zurück. Payone bindet das Gerät an die Laufzeit: All Time Flex läuft 24 Monate und verlängert sich um zwölf Monate, wenn nicht rechtzeitig gekündigt wird, All Card Flat läuft 36 oder 60 Monate. Vivid vermietet sein Terminal zunächst für zwölf Monate ab Lieferung, danach verlängert sich die Miete monatlich; wer vorher kündigt, zahlt 20 € für jeden verbleibenden vollen Monat, und für ein nicht zurückgegebenes Gerät werden 320 € zuzüglich Umsatzsteuer fällig (Stand: 01.10.2026). Ganz ohne Gerät kassiert, wer das eigene Handy nutzt – mehr dazu unter Tap to Pay.

Drei Betriebe durchgerechnet

Die Beispiele rechnen nur mit den Angaben der Gebührentabelle; Betriebe und Kartenmix sind frei gewählt. Je Anbieter steht der Tarif mit der niedrigsten Monatssumme, ohne Gerätepreis.

Eiscafé: 300 Zahlungen à 5 €

Ein Eiscafé nimmt in einem Sommermonat 1.500 € mit Karte ein, verteilt auf 300 Zahlungen à 5 €. 80 % laufen über girocard und Debitkarten, 15 % über Kreditkarten von Verbrauchern aus dem EWR und 5 % über Karten von Gästen aus Ländern außerhalb des EWR.

Eiscafé: Kosten für 1.500 € Kartenumsatz in 300 Zahlungen (Sätze mit Stand 30.09.2026)
Anbieter (Tarif) Grundgebühr Gebühren je Zahlung Summe im Monat Anteil am Umsatz
SumUp (Umsatzbasiertes Zahlen) 0 € 20,85 € 20,85 € 1,39 %
myPOS (One) 0 € 20,40 € 20,40 € 1,36 %
Payone (All Time Flex) 0 € 16,38 € 16,38 € 1,09 %
Qonto (Starter) 0 € 19,05 € 19,05 € 1,27 %
Vivid (Free Start) 20 € Mindestumsatzgebühr 19,35 € 39,35 € 2,62 %
PayPal POS 0 € 20,85 € 20,85 € 1,39 %
Rechnung: Umsatz je Kartengruppe × Satz. Beispiel myPOS One: 1.425 € × 1,29 % + 75 € × 2,69 % = 20,40 €. Payone: 1.200 € × 0,89 % + 300 € × 1,9 % = 16,38 €, Auslandskarten zum Kreditkartensatz. Gälte die Mindestgebühr von 0,15 € je Zahlung, die Payone für seine App-Lösung nennt, auch am Terminal, wären es 45,00 €. Vivid: 1.500 € × 1,29 % = 19,35 € plus 20 €, weil der Kartenumsatz unter 10.000 € im Monat liegt.

Bei den Gebühren je Zahlung liegen die sechs Anbieter hier nur gut 4 € auseinander, Vivid mit 19,35 € dazwischen; dort kommen 20 € Mindestumsatzgebühr hinzu, weil der Kartenumsatz unter 10.000 € im Monat bleibt. Payone liegt dank des niedrigen girocard-Satzes vorn, sofern am Terminal keine Mindestgebühr greift – das vor dem Abschluss klären.

Kfz-Werkstatt: 40 % Firmenkarten

Eine Werkstatt rechnet im Monat 40 Reparaturen à 200 € mit Karte ab, zusammen 8.000 €. Weil viele Kunden Dienstwagen fahren, zahlen 40 % mit einer Firmenkarte oder einer Karte aus dem Ausland; von den übrigen 4.800 € laufen 3.600 € über girocard und Debitkarten.

Kfz-Werkstatt: Kosten für 8.000 € Kartenumsatz mit 40 % Firmen- und Auslandskarten (Sätze mit Stand 30.09.2026)
Anbieter (Tarif) Grundgebühr Gebühren je Zahlung Summe im Monat Anteil am Umsatz
SumUp (Zahlungen Plus) 19 € 82,40 € 101,40 € 1,27 %
myPOS (Plus) 19 € 122,40 € 141,40 € 1,77 %
Payone (All Card Flat bis 9.000 €) 83,90 € in der Pauschale 83,90 € 1,05 %
Qonto (Basic) 11 € 121,60 € 132,60 € 1,66 %
Vivid (Pro) 18,90 € + 20 € Mindestumsatzgebühr 79,20 € 118,10 € 1,48 %
PayPal POS 0 € 111,20 € 111,20 € 1,39 %
Rechnung: 4.800 € zum Satz für girocard und Verbraucherkarten plus 3.200 € zum Satz der teuersten Gruppe. Beispiel SumUp Zahlungen Plus: 19 € + 4.800 € × 0,79 % + 3.200 € × 1,39 % = 101,40 €. Vivid Pro bei Jahreszahlung, ein Satz für alle Karten: 18,90 € + 8.000 € × 0,99 % + 20 € Mindestumsatzgebühr = 118,10 €. Payone: Pauschale der Stufe bis 9.000 € bei 36 Monaten Laufzeit (60 Monate: 76,90 €), laut Payone für „alle Zahlungsarten“; einen Satz für Firmenkarten nennt Payone nicht.

