Geschäftskonto mit Unterkonten

Ein Geschäftskonto mit Unterkonten ermöglicht Unternehmen, bestimmte Zahlungsströme voneinander abzugrenzen und damit ihre Finanzverwaltung zu optimieren. Sinnvoll ist ein Unterkonto beispielsweise für Steuer- und Investitionsrücklagen, Mieten und Versicherungen sowie für Team- und Projektbudgets. Freiberufler und Solo-Selbstständige können durch ein Unterkonto ihre geschäftlichen und privaten Finanzen voneinander trennen.
von Charlotte Ruzanski

Geschäftskonten mit Unterkonten im Vergleich

Qonto Essential
N26 Business Smart
FYRST Base
Vivid Basic
Finom Start
Anbieter Olinda SAS N26 Bank AG FYRST - ein Angebot der Deutsche Bank AG Vivid Money GmbH PNL Fintech B.V.
Kontobezeichnung Qonto Essential N26 Business Smart FYRST Base Vivid Basic Finom Start
Grundgebühr / Monat 34 € * 4,90 € 6 € 9 € * 9 € *
Grundgebühr bei jährlicher Zahlung 29 € * 7 € * 7 € *
Anzahl inkludierter Unterkonten 4 10 0 2 2
Zusätzlich buchbare Unterkonten Unlimitiert Unlimitiert 15
Preis je weiteres Unterkonto
6 €
0,17 € * 2 € *
IBAN / Unterkonten Ja Ja Ja Ja Nein
Hinweis Die Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer
Je Unterkonto sind 50 beleglose Buchungsposten pro Monat inkludiert. Die Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer
Die Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer
Zur Bank Zur Bank Zur Bank Zur Bank Zur Bank
Geschäftskonto mit Unterkonten: Essentials
  • Unterkonten mit eigener IBAN tragen bei einem Geschäftskonto zur Optimierung der betrieblichen Finanzverwaltung bei.
  • Sie ermöglichen, verschiedene Zahlungsströme voneinander zu separieren. Je nach Anbieter können sie schnell und unkompliziert durch den Kontoinhaber eingerichtet werden.
  • Bei Filialbanken ist die Einrichtung von Unterkonten mit Ausnahme der Deutschen Bank grundsätzlich kostenpflichtig. Dagegen bieten verschiedene FinTechs und Neobanken ihre Geschäftskonten ohne Aufpreis mit Unterkonten an.
  • Die Anzahl der inkludierten Unterkonten richtet sich nach der Grundgebühr des Kontos.

Geschäftskonten mit Unterkonten werden von den klassischen Filialbanken, digitalen Neobanken und FinTech Start-ups angeboten. Vor allem bei FinTechs und Neobanken sind sie häufig als Standard-Leistung in das Business-Banking integriert und verursachen keine Zusatzkosten. Die Unterkonten eines Geschäftskontos sollten jeweils über eine eigene IBAN verfügen, sodass eine flexible Nutzung möglich ist. Bei den von uns vorgestellten Geschäftskonten mit Unterkonten handelt es sich dabei mit Ausnahme von Revolut um eine deutsche IBAN.

Allerdings sind nicht alle Geschäftskonten mit Unterkonten ausgestattet. Unternehmen, die sich diesen Service wünschen, sollten somit bereits bei der Kontoauswahl recherchieren, ob für das gewünschte Kontomodell Unterkonten verfügbar sind. Alternativ besteht die Möglichkeit, mehrere Geschäftskonten zu eröffnen und für unterschiedliche Zahlungskategorien zu nutzen.

Unterkonten – Funktion, Arten, Anwendungsbereiche

Unterkonten sind zusätzliche Konten, die an ein bereits bestehendes Hauptkonto angeschlossen sind. Ein Unterkonto kann sowohl für ein privates als auch für ein geschäftliches Girokonto eingerichtet werden, sofern die Bank für ihre Konten diesen Service vorsieht. Die Unterkonten von Geschäftskonten verfügen in der Regel über eine eigene IBAN.

Wenn Unterkonten zum Leistungsumfang des Geschäftskontos gehören, gelten dafür abhängig vom Anbieter unterschiedliche Konditionen. Die meisten Filialbanken bieten Unterkonten für das Business-Konto als kostenpflichtige Zusatzleistung an, bei FinTechs und Neobanken gehören sie dagegen zum Teil zu den Inklusivleistungen des Kontos. Für einige Business-Konten ist lediglich ein Unterkonto verfügbar, andere Kontomodelle können optional mit mehr als zehn Unterkonten ausgestattet werden.

