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Diese Gebühren fallen für ein Geschäftskonto an

von Charlotte Ruzanski

Das Geschäftskonto ist für Freiberufler und Gewerbetreibende, für Gründer und für etablierte Unternehmer ein fester Bestandteil des täglichen Zahlungsverkehrs. Schließlich wollen Zahlungen mit Lieferanten und Kunden bargeldlos abgewickelt werden, Mitarbeiter wollen ihre Gehälter als Überweisung erhalten und auch Steuerzahlungen an das Finanzamt werden ohne Bargeld durchgeführt. Bei der Wahl des richtigen Geschäftskontos spielen die Kosten und Gebühren eine große Rolle. Hier unterscheiden sich die Banken durchaus und es gibt zum Beispiel nur wenige Banken, die ein kostenloses Geschäftskonto anbieten. Ein Vergleich der Gebühren lohnt sich, bevor Sie Ihr Geschäftskonto eröffnen.

Wer eine eigene Firma gründet oder führt, der braucht auch ein Geschäftskonto. Zwar ist nicht für alle Gesellschaftsformen ein Firmenkonto gesetzlich vorgeschrieben, dennoch lohnt sich ein Konto, auf dem Finanzen der Firma getrennt von den privaten Finanzen des Unternehmers geführt und verwaltet werden.

Geschäftskonten werden von Filial- und Direktbanken angeboten und zunehmend auch von FinTechs. Letztere konzentrieren sich vor allem auf eine mobile und einfache Kontoeröffnung und Kontoführung. Vieles findet in diesem Bereich per App statt. Die finanziellen Belange des eigenen Unternehmens können problemlos von überall aus mit dem Smartphone eingesehen und verwaltet werden.

Ein wichtiger Aspekt bei der Auswahl des passenden Geschäftskontos sind die Kosten, die durch die Nutzung des Kontos und der dazugehörigen Leistungen entstehen. Welche Kosten und Gebühren für ein Business-Konto entstehen und worauf Sie bei der Wahl des Kontos besonderen Wert legen sollten, lesen Sie im folgenden Artikel.

Wer benötigt ein Geschäftskonto?

Im Prinzip sollten schon Gründer ein Firmenkonto eröffnen. Es ist sinnvoll die Einnahmen und Ausgaben für das eigene Unternehmen von Beginn an vom gesamten privaten Zahlungsverkehr zu trennen. Das erleichtert Ihnen die Buchführung und auch die Überprüfung der Buchhaltung für Steuerberatung und Finanzamt.

Für Gründer, Freiberufler und Selbstständige, deren Geschäftstätigkeit noch einen überschaubaren Umfang ausmacht, lohnt sich unter Umständen die Eröffnung eines privaten Girokontos. Häufig treffen Gründer dabei jedoch auf die Problematik, dass viele Banken die Nutzung eines privaten Kontos für geschäftliche Zwecke in ihren AGBs ausschließen. Wird ein solches Konto dennoch als Geschäftskonto geführt, ist eine Kündigung des Kontos durch die Bank möglich. Manche Banken bieten ihren Kunden als Option auch die Umwandlung des privaten Girokontos in ein Geschäftskonto an.

Geschäftskonto schon in der Gründungsphase

Geschäftskonto Kosten
Bereits für Start-Ups in der Gründungsphase ist ein Geschäftskonto sinnvoll. / jacoblund, iStock

Grundsätzlich ist die Eröffnung eines Geschäftskontos bereits während der Gründung durchaus sinnvoll. Denn selbst wenn Sie eine Bank finden, bei der Sie ein privates Konto als Geschäftskonto nutzen dürfen, müssen Sie früher oder später Ihr Geschäftskonto wechseln, nämlich spätestens dann, wenn Ihre Firma eine bestimmte Größenordnung erreicht hat und Sie regelmäßige größere Einnahmen und Ausgaben erzielen oder bereits Mitarbeiter beschäftigen. Ein Kontowechsel ist immer mit Aufwand verbunden und insbesondere für Unternehmen besonders ärgerlich, da alle Zahlungspartner informiert werden müssen. Hinzu kommt, dass Sie Vorlagen für Briefe und Rechnungen ändern müssen.

