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Geschäftskonto richtig nutzen: So automatisieren Sie Buchhaltung und Steuern

Viele Gründer gehen davon aus, dass sie sich den Aufwand für die Eröffnung eines separaten Geschäftskontos sparen können und stattdessen ihr privates Girokonto für geschäftliche Zahlungen nutzen. In der Praxis zeigt sich jedoch schnell, dass ein Geschäftskonto deutlich mehr Struktur in die Finanzen bringt und insbesondere die Buchhaltung sowie die Vorbereitung der Steuer deutlich erleichtert. Wer sein Geschäftskonto richtig nutzt, gewinnt dadurch mehr Übersicht und spart Zeit im Arbeitsalltag.
Geschrieben von
Janine El-Saghir
Geschäftskonto richtig nutzen
Geschäftskonto richtig nutzen – wie Sie von Ihrem Firmenkonto am besten profitierenFoto: Prostock-Studio / iStock
Geschäftskonto richtig nutzen: Essentials
  • Die Eröffnung eines separaten Geschäftskontos lohnt sich für die meisten Unternehmer. Auch Freiberufler und Solo-Selbstständige, die nicht zur Führung eines Geschäftskontos verpflichtet sind, profitieren von den Vorteilen eines Business-Kontos.
  • Ein separates Geschäftskonto vereinfacht die Buchhaltung und die steuerliche Organisation.
  • Viele Geschäftskonten bieten zudem integrierte Buchhaltungs-Tools, digitale Funktionen für die Finanzverwaltung, eine DATEV-Schnittstelle und Datenschnittstellen für die Anbindung externer Software.
  • Entscheidend ist, dass das Geschäftskonto zu den Anforderungen Ihres Geschäftsmodells passt und sinnvoll genutzt wird.

Notiz der Autorin

In der Praxis sehe ich immer wieder, dass Unternehmer ihr Geschäftskonto anfangs eher als Pflicht betrachten und die eigentlichen Vorteile erst später wirklich nutzen. Gerade bei der Trennung von privaten und geschäftlichen Finanzen wird oft unterschätzt, wie stark sich ein gut ausgewähltes und eingesetztes Konto auf den Alltag auswirken kann. Aus meiner Sicht macht es einen spürbaren Unterschied, ob ein Geschäftskonto nur „geführt“ wird oder ob man seine Funktionen konsequent für Buchhaltung, Übersicht und Steuerorganisation nutzt.

Separates Geschäftskonto – für alle Unternehmen zu empfehlen

Zwar ist für Freiberufler, Solo-Selbstständige und die Gesellschafter von Personengesellschaften ohne Handelsregisterpflicht die Eröffnung eines Geschäftskontos nicht ausdrücklich gesetzlich vorgeschrieben – in der Praxis ist ein separates Firmenkonto jedoch dringend zu empfehlen. Seit der Reform des Personengesellschaftsrechts (MoPeG) ist insbesondere bei der rechtsfähigen GbR (eGbR) die klare Trennung des Gesellschaftsvermögens von privaten Konten der Gesellschafter von zentraler Bedeutung. Die Nutzung eines privaten Kontos für geschäftliche Zwecke führt hier zu erheblichen organisatorischen und haftungsrechtlichen Problemen.

Mit einem Geschäftskonto trennen und organisieren Sie Ihre beruflichen und privaten Finanzen auf transparente Weise. Hierdurch wird der Aufwand für Buchhaltung und Steuerangelegenheiten erheblich reduziert. In der Praxis kommt es darauf an, das Business-Konto optimal zu nutzen. Ausschlaggebend hierfür sind die richtige Kontowahl und der Leistungsumfang, den das Konto bietet.

Geschäftskonto führen oder nicht – gesetzliche Regelungen

Freiberufler, Solo-Selbstständige und die Gesellschafter von Personengesellschaften ohne Handelsregistereintrag gelten rechtlich als natürliche Personen. Sie unterliegen nicht der Pflicht zur doppelten Buchführung und der Bilanzierungspflicht. Der Gesetzgeber stellt diesen Unternehmern frei, ob sie ihre geschäftlichen Zahlungsvorgänge über ihr Privatkonto realisieren oder dafür ein separates Geschäftskonto eröffnen.

Kapitalgesellschaften – etwa Aktiengesellschaften, GmbHs und UGs (haftungsbeschränkt) – sind dagegen gesetzlich dazu verpflichtet, ein Geschäftskonto zu führen. Der Grund dafür liegt in der auf das Gesellschaftsvermögen beschränkten Haftung dieser Unternehmen. Auch eingetragene Genossenschaften und Vereine sowie im Handelsregister eingetragene Kaufleute unterliegen der Geschäftskonto-Pflicht.

Allerdings sollten Unternehmer, die kein Geschäftskonto führen müssen, auf die Vorteile eines Geschäftskontos nicht verzichten – sie verschenken damit wichtige Chancen, sich ihren Arbeitsalltag zu erleichtern und teilweise auch bares Geld.

Vorteile eines Business-Kontos

Vorteile eines Geschäftskontos finden sich in verschiedenen Bereichen: Sie optimieren damit die Verwaltung Ihrer geschäftlichen Zahlungsvorgänge und haben jederzeit einen transparenten Überblick über die finanzielle Lage Ihres Unternehmens. Das Sortieren von Belegen über private und geschäftliche Ausgaben ist bei einem separaten Firmenkonto nicht erforderlich.

