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Geschäftskonto für Kleinunternehmer & Gewerbetreibende - Infos, Tipps und Kontoangebote

Anders als Kapitalgesellschaften wie eine GmbH oder eine UG (haftungsbeschränkt) sind Kleinunternehmer und Gewerbetreibende nicht verpflichtet, ein Geschäftskonto zu führen. Trotzdem ist auch für diese Unternehmer ein Firmenkonto sinnvoll. Ein separates Geschäftskonto für Kleinunternehmer & Gewerbetreibende ermöglicht eine saubere Trennung zwischen privaten und geschäftlichen Finanzen. Damit sorgt es für Transparenz und vereinfacht die Verwaltung finanzieller Vorgänge im Unternehmen. Das passende Konto finden Sie mit unserem Geschäftskonto-Vergleich.

Diese Banken bieten ein Geschäftskonto für Kleinunternehmer & Gewerbetreibende an

Geschäftskonten für Kleinunternehmer und Gewerbetreibende bieten viele Banken an. Mit unserem Geschäftskonto-Vergleich können Sie ganz einfach ein nach einem passenden Konto für Kleinunternehmer und Gewerbetreibende suchen. Für unsere Beispielabfrage haben wir die folgenden Suchkriterien verwendet:

Unternehmensart: Kleinunternehmer und Gewerbetreibende
Unternehmensgröße: Kleines Unternehmen
Buchungen pro Monat: 20
Kreditkarten: keine
Sonstige: keine

Angezeigt wurden uns daraufhin die Geschäftskonten Finom Solo, N26 Business Standard, FYRST Base und Qonto Basic.

1. Finom Solo

Empfehlung
Finom Solo
Benotung
1,8
Geschäftskonto für Freiberufler/Selbstständige
Geschäftskonto ohne Kontoführungsgebühren
All-in-One: Banking, Rechnungsstellung, Buchhaltung
Keine ausgehende SWIFT-Überweisungen
Grundgebühr / Monat
0 €
Kosten / Buchung
0,20 €
Allgemeine Informationen
Anbieter PNL Fintech B.V.
Bank SolarisBank
Kontobezeichnung Finom Solo
Schufaprüfung
Finanzaufsicht
Niederländische Aufsichtsbehörde für die Finanzmärkte (AFM).
Einlagensicherung 100.000 €
Kontoführungsgebühren
Kontoführungsgebühr / Monat brutto 0 €
Kontoführungsgebühr / Monat netto 0 €
Guthaben- & Überziehungszins
Dispo- / Kontokorrentkredit
Guthabenszins
Unterkonten
Anzahl kostenloser Unterkonten 1
Preis je weiteres Unterkonto 4 €
Maximal buchbare Unterkonten 15
Unterkonten mit eigener IBAN
SEPA-Überweisung
Kostenlose Buchungen / Monat 50
Überweisung - Online (beleglos) 0,20 €
Überweisung - Offline (beleghaft)
Überweisung - Telefon
SEPA-Sofortüberweisung
Kosten / Sofortüberweisung 1 €
Hinweis
Gebühr für SEPA-Sofortüberweisungen:
Überweisungssumme Gebühr
0 - 500 € 1 €
501 - 2000 € 3 €
2001 € oder mehr 5 €
Auslandszahlungsverkehr - SWIFT-Überweisung
Kostenlose SWIFT-Überweisungen 0
SWIFT - eingehende Überweisung 0 €
Hinweis Aktuell kann man bei Finom keine ausgehende SWIFT-Überweisungen tätigen. Eingehende SWIFT-Überweisungen sind gebührenfrei.
Unterstützte SWIFT Gebührenverfahren k.A.
Kosten Bargeldeinzahlung
Bargeldeinzahlung
Einzelunternehmer & Selbstständige
Freiberufler JaJa
Gewerbetreibende JaJa
Einzelunternehmer JaJa
Einzelkaufleute (eK) JaJa
Kapitalgesellschaften
GmbH JaJa
GmbH & Co. KG JaJa
Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) JaJa
Aktiengesellschaft (AG) JaJa
Unternehmergesellschaft (UG) JaJa
Personengesellschaften & Sonstige
Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) JaJa
Offene Handelsgesellschaft (OHG) JaJa
Partnerschaftsgesellschaft (PartG) JaJa
Verein NeinNein
Genossenschaften (eG) JaJa
Kommanditgesellschaft (KG) JaJa
Kapitalgesellschaften in Gründung / i.G.
GmbH in Gründung JaJa
Unternehmergesellschaft (UG) in Gründung JaJa
Allgemein
Jahresgebühr 15 von 15
Onlinebanking & -gebühren 17 von 22
Telefonbanking & beleghafte Buchungen 0 von 6
Überziehungskredit­möglichkeiten 0 von 5
Kreditkarte & Bankkarte
Geld abheben 9 von 14
Kartenzahlungen 10 von 20
Mobile Payment 3 von 3
Nutzerfreundlichkeit & Internationalität
Flexibilität bei Rechtsformen 11,5 von 12
Apps, Useraccounts & Einlagenversicherung 12 von 25
Internationalität 2 von 2
Buchhaltung-, Rechnungsstellung & mehr 4 von 10
Punktezahl 83,5 von 134
Note 1,8