Um diesen Aufwand zu vermeiden, sollte man gleich in der Gründungsphase ein Geschäftskonto eröffnen und dafür nicht nur das erstbeste wählen, sondern sich genau informieren, um das ideale Geschäftskonto zu finden.

Geschäftskonto zum Teil gesetzlich vorgeschrieben

Für einige Geschäftsformen ist die Führung bzw. Eröffnung eines Geschäftskontos sogar gesetzlich vorgeschrieben. So gilt beispielsweise bei der Gründung einer GmbH ein Geschäftskonto als Voraussetzung bereits während des Gründungsprozesses. Wenn Sie ein Unternehmen mit dieser Gesellschaftsform führen bzw. gründen möchten, sind Sie verpflichtet ein Firmenkonto zu eröffnen.

Sie profitieren mit einem Geschäftskonto von besonderen Leistungen, die die meisten Banken anbieten. Firmenkunden sind für Banken eine sehr lukrative Klientel, die von vielen Banken mit attraktiven Leistungen umworben wird. Vor diesem Hintergrund ist verständlich, dass es nur wenige Anbieter für kostenfreie Konten gibt und dass Sie die kostenpflichtigen Angebote genau prüfen sollten.

Welche Geschäftskontenarten gibt es?

Firmenkonten lassen sich in verschiedene Kategorien einteilen. Die Differenzierung in kostenfreie und gebührenpflichtige Konten ist eine Variante. Das Angebot an kostenlosen Geschäftskonten ist überschaubar. Häufig müssen Sie bei solchen Konten mit Auflagen rechnen. Erfüllen Sie diese Auflagen nicht, fällt eine Gebühr an.

Banken differenzieren ihre Geschäftskonten häufig nach Zielgruppen. So gibt es Konten, speziell für Gründer, für Freelancer oder für Gewerbetreibende. Andere Konten werden speziell für Kapitalgesellschaften wie die Unternehmergesellschaft haftungsbeschränkt (UG) oder die Gesellschaft mit beschränkter Haftung angeboten (GmbH). Da es sich bei diesen Rechtsformen um eine Gesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit handelt, ist die Kontoeröffnung an bestimmte Vorgaben geknüpft. So muss zum Beispiel der Gesellschaftsvertrag vorgelegt werden und es muss bei mehreren Gesellschaftern festgelegt werden, wer eine Verfügung für das Konto vornehmen darf.

Besonderheiten eines Geschäftskontos bei schlechter Bonität

Auch Konten ohne Schufa-Abfrage und Konten bei schlechter Schufa bzw. Bonität sind bisweilen nachgefragt. Eine Kontoeröffnung ist in Deutschland an die Vorlage einer Schufa-Auskunft gekoppelt. Wer einen negativen Schufa-Eintrag hat, hat es schwer, ein Geschäftskonto zu eröffnen. In solchen Fällen ist ein Businesskonto ohne Schufa-Abfrage eine Option, wobei solche Konten in den meisten Fällen etwas teurer sind. Die Besonderheit bei schufafreien Geschäftskonten liegt vor allem darin, dass die Konten nur als  Guthabenkonten geführt werden können.

Filialbank oder Direktbank? Das Angebot an Firmenkonten ist groß

Differenziert werden Geschäftskonten auch nach der Art der kontoführenden Bank. Angeboten werden die Konten von Filialbanken, Direktbanken und FinTechs.

Direktbanken

Geschäftskonto Kosten
Einen persönlichen Bankberater vor Ort können Direktbanken nicht bieten. / seb_ra, iStock

Direktbanken sind ausschließlich online präsent und haben kein eigenes Filialnetz. Daher haben Sie bei einer Online-Bank keinen persönlichen Ansprechpartner vor Ort. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie komplett auf die Beratung verzichten müssen. Persönliche Beratung bekommen Sie auch bei den allermeisten Direktbanken telefonisch, per Mail oder im Live-Chat. Die Direktbanken bieten oft günstigere Geschäftskonten an als Filialbanken. Dafür können Sie aber beleghafte Buchungen hier nur in Verbindung mit hohen Kosten vornehmen, da diese immer über eine Zweitbank laufen müssen.