Einrichtung von Unterkonten – im Online-Banking oder der mobilen Banking-App

Ein Unterkonto kann schnell und unkompliziert durch den Kontoinhaber eingerichtet werden. Falls zu einem Geschäftskonto Unterkonten gehören, ist im Online-Banking oder in der Banking-App eine entsprechende Funktion enthalten. Registrierungen, Rücksprachen mit dem Kundendienst der Bank, E-Mail-Kommunikation oder die Freischaltung des Kontos sind dafür nicht erforderlich. Sobald Sie ein Unterkonto eingerichtet haben, können Sie es direkt nutzen. Unterkonten erhalten im Regelfall eine eigene IBAN, sodass sie eine zielgerichtete Finanzverwaltung unterstützen.

Die Rechtsform von Unternehmen spielt lediglich für die Eröffnung des Hauptkontos eine Rolle, für die Einrichtung und Nutzung des Unterkontos ist sie bedeutungslos.

Funktionsweise von Unterkonten

In der Regel ist jedes Unterkonto eines Geschäftskontos mit einer eigenen IBAN ausgestattet, sodass die Abwicklung von Transaktionen unabhängig vom Hauptkonto möglich ist.

Unterkonten unterstützen alle Bankdienstleistungen, die auch für das Hauptkonto vorgesehen sind. Auch die Führung von Unterkonten erfolgt im Online-Banking. Außerdem ist ein Unterkonto meist mit einer eigenen Debit-Karte oder sogar mit einer echten Kreditkarte ausgestattet. Dabei kann es sich um eine allgemeine Business Card oder um eine für einen bestimmten Mitarbeiter ausgestellte Karte handeln. Der Transfer von Geldbeträgen zwischen Hauptkonto und Unterkonto erfolgt in Echtzeit.

Transaktionen werden auch für ein Unterkonto mittels browserbasiertem Online-Banking oder in der mobilen App getätigt. Kontobewegungen werden für jedes Unterkonto auf einem separaten Kontoauszug ausgewiesen. Falls das Geschäftskonto mit Buchhaltungssoftware ausgestattet ist, greifen die Programme auch auf die Daten vorhandener Unterkonten zu. Über Schnittstellen ist in diesem Fall auch der Datenexport an den Steuerberater oder in andere Systeme möglich.

Verschiedene Arten von Unterkonten

Je nach Anbieter ihres Firmenkontos können Unternehmer zwischen verschiedenen Varianten von Unterkonten wählen. Zum Teil sind Business-Konten auch mit verschiedenen Arten von Subkonten ausgestattet.

Im Einzeln gibt es Unterkonten in den folgenden Versionen:

  • Unterkonto mit eigener IBAN
  • Unterkonten mit eigener IBAN sind bei Geschäftskonten der Regelfall. Dabei handelt es sich um vollwertige Girokonten. Geführt werden sie innerhalb des Unternehmens zweckgebunden – beispielsweise als Rücklagenkonto für Investitionen oder Steuern, für bestimmte Einnahmen und Ausgaben, als Teamkonto oder als Konto für Projekte.

  • Firmentagesgeld
  • Bei dieser Variante ist in das Geschäftskonto ein Tagesgeldkonto integriert. Guthaben werden verzinst, jedoch ist auf einem solchen Unterkonto keine eigenständige Kontoführung möglich. SEPA-Überweisungen können nur auf das Hauptkonto erfolgen.

  • Pockets
  • Bei Pockets handelt es sich um Unterkonten ohne eigene IBAN. Geldbeträge lassen sich ausschließlich auf das Hauptkonto oder zwischen verschiedenen Pockets transferieren. Externe Zahlungstransaktionen können nur über das Hauptkonto getätigt werden. Für Unternehmen kann ein Geschäftskonto mit Pockets im Rahmen der internen Finanzverwaltung sinnvoll sein.

  • Fremdwährungskonto
  • Ein Fremdwährungskonto ist für international tätige Unternehmen eine sinnvolle Ergänzung ihres Business-Kontos. Mit einem solchen Unterkonto können Zahlungstransaktionen in der jeweiligen Landeswährung abgewickelt werden, sodass keine Gebühren für Fremdwährungsüberweisungen fällig werden.