2. N26 Business Standard

N26 Business Standard
Benotung
1,4
3 kostenlose Euroabhebungen im Monat
0,1 % Cashback auf alle Einkäufe
Nicht nutzbar, wenn schon ein Privatkonto bei N26 besteht
Grundgebühr / Monat
0 €
Kosten / Buchung
0 €
Allgemeine Informationen
Bank N26 Bank AG
Kontobezeichnung N26 Business Standard
Schufaprüfung
Finanzaufsicht Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
Einlagensicherung 100.000 €
Kontoführungsgebühren
Kontoführungsgebühr / Monat 0 €
Guthaben- & Überziehungszins
Zinssatz eingeräumte Überziehung ab 8,9 %
Guthabenszins
Hinweis Sollzins Aktuell wird maximal ein Kreditrahmen von 8.000 Euro eingeräumt.
Unterkonten
Unterkonten
SEPA-Überweisung
Kostenlose Buchungen / Monat
Überweisung - Online (beleglos) 0 €
Überweisung - Offline (beleghaft)
Überweisung - Telefon
SEPA-Sofortüberweisung
Kosten / Sofortüberweisung 0,49 €
Hinweis Maximal 2000 € pro Transaktionen und nicht mehr als fünf Trans­aktionen inner­halb von 24 Stunden.
Auslandszahlungsverkehr - SWIFT-Überweisung
SWIFT-Überweisung
Kosten Bargeldeinzahlung
Hinweis Maximal können 999 € innerhalb von 24h eingezahlt werden. Teilnehmende Partner sind u. a. REWE, Rossmann, Penny, Real, dm etc.
Einzelunternehmer & Selbstständige
Freiberufler JaJa
Gewerbetreibende JaJa
Einzelunternehmer JaJa
Einzelkaufleute (eK) JaJa
Kapitalgesellschaften
GmbH NeinNein
GmbH & Co. KG NeinNein
Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) NeinNein
Aktiengesellschaft (AG) NeinNein
Unternehmergesellschaft (UG) NeinNein
Personengesellschaften & Sonstige
Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) NeinNein
Offene Handelsgesellschaft (OHG) NeinNein
Partnerschaftsgesellschaft (PartG) NeinNein
Verein NeinNein
Genossenschaften (eG) NeinNein
Kommanditgesellschaft (KG) NeinNein
Kapitalgesellschaften in Gründung / i.G.
GmbH in Gründung NeinNein
Unternehmergesellschaft (UG) in Gründung NeinNein
Allgemein
Jahresgebühr 15 von 15
Onlinebanking & -gebühren 22 von 22
Telefonbanking & beleghafte Buchungen 0 von 6
Überziehungskredit­möglichkeiten 4 von 5
Kreditkarte & Bankkarte
Geld abheben 13 von 14
Kartenzahlungen 16 von 20
Mobile Payment 3 von 3
Nutzerfreundlichkeit & Internationalität
Flexibilität bei Rechtsformen 4 von 12
Apps, Useraccounts & Einlagenversicherung 12 von 25
Internationalität 2 von 2
Buchhaltung-, Rechnungsstellung & mehr 2 von 10
Punktezahl 93 von 134
Note 1,4

3. FYRST Base

FYRST Base
Benotung
1,6
Kontoeröffnung in 7 Minuten mit sofortiger IBAN
Für Start-ups geeignet, alle gängigen Rechtsformen
Bargeldlösung und Kreditangebote
Support durch erfahrene Banker via Mail oder Telefon
Grundgebühr / Monat
6 €
Kosten / Buchung
0,19 €
Allgemeine Informationen
Anbieter FYRST - ein Angebot der Deutsche Bank AG
Bank Deutsche Bank AG
Kontobezeichnung FYRST Base
Schufaprüfung
Finanzaufsicht Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
Einlagensicherung 100.000 €
Kontoführungsgebühren
Kontoführungsgebühr / Monat 6 €
Guthaben- & Überziehungszins
Zinssatz eingeräumte Überziehung 9,95 %
Zinssatz geduldete Überziehung 14,95 %
Guthabenszins
Unterkonten
Anzahl kostenloser Unterkonten 0
Preis je Unterkonto 6 €
Unterkonten mit eigener IBAN
Hinweis Je Unterkonto sind 50 beleglose Buchungsposten pro Monat inkludiert.
SEPA-Überweisung
Kostenlose Buchungen / Monat 50
Überweisung - Online (beleglos) 0,19 €
Überweisung - Offline (beleghaft) 5 €
Überweisung - Telefon
SEPA-Sofortüberweisung
Kosten / Sofortüberweisung 0,40 €
Auslandszahlungsverkehr - SWIFT-Überweisung
SWIFT-Überweisung 1,5 %
Kostenlose SWIFT-Überweisungen 0
SWIFT-Überweisung (Min. Gebühr) 6 €
SWIFT-Überweisung (Max. Gebühr) 40 €
Unterstützte SWIFT Gebührenverfahren OUR: Überweisender / Zahler trägt alle Entgelte
BEN: Begünstigter / Zahlungsempfänger trägt alle Entgelte
SHA: Begünstigter/ Zahlungsempfänger und Überweisender / Zahler teilen die GebührenSHA: Begünstigter/ Zahlungsempfänger und Überweisender / Zahler teilen die Gebühren
Kosten Bargeldeinzahlung
Kosten Bargeldeinzahlung 3 €
Hinweis Je angefangene 5000 € werden 3 € berechnet
Einzelunternehmer & Selbstständige
Freiberufler JaJa
Gewerbetreibende JaJa
Einzelunternehmer JaJa
Einzelkaufleute (eK) JaJa
Kapitalgesellschaften
GmbH JaJa
GmbH & Co. KG JaJa
Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) NeinNein
Aktiengesellschaft (AG) JaJa
Unternehmergesellschaft (UG) JaJa
Personengesellschaften & Sonstige
Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) JaJa
Offene Handelsgesellschaft (OHG) JaJa
Partnerschaftsgesellschaft (PartG) JaJa
Verein JaJa
Genossenschaften (eG) JaJa
Kommanditgesellschaft (KG) JaJa
Kapitalgesellschaften in Gründung / i.G.
GmbH in Gründung JaJa
Unternehmergesellschaft (UG) in Gründung JaJa
Allgemein
Jahresgebühr 14 von 15
Onlinebanking & -gebühren 18 von 22
Telefonbanking & beleghafte Buchungen 4 von 6
Überziehungskredit­möglichkeiten 5 von 5
Kreditkarte & Bankkarte
Geld abheben 8 von 14
Kartenzahlungen 16 von 20
Mobile Payment 0 von 3
Nutzerfreundlichkeit & Internationalität
Flexibilität bei Rechtsformen 12 von 12
Apps, Useraccounts & Einlagenversicherung 12 von 25
Internationalität 0 von 2
Buchhaltung-, Rechnungsstellung & mehr 6 von 10
Punktezahl 92 von 134
Note 1,6