Optimierung von Buchhaltung und Steuerangelegenheiten

Ihre Buchhaltung und Steuerangelegenheiten erledigen Sie durch ein separates Business-Konto erheblich effektiver. In vielen Geschäftskonten sind Buchhaltungssoftware und andere digitale Tools für eine reibungslose Finanzverwaltung integriert. Ihre Nutzung kann teilweise direkt in der Banking-App erfolgen. Bei vielen Konten ist es möglich, die Erstellung von Angeboten und Rechnungen, das finanzielle Lieferantenmanagement und die Zahlungsverfolgung durch digitale Buchhaltungs-Tools weitgehend zu automatisieren.

Mittels API-Schnittstellen ist die Anbindung anderer Systeme und externer Partner an das Konto möglich. Über eine DATEV-Schnittstelle können Konto- und Finanzdaten hierdurch direkt an den Steuerberater übermittelt werden.

Praxisbeispiel: Kontist Business-Konto
Das Berliner FinTech Kontist hat seine Geschäftskonten inklusive des kostenlosen Tarifs Kontist Free zusätzlich mit einer Echtzeit-Steuerberechnung ausgestattet.

Ursprünglich bot Kontist seine Geschäftskonten ausschließlich Freiberuflern und Einzelunternehmern an. Inzwischen können auch Unternehmen anderer Rechtsformen, darunter GbRs, KGs, OHGs sowie GmbHs und UGs, ein Kontist Business-Konto eröffnen.
Die automatische Steuerberechnung und Rücklagenbildung ist für Freiberufler, Einzelunternehmer sowie Gesellschafter von Personengesellschaften wie der GbR ausgelegt, die ihre Gewinne im Rahmen einer Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) ermitteln. Sie ermöglicht Prognosen zur voraussichtlichen Einkommensteuer der jeweiligen Steuerpflichtigen sowie eine fortlaufende Umsatzsteuerschätzung. Kapitalgesellschaften wie GmbHs oder UGs sowie bilanzierungspflichtige Unternehmen können die übrigen Buchhaltungs- und Umsatzsteuerfunktionen zwar nutzen, profitieren von der automatisierten Steuerprognose jedoch nicht im gleichen Umfang.

Neben der automatischen Steuerberechnung hat Kontist seine Geschäftskonten mit weiteren Funktionen für eine digitalisierte Finanzverwaltung ausgestattet. Ihr Leistungsumfang richtet sich nach dem gewählten Kontomodell. Erweiterte Exportfunktionen und insbesondere eine DATEV-Schnittstelle sind jedoch erst im höchten Tarif Kontist Plus verfügbar.

Grundgebühr p. M.
ab
0 €
*
Kosten / Buchung
0,25 €
*
Guthabenzins
0 %
11 % auf Dispo
Konto für Selbständige & Freiberufler mit Steuer-Funktionen
Optionaler Überziehungsrahmen zwischen 500 € und 5.000 €
Unterkonten werden nicht angeboten
Keine ausgehende SWIFT-Überweisungen
Bank Kontist GmbH
Bankenart Neobank
Sicherheit
Finanzaufsicht Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
Einlagensicherung 100.000 €
Bank mit Filialen NeinNein
Verifizierung
PostIdent NeinNein
VideoIdent JaJa
eIdent NeinNein
Kontist Free
Kontist Start
Kontist Plus
Grundgebühr p. M.
0 €
11 €
*
25 €
*
Kostenlos bis 5 Transaktionen 30 Transaktionen 100 Transaktionen
SEPA-Gebühr 0,25 €* 0,25 €* 0,25 €*
Sofortüberweisung 0,25 €* 0,25 €* 0,25 €*
Deutschland 2,00 € 2,00 € 2,00 €
Eurozone 2,00 € 2,00 € 2,00 €
Fremdwährung in EWR
2,00 € + 1,70 % 2,00 € + 1,70 % 2,00 € + 1,70 %
Außerhalb EWR / Weltweit
2,00 € + 1,70 % 2,00 € + 1,70 % 2,00 € + 1,70 %
Deutschland 0 € 0 € 0 €
Eurozone
Fremdwährung in EWR
ab 2 %* ab 2 %* ab 2 %*
Außerhalb EWR / Weltweit
ab 2 %* ab 2 %* ab 2 %*
Hinweis zur Karteneinsatz:
Ausgehende SWIFT Überweisung
Eingehende SWIFT Überweisung
Gebühr Bargeldeinzahlung
Unterkonten
Kontokorrentkredit 11 %* 11 %* 11 %*
Geduldete Kontoüberziehung 14 %* 14 %* 14 %*
Zinsen auf Guthaben 0 % 0 % 0 %
Hinweis * Die Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer * Die Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer * Die Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer
Zum Anbieter* Zum Anbieter* Zum Anbieter*
Kontist Free
Kontist Start
Kontist Plus
DATEV Schnittstelle JaJa JaJa JaJa
Zugang für Buchhaltung JaJa JaJa JaJa
Rechnungen erstellen JaJa JaJa JaJa
SevDesk JaJa JaJa JaJa
Easybill NeinNein NeinNein NeinNein
Fastbill JaJa JaJa JaJa
LexOffice JaJa JaJa JaJa
Stripe NeinNein NeinNein NeinNein
Kontist Free
Kontist Start
Kontist Plus
Freiberufler JaJa JaJa JaJa
Gewerbetreibende JaJa JaJa JaJa
Einzelunternehmer JaJa JaJa JaJa
Eingetragenen Kaufleute (eK) JaJa JaJa JaJa
GmbH JaJa JaJa JaJa
Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) NeinNein NeinNein NeinNein
Aktiengesellschaft (AG) JaJa JaJa JaJa
Unternehmergesellschaft (UG) JaJa JaJa JaJa
Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) JaJa JaJa JaJa
Offene Handelsgesellschaft (OHG) JaJa JaJa JaJa
Partnerschaftsgesellschaft (PartG) JaJa JaJa JaJa
GmbH & Co. KG NeinNein NeinNein NeinNein
Verein NeinNein NeinNein NeinNein
Genossenschaften (eG) NeinNein NeinNein NeinNein
Kommanditgesellschaft (KG) JaJa JaJa JaJa
GmbH in Gründung NeinNein NeinNein NeinNein
UG in Gründung NeinNein NeinNein NeinNein