    Für welche Währungen ein Fremdwährungskonto eingerichtet werden kann, richtet sich nach der kontoführenden Bank.

  • Depot
  • Ein Wertpapierdepot für Unternehmen wird nicht von allen Banken angeboten, da der Aufwand für die Depotführung bei Unternehmen aufwendiger ist als bei Privatpersonen – beispielsweise sind sie dazu verpflichtet, die zeichnungsberechtigten Personen für das Depotkonto einmal jährlich zu überprüfen. Das Depot wird mit dem Geschäftskonto verknüpft, sodass Wertpapiertransaktionen schnell und unkompliziert getätigt werden können. Es kann bei der kontoführenden Bank, bei anderen Banken oder bei Online-Brokern eingerichtet werden. Vor allem Online-Banken und Broker bieten ihren Kunden oft kostenlose Wertpapierdepots ohne Depotführungsgebühren an.

Geschäftskonto mit Unterkonten – für verschiedene Anwendungsbereiche und Zahlungsströme

Ein Geschäftskonto mit Unterkonten kann je nach Verwendungszweck des Geldes für unterschiedliche Anwendungsbereiche eingerichtet werden, um verschiedene unternehmensbezogene Zahlungsströme voneinander abzugrenzen.

  • Unterkonto für Steuerrücklagen
  • Unternehmen sind gut beraten, Geld für Steuervorauszahlungen und jährlich fällige Steuerzahlungen anzusparen. Unterkonten ermöglichen, Steuerrücklagen zu bilden und stellen sicher, dass diese Gelder nicht in den alltäglichen Geschäftsbetrieb fließen.

  • Unterkonto für Wachstum und Investitionen
  • Auch als Sparkonto für Wachstum und Investitionen ist ein Unterkonto eine gute Lösung. Unternehmer haben damit einen deutlich besseren Überblick über das Budget, das für Investitionen zur Verfügung steht. Die Einrichtung entsprechender Unterkonten kann auch dabei helfen, das anvisierte Sparziel tatsächlich zu erreichen.

  • Unterkonto für vereinfachte Reisekostenabrechnungen
  • Mit Unterkonten für Reisekosten und Spesen können Unternehmen ihren Buchhaltungsaufwand beträchtlich reduzieren. Wenn Mitarbeiter direkten Zugriff auf diese Konten haben, fällt auch das Auslegen dieser Kosten durch das Unternehmen fort.

  • Unterkonto für bestimmte Zahlungen
  • Die Einrichtung von Unterkonten bietet sich auch für bestimmte Zahlungen an, die regelmäßig fällig werden. Dabei kann es sich beispielsweise um Mieten, Energiekosten oder Versicherungen handeln.

  • Unterkonten für Teams und Projekte
  • Die Einrichtung von Unterkonten bietet sich auch für die Verwaltung team- oder projektbezogener Einnahmen und Ausgaben an. Durch ein Teamkonto gewinnen die Führungskräfte von Abteilungen oder Arbeitsgruppen größeren Handlungsspielraum, zudem zeugt die Einrichtung eines solchen Kontos auch von Vertrauen. Projektbudgets können durch jeweils eigene Projekt-Konten deutlich transparenter verwaltet werden.

  • Unterkonten für verschiedene Produktgruppen und Märkte
  • Vor allem bei komplexen Unternehmensstrukturen kann es wichtig sein, auch die finanziellen Transaktionen für bestimmte Produktgruppen und Märkte in transparenter Form im Blick zu haben. Durch Unterkonten werden die Voraussetzungen dafür geschaffen.

  • Unterkonten für eingehende Mietzahlungen und Kautionen
  • Unternehmer, die Immobilien vermieten, sollten ihre Mieteinnahmen dafür auf einem separaten Geschäftskonto oder auf entsprechenden Unterkonten zu verwalten. Einige Banken – etwa die DKB – bieten dafür spezielle Vermieterkonten an, zu deren Ausstattung unter anderem Unterkonten zur rechtssicheren Anlage von Mietkautionen gehört.