4. Qonto Basic

Qonto Basic
Benotung
1,4
30 Tage kostenlos & unverbindlich testen
Für Freiberufler, Solo-Selbstständige und registrierte Einzelunternehmer
30 kostenlose SEPA-Überweisungen und SEPA-Lastschriften pro Monat
Papierlose Belegverwaltung
Grundgebühr / Monat
13,09 €
Kosten / Buchung
0,40 €
Allgemeine Informationen
Bank Olinda SAS
Kontobezeichnung Qonto Basic
Schufaprüfung
Finanzaufsicht
Französische Aufsichtsbehörde,
Autorité de Contrôle Prudentiel et de Résolution (ACPR)
Einlagensicherung 100.000 €
Kontoführungsgebühren
Kontoführungsgebühr / Monat brutto 13,09 €
Kontoführungsgebühr / Monat netto 11 €
Kontoführungsgebühren bei jährlicher Zahlung
Kontoführungsgebühr / Jahr netto 108 €
Kontoführungsgebühr / Jahr brutto 128,52 €
Entspricht / Monat brutto 10,71 €
Entspricht / Monat netto 9 €
Guthaben- & Überziehungszins
Dispo- / Kontokorrentkredit
Guthabenszins
Unterkonten
Unterkonten
SEPA-Überweisung
Kostenlose Buchungen / Monat 30
Überweisung - Online (beleglos) 0,40 €
Überweisung - Offline (beleghaft)
Überweisung - Telefon
SEPA-Sofortüberweisung
Inkludierte Sofortüberweisungen / Monat 30
Kosten je weiterer Sofortüberweisung 0,40 €
Auslandszahlungsverkehr - SWIFT-Überweisung
SWIFT-Überweisung 5 € + 1 %
Kostenlose SWIFT-Überweisungen 0
SWIFT - eingehende Überweisung 5 €
SWIFT - ausgehende Überweisung 5 € + 1 %
Unterstützte SWIFT Gebührenverfahren k.A.
Kosten Bargeldeinzahlung
Bargeldeinzahlung
Einzelunternehmer & Selbstständige
Freiberufler JaJa
Gewerbetreibende JaJa
Einzelunternehmer JaJa
Einzelkaufleute (eK) JaJa
Kapitalgesellschaften
GmbH JaJa
GmbH & Co. KG JaJa
Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) JaJa
Aktiengesellschaft (AG) JaJa
Unternehmergesellschaft (UG) JaJa
Personengesellschaften & Sonstige
Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) JaJa
Offene Handelsgesellschaft (OHG) JaJa
Partnerschaftsgesellschaft (PartG) NeinNein
Verein JaJa
Genossenschaften (eG) NeinNein
Kommanditgesellschaft (KG) JaJa
Kapitalgesellschaften in Gründung / i.G.
GmbH in Gründung JaJa
Unternehmergesellschaft (UG) in Gründung JaJa
Allgemein
Jahresgebühr 14 von 15
Onlinebanking & -gebühren 21 von 22
Telefonbanking & beleghafte Buchungen 0 von 6
Überziehungskredit­möglichkeiten 0 von 5
Kreditkarte & Bankkarte
Geld abheben 12 von 14
Kartenzahlungen 12 von 20
Mobile Payment 3 von 3
Nutzerfreundlichkeit & Internationalität
Flexibilität bei Rechtsformen 11,5 von 12
Apps, Useraccounts & Einlagenversicherung 15 von 25
Internationalität 1 von 2
Buchhaltung-, Rechnungsstellung & mehr 6 von 10
Punktezahl 95,5 von 134
Note 1,4

Geschäftskonto für Selbstständige und Kleinunternehmer – Allgemeines

Geschäftskonten sind eine Form des Girokontos, mit dem sich die Banken an Freiberufler, Selbstständige und Unternehmen unterschiedlicher Rechtsformen wenden. Geschäftliche Zahlungen werden damit von privaten Zahlungsvorgängen separiert.

Das Gesetz unterscheidet hier zwischen juristischen und natürlichen Personen: Kapitalgesellschaften gelten als juristische Person ist die Eröffnung eines Geschäftskontos zwingend vorgeschrieben. Dagegen besteht für Freiberufler und Selbstständige sowie Personengesellschaften ohne Handelsregisterpflicht keine gesetzliche Pflicht, ein separates Geschäftskonto zu führen, da sie als natürliche Personen gelten. Theoretisch können sie ihren geschäftlichen Zahlungsverkehr auch über das private Girokonto abwickeln.

Freiberufler oder Selbstständiger?

Einzelunternehmer sind alle Unternehmer, die ihr Unternehmen allein und eigenverantwortlich führen, sofern sie ihre Firma nicht als Kapitalgesellschaft – beispielsweise als Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) oder Unternehmergesellschaft (UG haftungsbeschränkt) gegründet haben und auch nicht im Rahmen einer Personengesellschaft zusammen mit weiteren Partnern geschäftlich tätig werden.

Der Gesetzgeber unterscheidet zwischen Freiberuflern und gewerbetreibenden Selbstständigen – einer selbstständigen Tätigkeit gehen beide nach.