Erhalt der unternehmerischen Handlungsfähigkeit

Die Trennung von privatem Girokonto und Geschäftskonto kann auch wichtig werden, um bei Problemen mit der Bank die unternehmerische Handlungsfähigkeit zu erhalten.

Alle Banken können Geschäftskonten grundsätzlich kündigen, in der Regel auch ohne Angabe eines konkreten Grundes oder ohne besondere Begründung im Einzelfall. Für Sparkassen gelten dabei je nach Konstellation und Kontotyp teilweise strengere Anforderungen, insbesondere im Bereich privater Konten; bei Geschäftskonten besteht jedoch auch dort kein uneingeschränkter Schutz vor Kündigungen, sofern sie aus einem sachlich gerechtfertigtenm plausiblen Grund erfolgen.

Für Freelancer und Selbstständige bedeutet das: Im Falle einer Kontokündigung kann der geschäftliche Zahlungsverkehr übergangsweise über ein alternatives Konto abgewickelt werden, sofern ein solches vorhanden ist. In der Praxis ist es daher sinnvoll, von Beginn an eine klare Trennung zwischen geschäftlichen und privaten Finanzen vorzunehmen und gegebenenfalls eine zweite Bankverbindung bereitzuhalten. Privatkonto und Geschäftskonto oder mehrere Business-Konten sollten bei unterschiedlichen Banken eingerichtet werden.

Nutzung privater Konten als Geschäftskonten – von den Banken meist nicht akzeptiert

Zudem schließen die meisten Banken in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen die Nutzung privater Girokonten als Geschäftskonto ausdrücklich aus – wer sich nicht daran hält, muss mit einer Kündigung des Kontos rechnen, sofern er einem von der Bank angebotenen Wechsel in einen Business-Tarif nicht zustimmt. Ein 2-Konten-Modell mit Privatkonto und separatem Geschäftskonto ist auch aus diesem Grund für alle Unternehmer sinnvoll.

Ein geschäftliches Konto sollte auch deshalb bereits zum Zeitpunkt der Unternehmensgründung eröffnet werden – eine spätere Umstellung ist für Sie und auch für Ihre Kunden mit zusätzlichem Verwaltungsaufwand verbunden.

Vorteile eines Geschäftskontos im Überblick

Zu den Vorteilen eines separaten Geschäftskontos gehören insbesondere die folgenden Punkte:

  • Saubere Trennung der geschäftlichen und privaten Finanzen – in der alltäglichen Finanzverwaltung, aber auch gegenüber dem Finanzamt und der Hausbank
  • Transparenter Überblick über Einnahmen und Ausgaben
  • Vereinfachung von Buchhaltung und Steuererklärung
  • Unternehmensbezogene Transaktionen, die ein privates Girokonto nicht zu bieten hat – etwa Lastschriften an und Gutschriften von Kunden, Kartenzahlungen von Kunden, Auszahlung von Löhnen und Gehältern
  • Sammelzahlungen, Automatisierung von Lastschriften
  • Integration von Buchhaltungs-, Finanzverwaltungs- und Steuersoftware
  • Volle steuerliche Absetzbarkeit der Kosten für das Business-Konto – inklusive der Zinsen für einen Kontokorrentkredit und andere Unternehmensfinanzierungen

Ein Geschäftskonto oder mehrere Business-Konten führen?

In der ersten Phase nach der Unternehmensgründung reicht ein einziges Geschäftskonto in der Regel aus, um die Finanzen des Unternehmens problemlos zu verwalten. Wenn die Geschäftstätigkeit und damit auch die Zahlungsströme komplexer werden, kann es jedoch sinnvoll sein, mehrere Geschäftskonten anzulegen. Hierdurch ist es möglich, geschäftliche Einnahmen, verschiedene Arten von Auslagen sowie Rücklagen für die Steuer oder Investitionen sauber voneinander abzugrenzen.

Mit 2 Geschäftskonten können Sie zunächst ein Ausgaben- und ein Einnahmen-Konto führen. Möglich sind auch Kombinationen mehrerer Konten:

  • Geschäftsgirokonto für Ausgaben
    Auf diesem Konto werden laufende Umsätze und kurzfristig anfallende Rechnungen verbucht. Es dient als reines Zahlungskonto und sichert die alltägliche Liquidität des Unternehmens ab.
  • Fixkosten-Konto
    Von diesem Konto werden turnusmäßig wiederkehrende Zahlungen – etwa Mieten, Energiekosten und Steuervorauszahlungen, gegebenenfalls auch die Gehälter von Mitarbeitern – abgebucht. Gleichzeitig kann es für die Bildung von Rücklagen verwendet werden.
  • Spar- und Anlagekonten
    Auf einem Spar- oder Anlagekonto werden Überschüsse eingezahlt, die kurzfristig nicht benötigt werden. Dabei kann es sich um ein flexibel nutzbares Tagesgeldkonto oder um Firmenfestgeld handeln.