Unterkonten für bestimmte Einkommensströme

Durch Unterkonten lassen sich auch bestimmte Einkommensströme sauber voneinander trennen – beispielsweise:

  • Umsätze von Ladengeschäften oder einem Online-Shop
  • Einkünfte aus passivem Einkommen – etwa Affiliate-Marketing
  • Zahlungen bestimmter Kunden

Mehrkontenmodell oder Geschäftskonto mit Unterkonten – zwei Optionen für Unternehmer

Für eine effektive Finanzverwaltung haben Unternehmer die Wahl, ob sie sich für ein Kontomodell mit Unterkonten oder für die Eröffnung mehrerer Konten entscheiden.

Freiberufler, Einzelunternehmer und Gesellschafter von Personengesellschaften

Freiberufler, Solo-Selbstständige sowie die Gesellschafter von Personengesellschaften ohne Handelsregistereintrag sind gesetzlich nicht zur Einrichtung eines Geschäftskontos verpflichtet. Zumindest theoretisch können sie ihr privates Girokonto auch zur Abwicklung geschäftlicher Transaktionen nutzen. Allerdings ist die Vermischung der beruflichen und privaten Finanzen nicht empfehlenswert, da der Aufwand für eine korrekte Buchhaltung hierdurch erheblich steigt. Zudem sind mit dieser Praxis steuerliche Nachteile verbunden. Die Kontokosten für ein privates Girokonto sind anders als bei Geschäftskonten nicht in vollem Umfang absetzbar, für Teilerstattungen ist die unternehmensbezogene Kontonutzung jeweils durch Einzelbelege nachzuweisen.

Auch Unternehmer, die nicht der Geschäftskonto-Pflicht unterliegen, sollten daher neben ihrem privaten Girokonto ein separates Business-Konto führen. Mit einem solchen Zwei-Konten-Modell können sie gegebenenfalls die Vorteile verschiedener Anbieter nutzen. Sie führen etwa in diesem Fall ihr Privatkonto bei einer Filialbank, eröffnen ihr Geschäftskonto jedoch bei einem FinTech, um die Vorteile dieser Business-Konten zu nutzen.

Alternativ können Freiberufler, Solo-Selbstständige und die Gesellschafter von Personengesellschaften ihre geschäftliche und privaten Finanzen auch durch ein Kontomodell mit Unterkonten trennen. Ein Unterkonto ist dann den privaten Finanzen vorbehalten.

Ab einer bestimmten Unternehmensgröße und komplexeren Zahlungsströmen kann es auch für Freiberufler, Einzelunternehmer und Personengesellschaften sinnvoll sein, mehrere Business-Konten oder ein Geschäftskonto mit Unterkonten für verschiedene Zahlungskategorien einzurichten.

Kapitalgesellschaften

Für juristische Personen und somit für alle Kapitalgesellschaften, aber auch Einzelkaufleute mit Handelsregister-Pflicht ist die Eröffnung eines Geschäftskontos dagegen gesetzlich vorgeschrieben.

Viele Unternehmen entscheiden sich dafür, mehrere Business-Konten zu führen. Eine einfache Variante ist in diesem Fall ein Drei-Konten-Modell mit einem Geschäftskonto für eingehende Umsätze und alltägliche Ausgaben und zwei weitere Konten für Fixkosten und Rücklagen des Unternehmens. In der Praxis werden oft mehrere weitere Konten eingerichtet.

Generell gilt: Ein Geschäftskonto mit Unterkonten ist eine gute Alternative zu Mehr-Konten-Modellen, die mit höheren administrativem Aufwand und zusätzlichen Kosten verbunden sind.

Geschäftskonto mit Unterkonten – Vorteile und Nachteile im Überblick

Vorteile eines Geschäftskontos mit Unterkonten sind:

  • Schnelle Transaktionen zwischen Hauptkonto und Unterkonto sowie zwischen verschiedenen Unterkonten
  • Keine Überweisungskosten zwischen den integrierten Konten
  • Transparenter Überblick über die geschäftlichen Finanzen
  • Hohe Flexibilität durch eine eigene IBAN für die Unterkonten
  • Anpassung der Finanzverwaltung an die Struktur des Unternehmens
  • Zweckgebundene Budgetverwaltung
  • Liquiditätssicherung in den unterschiedlichen Geschäftsbereichen
  • Zentrale Konten- und Datenverwaltung
  • Keine Zusatzkosten durch mehrere Business-Konten

Nachteile sind mit einem solchen Kontomodell nicht verbunden. Allerdings erfordert ein Geschäftskonto mit Unterkonten Regelmäßigkeit in der Führung der Einzelkonten und somit Disziplin.

