Transparenz

Vereinskonto eröffnen: Konto für den Verein in Gründung

Ein Verein braucht sein Konto, bevor das Amtsgericht die Eintragung vorgenommen hat – und genau dann ist es am schwersten zu bekommen: Die digitalen Anbieter verlangen den Vereinsregisterauszug, der Vorstand haftet bis zur Eintragung persönlich, die Gemeinnützigkeit entsteht erst mit dem Feststellungsbescheid des Finanzamts. Die Seite zeigt, welche Konten einen Verein in Gründung oder einen nicht eingetragenen Verein annehmen, welche Unterlagen und Vollmachten die Anbieter verlangen und was „kostenlos“ bei monatlichen Lastschriften bedeutet.
Geschrieben von
Janine El-Saghir
Geprüft von
Erkan Boga
Bearbeitet von
Sabine Zimmermann
Qonto Basic
Grundgebühr p. M.
ab
9 €
*
Kosten / Buchung
0,20 €
*
Für alle gängigen Rechtsformen
30 kostenlose SEPA-Überweisungen & SEPA-Lastschriften pro Monat
Inkl. 1 Qonto One Mastercard
Integration von Buchhaltung, Stripe, Datev, Slack, etc.
Keine Bargeldeinzahlung
FYRST Vereinskonto
Grundgebühr p. M.
10 €
Kosten / Buchung
0,08 €
Im 1. Jahr kostenloses Vereinskonto
Lastschrifteinzüge von Mitgliedsbeiträgen
Kostenlose Kreditkarte FYRST CARD PLUS
Vivid Business Free Start
Grundgebühr p. M.
0 €
Kosten / Buchung
0 €
Geschäftskonto ohne Grundgebühr
Kostenlose SEPA-Überweisungen
Kostenlose Unterkonten je mit DE IBAN
Inklusive virtueller & physischer Karten
0,1 % Cashback auf Kartenzahlungen
Kein Kontokorrentkredit

Werbehinweis: Anbieter-Links in dieser Übersicht sind Werbelinks (Affiliate-Links) — für Abschlüsse darüber erhalten wir eine Provision vom Anbieter.

Das Wichtigste in Kürze
  • Vor der Eintragung ist der Verein ein Verein ohne Rechtspersönlichkeit: Rechtsfähig wird er nach § 21 BGB erst mit der Eintragung ins Vereinsregister, und wer vorher in seinem Namen handelt, haftet nach § 54 Abs. 2 BGB persönlich – das gilt auch für den Vorstand, der ein Konto eröffnet.
  • Die digitalen Anbieter verlangen den Registerauszug: FYRST und Qonto eröffnen nur für eingetragene Vereine; Vivid nimmt daneben nicht eingetragene Vereine „mit klarer Struktur“ an; die Deutsche Skatbank führt das Vereinskonto für nicht eingetragene Vereine gegen 7,50 € im Monat.
  • Gemeinnützigkeit kommt vom Finanzamt, nicht von der Bank: Der Feststellungsbescheid nach § 60a AO auf Antrag ist die Grundlage für Spendenbescheinigungen – und bei Qonto ein Dokument, das nur anerkannt gemeinnützige Vereine vorlegen.
  • Das Transparenzregister erledigt sich für den e. V. von selbst: Nach § 20a GwG erstellt die registerführende Stelle die Eintragung aus dem Vereinsregister; FYRST ergänzt den Auszug im Antrag automatisch.
  • „Kostenlos“ heißt beim Vereinskonto: kein Grundpreis – die Buchungen für Mitgliedsbeiträge per Lastschrift kosten trotzdem, sobald die Freiposten (FYRST 75, Skatbank 50, Qonto Basic 30) aufgebraucht sind.

Verein in Gründung: was vor der Eintragung gilt

Ein nicht wirtschaftlicher Verein „erlangt Rechtsfähigkeit durch Eintragung in das Vereinsregister des zuständigen Amtsgerichts“, § 21 BGB. Bis dahin ist er ein Verein ohne Rechtspersönlichkeit, auf den nach § 54 Abs. 1 BGB die Vorschriften über den eingetragenen Verein entsprechend anzuwenden sind – mit einem entscheidenden Unterschied in Absatz 2: „Aus einem Rechtsgeschäft, das im Namen eines Vereins ohne Rechtspersönlichkeit einem Dritten gegenüber vorgenommen wird, haftet der Handelnde persönlich; handeln mehrere, haften sie als Gesamtschuldner.“ Wer als Vorstand eines Vereins in Gründung einen Kontovertrag schließt, einen Raum mietet oder Trikots bestellt, steht dafür mit seinem eigenen Vermögen ein, bis der Verein eingetragen ist.