Unter anderem ermöglichen mehrere Geschäftskonten bei verschiedenen Banken, die Vorteile von Filialbanken und FinTechs flexibel miteinander zu kombinieren. Allerdings wird hierdurch beim Antrag auf eine Unternehmensfinanzierung auch die Bonitätsprüfung komplexer.

Alternative – Geschäftskonto mit Unterkonten

Die Alternative zur Eröffnung mehrerer Firmenkonten besteht in einem Geschäftskonto mit Unterkonten. Sie werden sowohl von Filialbanken als auch von FinTechs angeboten. Je nach Kontomodell sind ein oder mehrere Unterkonten verfügbar.

Unterkonten sind mit einer eigenen IBAN ausgestattet und dienen beispielsweise dazu, Rücklagen anzusparen. Ebenso lassen sich Projektbudgets durch ein Unterkonto effektiv und transparent verwalten.

Ein Anbieter, der je nach Kontomodell mehrere Unterkonten anbietet, ist beispielsweise Qonto.

Qonto
Grundgebühr p. M.
ab
0 €
*
Kosten / Buchung
ab
0,10 €
*
Guthabenzins
0 %
10 % auf Dispo
Geschäftskonten für fast alle Rechtsformen
Transparente Preisstrukturen
Hohe Freikontingente für SEPA-Überweisungen
Günstige SWIFT-Überweisungen
Bank Olinda SAS
Bankenart Neobank
Sicherheit
Finanzaufsicht Französische Aufsichtsbehörde,
Autorité de Contrôle Prudentiel et de Résolution (ACPR)
Einlagensicherung Kundengelder als E-Geld gesichert (keine gesetzliche Einlagensicherung).
Bank mit Filialen NeinNein
Verifizierung
PostIdent NeinNein
VideoIdent JaJa
eIdent NeinNein
Qonto Starter
Qonto Basic
Qonto Smart
Qonto Premium
Qonto Essential
Qonto Business
Qonto Enterprise
Grundgebühr p. M.
0 €
ab
9 €
*
ab
19 €
*
ab
39 €
*
ab
49 €
*
ab
99 €
*
ab
199 €
*
Kostenlos bis 5 Transaktionen 30 Transaktionen 60 Transaktionen 100 Transaktionen 150 Transaktionen 500 Transaktionen 1000 Transaktionen
SEPA-Gebühr 0,20 €* 0,40 €* 0,40 €* 0,10 €* 0,25 €* 0,25 €* 0,10 €*
Sofortüberweisung 0,20 €* 0,40 €* 0,40 €* 0,10 €* 0,25 €* 0,25 €* 0,10 €*
Deutschland 2,00 € 2,00 € 2,00 € 2,00 € 2,00 € 2,00 € 2,00 €
Eurozone 2,00 € 2,00 € 2,00 € 2,00 € 2,00 € 2,00 € 2,00 €
Fremdwährung in EWR
2,00 € + 2,00 % 2,00 € + 2,00 % 2,00 € + 2,00 % 2,00 € + 2,00 % 2,00 € + 2,00 % 2,00 € + 2,00 % 2,00 € + 2,00 %
Außerhalb EWR / Weltweit
2,00 € + 2,00 % 2,00 € + 2,00 % 2,00 € + 2,00 % 2,00 € + 2,00 % 2,00 € + 2,00 % 2,00 € + 2,00 % 2,00 € + 2,00 %
Deutschland 0 € 0 € 0 € 0 € 0 € 0 € 0 €
Eurozone
Fremdwährung in EWR
ab 2 %* ab 2 %* ab 2 %* ab 2 %* ab 2 %* ab 2 %* ab 2 %*
Außerhalb EWR / Weltweit
ab 2 %* ab 2 %* ab 2 %* ab 2 %* ab 2 %* ab 2 %* ab 2 %*
Hinweis zur Karteneinsatz:
Ausgehende SWIFT Überweisung
1,2 %
*
0,8 %
*
0,8 %
*
0,56 %
*
0,56 %
*
0,56 %
*
0,56 %
*
Eingehende SWIFT Überweisung 5 €* 5 €* 5 €* 5 €* 5 €* 5 €* 5 €*
Gebühr Bargeldeinzahlung
Anzahl inkludierter Unterkonten 1 4 4 9 24
Unterkonten mit eigener IBAN NeinNein NeinNein JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa
Kontokorrentkredit 10 %* 10 %* 10 %* 10 %* 10 %* 10 %* 10 %*
Geduldete Kontoüberziehung
Zinsen auf Guthaben 0 % 0 % 0 % 0 % 0 % 0 % 0 %
Hinweis * Die Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer * Die Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer * Die Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer * Die Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer * Die Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer * Die Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer * Die Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer
Zum Anbieter* Zum Anbieter* Zum Anbieter* Zum Anbieter* Zum Anbieter* Zum Anbieter* Zum Anbieter*
Qonto Starter
Qonto Basic
Qonto Smart
Qonto Premium
Qonto Essential
Qonto Business
Qonto Enterprise
DATEV Schnittstelle JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa
Zugang für Buchhaltung JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa
Rechnungen erstellen JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa
SevDesk JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa
Easybill NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
Fastbill JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa
LexOffice JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa
Stripe NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
Qonto Starter
Qonto Basic
Qonto Smart
Qonto Premium
Qonto Essential
Qonto Business
Qonto Enterprise
Freiberufler JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa
Gewerbetreibende JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa
Einzelunternehmer JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa
Eingetragenen Kaufleute (eK) JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa
GmbH NeinNein JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa
Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) NeinNein JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa
Aktiengesellschaft (AG) NeinNein JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa
Unternehmergesellschaft (UG) NeinNein JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa
Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) NeinNein JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa
Offene Handelsgesellschaft (OHG) NeinNein JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa
Partnerschaftsgesellschaft (PartG) NeinNein JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa
GmbH & Co. KG NeinNein JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa
Verein NeinNein JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa
Genossenschaften (eG) NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
Kommanditgesellschaft (KG) NeinNein JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa
GmbH in Gründung NeinNein JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa
UG in Gründung NeinNein JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa JaJa