  • Freiberufler erzielen Einkünfte aus einer selbstständigen Tätigkeit. Sie müssen kein Gewerbe anmelden und sind nicht gewerbesteuerpflichtig. Den Status der Freiberuflichkeit können gegenüber dem Finanzamt verschiedene Berufsgruppen geltend machen. Neben den Angehörigen der klassischen „freien Berufe“ – etwa Ärzte, Apotheker, Anwälte oder Steuerberater – sind unter anderem Journalisten, Künstler, Texter oder Webdesigner.
  • Als Gewerbetreibende gelten alle Unternehmer, die selbstständig, dauerhaft und auf eigene Rechnung ein Gewerbe betreiben und damit Gewinne erzielen wollen. Sie sind zur Gewerbeanmeldung verpflichtet und unterliegen der Gewerbesteuer. Die Rechtsgrundlage dafür bildet die Gewerbeordnung.

Bei Unklarheiten, ob eine unternehmerische Tätigkeit als Freiberuflichkeit oder als Gewerbe gilt, trifft das Finanzamt die Entscheidung.

Freiberufler und gewerbliche Einzelunternehmer können sich zu einer Personengesellschaft – etwa einer Partnerschaftsgesellschaft (PartG, nur für Freiberufler) oder einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) – zusammenschließen, die ebenfalls als natürliche Personen gelten.

Wer ist Kleinunternehmer?

Die Kleinunternehmer-Regelung nach Paragraf 19 Umsatzsteuergesetz (UStG) ist eine steuerliche und bürokratische Erleichterung für kleine Unternehmen. Kleinunternehmern wird hierdurch ermöglicht, wie Privatpersonen zu wirtschaften.

Kleinunternehmer nach Paragraf 19 Umsatzsteuergesetz (UStG) sind Freiberufler und Selbstständige, die im vergangenen Geschäftsjahr Umsätze von weniger als 22.000 € erzielt haben und deren Umsatz im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich geringer als 55.000 € ist.

Kleinunternehmer müssen auf ihren Rechnungen keine Umsatzsteuer ausweisen und keine monatliche Umsatzsteuer-Voranmeldung vornehmen. Diese Regelung ist auch für ihre Kunden vorteilhaft, da sie hierdurch Umsatzsteuer sparen. Im Gegenzug sind Kleinunternehmer nicht zum sogenannten Vorsteuerabzug berechtigt und dürfen somit die Umsatzsteuer für eigene Einkäufe nicht gegenüber dem Finanzamt geltend machen.

Der Pflicht zur doppelten Buchführung unterliegen Kleinunternehmer grundsätzlich nicht. Ihre Steuerpflicht weisen sie gegenüber dem Finanzamt durch eine einfache Einnahmen-Überschussrechnung (EUR) nach.

Die Rechtsform spielt für die Anwendung der Kleinunternehmerregelung keine Rolle. Kleinunternehmer können Freiberufler oder Gewerbetreibende sein. Ausschlaggebend dafür sind ausschließlich die Umsatzgrenzen. Ob Unternehmer diese Regelung in Anspruch nehmen wollen, bleibt ihnen überlassen. Eine gesetzliche Verpflichtung zur steuerlichen Anmeldung als Kleinunternehmer ist nicht vorgesehen.

Das richtige Geschäftskonto für Kleinunternehmer und Gewerbetreibende finden

Geschäftskonten funktionieren wie jedes andere Girokonto. Standardfunktionen eines Firmenkontos sind Bargeldauszahlungen, Lastschriften, Überweisungen und Kartenservice. Mit einer echten Kreditkarte sind allerdings nicht alle Firmenkonten ausgestattet. Der Regelfall sind physische und virtuelle Debit Cards (VISA-Karte oder Master Card). Kreditkarten mit Überziehungsrahmen müssen, sofern beim jeweiligen Anbieter verfügbar, meist separat beantragt werden und sind kostenpflichtig. In der Praxis können Kleinunternehmer und Gewerbetreibende zwischen zahlreichen Kontomodellen wählen.

Kontoangebote für Kleinunternehmer und Gewerbetreibende – bei Filialbanken, Direktbanken/Neo-Banken und FinTechs

Business-Konten für Kleinunternehmer und Gewerbetreibende werden von Filialbanken, Online-Banken und FinTechs angeboten. FinTech-Unternehmen ohne Bankzulassung kooperieren für klassische Bankgeschäfte mit einer regulären Bank – in Deutschland meist mit der Berliner Solarisbank, die ursprünglich ebenfalls aus der FinTech-Szene stammt.

Viele FinTech-Konten wurden speziell für die Anforderungen von Freiberuflern, Solo-Selbstständigen und KMU entwickelt. Oft sind sie mit innovativen Features für Buchhaltung, Rechnungsstellung und Finanzverwaltung ausgestattet, sodass Unternehmer Zeit für ihr Kerngeschäft gewinnen. Ein Geschäftskonto bei einer Direktbank oder einem FinTech ist ein reines Online-Konto.

Unabhängig vom Anbieter können Kleinunternehmer und Gewerbetreibende ihr Geschäftskonto fast immer online eröffnen. Bei Unternehmen anderer Rechtsformen sehen die Filialbanken dagegen zum Teil die Kontoeröffnung in einer Bankfiliale vor. Die Kontoführung erfolgt ebenfalls grundsätzlich online. Transaktionen können mittels Online-Banking oder in einer mobilen App getätigt werden.

Als Kundenservice für das Online-Konto stehen bei allen Anbietern ein Support-Bereich auf ihrer Webseite, Live-Chats, schriftliche Kontaktmöglichkeiten per E-Mail oder Formular und in der Regel auch eine telefonische Hotline zur Verfügung. Kleinunternehmer und Gewerbetreibende, die ihr Geschäftskonto bei einer Filialbank führen, können zusätzlich persönliche Beratungen und andere Filialdienstleistungen in Anspruch nehmen.

Zum Teil große Unterschiede bei Kontoleistungen und Konditionen

Im Hinblick auf die Leistungen und Konditionen von Geschäftskonten bestehen zwischen den Anbietern zum Teil große Unterschiede. Beispielsweise müssen Kleinunternehmer und Gewerbetreibende eine Entscheidung darüber treffen, ob für ihre Anforderungen ein Business-Konto ohne monatliche Grundgebühren ausreicht oder ob sie ein kostenpflichtiges Konto mit höherem Leistungsumfang benötigen.