Wer aber weiß, dass er das Geschäftskonto ausschließlich online nutzen wird und auch keine beleghaften Buchungen hat, für den kann ein Geschäftskonto bei einer Direktbank die beste Lösung sein.

Filialbanken

Zeichnet sich ab, dass Sie mit Ihrem Unternehmen stark wachsen werden, ist eine Filialbank mit einem persönlichen Ansprechpartner unter Umständen die bessere Alternative. Ihr Berater ist dann der kompetente Ansprechpartner für alle Bankgeschäfte und vor allem für Sie da, wenn eine Finanzierung für Ihr Unternehmen nötig ist. Dieser zusätzliche Service, den Filialbanken bieten können, ist jedoch mit höheren Kosten verbunden. Für die Kontoführung fallen bei Filialbanken Gebühren ab fünf Euro an, oft bewegen sich die Kosten jedoch im zweistelligen Bereich.

Sich für ein Geschäftskonto bei einer Filialbank zu entscheiden, ist auch sinnvoll, wenn häufiger beleghafte Buchungen anfallen oder Sie ein Unternehmen mit hohem Bargeldfluss haben, weshalb Sie häufig Bargeldeinzahlungen vornehmen müssen.

FinTechs

Seit einiger Zeit bieten auch vermehrt FinTechs Geschäftskonten an. FinTech steht für „Finanztechnologie“, die Unternehmen bieten Konten an, bei denen das Banking mittels moderner Technologien besonders optimiert ist. Das Finanzgeschäft läuft im Wesentlichen über eine Smartphone-App, mittels der Buchungen sowie die gesamte Organisation des Kontos und der Finanzen schnell und unkompliziert vorgenommen werden können. Ähnlich wie bei Direktbanken sind die Angebote für Geschäftskonten bei FinTechs preislich günstiger als bei einer Filialbank. Oft bieten die Unternehmen auch spezielle Lösungen für einzelne Rechtsformen.

Wer Wert auf besondere Zusatzleistungen legt, wie ein integriertes Buchhaltungstool, eine DATEV-Schnittstelle oder auch die Möglichkeit mehrere Unterkonten zu eröffnen, der findet solche Lösungen besonders oft bei FinTechs.

Wichtig ist bei einem Konto bei einem FinTech zu berücksichtigen: oft sind die Angebote sehr spezialisiert. Wichtig ist auch, sich für ein FinTech zu entscheiden, dass schon länger am Markt etabliert ist, denn leider verschwinden viele FinTechs nach ihrer Gründung auch recht schnell wieder.

Was ist von kostenlosen Geschäftskonten zu halten

Vor allem für Selbstständige und Freiberufler am Anfang ihrer Karriere spielen die Kosten für das Konto eine große Rolle. Wenn die Einnahmen noch nicht regelmäßig fließen, versuchen Sie sicher, die Ausgaben für Ihre Firma in einem überschaubaren Rahmen zu halten. Kostenlose Geschäftskonten sind vor diesem Hintergrund sehr beliebt.

Geschäftskonto Kosten
Eine kostenlose Kontoführung bedeutet noch kein kostenloses Geschäftskonto. / Tippapatt, iStock

Einige Direktbanken bieten ein privates Konto an, die Sie auch als Gründer oder Freelancer nutzen können. Diese Konten decken alle wichtigen Leistungen wie die Kontoführung mit der Durchführung von Überweisungen und Lastschriften und die Bereitstellung des Bankauszugs ab. Häufig werden diese Konten per Onlinebanking geführt. Sobald Ihre Geschäftstätigkeit eine gewisse Größenordnung ausmacht, so dass Sie vielleicht sogar einen Kredit für Ihr Unternehmen aufnehmen wollen, sollten Sie auf ein Firmenkonto umsteigen. Das ist meist zwar teurer, dafür profitieren Sie allerdings auch von zusätzlichen Leistungen, die genau auf Unternehmer zugeschnitten sind.