Mit vielen Firmenkarten entscheidet der Satz der teuersten Gruppe. SumUp berechnet dafür dieselben 1,39 % wie für die girocard, Vivid je nach Kontotarif 0,99 bis 1,29 % für jede Karte, myPOS und Qonto 2,49 bis 2,69 %; ohne die Mindestumsatzgebühr käme Vivid Pro auf 98,10 €. Payones Pauschale kommt ohne Satz je Zahlung aus und liegt hier am niedrigsten, bindet aber für 36 Monate; dass Firmenkarten darin enthalten sind, sollte vor dem Abschluss schriftlich vorliegen. Wie sich zwei der Anbieter im Detail unterscheiden, steht im Vergleich myPOS oder SumUp.

Fahrradladen: genau an der Schwelle

Ein Fahrradladen in einer Urlaubsregion kassiert 3.500 € im Monat mit Karte, 100 Zahlungen à 35 €. 70 % laufen über girocard und Debitkarten, 20 % über Kreditkarten von Verbrauchern aus dem EWR, 10 % über Karten von Gästen aus Ländern außerhalb des EWR. Bei fünf Anbietern stellt sich hier die Frage, ob der Tarif mit Grundgebühr die bessere Wahl ist.

Fahrradladen: 3.500 € Kartenumsatz mit und ohne Grundgebühr (Sätze mit Stand 30.09.2026)
Anbieter ohne Grundgebühr mit Grundgebühr oder Pauschale Grundgebühr lohnt sich ab
SumUp Umsatzbasiertes Zahlen: 48,65 € Zahlungen Plus: 48,75 € rund 3.520 € (im Jahresabo rund 3.070 €)
myPOS One: 50,05 € Plus: 55,75 € 5.000 € für Plus, rund 22.200 € für Pro
Payone All Time Flex: 41,76 € All Card Flat bis 6.000 €: 63,90 € rund 5.360 € (60 Monate Laufzeit: rund 4.850 €)
Qonto Starter: 46,90 € Basic: 45,30 € rund 3.060 € (bei Jahreszahlung 2.500 €)
Vivid Free Start: 65,15 € Basic: 68,55 €, Pro: 73,55 € 6.300 € für Pro (Basic: 6.900 €)
PayPal POS 48,65 € kein Tarif mit Grundgebühr –
Schwelle = Grundgebühr ÷ Ersparnis je Euro Kartenumsatz. SumUp: 19 € ÷ (0,60 Prozentpunkte × 90 %) = 3.518,52 €. myPOS Plus senkt auch den Satz der teuersten Gruppe: 19 € ÷ (0,40 × 90 % + 0,20 × 10 %) Prozentpunkte = 5.000 €. Payone: 63,90 € ÷ 1,193 % (Durchschnittssatz von All Time Flex bei diesem Kartenmix) = 5.356 €. Vivid senkt den Satz für alle Karten, die Schwelle hängt deshalb nicht am Kartenmix: 18,90 € ÷ 0,30 Prozentpunkte = 6.300 € (Basic: 6,90 € ÷ 0,10 Prozentpunkte = 6.900 €); alle Vivid-Werte einschließlich 20 € Mindestumsatzgebühr, die in jedem Kontotarif gleich anfällt.

Bei SumUp liegen Standardtarif und Abo hier 10 Cent auseinander – die Rechnung bestätigt SumUps eigene Angabe, Zahlungen Plus spare ab 3.500 € Kartenumsatz im Monat. Bei Qonto trägt sich Basic bereits, bei myPOS lohnt Plus erst ab 5.000 €, bei Payone die Pauschale ab rund 5.360 € und bei Vivid Pro ab 6.300 €. Jeder zusätzliche Anteil an Firmen- und Auslandskarten schiebt die Schwelle nach oben, weil ein Abo meist nur den Satz für Verbraucherkarten senkt: Bei 40 % solcher Karten läge sie bei SumUp bei rund 5.280 €, bei Vivid bliebe sie bei 6.300 €.