Zudem haben sich die etablierten Banken mit ihren Geschäftskonten lange vorwiegend auf mittelständische und größere Firmen fokussiert. Für Kleinunternehmer und Gewerbetreibende waren diese Konten häufig überdimensioniert. Inzwischen haben so gut wie alle Banken auch ein Geschäftskonto im Programm, das sich für Einzelunternehmer und kleine Firmen eignet.

Dagegen haben sich FinTechs im Geschäftskunden-Segment von vornherein in hohem Maße auf die Bedürfnisse von Freiberuflern, Einzelunternehmern und KMU spezialisiert. Ihre Geschäftskonten bieten sie mit abgestuftem Leistungsumfang für unterschiedliche Unternehmensgrößen an. Kleinunternehmer und Gewerbetreibende finden bei vielen FinTechs auch leistungsstarke Basisversionen zu preiswerten Konditionen oder als kostenloses Business-Konto. Viele FinTech-Konten sind mit innovativen Features für Buchhaltung, Rechnungsstellung und Finanzverwaltung ausgestattet.

FinTech-Konten – vorrangig für digitale Unternehmer

Für die Wahl des richtigen Geschäftskontos für Kleinunternehmer und Gewerbetreibende geben jedoch auch die Branche und das jeweilige Geschäftsmodell den Ausschlag. Einzelhändler oder Gastronomen benötigen zum Teil andere Kontoleistungen als Unternehmer, die einen Online-Shop betreiben. Filialbanken bieten ihren Business-Kunden ein umfassendes Spektrum an Bankdienstleistungen an. Ihre besonderen Stärken liegen in individuellen Beratungen und differenzierten Finanzierungsangeboten.

Dagegen eignen sich die meisten FinTech-Konten vorwiegend für Unternehmen, die ihre Bankgeschäfte überwiegend online tätigen, und dabei nicht auf den Service einer Bankfiliale angewiesen sind und kein bargeldintensives Geschäftsmodell verfolgen. Beispielsweise werden Bargeldeinzahlungen und beleghafte Buchungen von diesen Anbietern häufig nicht unterstützt und müssen zu sehr hohen Kosten bei Fremdbanken getätigt werden. Ein Kontokorrentkredit (Dispo-Kredit) und andere Finanzierungen werden ebenfalls nicht von allen FinTechs angeboten. Wichtige Vorteile der FinTech-Konten bestehen in innovativen Zusatzleistungen wie der Integration von Buchhaltungs-Software in das Konto und der Möglichkeit, ein Geschäftskonto ohne Schufa-Prüfung zu eröffnen. Die Kontoeröffnung ist bei diesen Anbietern oft in wenigen Minuten abgeschlossen.

Gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 €

Guthaben auf einem Geschäftskonto für Freiberufler und gewerblich tätige Kleinunternehmer sind bei allen in Deutschland aktiven Anbietern durch die europaweite gesetzliche Einlagensicherung bis zur Höhe von 100.000 € abgesichert. Durch ihre freiwillige Mitgliedschaft im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. bieten einige Filialbanken für die Gelder ihrer Kunden deutlich höhere Sicherheiten. Verwahrentgelte für Einlagen auf dem Geschäftskonto wurden von allen Anbietern seit Mitte 2022 angesichts steigender Zinsen zurückgenommen.

Zur technischen Sicherheit der Konten tragen aktuelle Sicherheitsstandards wie 2-Faktor-Authentifizierung und 3D Secure bei.

Vor- und Nachteile des Geschäftskontos für Kleinunternehmer und Gewerbetreibende

Mit einem Geschäftskonto für Freiberufler und gewerblich tätige Kleinunternehmer sind im Business-Alltag verschiedene Vorteile verbunden:

  • Strikte Trennung geschäftlicher und privater Zahlungsströme
  • Transparenz und umfassender Überblick über die geschäftlichen Finanzen
  • Geringerer Aufwand für Buchhaltung, Rechnungsstellung und Steuererklärung
  • Online-Kontoeröffnung und Online-Kontoführung
  • Kontoentscheidung und Verfügbarkeit des Kontos vor allem bei FinTech-Unternehmen oft schon nach wenigen Minuten
  • Steuerliche Absetzbarkeit von Kontoführungsgebühren
  • Einlagensicherung in Höhe von mindestens 100.000 €

Je nach Anbieter sind die folgenden Ausstattungen des Kontos möglich:

  • Integration innovativer Features für Buchhaltung und Finanzverwaltung
  • Zugang zu unternehmensbezogenen Finanzierungen (Kontokorrentkredit und Wachstumsfinanzierung)
  • Kontoeröffnung ohne Schufa.

Nachteilig sind vorwiegend monatliche Grundgebühren für die Kontoführung, die für die meisten Geschäftskonten erhoben werden und aufgrund des größeren Transaktionsaufkommens meist höher sind als für ein privates Girokonto.

Geschäftskonten für Kleinunternehmer und Gewerbetreibende – Kosten und Gebühren

In die Kosten und Gebühren für ein Business-Konto fließen zahlreiche Faktoren ein. Hierzu gehören:

  • Kontoführungsgebühr pro Monat sowie jährlich
  • Kosten pro Buchung
  • Anzahl inkludierter belegloser SEPA-Transaktionen
  • Kosten für zusätzliche beleglose Buchungen
  • Gebühren für Debit Cards oder Kreditkarten
  • Gebühren für Bargeldauszahlungen am Automaten (inklusive Auslandsabhebungen)
  • Gebühren für Kartenzahlungen im In- und Ausland
  • Gebühren für Unterkonten
  • Kosten für Bargeldeinzahlungen und beleghafte Buchungen
  • Kosten für Fremdwährungstransaktionen.