Die Eintragung selbst hat wenige Voraussetzungen: eine Satzung, die nach § 59 Abs. 3 BGB „von mindestens sieben Mitgliedern unterzeichnet“ sein soll und den Tag der Errichtung nennt, die Bestellung des Vorstands und die Anmeldung durch den Vorstand beim Amtsgericht, mit Abschriften der Satzung und der Bestellungsurkunden. § 56 BGB verlangt für die Eintragung mindestens sieben Mitglieder. Wie lange das Gericht braucht, hängt vom Registergericht und von Rückfragen zur Satzung ab; in dieser Zeit ist der Verein handlungsfähig, aber ohne eigene Rechtspersönlichkeit.

Für das Konto folgt daraus eine klare Reihenfolge. Erstens: Vor der Gründungsversammlung gibt es keinen Verein und kein Vereinskonto – Beiträge, die schon eingesammelt werden, laufen über ein Privatkonto eines Gründers, und der sollte das schriftlich festhalten. Zweitens: Zwischen Gründungsversammlung und Eintragung können nur Anbieter helfen, die einen nicht eingetragenen Verein annehmen. Drittens: Mit dem Registerauszug stehen alle Konten offen, die ein Vereinskonto oder ein Geschäftskonto für Vereine führen – und das Konto wird dann auf den Verein als juristische Person eröffnet, nicht auf den Vorstand.

Konto vor der Eintragung: der Vorstand haftet persönlich

Ein Konto für den Verein in Gründung läuft rechtlich auf die handelnden Personen, auch wenn es den Vereinsnamen trägt. Wer es eröffnet, sollte in der Gründungsversammlung einen Beschluss dazu protokollieren, alle Zahlungen ausschließlich für den Verein verwenden und das Konto nach der Eintragung entweder auf den e. V. umschreiben lassen oder durch ein Vereinskonto ersetzen. Ohne diese Trennung wird aus der Vereinskasse ein Problem des Vorstands – bei der Kassenprüfung und beim Finanzamt.

Konten für Vereine: wer nimmt welchen Verein

Die Tabelle nennt die Konten, die auf ihren Seiten ausdrücklich Vereine ansprechen, mit dem Grundpreis aus unserer eigenen Produktdatenbank oder – wo es dort kein Produkt gibt – aus der Preisseite des Anbieters, den Bedingungen für nicht eingetragene Vereine und den Unterlagen, die der Anbieter verlangt.