Ein passendes Geschäftskonto finden

Geschäftskonten werden von Filialbanken, Direktbanken und FinTechs angeboten. Viele klassische Direktbanken wie beispielsweise die comdirect wenden sich mit ihren Girokonten bisher fast ausschließlich an private Konsumenten. Die ING bietet inzwischen auch Geschäftskonten für Selbstständige und Unternehmen an und gehört damit zu den wichtigsten Direktbanken im Bereich Business-Banking. Weitere Direktbanken – unter anderem die DKB, die GLS Bank oder die GRENKE Bank – bieten ebenfalls Geschäftskonten an. Je nach Anbieter können jedoch Einschränkungen im Hinblick auf die Rechtsformen bestehen.
So steht das DKB Geschäftskonto nur den Angehörigen bestimmter, in der Regel kammergebundener, freier Berufe wie Ärzte, Anwälte, Architekten und Notare sowie gewerblichen Immobilienverwaltern offen. Andere Freiberufler und gewerbliche Selbstständige und Gesellschaften können das DKB Geschäftskonto in der Regel nicht eröffnen.

FinTechs und Neobanken wie FYRST, Kontist, Finom, die Berliner N26 Bank und der französische Anbieter Qonto haben in den vergangenen Jahren ein eigenständiges Marktsegment für Geschäftskonten begründet.

Filialbank-Konten

Die Geschäftskonten der Filialbanken fokussieren sich auf klassische Bankdienstleistungen. Viele etablierte Banken bieten außerdem Zusatzleistungen wie Buchhaltungssoftware an, diese müssen jedoch kostenpflichtig geordert werden.

Die Stärken der Filialbanken bestehen in individueller Beratung und Betreuung sowie einem breiten Spektrum an individuellen Finanzierungslösungen. Unternehmen, die einen Förderkredit der KfW oder andere öffentliche Fördermittel in Anspruch nehmen wollen, sind grundsätzlich auf ein Filialbank-Konto angewiesen, da FinTechs diese Leistungen bisher nicht vermitteln.

Ein Filialbank-Konto eignet sich vorwiegend für Unternehmer, die auf häufige Bargeldeinzahlungen angewiesen sind und sich auch in anderen Bereichen die Dienstleistungen einer Bankfiliale wünschen. Sie können von Unternehmen aller Rechtsformen eröffnet werden. Für die Kontoeröffnung ist eine Schufa-Abfrage nötig.

Banken wie die Commerzbank, die Deutsche Bank oder die Postbank wenden sich mit ihren Business-Konten an Unternehmen aller Größenordnungen. In ihren Basis-Versionen eignen sich diese Konten – beispielsweise das Klassik-Geschäftskonto der Commerzbank oder das Postbank Business Giro Konto – jedoch auch für Gründer, Freiberufler und Einzelunternehmer. Leistungsstarke Filialbank-Partner für Business-Kunden sind auch Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken – sie punkten unter anderem durch ihren Regionalbezug.

Konten bei FinTechs

Dagegen orientieren sich die meisten FinTechs mit ihren Geschäftskonten stark an den Bedürfnissen von Freelancern, Einzelunternehmern und KMUs. Software für Buchhaltung und Finanzverwaltung gehört oft standardmäßig zum Leistungsumfang dieser Konten.

Einige FinTech-Konten – etwa die Geschäftskonten von Finom, Kontist oder Qonto – können ohne Schufa-Prüfung eröffnet werden. Ein Kontokorrentkredit oder Wachstumsfinanzierungen gehören allerdings nicht bei allen Anbietern zum Leistungsumfang.

Unter anderem Finom, Kontist und die N26 Bank bieten neben kostenpflichtigen Kontomodellen auch ein kostenfreies Geschäftsgirokonto an. Auch Qonto hat mit dem Qonto Starter Tarif inzwischen ein dauerhaft kostenloses Konto für Freiberufler und Einzelunternehmer im Programm. Komplett kostenlos ist allerdings auch ein solches Konto nicht. Zwar entfällt die monatliche Kontoführungsgebühr, für Einzeltransaktionen können jedoch trotzdem Gebühren berechnet werden.

Ein zusätzlicher Funktionsaspekt moderner Geschäftskonten ist die zunehmende Unterstützung gesetzlicher Anforderungen wie der seit 2025 geltenden E-Rechnungspflicht im B2B-Bereich. Einige Anbieter ermöglichen inzwischen die Erstellung und den Versand von E-Rechnungen direkt über die Banking- oder Buchhaltungsfunktionen der jeweiligen Plattform.