Geschäftskonto mit Unterkonten – Anbieter und Kosten

Ein Geschäftskonto mit Unterkonten können Sie bei den etablierten Banken mit Filialgeschäft und bei verschiedenen FinTechs eröffnen, wobei sich diese beiden Anbietergruppen im Hinblick auf die Konditionen dafür beträchtlich unterscheiden.

Filialbanken und Sparkassen

Die meisten Filialbanken und Sparkassen bieten keine Business-Konten mit integrierten Unterkonten an. Firmenkunden, die daran interessiert sind, müssen in der Regel mehrere Geschäftskonten eröffnen, die als Unterkonto zu einem Hauptkonto geführt werden können. Für jedes Einzelkonto mit eigener IBAN wird die reguläre Kontoführungsgebühr der Bank erhoben.

Neobanken und FinTechs

Bei Neobanken und FinTechs sind Unterkonten dagegen oft eine Inklusivleistung, für die keine gesonderte Gebühr erhoben wird. Die Zahl der inkludierten Unterkonten richtet sich nach der Höhe der monatlichen Kontoführungsgebühr. Zum Teil können kostenpflichtig zusätzliche Unterkonten eingerichtet werden. Einige wenige Anbieter – konkret: Finom und Revolut – statten auch ihre kostenlosen Geschäftskonten mit Unterkonten aus.

Dagegen sind Unterkonten mit eigener IBAN bei FYRST – einer FinTech-Tochter der Deutschen Bank – grundsätzlich gebührenpflichtig. Ihre Anlage ist für die Kontomodelle FYRST Base und FYRST Complete in unbegrenzter Anzahl möglich, für jedes Unterkonto wird eine monatliche Gebühr von 6 € fällig.

Anbieter von Geschäftskonten mit Unterkonten

Die folgenden Filialbanken und FinTechs bieten ihre Geschäftskonten mit Unterkonten ohne Zusatzkosten an – die monatliche Grundgebühr deckt jeweils auch eine bestimmte Anzahl von Unterkonten ab:

Bunq

Easy Savings Business
Easy Bank Business
Easy Money Business
Easy Green Business
Anbieter bunq B.V. bunq B.V. bunq B.V. bunq B.V.
Kontobezeichnung Easy Savings Business Easy Bank Business Easy Money Business Easy Green Business
Grundgebühr / Monat 0 € 7,99 € 13,99 € 23,99 €
Grundgebühr bei jährlicher Zahlung
Anzahl inkludierter Unterkonten 0 1 24 24
Zusätzlich buchbare Unterkonten Unlimitiert Unlimitiert Unlimitiert Unlimitiert
Preis je weiteres Unterkonto
21 €
21 €
21 €
21 €
IBAN / Unterkonten Ja Ja Ja Ja
Hinweis Pro 25 Unterkonten werden 21 € / Monat in Rechnung gestellt. Pro 25 Unterkonten werden 21 € / Monat in Rechnung gestellt. Pro 25 Unterkonten werden 21 € / Monat in Rechnung gestellt. Pro 25 Unterkonten werden 21 € / Monat in Rechnung gestellt.
Zur Bank Zur Bank Zur Bank Zur Bank

Deutsche Bank

Deutsche Bank Business BasicKonto
Deutsche Bank Business ClassicKonto
Deutsche Bank Business PremiumKonto
Anbieter Deutsche Bank AG Deutsche Bank AG Deutsche Bank AG
Kontobezeichnung Deutsche Bank Business BasicKonto Deutsche Bank Business ClassicKonto Deutsche Bank Business PremiumKonto
Grundgebühr / Monat 12,90 € 19,90 € 34,90 €
Grundgebühr bei jährlicher Zahlung
Anzahl inkludierter Unterkonten 0 0 1
Zusätzlich buchbare Unterkonten Unlimitiert Unlimitiert Unlimitiert
Preis je weiteres Unterkonto
IBAN / Unterkonten Nein Nein Nein
Hinweis
Zur Bank Zur Bank Zur Bank

Finom

Wenn für ein Finom Geschäftskonto ein Jahresvertrag abgeschlossen wird, gilt ein reduzierter monatlicher Grundpreis.