Die Inklusivleistungen berücksichtigen

Einige Banken werben damit, ein kostenloses Geschäftskonto anzubieten. Was auf den ersten Blick verlockend erscheint, sollte dennoch genau geprüft werden. Zunächst einmal bedeutet „kostenlos“ in diesem Zusammenhang nämlich ausschließlich, dass keine Jahresgebühr bzw. Kontoführungsgebühr berechnet wird. Kosten für Transaktionen, Bargeldabhebungen, Kreditkartennutzung, etc. fallen auch bei den vermeintlich kostenlosen Geschäftskonten an.

Achten Sie daher bei der Wahl des Kontos neben den Gebühren auch auf die Leistungen. Wie hoch sind die Kosten für die Leistungen, die Sie im Wesentlichen nutzen werden? Welche Leistungen sind inklusive, welche kosten extra? Häufig bieten die Geschäftskonten mit hohen Grundgebühren auch eine hohe Anzahl an Inklusivleistungen.

Aus diesem Grund ist die Frage nach dem günstigsten Firmenkonto immer auch ein Rechenspiel. Wiegen die Inklusivleistungen die hohe Kontoführungsgebühr auf oder kommt für Sie ein Konto ohne Jahresgebühr günstiger, das möglicherweise mehr Zusatzkosten berechnet, diese jedoch für Leistungen, die Sie gar nicht, oder nur wenig in Anspruch nehmen?

Die wichtigsten Leistungen für ein Geschäftskonto

Die Kosten für Geschäftskonten hängen von den Leistungen ab. Auffallend ist, dass die Gebühren der unterschiedlichen Banken sehr stark voneinander abweichen. Wenn Sie auf der Suche nach dem optimalen Konto für Ihr Unternehmen sind, sollten Sie sich zunächst überlegen, welche Leistungen Sie benötigen.

Sind Sie sich über die wichtigsten Leistungen, auf die Ihr Unternehmen angewiesen ist, bewusst, sollten Sie die Gebühren vergleichen, die die Banken für ihre Geschäftskonten und die entsprechenden Leistungen erheben. Mit einem solchen Geschäftskonto Vergleich finden Sie mit einem überschaubaren Aufwand das optimale Geschäftskonto und den Bankpartner, der genau zu Ihrem individuellen Bedarf passt.

Geschäftskonto Kosten: Auf diese Gebühren müssen Sie achten

Auf folgende Leistungen und Gebühren sollten Sie bei Ihrer Suche nach einem passenden Business-Konto besonders achten:

Gebühren für:

  • die Kontoführung / Kontonutzung
  • Buchungen (beleghaft, beleglos)
  • Kontoauszüge
  • Abhebungen von Bargeld
  • Einzahlung von Bargeld
  • die Herausgabe und Nutzung einer Geldkarte
  • die Herausgabe und Nutzung einer Kreditkarte
  • den Überziehungsrahmen / Kontokorrentkredit
  • das Verwahrentgelt

Kosten für die Kontoführung

Einige Banken bieten ein Geschäftskonto kostenlos an. Während die meisten Banken eine monatliche Kontoführungsgebühr berechnen, verzichten solche Banken auf diesen Posten. Bei der Kontoführungsgebühr handelt es sich um eine Grundgebühr, die pro Monat, pro Quartal oder pro Jahr berechnet wird. Ob das Konto tatsächlich aktiv genutzt wird oder nicht, ist für die Kontoführungsgebühr irrelevant.

Bei der Kontoführungsgebühr sollte berücksichtigt werden, dass eine kostenlose Kontoführung mitnichten heißt, dass es sich um ein kostenloses Firmenkonto handelt bzw., dass keine Gebühren anfallen, sondern dass lediglich auf die Grundgebühr verzichtet wird. Für beleglose und beleghafte Buchungen, Abhebungen, etc. können zusätzliche Kosten anfallen.