Vereinskonten: Grundpreis, zugelassene Vereine, Freiposten und Unterlagen laut Anbieter (Stand: 24.09.2026)
Konto Grundpreis je Monat Welche Vereine Buchungen und Lastschrift Unterlagen laut Anbieter
FYRST Vereinskonto 10 € – im ersten Jahr 0 € nur eingetragene Vereine (e. V.); auch als Mannschaftskonto, wenn ein e. V. es eröffnet 75 beleglose Buchungen im Monat frei, danach 0,08 €; SEPA-Lastschriften für Mitgliedsbeiträge aktueller Vereinsregisterauszug, bestätigte Satzung, Antrag gemäß Vertretungsregelung im Register, Legitimation der Vorstandsmitglieder per WebID; Transparenzregister-Auszug wird im Antrag automatisch ergänzt
Qonto Basic 11 €*; Vereinsseite: „ab 9 €/Monat“ zzgl. USt. nur eingetragene Vereine; „Nicht eingetragene Vereine können bei Qonto leider kein Konto eröffnen“ Basic 30 Überweisungen und Lastschriften, Smart 100, Premium 200; Unterkonten mit eigener IBAN Registerauszug, vollständige Satzung, Ausweise aller eingetragenen Vorstandsmitglieder, Mittelherkunftsnachweis, Freistellungsbescheid nur bei anerkannter Gemeinnützigkeit; Eröffnung per Vollmacht möglich
Vivid Business Free Start 0 € eingetragene Vereine, gGmbHs und „vergleichbare Organisationen“; nicht eingetragene Vereine „mit klarer Struktur“ können den Antrag stellen SEPA-Überweisungen im Tarifkontingent, unbegrenzt viele deutsche IBANs, Unterkonten für Projekte und Spendenkampagnen, Vier-Augen-Freigabe Registerauszug nicht älter als drei Monate, geltende Satzung, Vorstandsbeschluss zur Kontoeröffnung; alle Vertretungsberechtigten legitimieren sich online
Deutsche Skatbank Vereinskonto eingetragene Vereine: erstes Konto ohne Grundpreis; nicht eingetragene Vereine 7,50 € (Stand: 24.09.2026) eingetragene und nicht eingetragene Vereine, bundesweit 50 Buchungen im Monat frei, danach 0,10 € je Posten; Bargeld an rund 13.800 Automaten der Volks- und Raiffeisenbanken laut Preisseite; Unterlagen im Antrag
Postbank Business Giro und Deutsche Bank Business-Konten Postbank 12,90 €; Deutsche Bank 14,90, 24,90 und 39,90 € laut Produktseite (Stand: 24.09.2026) Geschäftskonten; die Rechtsform wird in der Antragsstrecke abgefragt, fehlende Rechtsformen verweist die Deutsche Bank an die Beratung Postbank 0,28 € je beleglose SEPA-Buchung im Business Giro; Bargeld am Schalter Antragsstrecke der Bank; für Vereine vor Ort nachfragen
Quelle: Vereinskonto-, Preis- und Produktseiten der Anbieter, gesichert am 24.09.2026 (FYRST Vereinskonto, Qonto Vereinskonto, Vivid Vereinskonto, Skatbank Vereinskonto, Deutsche Bank Geschäftskonto) und am 06.09.2026 (Postbank Kontomodelle), und unsere eigene Produktdatenbank, abgerufen am 24.09.2026. Wo am Grundpreis ein Sternchen steht, handelt es sich um einen Nettopreis zuzüglich Umsatzsteuer. Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken führen Vereinskonten mit Konditionen je Institut – dort vor Ort erfragen.
Grundgebühr p. M.
ab
12,90 €
Kosten / Buchung
ab
0,12 €
Guthabenzins
0 %
9,95 % auf Dispo
0,00 € Grundpreis, bis 31.12.2027
Konto für fast alle Rechtsformen bei einer der führenden Banken
Kostenlos an Cash Group Automaten Geld abheben
Beratungsservice durch Business Center und in Filialen
Bank Postbank – eine Niederlassung der Deutsche Bank AG
Bankenart Privatbank
Sicherheit
Finanzaufsicht Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
Einlagensicherung 100.000 €
Bank mit Filialen JaJa
Verifizierung
PostIdent JaJa
VideoIdent JaJa
eIdent JaJa
Postbank Business Giro
Postbank Business Giro aktiv
Postbank Gründerkonto
Postbank Business Giro aktiv plus
Grundgebühr p. M.
12,90 €
16,90 €
16,90 €
24,90 €
Kostenlos bis — — — —
SEPA-Gebühr 0,28 € 0,22 € 0,22 € 0,12 €
Sofortüberweisung 0,28 € 0,22 € 0,22 € 0,12 €
Deutschland ab 5,00 € ab 5,00 € ab 5,00 € ab 5,00 €
Eurozone ab 5,00 € ab 5,00 € ab 5,00 € ab 5,00 €
Fremdwährung in EWR
ab 5,00 € + 1,85 % Auslandseinsatz + 0,50 % Währungsumrechnung ab 5,00 € + 1,85 % Auslandseinsatz + 0,50 % Währungsumrechnung ab 5,00 € + 1,85 % Auslandseinsatz + 0,50 % Währungsumrechnung ab 5,00 € + 1,85 % Auslandseinsatz + 0,50 % Währungsumrechnung
Außerhalb EWR / Weltweit
ab 5,00 € + 1,85 % Auslandseinsatz + 0,50 % Währungsumrechnung ab 5,00 € + 1,85 % Auslandseinsatz + 0,50 % Währungsumrechnung ab 5,00 € + 1,85 % Auslandseinsatz + 0,50 % Währungsumrechnung ab 5,00 € + 1,85 % Auslandseinsatz + 0,50 % Währungsumrechnung
Deutschland 0 € 0 € 0 € 0 €
Eurozone 0 € 0 € 0 € 0 €
Fremdwährung in EWR
ab 1,85 % ab 1,85 % ab 1,85 % ab 1,85 %