Im Hinblick auf die Kosten von Geschäftskonten gibt es zwischen den verschiedenen Anbietern große Unterschiede. Die Kontoführungsgebühr pro Monat liegt zwischen null und mehr als 150 €. Auch für andere Bankdienstleistungen – etwa beleglose und beleghafte Buchungen, Überweisungen, Bargeldabhebungen, Kartenzahlungen oder Auslandstransaktionen – gelten sehr unterschiedliche Konditionen.

Kostenlose Geschäftskonten

Ein kostenloses Geschäftskonto haben derzeit nur fünf Banken und FinTechs im Portfolio. Dabei handelt es sich um die folgenden Geschäftskonten, mit denen sich die Anbieter explizit an Freiberufler und gewerbliche Einzelunternehmer wenden. Selbstverständlich stehen diese Kontomodelle auch Kleinunternehmern offen:

  • FYRST Base, für Unternehmen aller Rechtsformen
  • Finom Solo, bisher für Freiberufler und Solo-Selbstständige, ab November 2023 auch für andere Rechtsformen
  • N26 Business Standard, für Freiberufler und Solo-Selbstständige
  • Kontist Free, für Freiberufler und Solo-Selbstständige
  • GRENKE Business, für Freiberufler und Solo-Selbstständige.

Auch für ein Business-Konto ohne Grundgebühr pro Monat fallen jedoch Zusatzkosten für Bargeldabhebungen, Kartenzahlungen und andere Bankgeschäfte an. Zudem ist das Inklusiv-Volumen für beleglose Buchungen pro Monat bei diesen Geschäftskonten zum Teil sehr knapp bemessen – danach fallen pro Buchung zusätzliche Kosten an.

Ausschlaggebend für die Kontowahl – das Preis-Leistungs-Verhältnis-des Kontos

Für die Auswahl des passenden Geschäftskontos für Kleinunternehmer und Gewerbetreibende sollte daher nicht allein der Preis den Ausschlag geben. Wichtig ist insbesondere, dass der Leistungsumfang des Kontos den Anforderungen des eigenen Unternehmens möglichst passgenau entspricht, um zusätzliche Kosten gering zu halten oder gänzlich zu vermeiden. Ein kostenpflichtiges Business-Konto kann daher auch für Kleinunternehmer und Gewerbetreibende gegenüber einem kostenlosen Konto die bessere Wahl sein.

Interessante Kontoangebote für Kleinunternehmer und Gewerbetreibende

Kleinunternehmer und Gewerbetreibende können bei so gut wie allen Banken und FinTech-Anbietern ein Geschäftskonto eröffnen. Restriktionen für die Kontoeröffnung gibt es in der Praxis kaum. Die folgenden sechs Kontoangebote bieten diesen Business-Kunden leistungsstarkes Online-Banking im Webbrowser oder auf dem Smartphone und ein auf ihre Anforderungen abgestimmtes Leistungsspektrum.

FYRST

FYRST ist im Jahr 2019 unter dem Dach der Deutschen Bank entstanden. Für seine Leistungen kooperiert das Unternehmen eng mit der Muttergesellschaft und der Postbank.

Die beiden Geschäftskonten FYRST Base und FYRST Complete unterscheiden sich lediglich im Hinblick auf die Zahl der inkludierten geschäftlichen SEPA-Transaktionen und die Gebühren für bestimmte Leistungen voneinander. Ansonsten bieten FYRST Base und FYRST Complete den gleichen Leistungsumfang. In beide Konten ist Software für Buchhaltung und Finanzverwaltung integriert. ZU den Konten gehören eine EC-Karte und eine VISA Debitkarte. Wer eine echte Kreditkarte mit Überziehungsrahmen wünscht, kann eine Postbank Business Mastercard erhalten.

Ein Kontokorrentkredit und andere Finanzierungen sind möglich, wenn das FYRST Geschäftskonto seit mindestens einem Jahr besteht. Vor der Eröffnung eines Geschäftskontos wird durch FYRST eine Schufa-Auskunft eingeholt.

Das Kontomodell FYRST Base können Kleinunternehmer und Gewerbetreibende dauerhaft als kostenloses Geschäftskonto nutzen. FYRST Complete kostet 10 € pro Monat.

Finom

Finom ist ein niederländisches FinTech und seit Ende 2020 auch auf dem deutschen Markt aktiv. Seinen Kunden bietet es insgesamt vier Geschäftskonten an, die mit Buchhaltungssoftware und Features für eine effiziente Rechnungsstellung ausgestattet sind. Ein Kontokorrentkredit und andere Finanzierungslösungen werden für die Finom Geschäftskonten bisher nicht angeboten, auch Fremdwährungstransaktionen gehören nicht zum Leistungsumfang. Bargeld-Einzahlungen und beleghafte Buchungen werden durch die Finom Geschäftskonten ebenfalls nicht unterstützt. Eine Schufa-Auskunft ist für die Kontoeröffnung nicht erforderlich, sodass das Konto bereits nach wenigen Minuten zur Verfügung steht. Alle Finom Konten sind mit einer VISA Debitkarte ausgestattet.

Als Kleingewerbe-Konto eignen sich vor allem das kostenlose Geschäftskonto Finom Solo sowie das Kontomodell Finom Start mit einer Kontoführungsgebühr von 9 € pro Monat. Bei Abschluss eines Jahrestarifes reduziert sich die Gebühr auf 7 € pro Monat. Finom Solo ist auf einen Nutzer ausgelegt. Für Finom Start sind insgesamt zwei Nutzer vorgesehen. Für beleglose Buchungen gibt es monatliche Freikontingente.

Neben Finom Solo und Finom Start gibt es die Konten Finom Konten Premium und Corporate. Sie kosten pro Monat 24 € und 90 € bei jährlicher Zahlung oder 28 € und 110 € bei monatlicher Zahlung.