Fixbetrag und Mindestgebühr: Warum der Bon zählt

Keiner der Tarife in der Gebührentabelle berechnet bei der Zahlung vor Ort einen festen Betrag zusätzlich zum Prozentsatz; feste Beträge finden sich eher bei Zahlungslinks und Online-Zahlungen, bei Vivid etwa ab 0,79 % plus 25 Cent. Payone verlangt in Tap on Mobile aber mindestens 15 Cent je Zahlung; bei Debitkarten wirkt das unter einem Bon von 16,85 €, bei Kreditkarten unter 7,89 €. Einen festen Betrag je Zahlung hat Payones individuell zusammengestellter Tarif Classic: 8 Cent zusätzlich zu 0,26 % bei der girocard. Als effektiver Satz je Zahlung:

Effektiver Satz je Zahlung mit festem Betrag oder Mindestgebühr (Stand: 30.09.2026)
Bon Payone Classic, girocard (0,26 % + 0,08 €) Payone Tap on Mobile, Debitkarte (0,89 %, mindestens 0,15 €) ohne Fixbetrag, etwa 1,39 %
5 € 1,86 % 3,00 % 1,39 %
10 € 1,06 % 1,50 % 1,39 %
36,12 € (Durchschnittsbon girocard) 0,48 % 0,89 % 1,39 %
100 € 0,34 % 0,89 % 1,39 %
250 € 0,29 % 0,89 % 1,39 %
Effektiver Satz = (Bon × Prozentsatz + fester Betrag) ÷ Bon, ohne Monatsgebühr; Payone Classic kostet zusätzlich eine Gerätemiete ab 12,90 € im Monat. Tap on Mobile nimmt keine girocard an, die Spalte gilt für Debitkarten wie Maestro oder Visa Debit. Durchschnittsbon: EURO Kartensysteme, Mitteilung vom 25.08.2026. Sätze: Tarifseiten von Payone, abgerufen am 30.09.2026.

Je kleiner der Bon, desto schwerer wiegen feste Beträge und Mindestgebühren; bei großen Bons fallen sie kaum ins Gewicht, dann zählen Prozentsatz und Monatsgebühr. Für Bäckereien, Kioske und Eisdielen passen deshalb Tarife ohne Fixbetrag und ohne Mindestgebühr.

Kartenzahlung ohne Gebühren?

Ohne Grundgebühr ja, ohne Gebühr je Zahlung nein. Sieben der 14 Tarife verlangen keine Grundgebühr: SumUp im umsatzbasierten Tarif, myPOS One, Payone All Time Flex und Tap on Mobile, Qonto Starter, Vivid Free Start und PayPal POS. Wo ein Anbieter beides hat, rechnet der Tarif ohne Grundgebühr je Zahlung mit höheren Sätzen, und auch ein Nulltarif kann eine Laufzeit haben: Payones All Time Flex bindet für 24 Monate, Vivids Terminalmiete für zwölf Monate.

Einen Satz von 0 % gibt es nur im Sonderfall: SumUp berechnet nichts, wenn die Kundschaft mit einer persönlichen SumUp-Karte zahlt.

Die Gebühr an Privatkunden weiterzugeben, scheidet aus: Ein Aufschlag für die Zahlung mit girocard, Debit- oder Kreditkarte ist gegenüber Verbrauchern nach § 270a BGB unwirksam, soweit die EU-Obergrenzen für Interbankenentgelte greifen. Was das für eine mögliche Pflicht zur Kartenzahlung bedeutet, steht auf der Seite Kartenzahlung Pflicht.

Was in keiner Grundgebühr steckt

  • Sofortauszahlung: Vivid berechnet für Zahlungen am Terminal 0,29 % des Betrags zusätzlich, in jedem Kontotarif.
  • Rückbuchungen: myPOS, Qonto und Vivid berechnen je Fall 15 €, Qonto zuzüglich Umsatzsteuer.
  • Mindestumsatz: Vivid berechnet 20 € für jeden Monat, in dem am Terminal weniger als 10.000 € Kartenumsatz zusammenkommen.
  • Ruhende Konten: myPOS erhebt 20 € nach zehn Monaten ohne Transaktion, mit zwei Monaten Vorankündigung.
  • Umsatz über der Pauschale: Bei Payone All Card Flat kostet Umsatz über der gebuchten Stufe ein Folgedisagio, dessen Höhe die Tarifseite nicht nennt.