Außerhalb EWR / Weltweit
ab 1,85 % ab 1,85 % ab 1,85 % ab 1,85 %
Hinweis zur Karteneinsatz: — — — —
Ausgehende SWIFT Überweisung
0,08 %
0,08 %
0,8 %
0,08 %
Eingehende SWIFT Überweisung
0,05 %
0,05 %
0,5 %
0,05 %
Gebühr Bargeldeinzahlung
3 €
3 €
3 €
3 €
Anzahl inkludierter Unterkonten 0 0 0 0
Preis je Unterkonto k.A. k.A. 16,90 € k.A.
Unterkonten mit eigener IBAN JaJa JaJa JaJa JaJa
Kontokorrentkredit ab 9,95 % ab 9,95 % ab 9,95 % ab 9,95 %
Geduldete Kontoüberziehung 14,95 % 14,95 % 14,95 % 14,95 %
Zinsen auf Guthaben 0 % 0 % 0 % 0 %
Hinweis Auf Anfrage Auf Anfrage — Auf Anfrage
Zum Anbieter Zum Anbieter Zum Anbieter Zum Anbieter
Postbank Business Giro
Postbank Business Giro aktiv
Postbank Gründerkonto
Postbank Business Giro aktiv plus
DATEV Schnittstelle 10 €p.M. 10 €p.M. 10 €p.M. 10 €p.M.
Zugang für Buchhaltung JaJa JaJa JaJa JaJa
Rechnungen erstellen JaJa JaJa JaJa JaJa
SevDesk JaJa JaJa JaJa JaJa
Easybill NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
Fastbill NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
LexOffice JaJa JaJa JaJa JaJa
Stripe NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
Postbank Business Giro
Postbank Business Giro aktiv
Postbank Gründerkonto
Postbank Business Giro aktiv plus
Freiberufler JaJa JaJa JaJa JaJa
Gewerbetreibende JaJa JaJa JaJa JaJa
Einzelunternehmer JaJa JaJa JaJa JaJa
Eingetragenen Kaufleute (eK) JaJa JaJa JaJa JaJa
GmbH JaJa JaJa JaJa JaJa
Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) JaJa JaJa JaJa JaJa
Aktiengesellschaft (AG) NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
Unternehmergesellschaft (UG) JaJa JaJa JaJa JaJa
Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) JaJa JaJa JaJa JaJa
Offene Handelsgesellschaft (OHG) JaJa JaJa JaJa JaJa
Partnerschaftsgesellschaft (PartG) JaJa JaJa JaJa JaJa
GmbH & Co. KG JaJa JaJa JaJa JaJa
Verein JaJa JaJa JaJa JaJa
Genossenschaften (eG) JaJa JaJa JaJa JaJa
Kommanditgesellschaft (KG) JaJa JaJa JaJa JaJa
GmbH in Gründung JaJa JaJa JaJa JaJa
UG in Gründung JaJa JaJa JaJa JaJa
Grundgebühr p. M.
ab
14,90 €
Kosten / Buchung
ab
0,10 €
Guthabenzins
0 %
9,95 % auf Dispo
Geschäftskonto für alle Rechtsformen
Kostenloser Bargeldbezug in Deutschland (Cash Group)
Umfassende Bankdienstleistungen, professionelle Beratung in der Filiale
Mastercard Debitkarte, Mastercard und American Express Kreditkarten
Bank Deutsche Bank AG
Bankenart Privatbank
Sicherheit
Finanzaufsicht Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
Einlagensicherung 100.000 €
Bank mit Filialen JaJa
Verifizierung
PostIdent JaJa
VideoIdent JaJa
eIdent JaJa
Deutsche Bank Business BasicKonto
Deutsche Bank Business ClassicKonto
Deutsche Bank Business PremiumKonto
Grundgebühr p. M.
14,90 €
24,90 €
39,90 €
Kostenlos bis — — —
SEPA-Gebühr 0,30 € 0,20 € 0,10 €
Sofortüberweisung 0,30 € 0,20 € 0,10 €
Deutschland k.A. k.A. k.A.
Eurozone k.A. k.A. k.A.
Fremdwährung in EWR
k.A. k.A. k.A.
Außerhalb EWR / Weltweit
k.A. k.A. k.A.
Ausgehende SWIFT Überweisung
0,15 %
0,15 %
0,15 %
Eingehende SWIFT Überweisung
—
—
—
Gebühr Bargeldeinzahlung 4 € 4 € 4 €
Kontokorrentkredit ab 9,95 % ab 9,95 % ab 9,95 %
Geduldete Kontoüberziehung — — —
Zinsen auf Guthaben 0 % 0 % 0 %
Hinweis — — —
Zum Anbieter Zum Anbieter Zum Anbieter
Deutsche Bank Business BasicKonto
Deutsche Bank Business ClassicKonto
Deutsche Bank Business PremiumKonto
DATEV Schnittstelle JaJa JaJa JaJa
Zugang für Buchhaltung JaJa JaJa JaJa
Rechnungen erstellen JaJa JaJa JaJa
SevDesk JaJa JaJa JaJa
Easybill JaJa JaJa JaJa
Fastbill NeinNein NeinNein NeinNein
LexOffice JaJa JaJa JaJa
Stripe NeinNein NeinNein NeinNein
Deutsche Bank Business BasicKonto
Deutsche Bank Business ClassicKonto
Deutsche Bank Business PremiumKonto
Freiberufler JaJa JaJa JaJa
Gewerbetreibende JaJa JaJa JaJa
Einzelunternehmer JaJa JaJa JaJa
Eingetragenen Kaufleute (eK) JaJa JaJa JaJa
GmbH JaJa NeinNein JaJa
Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) NeinNein NeinNein NeinNein
Aktiengesellschaft (AG) NeinNein NeinNein NeinNein
Unternehmergesellschaft (UG) JaJa JaJa JaJa
Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) JaJa JaJa JaJa
Offene Handelsgesellschaft (OHG) JaJa JaJa JaJa
Partnerschaftsgesellschaft (PartG) JaJa JaJa JaJa
GmbH & Co. KG JaJa NeinNein JaJa
Verein JaJa JaJa JaJa
Genossenschaften (eG) NeinNein NeinNein NeinNein
Kommanditgesellschaft (KG) JaJa JaJa JaJa
GmbH in Gründung JaJa JaJa JaJa
UG in Gründung JaJa JaJa JaJa