Insbesondere für Unternehmen mit mehreren Gesellschaftern ist die Frage zu klären, ob zusätzliche Kostendurch durch weitere Kontoinhaber entstehen.

Kosten für Buchungen

Ein wichtiger Kostenfaktor sind die Gebühren für Buchungen. Dabei handelt es sich um die ein- und ausgehenden Geldtransaktionen auf bzw. von Ihrem Konto. Dabei kann es sich um eingehende Zahlungen von Ihren Kunden für eine Lieferung oder eine Leistung handeln, oder aber auch um ausgehende Zahlungen für einen Wareneinkauf oder die Bezahlung eines Lieferanten oder Dienstleisters. Solche Zahlungen finden im Normalfall sporadisch statt. Gleichzeitig gibt es auch noch regelmäßige Buchungen, die anfallen, damit das Unternehmen am Laufen bleibt. Dabei handelt es sich beispielsweise um die Miete für die Büroräume, Kosten für Telefon und Internet, Büromaterial oder um die Gehälter für Angestellte.

Beleghafte vs. beleglose Buchungen

Transaktionen werden heute in der Regel bargeldlos als Buchungen direkt über das Geschäftskonto durchgeführt. Buchungen werden in beleghafte Buchungen und beleglose Buchungen unterschieden. Die allermeisten Buchungen finden inzwischen beleglos statt. Beleglose Buchungen sind bei einigen Banken kostenfrei. Anders sieht es mit beleghafte Buchungen aus. Hierbei handelt es sich um Buchungen, für die ein Beleg, wie ein Überweisungsträger oder ein Scheck genutzt wird. Solche Buchungen sind häufig mit zusätzlichen Kosten verbunden. Gerade bei Direktbanken gilt es zu berücksichtigen, dass das Einreichen von Schecks und Überweisungsträgern in der Regel über eine Fremdbank stattfinden muss, was häufig zu besonders hohen Kosten führt.

Gebührenstruktur bei Buchungen

Geschäftskonto Kosten
Die Gebühren für Buchungen fallen je nach Bank ganz unterschiedlich aus. / zest_marina, iStock

Manche Banken staffeln die Gebühren für Buchungen nach der Anzahl der Zahlungen. In einem solchen Fall werden die Buchungen günstiger, je mehr davon vorgenommen werden. Eine solche Gebührenstruktur ist interessant, wenn Sie für Ihr Unternehmen eine große Menge an Überweisungen vornehmen. Es gibt aber auch Banken, die ein gewisses Kontingent an kostenfreien Buchungen anbieten und erst ab einer bestimmten Anzahl an Buchungen Gebühren erheben. Dieses Modell lohnt dann vor allem für Kunden, die wenig Transaktionen im Monat haben. Entscheidend ist für viele Unternehmer auch die Frage nach den Kosten für Daueraufträge. Auch hier unterscheidet sich die Kostenstruktur bei den Banken zum Teil erheblich.

Besondere Buchungsleistungen

Es gibt einige Buchungsleistungen, die für Ihr Unternehmen unter Umständen sinnvoll und wichtig sind. Dazu gehört auch die Möglichkeit des Lastschrifteinzugs. Wenn Sie einen solchen nutzen möchten, sollten Sie genau schauen, denn nicht alle Banken haben diese Option im Angebot. Vergleichen Sie dabei auch unbedingt die Kosten für diese Buchungsoption.

Für manche Unternehmen ist es außerdem wichtig, die Möglichkeit zur Echtzeitüberweisung zu haben. Oft wird diese jedoch mit besonders hohen Gebühren bedacht. Auch hier gilt daher zu klären, wie häufig Sie auf diese Option zurückgreifen möchten bzw. müssen.

Für Unternehmen, die international tätig sind, gibt es einen weiteren wichtigen Punkt zu berücksichtigen, nämlich die Kosten für Transaktionen ins und aus dem Ausland. Nicht-SEPA-Überweisungen lassen sich einige Banken sehr gut bezahlen.