Vor dem Kontoantrag müssen Interessenten prüfen, welche Rechtsformen die verschiedenen FinTech-Anbieter unterstützen. Beispielsweise stehen die Konten von Finom, FYRST, Qonto und Holvi Unternehmen der meisten gängigen Rechtsformen offen. Auch Kontist hat seine Geschäftskonten inzwischen für unterschiedliche Rechtsformen geöffnet. Dagegen bietet N26 seine Konten ausschließlich Freiberuflern und Einzelunternehmern an.

Die Geschäftskonten von FinTechs und Neobanken sind reine Online-Konten. Kontoeröffnung und Kontoführung erfolgen ausschließlich im Online-Banking und über Smartphone-Apps. Die Legitimation im Rahmen der Kontoeröffnung erfolgt fast immer durch das Video-Ident-Verfahren.

Besonders gut geeignet sind die FinTech-Konten für Unternehmer mit einem überwiegend digitalen Geschäftsmodell. Von den meisten FinTechs und Neobanken werden keine Bargeldeinzahlungen und beleghaften Buchungen angeboten, die dann über Fremdbanken und meist zu hohen Kosten getätigt werden müssen.

Eine Ausnahme ist hier vorwiegend FYRST: Die FinTech-Marke wurde 2019 durch die Deutsche Bank gegründet. FYRST Kunden können auch verschiedene Filialdienstleistungen der Postbank in Anspruch nehmen.

Grundgebühr p. M.
ab
0 €
Kosten / Buchung
ab
0,08 €
Guthabenzins
0 %
Für Start-ups geeignet, alle gängigen Rechtsformen
Bargeldlösung und Kreditangebote
Support durch erfahrene Banker via Mail oder Telefon
Bank FYRST - ein Angebot der Deutsche Bank AG
Bankenart Neobank
Sicherheit
Finanzaufsicht Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
Einlagensicherung 100.000 €
Bank mit Filialen NeinNein
Verifizierung
PostIdent JaJa
VideoIdent JaJa
eIdent JaJa
FYRST Base
FYRST Gründerkonto
FYRST Vereinskonto
FYRST Complete
Grundgebühr p. M.
ab
0 €
10 €
10 €
10 €
Kostenlos bis 50 Transaktionen 75 Transaktionen 75 Transaktionen 75 Transaktionen
SEPA-Gebühr 0,19 € 0,08 € 0,08 € 0,08 €
Sofortüberweisung 0,19 € 0,08 € 0,08 € 0,08 €
Deutschland
0,00 €
k.A. k.A.
0,00 €
Eurozone
1,00 %
k.A. k.A.
1,00 %
Fremdwährung in EWR
1,50 %
k.A. k.A.
1,50 %
Außerhalb EWR / Weltweit
1,50 %
k.A. k.A.
1,50 %
Deutschland 0 € 0 €
Eurozone
Fremdwährung in EWR
ab 2,35 % ab 2,35 %
Außerhalb EWR / Weltweit
ab 2,35 % ab 2,35 %
Hinweis zur Karteneinsatz: Bei Kartenzahlung in Fremdwährung:
1,85 %, zzgl. 0,5 % Fremdwährungsgebühr
Bei Kartenzahlung in Fremdwährung:
1,85 %, zzgl. 0,5 % Fremdwährungsgebühr
Ausgehende SWIFT Überweisung
0,8 %
0,8 %
1,2 %
0,8 %
Eingehende SWIFT Überweisung
0,5 %
0,5 %
1,2 %
0,5 %
Gebühr Bargeldeinzahlung
3 €
2,50 €
2,50 €
2,50 €
Anzahl inkludierter Unterkonten 0 1 1
Preis je Unterkonto 6 € 6 € k.A. 6 €
Unterkonten mit eigener IBAN JaJa JaJa NeinNein JaJa
Kontokorrentkredit 9,95 % 9,95 % k.A. 9,95 %
Geduldete Kontoüberziehung 14,95 % 14,95 % 14,95 %
Zinsen auf Guthaben 0 % 0 % 0 % 0 %
Hinweis Je Unterkonto sind 50 beleglose Buchungsposten pro Monat inkludiert. Je Unterkonto sind 50 beleglose Buchungsposten pro Monat inkludiert. Je Unterkonto sind 50 beleglose Buchungsposten pro Monat inkludiert.
Zum Anbieter* Zum Anbieter* Zum Anbieter* Zum Anbieter*
FYRST Base
FYRST Gründerkonto
FYRST Vereinskonto
FYRST Complete
DATEV Schnittstelle
5 €p.M.
5 €p.M.
5 €p.M.
5 €p.M.
Zugang für Buchhaltung JaJa JaJa JaJa JaJa
Rechnungen erstellen JaJa JaJa JaJa JaJa
SevDesk JaJa JaJa JaJa JaJa
Easybill NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
Fastbill NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
LexOffice JaJa JaJa JaJa JaJa
Stripe NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
FYRST Base
FYRST Gründerkonto
FYRST Vereinskonto
FYRST Complete
Freiberufler JaJa JaJa NeinNein JaJa
Gewerbetreibende JaJa JaJa NeinNein JaJa
Einzelunternehmer JaJa JaJa NeinNein JaJa
Eingetragenen Kaufleute (eK) JaJa JaJa NeinNein JaJa
GmbH JaJa NeinNein NeinNein JaJa
Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
Aktiengesellschaft (AG) NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
Unternehmergesellschaft (UG) JaJa NeinNein NeinNein JaJa
Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) JaJa NeinNein NeinNein JaJa
Offene Handelsgesellschaft (OHG) JaJa NeinNein NeinNein JaJa
Partnerschaftsgesellschaft (PartG) JaJa NeinNein NeinNein JaJa
GmbH & Co. KG JaJa NeinNein NeinNein JaJa
Verein JaJa NeinNein JaJa JaJa
Genossenschaften (eG) JaJa NeinNein NeinNein JaJa
Kommanditgesellschaft (KG) JaJa NeinNein NeinNein JaJa
GmbH in Gründung JaJa NeinNein NeinNein JaJa
UG in Gründung JaJa NeinNein NeinNein JaJa