Netto oder brutto: Was Kleinunternehmer rechnen

SumUp, myPOS, Qonto und PayPal POS nennen ihre Gerätepreise ausdrücklich ohne Umsatzsteuer, Payone macht auf den Tarifseiten keine Steuerangabe. Wer die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG nutzt, zahlt den Betrag der Bruttospalte: Nettopreis plus 19 % Umsatzsteuer nach § 12 Abs. 1 UStG.

Bei den Grundgebühren ist die Angabe uneinheitlich: Qonto nennt seine Tarife ausdrücklich netto, aus 11 € für Basic werden 13,09 €; SumUp, myPOS, Payone und Vivid machen dazu keine Steuerangabe. Ob Umsatzsteuer hinzukommt, lässt sich vor dem Abschluss beim Anbieter klären.

Wo Umsatzsteuer auf die Grundgebühr kommt, rückt für Kleinunternehmer auch die Schwelle nach oben: Qonto Basic rechnet sich im Fahrradladen-Beispiel erst ab rund 3.640 € statt 3.060 €, sofern die Gebühr je Zahlung ohne Steueraufschlag bleibt. Allgemein liegt die Schwelle um 19 % höher – ein Tarif ohne Grundgebühr bleibt für kleine Betriebe länger die günstigere Wahl.

Häufig gestellte Fragen – FAQ

Bis zu vier Posten: der einmalige Gerätepreis oder eine Gerätemiete, eine monatliche Grundgebühr, die bei manchen Anbietern zugleich die Kontogebühr ist, ein Prozentsatz vom Betrag jeder Zahlung und bei einzelnen Tarifen ein fester Betrag oder eine Mindestgebühr je Zahlung. Wie hoch der Prozentsatz ausfällt, hängt fast immer an der Kartenart: girocard und Debitkarten aus dem Europäischen Wirtschaftsraum kosten am wenigsten, Firmenkarten und Karten aus anderen Ländern am meisten. Dazu kommen Posten wie Rückbuchungen, eine beschleunigte Auszahlung oder eine Gebühr für Monate mit zu wenig Umsatz, die nicht in jedem Grundpreis stecken.

Zwischen nichts und einem niedrigen dreistelligen Betrag. Ohne Gerätekosten kommt aus, wer mit dem eigenen Smartphone kassiert oder ein Terminal zum Geschäftskonto erhält. Kleine Kartenleser, die per Bluetooth am Handy hängen, kosten einen zweistelligen Betrag, eigenständige Terminals mit SIM-Karte oder Belegdrucker mehr. Nicht jedes Gerät wird gekauft: Manche Anbieter vermieten es für die Vertragslaufzeit oder überlassen es gegen eine Aktivierungsgebühr, dann bleibt es ihr Eigentum. Gerätepreise nennen die Anbieter meist ohne Umsatzsteuer; wer keine Vorsteuer abziehen kann, zahlt 19 Prozent mehr.

Ohne Grundgebühr ja, ohne Gebühr je Zahlung praktisch nicht. Mehrere Anbieter verzichten auf eine monatliche Gebühr, berechnen dafür aber einen höheren Prozentsatz je Zahlung als in ihren Tarifen mit Abo. Einen Satz von null gibt es nur im Sonderfall, bei einem Anbieter etwa, wenn die Kundschaft mit dessen eigener Karte bezahlt. Auch ein Nulltarif kann eine Vertragslaufzeit haben. Die Gebühr als Aufschlag an Privatkunden weiterzugeben, ist nach § 270a BGB unwirksam, soweit die EU-Obergrenzen für Interbankenentgelte gelten.

Bei den meisten Anbietern die girocard sowie Debit- und Kreditkarten von Verbrauchern, die im Europäischen Wirtschaftsraum ausgegeben wurden. Für diese Karten begrenzt die EU-Verordnung 2015/751 das Interbankenentgelt auf 0,2 Prozent bei Debitkarten und 0,3 Prozent bei Kreditkarten. Nicht darunter fallen Firmenkarten – nach der Verordnung Karten, die an Unternehmen, öffentliche Stellen oder Selbstständige ausgegeben werden, nur für geschäftliche Ausgaben dienen und direkt vom Konto des Unternehmens abgebucht werden –, außerdem Karten aus Drei-Parteien-Verfahren und Karten von Banken außerhalb der EU. Einzelne Anbieter stufen zusätzlich Premium-Karten oder jede Kreditkarte höher ein.