Die wichtigsten Fragen zum Thema Buchungen:

  • Welche Kosten fallen pro Buchung an? (beleghaft / beleglos)
  • Wie viele Buchungen nehmen Sie pro Monat vor?
  • Wie viele Buchungen davon sind beleghaft bzw. wie viele beleglos?
  • Gibt es die Möglichkeit für einen Lastschrifteinzug?
  • Welche Kosten entstehen für einen Lastschrifteinzug?
  • Welche Kosten entstehen für Auslandsüberweisungen / nicht-SEPA-Überweisungen?
  • Welche Kosten entstehen für eine Echtzeitüberweisung?

Kosten für Kontoauszüge

Als Kontoinhaber wollen Sie regelmäßig über Ihren Kontostand informiert sein. Dazu stellt die Bank einen Bankauszug aus. Wird Ihnen dieser in Papierform zugesendet, müssen Sie dafür in der Regel Gebühren leisten. Viele Banken ermöglichen es, sich den Kontoauszug selbst in der Filiale am Automaten auszudrucken. Wer für sein Geschäftskonto Onlinebanking nutzt, kann sich den Auszug auch digital zusenden lassen. Diese Option ist in der Regel die kostengünstigste.

Ein weiterer Vorteil des Onlinebankings ist, dass Sie jederzeit einen Zugang zum Konto haben und so einen guten Überblick über die Buchungen und Ihren Kontostand behalten. Transaktionen können jederzeit und von überall aus vorgenommen werden. Auf diese Weise sind Sie besonders flexibel bei der Nutzung Ihres Geschäftskontos.

Wer sein Geschäftskonto bei einer Direktbank eröffnet, muss zwangsläufig Onlinebanking nutzen. Wer jedoch bei einer Filialbank Kunde ist, muss die Nutzung von Onlinebanking unter Umständen zunächst noch beantragen. Informieren Sie sich in einem solchen Fall auch unbedingt, ob dafür zusätzliche Kosten anfallen.

Kosten für Bargeldabhebungen

Wenn Sie von Ihrem Firmenkonto gelegentlich Bargeld abheben müssen, können Sie das am Schalter machen oder dafür einen Geldautomaten nutzen. Dabei können sowohl wenn Sie am Schalter Geld abheben als auch wenn Sie am Automaten Geld abheben eine Gebühr anfallen. Hier müssen Sie darauf achten, wie die Gebühren berechnet werden: Manche Banken erheben einen pauschalen Betrag pro Abhebung, andere berechnen die Kosten für eine Abhebung prozentual.

Manche Banken haben ein Kontingent an kostenlosen Abhebungen pro Monat an, jede Verfügung, die darüber hinausgeht, kostet dann Geld.

Einzahlung von Bargeld

Unternehmen mit einem hohen Bargeldfluss – wie Gastronomen oder Einzelhändler – sind bei der Auswahl eines passenden Geschäftskontos deutlich eingeschränkter. Das liegt daran, dass bei den meisten Direktbanken und FinTechs keine Bargeldeinzahlungen möglich sind bzw. mit sehr hohen Kosten verbunden sind.

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten zur Bargeldeinzahlung:

  • Bankschalter
  • Einzahlautomat
  • externer Anbieter

Die Gebühren können stark variieren und es werden auch nicht immer alle Optionen angeboten.

Die wichtigsten Fragen zum Thema Bargeldabhebungen / Bargeldeinzahlungen:

  • Benötigen Sie für Ihr Unternehmen Bargeld?
  • Welche Möglichkeiten zur Bargeldabhebung gibt es?
  • Gibt es Möglichkeiten für kostenfreie Bargeldabhebungen?
  • Gibt es mehrere Geldautomaten, an denen kostenfreie Abhebungen möglich sind?
  • Kann auch bei externen Dienstleistern (bspw. Supermarktkasse) Geld abgehoben werden?
  • Müssen Sie regelmäßig Bargeld einzahlen?
  • Welche Möglichkeiten zur Bargeldeinzahlung gibt es?
  • Welche Gebühren fallen für Abhebungen / Einzahlungen an?