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Was bei den Filialbanken für Vereine spricht, ist nicht der Preis, sondern der Schalter: Wer beim Vereinsfest Bargeld einnimmt, braucht eine Einzahlmöglichkeit, die Qonto und Vivid nicht haben; die Deutsche Skatbank löst das über die Automaten des Genossenschaftsverbunds, FYRST über die Filialen der Deutschen Bank. Welche Konten Bargeld annehmen und was sie dafür verlangen, steht im Geschäftskonto-Vergleich für Gründer.

Gemeinnützigkeit: Feststellungsbescheid, Freistellungsbescheid, Spendenquittung

Gemeinnützig ist ein Verein nicht, weil seine Satzung es sagt, sondern weil das Finanzamt es feststellt. § 52 AO nennt die Zwecke, die als Förderung der Allgemeinheit gelten – Wissenschaft, Bildung, Sport, Kultur, Jugend- und Altenhilfe und weitere –, und verlangt, dass die Tätigkeit „selbstlos“ ist und der geförderte Personenkreis nicht fest abgeschlossen. Ob die Satzung diesen Anforderungen genügt, stellt das Finanzamt nach § 60a AO gesondert fest, „auf Antrag der Körperschaft“ oder von Amts wegen im Veranlagungsverfahren; die Feststellung ist „für die Besteuerung der Körperschaft und der Steuerpflichtigen, die Zuwendungen in Form von Spenden und Mitgliedsbeiträgen an die Körperschaft erbringen, bindend“. Für einen neuen Verein heißt das: Den Antrag auf Feststellung nach § 60a AO gleich mit der Satzung beim Finanzamt stellen – erst mit dem Bescheid darf der Verein Zuwendungsbestätigungen ausstellen, und erst dann sind die Beiträge und Spenden für die Mitglieder abziehbar. Der Freistellungsbescheid folgt später nach der ersten Steuererklärung.

Für das Konto spielt die Gemeinnützigkeit an zwei Stellen eine Rolle. Qonto verlangt den Freistellungsbescheid „nur bei anerkannter Gemeinnützigkeit“ – ein Verein in Gründung hat ihn noch nicht und braucht ihn für die Eröffnung nicht. Und das Finanzamt erwartet, dass Vereinsvermögen und Privatvermögen des Vorstands getrennt bleiben: Vivid schreibt, viele Satzungen schrieben das vor „und das Finanzamt erwartet die Trennung bei gemeinnützigen Organisationen“. Was der Verein mit seinem Geld tun darf, regelt die Abgabenordnung ebenfalls: Mittel sind zeitnah zu verwenden – spätestens in den zwei auf den Zufluss folgenden Kalenderjahren, wenn die Einnahmen 100.000 € im Jahr übersteigen –, und Rücklagen sind nur in den Grenzen des § 62 AO erlaubt. Wer Rücklagen verzinsen will, findet die Bedingungen der Banken für Vereine auf den Seiten Firmentagesgeld und Firmenfestgeld.

Vorstand, Vertretung, Vollmachten

„Der Verein muss einen Vorstand haben“, § 26 Abs. 1 BGB; er vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich, und die Satzung kann den Umfang der Vertretungsmacht mit Wirkung gegen Dritte beschränken. Besteht der Vorstand aus mehreren Personen, „so wird der Verein durch die Mehrheit der Vorstandsmitglieder vertreten“ – wenn die Satzung nichts anderes sagt. Genau das prüft die Bank: FYRST verlangt den Antrag „gemäß Vertretungsregelung im Vereinsregister“ und die Legitimation der danach erforderlichen Vorstandsmitglieder; Qonto will die Ausweise aller im Register eingetragenen Vorstandsmitglieder sehen, lässt die Eröffnung aber durch eine bevollmächtigte Person zu, wenn die eingetragenen Vorstandsmitglieder die Vollmacht unterschrieben haben; Vivid verlangt einen Vorstandsbeschluss zur Kontoeröffnung.