Teilen Sie die Grundgebühr durch die Ersparnis je Euro Kartenumsatz. Entscheidend ist, für welche Karten das Abo den Satz senkt: Meist gilt der Rabatt nur für girocard und Verbraucherkarten, Firmen- und Auslandskarten kosten weiter gleich viel. Ein frei gewähltes Beispiel: Bei 20 Euro Grundgebühr, 0,5 Prozentpunkten Ersparnis und 80 Prozent begünstigten Karten liegt die Schwelle bei 5.000 Euro Kartenumsatz im Monat. Weist der Anbieter die Grundgebühr ohne Umsatzsteuer aus, rechnen Kleinunternehmer mit dem Bruttobetrag – für sie liegt die Schwelle dann um 19 Prozent höher.

Gerätepreise weisen die meisten Anbieter ausdrücklich ohne Umsatzsteuer aus. Bei den monatlichen Grund- und Pauschalgebühren ist das uneinheitlich: Ein Teil der Anbieter nennt sie ausdrücklich netto, andere machen auf den Preisseiten keine Steuerangabe. Wer die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG nutzt, kann keine Vorsteuer abziehen und trägt den Bruttobetrag, also 19 Prozent mehr auf jeden Nettopreis. Klären Sie deshalb vor dem Abschluss, ob auf die Grundgebühr Umsatzsteuer kommt. Diese Einordnung ersetzt keine Steuerberatung im Einzelfall.

Das hängt daran, woran es gebunden ist. Gibt es das Terminal nur zusammen mit einem Geschäftskonto, zahlen Sie entweder jeden Monat die Kontogebühr oder im kostenlosen Kontotarif höhere Sätze je Zahlung. Wer das Konto ohnehin braucht, bekommt damit ein Gerät ohne Anschaffungskosten; wer nur Kartenzahlung annehmen will, vergleicht die Kontogebühr über ein bis zwei Jahre mit dem einmaligen Preis eines Kaufgeräts. Bei kostenlosen und stark vergünstigten Geräten lohnt der Blick in die Bedingungen: Manche bleiben Eigentum des Anbieters und gehen bei Vertragsende zurück, für andere gelten eine Mindestlaufzeit oder ein Mindestumsatz im Monat.

Quellen und Rechtsgrundlagen (Stand: 30.09.2026)

Gesetze (Rechtsstand 30.09.2026): Verordnung (EU) 2015/751 über Interbankenentgelte für kartengebundene Zahlungsvorgänge (Art. 1 Abs. 3, Art. 2 Nr. 6, Art. 3 und 4) · § 270a BGB (Entgelte für die Nutzung von Zahlungsmitteln) · § 19 UStG (Kleinunternehmer) · § 12 UStG (Steuersätze).

Statistik (abgerufen am 30.09.2026): EURO Kartensysteme, girocard-Halbjahreszahlen 2026 vom 25.08.2026 (Durchschnittsbon im ersten Halbjahr 2026).

Preise und Bedingungen der Anbieter (abgerufen am 30.09.2026): SumUp: Preise sowie die Produktseiten zu Zahlungen Plus, Solo Lite, Solo, Terminal und Tap to Pay und der Hilfeartikel „Was ist Zahlungen Plus?“ · myPOS: Preise und Tarife, Kartenlesegeräte · Payone: Kartenlesegeräte im Vergleich, All Time Flex, All Card Flat, Tap on Mobile, PAYONE Classic · Qonto: Zahlungsterminal, Preise, Preisverzeichnis „Preise und Gebühren“ (Version 11.1), Vereinbarung über Zahlungsabwicklungsdienste (Fassung vom 23.09.2025) · Vivid: Tarife, Kartenlesegerät, Gebühren für Geschäftskunden (Fassung vom 12.08.2026), Bedingungen für die Zahlungsabwicklung (Fassung vom 13.03.2026), Bedingungen für die Terminalmiete (Fassung vom 07.10.2025), Hilfeartikel „Welche Kosten sind mit der Nutzung eines Kartenlesegeräts verbunden?“ (abgerufen am 01.10.2026) · PayPal: Gebühren für PayPal Point of Sale, Kosten von PayPal POS.

Über die Autoren
Janine El-Saghir Janine El Saghir ist bei gruendung.de die Spezialistin für die konkreten, praktischen Schritte auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Sie hat das besondere Talent, trockene...
Erkan Boga Als Gründer der qmedia GmbH und Initiator von gruendung.de ist Erkan Boga die treibende Kraft hinter dem Portal. gruendung.de entstand aus seiner eigenen unternehmerischen Erfahrung... Mehr erfahren
Sabine Zimmermann Die Finanzen im Griff – von der Gründung bis zum Wachstum Sabine Zimmermann ist im Finanz-Ressort bei gruendung.de. Als Expertin für Firmenkunden-Banking und Unternehmensfinanzierung weiß... Mehr erfahren