Kosten für eine Geldkarte

Wenn Sie Bargeld von einem Automaten abheben möchten, oder Kontoauszüge am Automaten ausdrucken lassen, brauchen Sie eine Geldkarte wie eine Maestro- oder EC-Karte. Diese Karte wird von Ihrer Bank herausgegeben, sie wird oft kostenfrei herausgegeben, es gibt aber auch einige Banken, die für die Herausgabe einer Geldkarte Gebühren berechnen. Diese können einmalig anfallen oder als regelmäßiger Posten berechnet werden.

FinTechs bieten häufig gar keine Geld-Karte an, sondern Debit-Kreditkarten. Diese möglicherweise jedoch nur als virtuelle Debit-Karte.

Kosten für eine Kreditkarte

Falls Sie für Ihr Unternehmen eine Kreditkarte benötigen, kann für die Karte eine Jahresgebühr anfallen. Zusätzlich zu dieser Gebühr fällt für die Nutzung der Kreditkarte (d. h. Bargeldabhebungen und Zahlungen im In- und Ausland) je nach Anbieter ein Entgelt bzw. eine Transaktionsgebühr an. Diese wird üblicherweise als Prozentsatz des jeweiligen Betrags erhoben. Je höher der abgehobene Betrag, desto höher sind die Transaktionskosten. Die Höhe der Transaktionsgebühr variiert dabei je nach Bank.

Geschäftskonto Kosten
Für Kreditkarten berechnen viele Anbieter zusätzliche Gebühren. / Khanisorn Chaokla, iStock

Wenn Sie häufig mit Kreditkarte bezahlen, sollten Sie diese Gebühren im Geschäftskonto Vergleich aufmerksam betrachten. Unter Umständen kann es sich lohnen, ein Konto mit einer Kreditkarte herauszusuchen, mit der gebührenfreie Bargeldabhebungen und Transaktionen möglich sind.

Zu klären gilt auch, ob eine Geschäftskonto-Kreditkarte ausreichend ist, oder ob für Geschäftspartner oder bevollmächtigte Mitarbeiter zusätzliche Kreditkarten ausgestellt werden müssen.

Die wichtigsten Fragen zum Thema Karten:

  • Welche Karten brauchen Sie für Ihr Unternehmen? (Geldkarte und / oder Kreditkarte)
  • Welche Kosten entstehen für die Ausstellung und Nutzung der Karten?
  • Bevorzugen Sie eine Charge-Kreditkarte, oder reicht eine Kreditkarte in Form einer Prepaid- oder Debit-Karte?
  • Reicht Ihnen eine virtuelle Kreditkarte aus?
  • Brauchen Sie die Möglichkeit zum kontaktlosen Zahlen?
  • Welche Fremdwährungsgebühren fallen bei der Nutzung der Karte im Ausland an?

Kosten für einen Kontokorrentkredit

Wenn Sie ein privates Girokonto nutzen, haben Sie die Möglichkeit einen Dispokredit einzurichten, sofern auf Ihrem Konto regelmäßige Geldeinzahlungen verbucht werden. Wenn Sie für Ihr Geschäftskonto einen Überziehungsrahmen brauchen, spricht man von einem Kontokorrentkredit. Mit diesem Kredit können Sie den Verfügungsrahmen Ihres Kontos erweitern. Genau wie bei einem Dispo fallen für einen Kontokorrentkredit sehr hohe Zinsen an. Wenn Sie also wissen, dass Sie von einem Kontokorrentkredit Gebrauche machen werden, sollten Sie die Konditionen für diesen Überziehungsrahmen genau prüfen.

Möglicherweise brauchen Sie auch in der ersten Zeit nach der Gründung zunächst keinen Überziehungsrahmen, möchten sich die Option, einen solchen einzurichten jedoch offenhalten. Dann ist es sinnvoll bereits im Vorfeld zu besprechen, ob ein Kontokorrentkredit auch nachträglich eingerichtet werden kann und ob die Konditionen abhängig vom Einkommen der Firma verhandelbar sind.