N26 Bank

Mit ihren insgesamt vier Geschäftskonten wendet sich die Berliner N26 Bank ausschließlich an Freiberufler und gewerbliche Einzelunternehmer. Unternehmen anderer Rechtsformen können kein N26 Business-Konto eröffnen. Wer bereits ein N26 Privatkonto besitzt, ist von der Eröffnung eines Geschäftskontos ebenfalls ausgeschlossen.

Die N26 Geschäftskonten kosten zwischen null und 16,90 € pro Monat. Beleglose Buchungen sind unabhängig vom gewählten Kontomodell in unbegrenzter Menge ohne Aufpreis möglich. Als zusätzliche Features stehen ein Dashboard und eine Einnahmen-Ausgaben-Statistik zur Verfügung. Ein Kontokorrentkredit sowie Gründungs- und Wachstumsfinanzierungen sind bei ausreichender Bonität erhältlich. Auslandsüberweisungen werden im Rahmen einer Kooperation mit dem belgischen Finanzdienstleister Wise zu günstigen Konditionen abgewickelt. Die Kontoeröffnung erfolgt ohne Schufa-Prüfung. Auch bei der N26 Bank ist das Geschäftskonto nach dem Kontoantrag bereits in wenigen Minuten nutzbar.

Für Kleinunternehmer und Gewerbetreibende sind die Geschäftskonten N26 Business Standard und N26 Business Smart eine gute Wahl. N26 Business Standard ist ein kostenloses Geschäftskonto, N26 Business Smart kostet 4,90 € pro Monat. Unterschiede zwischen den beiden Konten finden sich nur in wenigen Punkten. Hierzu gehören die Zahl der Unterkonten sowie die Möglichkeit, für N26 Business Smart gebührenpflichtig zusätzliche physische Master Debit Cards zu bestellen.

Qonto

Der FinTech-Anbieter Qonto verfügt über eine französische Vollbanklizenz. Auf dem deutschen Markt ist er mit seinen insgesamt sechs Geschäftskonten seit 2019 präsent. Im Sommer 2022 hat Qonto das Berliner FinTech Penta übernommen, das ein identisches Geschäftsmodell verfolgt.

Die Kontomodelle Qonto Basic, Smart und Premium kosten 9 €, 19 € und 39 € pro Monat. Sie orientieren sich an den Bedürfnissen von Freiberuflern, Einzelunternehmern und kleinen gewerblichen Unternehmen. Die Kontomodelle Essential, Business und Enterprise wenden sich dagegen vorrangig an Start-ups und Firmen, die sich auf Wachstumskurs befinden. Die Eröffnung eines Qonto Geschäftskontos ist ohne Schufa-Prüfung möglich. Neue Kunden nutzen ihr Konto für 30 Tage kostenlos.

Für Kleinunternehmer und Gewerbetreibende eignet sich vorwiegend das Geschäftskonto Qonto Basic, das auf einen Nutzer ausgelegt ist. Für Qonto Smart sind maximal fünf Nutzer vorgesehen, was vorwiegend die Anforderungen an ein Kleingewerbe-Konto bereits deutlich übersteigen dürfte.

In alle Qonto Geschäftskonten sind Tools für Buchhaltung und Rechnungsstellung integriert. Zu ihren Pluspunkten gehören transparente und im Anbietervergleich günstige Konditionen, die auch für Auslandstransaktionen gelten sowie großzügig bemessene Freikontingente für beleglose Buchungen. Ein Kontokorrentkredit gehört bei Qonto nicht zum Leistungsangebot, individuell vereinbarte Finanzierungen sind für Darlehenssummen zwischen 1.000 € und 200.000 € möglich. Für Kartentransaktionen steht eine Debit Mastercard (One-Card) zur Verfügung. Allerdings werden keine Bargeldeinzahlungen und beleghaften Transaktionen unterstützt.

Kontist

Das deutsche FinTech Kontist bietet seine Geschäftskonten ausschließlich Freiberuflern und Einzelunternehmern an. Die Basisversion Kontist Free ist kostenlos. Allerdings wird bei monatlichen Kontoumsätzen von weniger als 300 € (ein- und ausgehende Transaktionen) eine Nutzungsgebühr von 2 € fällig. Die Kontomodelle Kontist Duo und Kontist Buchhaltung kosten 9 € und 29 € pro Monat. In Kontist Duo ist eine Echtzeit-Steuerberechnung und in Kontist Buchhaltung zusätzlich Buchhaltungs- und Steuersoftware integriert.

Zu den Kontist Geschäftskonten gehört eine VISA Business Debit Card. Das Kontomodell Buchhaltung ermöglicht kostenlose beleglose Buchungen in unbegrenzter Anzahl, in den beiden anderen Tarifen sind lediglich zehn Buchungen pro Monat kostenlos.

Für die Eröffnung eines Kontist Business-Kontos ist keine Schufa-Prüfung nötig. Optional stellt der Anbieter für seine Geschäftskonten einen Kontokorrentkredit zwischen 500 und 5.000 € zur Verfügung. Bargeldeinzahlungen und beleghafte Buchungen werden auch von diesen Geschäftskonten nicht unterstützt.

Kleinunternehmer und Gewerbetreibende, die sich für ein Kontist Geschäftskonto interessieren, sollten abwägen, ob für sie aufgrund der Ausstattung mit Buchhaltungs- und Steuersoftware eines der kostenpflichtigen Kontoangebote infrage kommt.

Kontist bietet seinen Kunden als kostenpflichtige Zusatzleistung den Kontist Steuerservice, der digitale Buchhaltung und professionelle Steuerberatung miteinander integriert. Er übernimmt für Freiberufler und Einzelunternehmer die Erledigung sämtlicher Steuerangelegenheiten inklusive der privaten Steuererklärung und der Vertretung gegenüber dem Finanzamt.