Maximal vom Geschäftskonto profitieren – auf die Kontoauswahl kommt es an

Maximal von Ihrem Geschäftskonto profitieren können Sie, wenn das gewählte Kontomodell Ihren Anforderungen optimal entspricht und Sie die Möglichkeiten Ihres Kontos in vollem Umfang nutzen. Mit unserem Geschäftskonto-Vergleich gewinnen Sie einen umfassenden Überblick über verfügbare Firmenkonten sowie deren Leistungen und Konditionen.

Um das passende Geschäftskonto zu finden, sind verschiedene Kriterien von Bedeutung – wir geben einen Überblick.

Kontokosten

Ein Geschäftskonto für Freelancer, Selbstständige und kleine Unternehmen kostet durchschnittlich zwischen 50 und 150 € pro Jahr. Größere Unternehmen müssen für ihr Firmenkonto je nach ihrem Anforderungsprofil zum Teil mit deutlich höheren Jahreskosten rechnen, die über 1.000 € liegen können.

In die Kosten für ein Geschäftskonto fließen unterschiedliche Gebührenpositionen ein. Hierzu gehören die monatliche Kontoführungsgebühr, die Gebühren für SEPA-Überweisungen, Geldabhebungen und andere Bankdienstleistungen, die Kosten für Debit- und Kreditkarten sowie gegebenenfalls Gebühren für Auslandstransaktionen. Häufige Bargeldeinzahlungen sind bei Gastronomen und Einzelhändlern ein besonders großer Kostenfaktor, da sie grundsätzlich gebührenpflichtig sind – ein Filialbank-Konto ist für diese Kunden aufgrund besserer Konditionen ein fast absolutes Muss.

Viele Firmenkonten schließen pro Monat ein bestimmtes Kontingent an kostenlosen SEPA-Transaktionen ein. Echtzeit-Überweisungen sind bisher bei den meisten Firmenkonten kostenpflichtig – inzwischen finden sich auf dem Markt jedoch auch einige kostenlose Angebote für diese Bankdienstleistung.

Bei einigen Kontomodellen sind Buchhaltungssoftware und andere digitale Tools standardmäßig ohne Aufpreis integriert – bei anderen Konten ist die Nutzung dagegen kostenpflichtig, wobei hier oft Rabatte greifen.

Als Faustregel kann gelten, dass bei höheren Kontoführungsgebühren auch der Umfang der Inklusivleistungen des Geschäftskontos größer ist. Ein kostenloses Konto eignet sich meistens nur für Nutzer mit sehr begrenztem monatlichem Transaktionsvolumen. Wenn überhaupt, sind sie nur mit sehr eng begrenzten Freikontingenten ausgestattet – für alle weiteren Transaktionen fallen zusätzliche Gebühren an. Zum Teil ist die kostenlose Kontoführung auch an weitere Bedingungen geknüpft. So schließt das kostenlose Kontomodell Kontist Free nur 5 freie SEPA-Transaktionen pro Monat ein. Zudem ist dieser Tarif nur bei einem monatlichen Transaktionsvolumen von 300 € kostenlos, anderenfalls werden für die Kontoführung 2 € pro Monat fällig. Dagegen bietet N26 auch für das kostenlose Konto N26 Business Standard eine unbegrenzte Anzahl kostenloser SEPA-Transaktionen an.

Möglichkeiten zur Kostenreduktion bieten – neben der Auswahl eines Geschäftskontos mit günstigen Konditionen – etwa Cashback-Programme. Aufgrund des veränderten Zinsumfelds spielen Guthabenzinsen inzwischen wieder eine wichtige Rolle bei der Kontoauswahl.

Kriterien für die Kontowahl im Überblick

Wichtige Kriterien für die Kontowahl bestehen in den folgenden Punkten:

  • Kontoeröffnung
    Hat der Anbieter ein Konto im Programm, das die Rechtsform meines Unternehmens unterstützt? Ist die Kontoeröffnung trotz negativer oder nicht vorhandener Schufa-Auskunft möglich?
  • Zahlungsverkehr und Kontokosten
    Wie hoch sind die Kosten für Überweisungen und andere Bankdienstleistungen? Deckt die monatliche Kontoführungsgebühr Inklusivleistungen in angemessenem Umfang ab? Werden Echtzeitüberweisungen unterstützt? Falls erforderlich: Welche Konditionen gelten für Auslandstransaktionen?
  • Karten und Bezahldienste
    Mit welchen Kartentypen – Girocard, Debitkarte, Kreditkarte mit Verfügungsrahmen – ist das Konto ausgestattet? Wie viel kostet die Bestellung zusätzlicher Karten? Werden Bezahldienste wie Apple Pay und Google Pay benötigt und durch das gewünschte Konto unterstützt?
  • Bargeldtransaktionen
    Wie hoch sind die Gebühren für Bargeldabhebungen am Automaten? Sind dafür Freikontingente vorgesehen? Werden Bargeldeinzahlungen unterstützt – und falls ja, zu welchen Konditionen?
  • Kontokorrentkredit und Wachstumsfinanzierungen
    Benötigen Sie einen Kontokorrentkredit oder andere Finanzierungslösungen, um Ihre Geschäftstätigkeit abzusichern? Stellen für Sie interessante Anbieter entsprechende Angebote zur Verfügung? In welchem Umfang sind Finanzierungen möglich?
  • Fremdwährungstransaktionen
    Welche Konditionen gelten für Kartenzahlungen und den Bezug von Bargeld außerhalb der Eurozone? Benötigen Sie SWIFT-Überweisungen und werden diese durch den jeweiligen Anbieter unterstützt?
  • Zusatzleistungen
    Über welche zusätzlichen Features verfügt das Konto? Hierbei kann es sich beispielsweise um Buchhaltungssoftware, Unterkonten, Multi-Banking oder Schnittstellen für den Export von Kontodaten handeln.
  • Service
    Welche Serviceleistungen sind Ihnen für Ihr Firmenkonto wichtig? Wünschen Sie sich persönliche Beratung? Möchten Sie neben Online-Banking auch Telefon-Banking in Anspruch nehmen?