Finom Solo
Finom Start
Finom Premium
Finom Corporate
Anbieter PNL Fintech B.V. PNL Fintech B.V. PNL Fintech B.V. PNL Fintech B.V.
Kontobezeichnung Finom Solo Finom Start Finom Premium Finom Corporate
Grundgebühr / Monat 0 € 9 € * 28 € * 110 € *
Grundgebühr bei jährlicher Zahlung 7 € * 24 € * 90 € *
Anzahl inkludierter Unterkonten 1 2 3 4
Zusätzlich buchbare Unterkonten 15 15 15 15
Preis je weiteres Unterkonto 4 € * 2 € * 1 € * 0,50 € *
IBAN / Unterkonten Nein Nein Nein Nein
Hinweis Die Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer
Die Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer
Die Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer
Die Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer
Zur Bank Zur Bank Zur Bank Zur Bank

Kontist

Die Unterkonten der Kontist Business-Konten dienen ausschließlich der Bildung von Steuerrücklagen. Die Konten können nur von Freiberuflern und Solo-Selbstständigen eröffnet werden. Für das kostenlose Kontomodell Kontist Free ist kein Unterkonto vorgesehen.

Kontist Free
Kontist Premium
Kontist Buchhaltung
Anbieter Kontist GmbH Kontist GmbH Kontist GmbH
Kontobezeichnung Kontist Free Kontist Premium Kontist Buchhaltung
Grundgebühr / Monat 0 € 9 € * 29 € *
Grundgebühr bei jährlicher Zahlung  *  *
Anzahl inkludierter Unterkonten 0 0 0
Zusätzlich buchbare Unterkonten
Preis je weiteres Unterkonto
IBAN / Unterkonten Nein Nein Nein
Hinweis Die Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer
Die Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer
Die Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer
Zur Bank Zur Bank Zur Bank

N26

Die N26 Business-Konten sind ebenfalls Freiberuflern und Solo-Selbstständigen vorbehalten. Das kostenlose Konto Business Standard ist nicht mit Unterkonten ausgestattet. Zu den Kontomodellen N26 Business Smart, Business You und Business Metal gehören die sogenannten N26 Spaces als Unterkonten.

N26 Business Standard
N26 Business Smart
N26 Business You
N26 Business Metal
Anbieter N26 Bank AG N26 Bank AG N26 Bank AG N26 Bank AG
Kontobezeichnung N26 Business Standard N26 Business Smart N26 Business You N26 Business Metal
Grundgebühr / Monat 0 € 4,90 € 9,90 € 16,90 €
Grundgebühr bei jährlicher Zahlung
Anzahl inkludierter Unterkonten 0 10 10 10
Zusätzlich buchbare Unterkonten
Preis je weiteres Unterkonto
IBAN / Unterkonten Nein Ja Ja Ja
Hinweis
Zur Bank Zur Bank Zur Bank Zur Bank

Qonto

Qonto Basic
Qonto Smart
Qonto Essential
Qonto Premium
Qonto Business
Qonto Enterprise
Anbieter Olinda SAS Olinda SAS Olinda SAS Olinda SAS Olinda SAS Olinda SAS
Kontobezeichnung Qonto Basic Qonto Smart Qonto Essential Qonto Premium Qonto Business Qonto Enterprise
Grundgebühr / Monat 11 € * 23 € * 34 € * 45 € * 119 € * 299 € *
Grundgebühr bei jährlicher Zahlung 9 € * 19 € * 29 € * 39 € * 99 € * 249 € *
Anzahl inkludierter Unterkonten 0 1 4 4 9 24
Zusätzlich buchbare Unterkonten
Preis je weiteres Unterkonto
IBAN / Unterkonten Nein Ja Ja Ja Ja Ja
Hinweis Die Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer
Die Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer
Die Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer
Die Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer
Die Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer
Die Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer
Zur Bank Zur Bank Zur Bank Zur Bank Zur Bank Zur Bank

Revolut

Für alle Revolut Geschäftskonten können beliebig viele Unterkonten eingerichtet werden. Die Konten verfügen über keine deutsche IBAN, sondern sind mit einer britischen IBAN ausgestattet.