Für den laufenden Betrieb gilt eine andere Frage: Wer darf zahlen? Ein Vereinskonto ist ein Gemeinschaftskonto, und die Satzung oder ein Vorstandsbeschluss legt fest, ob der Kassenwart allein bis zu einem Betrag verfügt oder ob zwei Unterschriften nötig sind. Die digitalen Konten bilden das über Nutzerrollen und Freigaben ab – Vivid nennt das Vier-Augen-Prinzip im Online-Banking, bei dem größere Zahlungen Kassenführung und Vorstand gemeinsam freigeben, FYRST Zugänge für Vorstand und Kassenwart; bei Filialbanken heißt es Und-Konto (nur gemeinsam) oder Oder-Konto (jeder allein) mit Kontovollmachten. Beim Vorstandswechsel ist die Reihenfolge wichtig: erst die Änderung zum Vereinsregister anmelden, dann mit dem neuen Auszug die Kontovollmachten bei der Bank ändern – sonst bleibt der alte Vorstand zeichnungsberechtigt und der neue kommt nicht an das Konto.

Transparenzregister: für den e. V. automatisch

Ein eingetragener Verein muss dem Transparenzregister nichts aktiv mitteilen: Nach § 20a Abs. 1 GwG erstellt die registerführende Stelle die Eintragung „anhand der im Vereinsregister eingetragenen Daten“, und dabei werden „alle Mitglieder des Vorstands eines Vereins … als wirtschaftliche Berechtigte“ erfasst. Eine eigene Mitteilung ist nach Absatz 2 nur nötig, wenn eine Vorstandsänderung nicht unverzüglich zum Vereinsregister angemeldet wurde oder die Angaben dort nicht stimmen. Für die Kontoeröffnung heißt das: Der Nachweis, den Banken nach dem Geldwäschegesetz verlangen, lässt sich aus dem Register ziehen – FYRST ergänzt ihn nach eigener Angabe automatisch im Antragsprozess. Ein Verein in Gründung hat diesen Eintrag noch nicht, weil er noch nicht im Vereinsregister steht.

Was „kostenloses Vereinskonto“ wirklich heißt

Kein Grundpreis ist die halbe Rechnung. Ein Verein mit 200 Mitgliedern, der die Beiträge monatlich per Lastschrift einzieht, erzeugt 200 Buchungen im Monat – mehr als jedes Freikontingent in der Tabelle: FYRST enthält 75 Buchungen, danach 0,08 € je Posten; die Skatbank 50, danach 0,10 €; Qonto Basic 30 Überweisungen und Lastschriften, Smart 100, Premium 200. Bei 200 Lastschriften im Monat kostet das Vereinskonto bei FYRST nach dem ersten Jahr also 10 € Grundpreis plus 10 € für 125 Zusatzposten, bei der Skatbank 15 € für 150 Zusatzposten ohne Grundpreis (Stand: 24.09.2026). Wer die Beiträge jährlich einzieht, kommt mit jedem Kontingent aus. Die zweite Stellschraube ist die Umsatzsteuer: Qonto weist seine Preise „zzgl. MwSt.“ aus, und ein gemeinnütziger Verein ohne Vorsteuerabzug zahlt die 19 Prozent voll; auf das Kontoentgelt einer Bank fällt keine Umsatzsteuer an. Die dritte ist das Bargeld vom Vereinsfest – bei den digitalen Konten entweder nicht einzahlbar oder nur über Umwege. Welche Konten dauerhaft ohne Grundpreis bleiben und was dort trotzdem kostet, vergleicht die Seite Kostenloses Geschäftskonto.

Unterlagen für die Kontoeröffnung des Vereins

Die Listen der Anbieter decken sich weitgehend. Der Verein legt vor: den aktuellen Vereinsregisterauszug (Vivid: nicht älter als drei Monate), die geltende Satzung, das Protokoll über die Bestellung des aktuellen Vorstands oder einen Vorstandsbeschluss zur Kontoeröffnung, die Ausweise der Vorstandsmitglieder, die nach der Vertretungsregelung mitwirken müssen – bei Qonto aller eingetragenen –, und bei anerkannter Gemeinnützigkeit den Freistellungs- oder Feststellungsbescheid. Qonto verlangt zusätzlich einen Nachweis über die Herkunft der Vereinsmittel. Die Legitimation läuft bei FYRST per WebID, bei Vivid per Ausweis und Selfie, bei Qonto per Video-Identifizierung; bei Filialbanken erscheinen die Vorstandsmitglieder in der Filiale oder nutzen das Postident-Verfahren. Danach wird der Verein Kontoinhaber, der Vorstand verwaltet. Was nach dem Geldwäschegesetz bei jeder Kontoeröffnung geprüft wird, steht auf der Seite Geschäftskonto eröffnen.