Geeignete Konten für Kleinunternehmer und Gewerbetreibende im direkten Vergleich

Die folgende Tabelle liefert einen direkten Vergleich der vorgestellten Konten:

Fazit

Konten für Kleinunternehmer und Gewerbetreibende werden von zahlreichen Banken und FinTechs angeboten. Die einzelnen Kontomodelle bieten zum Teil sehr unterschiedliche Leistungen und Konditionen. Vor der Entscheidung für ein bestimmtes Konto sollte daher immer ein ausführlicher Vergleich verschiedener Angebote stehen.

Auf ein separates Geschäftskonto sollten auch Kleinunternehmer und Gewerbetreibende auf keinen Fall verzichten. Es ermöglicht, private und geschäftliche Zahlungsvorgänge voneinander abzugrenzen. Das Ergebnis besteht in einem transparenten Überblick über alle geschäftlichen Einnahmen und Ausgaben und geringerem Aufwand für Buchhaltung und Steuer. Zudem sind Geschäftskonten mit Zusatzfunktionen ausgestattet, die für geschäftliche Transaktionen von Bedeutung sind, für ein privates Girokonto jedoch nicht angeboten werden.

Kostenlose Geschäftskonten eignen sich für Kleinunternehmer und Gewerbetreibende vorwiegend bei einem begrenzten Aufkommen an Bargeldabhebungen und beleglosen Transaktionen. Bei höheren Transaktionsvolumina entstehen sonst relevante Zusatzkosten. Falls Gratis-Konten überhaupt mit Buchhaltungs- und Finanzverwaltungssoftware ausgestattet sind, bringt diese meist nur eingeschränkte Funktionalitäten mit. Entscheidend für die Kontowahl sollte daher nicht allein der Preis, sondern die Anforderungen des eigenen Unternehmens und der Leistungsumfang des Kontos sein.

Bargeldeinzahlungen und beleghafte Buchungen können mit Ausnahme von FYRST zu günstigen Konditionen ausschließlich über Filialbanken abgewickelt werden. Kleinunternehmer und Gewerbetreibende mit regelmäßigem Bedarf an diesen Leistungen sollten ihr Geschäftskonto daher bei einer Filialbank eröffnen. Geschäftskonten, die sich auch gut für diese Kundengruppe eignen, haben etwa die Postbank und die Commerzbank im Programm.

Häufige Fragen zum Konto für Kleinunternehmer und Gewerbetreibende

Nein. Gesetzlich vorgeschrieben ist die Eröffnung eines Geschäftskontos nur für juristische Personen. Kapitalgesellschaften wie eine UG (haftungsbeschränkt) oder eine GmbH, aber auch eingetragene Genossenschaften und Vereine müssen grundsätzlich ein Geschäftskonto führen.

Freiberufler und Solo-Selbstständige – und daher auch Kleinunternehmer und Gewerbetreibende – gelten dagegen als natürliche Personen und können theoretisch auch ihr privates Girokonto für geschäftliche Zahlungen nutzen. Allerdings verzichten sie damit auf die Trennung von privaten und geschäftlichen Transaktionen und einige weitere Vorteile eines separaten Geschäftskontos. Zudem schließen viele Banken die geschäftliche Nutzung privater Konten in ihren allgemeinen Geschäftsbedingungen ausdrücklich aus und behalten sich in solchen Fällen das Recht zur Kündigung des Kontos vor. Mit unserem Geschäftskonto-Vergleich finden Sie als Kleinunternehmer oder Gewerbetreibender ein Firmenkonto, das optimal zu Ihrem Unternehmen passt.

Der wichtigste Vorteil eines separaten Geschäftskontos besteht auch für Kleinunternehmer und Gewerbetreibende darin, dass sie damit ihre privaten und geschäftlichen Zahlungen sauber voneinander getrennt verwalten können. Buchhaltung und Steuererklärungen werden durch ein Geschäftskonto stark vereinfacht. Viele FinTechs und Neobanken statten ihre Firmenkonten standardmäßig mit Buchhaltungssoftware und anderen digitalen Tools für die Verwaltung der geschäftlichen Finanzen aus.

In unserem Geschäftskonto-Vergleich haben Sie die Möglichkeit, verschiedene Filteroptionen auszuwählen, sodass Sie sehr gezielt nach einem Geschäftskonto für Freiberufler, Kleinunternehmer und Gewerbetreibende suchen können, das Ihre Bedürfnisse umfassend erfüllt.

Geschäftskonten, die auf dem deutschen Markt verfügbar sind, bieten ihren Nutzern umfassende Sicherheit.

Guthaben auf einem Firmenkonto sind durch die deutsche und EU-weite gesetzliche Einlagensicherung bis zur Obergrenze von 100.000 € abgesichert. Viele Banken bieten durch ihre freiwillige Mitgliedschaft im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. deutlich höhere Sicherheiten.

Technisch sind Konten und Karten mit aktuellen Sicherheitsstandards – unter anderem 3D Secure, 2-Faktor-Authentifizierung und modernen TAN-Verfahren – ausgestattet.

Als Kleinunternehmer oder Gewerbetreibender eröffnen Sie Ihr Geschäftskonto ganz einfach online. Auf der Webseite oder in der mobilen App geben Sie dafür Ihre persönlichen Daten, Ihre E-Mail-Adresse und einige Eckdaten zu Ihrer Selbstständigkeit an. Als Unterlagen für die Kontoeröffnung benötigen Sie Ihren Personalausweis oder Reisepass mit aktueller Meldebestätigung, Ihre Steuernummer und als gewerblich Selbstständiger außerdem Ihre Gewerbeanmeldung.

Die Legitimation erfolgt in der Regel durch das Video-Ident-Verfahren, einige Banken bieten alternativ auch das Post-Ident-Verfahren an, wodurch die Kontoeröffnung allerdings etwas länger dauert. Bei einer Video-Ident-Legitimation können Sie Ihr Konto oft bereits nach wenigen Minuten nutzen. Die IBAN Ihres Kontos wird Ihnen per E-Mail oder App-Nachricht zugeschickt.