Business Basic
Business Scale
Business Grow
Anbieter Revolut Bank Revolut Bank Revolut Bank
Kontobezeichnung Business Basic Business Scale Business Grow
Grundgebühr / Monat 0 € 100 € 25 €
Grundgebühr bei jährlicher Zahlung 79 € 19 €
Anzahl inkludierter Unterkonten 0 0 0
Zusätzlich buchbare Unterkonten
Preis je weiteres Unterkonto
IBAN / Unterkonten Nein Nein Nein
Hinweis
Zur Bank Zur Bank Zur Bank

Fazit

Durch ein Geschäftskonto mit Unterkonten können Sie Ihre Finanzverwaltung beträchtlich optimieren. Unterkonten ermöglichen eine zweckgebundene Verwaltung von Zahlungsströmen und Budgets. Sie ermöglichen, die Finanzverwaltung an die Strukturen und konkreten Anforderungen eines Unternehmens anzupassen. Transaktionen können von den Unterkonten flexibel und unabhängig vom Hauptkonto getätigt werden – trotzdem ist eine zentralisierte Kontoführung möglich.

Geschäftskonten mit Unterkonten werden vor allem von FinTechs angeboten – mit Ausnahme von FYRST handelt es sich dabei um eine Standard-Leistung, für die keine zusätzliche Gebühr erhoben wird. Die meisten Filialbanken ermöglichen lediglich, mehrere kostenpflichtige Geschäftskonten als Unterkonten zu führen und mit einem Hauptkonto zu verknüpfen.

Häufig gestellte Fragen – FAQ

Durch mehrere Geschäftskonten oder ein Geschäftskonto mit Unterkonten lassen sich verschiedene Zahlungsströme exakt voneinander abgrenzen. Das Ergebnis besteht in einer effektiveren Buchhaltung und einem besseren Überblick über die geschäftlichen Finanzen.

Business-Konten mit Unterkonten werden nicht von allen Banken angeboten. Die meisten Filialbanken ermöglichen zwar, mehrere Unterkonten mit einem Haupt-Geschäftskonto zu verknüpfen – jedoch muss jedes Unterkonto als separates Business-Konto eröffnet werden, so dass dafür die reguläre Kontoführungsgebühr der Bank erhoben wird.

Bei vielen FinTechs werden Unterkonten dagegen durch die Grundgebühr des Business-Kontos abgedeckt. Bei höheren Kontoführungsgebühren ist auch eine größere Anzahl von Unterkonten inkludiert. Kostenlose FinTech Geschäftskonten sind mit Ausnahme der Anbieter Finom und Revolut nicht mit Unterkonten ausgestattet.

Wie viele Unterkonten Sie führen dürfen, hängt davon ab, mit welcher Anzahl dieser Konten Ihr Business-Konto ausgestattet ist. Gesetzliche Vorgaben existieren dafür nicht. Einige Geschäftskonten sind nur mit einem Unterkonto ausgestattet, bei anderen Kontomodellen können Sie eine sehr hohe oder sogar unbegrenzte Anzahl von Unterkonten nutzen.

Alternativen zu einem Geschäftskonto mit Unterkonten sind Mehrkontenmodelle, bei denen Gelder auf verschiedenen Business-Konten verwaltet werden.

Freiberufler, Solo-Selbstständige und Gesellschafter von nicht im Handelsregister eingetragenen Personengesellschaften dürfen ein geschäftliches Unterkonto auch für private Zahlungstransaktionen nutzen. Für diese Unternehmer hat der Gesetzgeber keine Pflicht zur Führung eines Geschäftskontos und damit zur Trennung geschäftlicher und privater Zahlungsströme vorgesehen. Ein Geschäftskonto mit Unterkonten ist für sie eine gute Möglichkeit, ihre beruflichen und privaten Finanzen zwar zu separieren, jedoch auf einem gemeinsamen Hauptkonto zu verwalten.

Kapitalgesellschaften unterliegen dagegen der Geschäftskonto-Pflicht. Die private Nutzung eines geschäftlichen Unterkontos ist in diesen Unternehmen ausgeschlossen.

Über die Autorin
Charlotte Ruzanski
Charlotte Ruzanski hat nach ihrem Bachelor-Studium der deutschen Sprach- und Literaturwissenschaft / Skandinavistik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau im Sommersemester 2013 ihren Master der allgemeinen Sprachwissenschaft abgeschlossen. Seit Oktober 2013 ist sie Teil der Redaktion der qmedia GmbH.