Welches Konto zu welchem Verein passt

Entscheidungshilfe: Stand des Vereins, passende Konten und die Bedingung, die vorher zu prüfen ist (Stand: 24.09.2026)
Ihr Verein Passt am ehesten Vorher prüfen
Verein in Gründung, Eintragung beantragt Deutsche Skatbank (nicht eingetragene Vereine 7,50 €), Vivid (Antrag „mit klarer Struktur“), Sparkasse oder Volksbank vor Ort Beschluss der Gründungsversammlung; persönliche Haftung des Vorstands bis zur Eintragung; Umschreibung nach der Eintragung
Frisch eingetragener e. V., wenige Mitglieder FYRST Vereinskonto (erstes Jahr ohne Grundpreis), Vivid Business Free Start, Skatbank Registerauszug und Satzung; Vertretungsregelung; Preis ab dem zweiten Jahr
Gemeinnütziger Verein mit Spenden und Fördermitteln Qonto (Unterkonten mit eigener IBAN), Vivid (Unterkonten für Spendenkampagnen), FYRST Feststellungsbescheid nach § 60a AO beantragt?; Umsatzsteuer auf Nettopreise ohne Vorsteuerabzug
Großer Verein, monatliche Lastschriften Qonto Smart oder Premium, FYRST, Skatbank Freiposten gegen die Zahl der Lastschriften rechnen; SEPA-Firmenlastschrift oder Basislastschrift
Vereinsfest, Bareinnahmen Skatbank, Sparkasse, Volksbank; FYRST über die Filialen der Deutschen Bank Gebühr je Bareinzahlung; Automaten in der Nähe
Die Zuordnung folgt den Anbieterangaben zu Vereinen, Unterlagen und Gebühren; sie ist keine Rangfolge. Die Konditionen der Konten liefert der Vergleich am Seitenanfang.

So nutzen Sie den Vergleich

Der Vergleich am Seitenanfang zeigt die Konten, die Vereine ausdrücklich ansprechen und in unserer eigenen Produktdatenbank geführt sind, mit Grundpreis, Freiposten und Karten; die Deutsche Skatbank und die regionalen Institute stehen nur in der Tabelle. Weder Rangfolge noch Bewertungspunkte stecken dahinter. Der Knopf „Zum Anbieter“ führt zum Antrag beim Anbieter; schließt der Verein darüber einen Vertrag, erhalten wir vom Anbieter eine Vergütung, die auf die gezeigten Konditionen keinen Einfluss hat.

Häufige Fragen zum Vereinskonto

Nur bei Anbietern, die einen nicht eingetragenen Verein annehmen. Bis zur Eintragung ins Vereinsregister ist der Verein nach § 21 BGB nicht rechtsfähig; wer in seinem Namen ein Konto eröffnet, haftet nach § 54 Abs. 2 BGB persönlich. FYRST und Qonto eröffnen nur für eingetragene Vereine mit Registerauszug; Vivid lässt nicht eingetragene Vereine „mit klarer Struktur“ den Antrag stellen; die Deutsche Skatbank führt das Vereinskonto für nicht eingetragene Vereine gegen 7,50 € im Monat; Sparkassen und Volksbanken entscheiden vor Ort. Nach der Eintragung wird das Konto auf den e. V. umgeschrieben oder durch ein Vereinskonto ersetzt (Stand: 24.09.2026).

Den aktuellen Vereinsregisterauszug (Vivid: nicht älter als drei Monate), die geltende Satzung, das Protokoll über die Vorstandsbestellung oder einen Vorstandsbeschluss zur Kontoeröffnung und die Ausweise der Vorstandsmitglieder, die nach der Vertretungsregelung mitwirken – bei Qonto aller im Register eingetragenen. Qonto verlangt zusätzlich einen Nachweis über die Herkunft der Vereinsmittel und bei anerkannter Gemeinnützigkeit den Freistellungsbescheid; FYRST ergänzt den Auszug aus dem Transparenzregister automatisch im Antrag. Die Legitimation läuft online per WebID, Video oder Ausweis und Selfie, bei Filialbanken in der Filiale.

So viele Vorstandsmitglieder, wie die Vertretungsregelung des Vereins verlangt. Nach § 26 Abs. 2 BGB vertritt bei mehreren Vorstandsmitgliedern die Mehrheit den Verein, wenn die Satzung nichts anderes bestimmt; FYRST prüft den Antrag deshalb gegen die im Vereinsregister eingetragene Vertretungsregelung. Qonto will die Ausweise aller eingetragenen Vorstandsmitglieder, lässt die Eröffnung aber durch eine bevollmächtigte Person zu, wenn die Vorstandsmitglieder die Vollmacht unterschrieben haben. Wer im Alltag zahlen darf, regeln Vorstandsbeschluss und Kontovollmachten – digital über Nutzerrollen und Vier-Augen-Freigaben, bei Filialbanken über Und- oder Oder-Konto.