Bei einigen Kriterien haben Unternehmer bei Ihrer Kontoentscheidung größeren individuellen Spielraum – sogenannte K.-o.-Kriterien sind jedoch die Kontoeröffnung, das Angebot von Bargeldtransaktionen und die dafür gewährten Konditionen sowie die Verfügbarkeit von Finanzierungen und Auslandsüberweisungen. Wenn die Bank hier nicht leisten kann, was Sie für Ihr Unternehmen benötigen, kommt dieses Geschäftskonto nicht für Sie infrage.

Fazit

Auf die Frage, welches Geschäftskonto am besten zu Ihrem Geschäftsmodell und Ihrem Unternehmen passt, gibt es keine pauschale Antwort. Für digital orientierte Unternehmer können die Konten einer Online-Bank oder eines FinTechs die optimale Wahl sein, andere Firmenkunden benötigen für ihr Geschäftskonto die Serviceleistungen einer Bankfiliale.

Wichtig ist, dass Ihr Geschäftskonto die Anforderungen Ihrer Firma optimal erfüllt und der Anbieter Ihnen dafür günstige Konditionen bietet. Hierfür sind nicht nur Kostenaspekte, sondern eine Vielzahl von Kriterien von Bedeutung.

Häufig gestellte Fragen – FAQ

Das Profil des Geschäftskontos muss Ihre Unternehmensanforderungen ohne Abstriche erfüllen. Hierfür sind sowohl die Leistungen des Kontos als auch die dafür geltenden Konditionen wichtig.

2 Beispiele dafür: Wenn Sie einen Kontokorrentkredit benötigen, nützt Ihnen ein Geschäftskonto nichts, bei dem der Business-Dispo nicht zum Leistungsangebot gehört. International ausgerichtete Unternehmen benötigen ein Konto, das Fremdwährungsüberweisungen zu günstigen Konditionen unterstützt.

Freiberufler, Solo-Selbstständige und Gesellschafter von Personengesellschaften (einschließlich GbR und eGbR) ohne Handelsregisterpflicht können rechtlich gesehen grundsätzlich frei entscheiden, ob sie ein Geschäftskonto führen wollen oder nicht. In der Praxis ist ein separates Geschäftskonto jedoch auch für diese Gruppen in der Regel faktisch erforderlich, da geschäftliche und private Finanzen sonst nur mit erheblichem Aufwand getrennt und sauber verwaltet werden können. Für Personengesellschaften ist ein gemeinsames Geschäftskonto praktisch Standard, da die Nutzung eines privaten Kontos eines einzelnen Gesellschafters zu erheblichen organisatorischen und steuerlichen Problemen führen kann. Für Kapitalgesellschaften ist die geschäftliche Nutzung privater Konten dagegen ausgeschlossen.

Allerdings akzeptieren die meisten Banken keinen geschäftlichen Zahlungsverkehr auf privaten Girokonten. Zudem stehen Ihnen bei einem Geschäftskonto Funktionalitäten zur Verfügung, die ein privates Konto nicht zu bieten hat.

Durch ein Geschäftskonto trennen Sie geschäftliche und private Zahlungsvorgänge sauber voneinander. Buchhaltung und Steuererklärung werden hierdurch deutlich vereinfacht. Viele Banken bieten für ihre Firmenkonten zusätzliche Features wie Buchhaltungssoftware oder Unterkonten an, die eine effektive Finanzverwaltung unterstützen.

Als Unternehmer sollten Sie mindestens ein Geschäftskonto haben. Sinnvoll können auch 2 Konten oder generell mehrere Firmenkonten sein. Sie kommen ab einer bestimmten Unternehmensgröße und bei komplexeren Zahlungsströmen in Betracht. Hierfür sprechen mehrere Gründe:

  • Kombination der Vorteile unterschiedlicher Konten
  • Kontakt zu mehreren Banken – insbesondere im Hinblick auf künftige Finanzierungen
  • Risikobegrenzung bei Kontosperrungen sowie bessere Streuung von Guthaben im Rahmen der gesetzlichen Einlagensicherung (in der Regel bis 100.000 € pro Bank und Kunde)

Über mehrere Firmenkonten lassen sich außerdem Einnahmen und Ausgaben besser verwalten – als Alternative kommt hierfür jedoch auch ein Geschäftskonto mit Unterkonten infrage.

Über die Autorin
Janine El-Saghir Janine El Saghir ist bei gruendung.de die Spezialistin für die konkreten, praktischen Schritte auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Sie hat das besondere Talent, trockene...