Zinsen und Negativ-Zins

Während es bis vor einigen Jahren noch üblich war, dass Banken Zinsen auf Guthaben gezahlt haben, das man auf dem Konto hatte, berechnen immer mehr Finanzunternehmen inzwischen negative Zinsen auf  das Geld, das Sie auf Ihrem Geschäftskonto haben. Daher ist die Frage nach einem möglichen Negativ-Zins vor der Kontoeröffnung inzwischen unumgänglich. Vor allem, wenn Sie hohe Summen auf Ihrem Geschäftskonto haben, sollten Sie ein Konto suchen, das möglichst noch auf den sogenannten „Strafzins“ verzichtet.

Geschäftskonto eröffnen: So gehen Sie vor

Die Eröffnung eines Geschäftskontos ist vor allem bei Direktbanken und FinTechs schnell und unkompliziert erledigt. Viele dieser Konten können Sie online eröffnen. Die Voraussetzungen für eine Kontoeröffnung sind dabei grundsätzlich Volljährigkeit und ein deutscher Unternehmenssitz.

  1. Antrag ausfüllen: Wenn Sie sich für ein Konto entschieden haben, füllen Sie zunächst den entsprechenden Kontoeröffnungsantrag aus. Das ist je nach Konto online, in einer App oder in der Filiale möglich. Bei einem solchen Antrag werden zunächst allgemeine Daten Ihres Unternehmens abgefragt. Dazu gehört auch eine Einschätzung der Einnahmen.
  2. Erforderliche Unterlagen: Als nächsten Schritt reichen Sie diese Unterlagen ein. Sofern Sie den Antrag nicht in einer Filiale eingereicht haben, heißt das, dass Sie die Unterlagen online absenden oder aber ausdrucken und schriftlich einreichen. Zum Antrag gehören grundsätzlich noch diverse Unterlagen und Nachweise, die Sie entsprechend der Einreichungsform hochladen müssen oder als Kopie dem schriftlichen Antrag beilegen.
  3. Legitimation: Bei der Eröffnung eines Kontos ist immer eine Legitimation erforderlich. Diese kann online oder mobil per Video-Ident-Verfahren durchgeführt werden, oder aber mittels Post-Ident-Verfahren. Für beide Methoden brauchen Sie ihren Personalausweis oder Reisepass, um Ihre Identität nachzuweisen.
  4. Kontoeröffnung: Bei Filialbanken dauert es in der Regel einige Tage, bis Sie die Unterlagen für Ihre Kontoeröffnung bekommen. Das gilt auch für die ein oder andere Direktbank. Bei vielen anderen Online Banken und FinTechs bekommen Sie bereits kurz nach der Legitimation Ihren Kontozugang und können gleich beginnen.
  5. Karten / PINs: Wenn Sie noch eine Geldkarte und / oder Kreditkarte beantragt haben, bekommen Sie diese binnen weniger Tage postalisch gesendet. Das gleiche gilt für die PINs. Beides wird Ihnen in separaten Schreiben zugestellt.

Fazit: Kosten und Gebühren sind wichtige Faktoren beim Geschäftskonto Vergleich

Obwohl das Angebot an Geschäftskonten nicht so umfangreich ist wie für Privatkonten, sollten Sie vor der Kontoeröffnung einen Geschäftskonto Vergleich durchführen. Es gibt eine Fülle von Angeboten am Markt und die Banken unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Gebühren mitunter stark. Daher ist eine genaue Prüfung der Leistungen und Konditionen unumgänglich. Nur so können Sie das optimale Geschäftskonto finden und damit das Angebot, das am besten an die Bedürfnisse Ihres Unternehmens angepasst ist und perfekt zu Ihrer Firma passt.

Über die Autorin
Charlotte Ruzanski
Charlotte Ruzanski hat nach ihrem Bachelor-Studium der deutschen Sprach- und Literaturwissenschaft / Skandinavistik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau im Sommersemester 2013 ihren Master der allgemeinen Sprachwissenschaft abgeschlossen. Seit Oktober 2013 ist sie Teil der Redaktion der qmedia GmbH.