Nein. Qonto verlangt den Freistellungsbescheid ausdrücklich „nur bei anerkannter Gemeinnützigkeit“, FYRST und Vivid nennen ihn nicht als Voraussetzung. Die Gemeinnützigkeit selbst stellt das Finanzamt fest: nach § 60a AO auf Antrag, gebunden an die Anforderungen des § 52 AO an Zweck und Selbstlosigkeit. Erst mit dem Feststellungsbescheid darf der Verein Zuwendungsbestätigungen ausstellen; der Freistellungsbescheid kommt nach der ersten Steuererklärung. Für ein Vereinskonto zählt die Gemeinnützigkeit vor allem beim Preis, weil Nettopreise der Fintechs für Vereine ohne Vorsteuerabzug 19 Prozent teurer sind.

Ein eingetragener Verein nicht: Nach § 20a Abs. 1 GwG erstellt die registerführende Stelle die Eintragung aus den Daten des Vereinsregisters und erfasst alle Vorstandsmitglieder als wirtschaftlich Berechtigte. Eine eigene Mitteilung ist nach § 20a Abs. 2 GwG nur nötig, wenn eine Vorstandsänderung nicht unverzüglich zum Vereinsregister angemeldet wurde oder die Angaben dort nicht stimmen. Banken verlangen den Auszug bei der Kontoeröffnung; FYRST holt ihn nach eigener Angabe automatisch. Ein Verein in Gründung steht noch nicht im Vereinsregister und deshalb auch nicht im Transparenzregister.

Den Preis je Buchung über dem Freikontingent. FYRST enthält 75 beleglose Buchungen im Monat, danach 0,08 € je Posten, im ersten Jahr ohne Grundpreis, ab dem zweiten 10 € im Monat; die Deutsche Skatbank 50 Buchungen, danach 0,10 €, für eingetragene Vereine ohne Grundpreis; Qonto Basic 30 Überweisungen und Lastschriften, Smart 100, Premium 200, jeweils zuzüglich Umsatzsteuer. Bei 200 Mitgliedern mit monatlicher Lastschrift kostet das Konto bei FYRST nach dem ersten Jahr rund 20 € im Monat, bei der Skatbank 15 €; wer die Beiträge jährlich einzieht, bleibt in jedem Kontingent (Stand: 24.09.2026).

Quellen und Rechtsgrundlagen (Stand: 24.09.2026)

Gesetze (gesetze-im-internet.de, abgerufen am 24.09.2026): § 21 BGB (Rechtsfähigkeit durch Eintragung) · § 26 BGB (Vorstand und Vertretung) · § 54 BGB (Vereine ohne Rechtspersönlichkeit, Haftung des Handelnden) · § 56 BGB (Mindestmitgliederzahl) · § 59 BGB (Anmeldung zur Eintragung) · § 52 AO (gemeinnützige Zwecke) · § 55 AO (Selbstlosigkeit, zeitnahe Mittelverwendung) · § 60a AO (Feststellung der satzungsmäßigen Voraussetzungen) · § 62 AO (Rücklagen) · § 20a GwG (automatische Eintragung für Vereine).

Anbieter (eigene Seiten, abgerufen am 24.09.2026, Postbank-Kontomodelle 06.09.2026): FYRST – Vereinskonto · Qonto – Vereinskonto online eröffnen · Vivid – Vereinskonto eröffnen · Deutsche Skatbank – Vereinskonto · Deutsche Bank – Geschäfts- und Firmenkonto · Postbank – Preisverzeichnis Business Giro Kontomodelle (Stand 04/2026).

Grundpreise und Kontoeigenschaften im Vergleich: unsere eigene Produktdatenbank, abgerufen am 24.09.2026, gepflegt gegen die Preisverzeichnisse der Anbieter.

Über die Autoren
Janine El-Saghir Janine El Saghir ist bei gruendung.de die Spezialistin für die konkreten, praktischen Schritte auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Sie hat das besondere Talent, trockene...
Erkan Boga Als Gründer der qmedia GmbH und Initiator von gruendung.de ist Erkan Boga die treibende Kraft hinter dem Portal. gruendung.de entstand aus seiner eigenen unternehmerischen Erfahrung... Mehr erfahren
Sabine Zimmermann Die Finanzen im Griff – von der Gründung bis zum Wachstum Sabine Zimmermann ist im Finanz-Ressort bei gruendung.de. Als Expertin für Firmenkunden-Banking und Unternehmensfinanzierung weiß... Mehr erfahren